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Kommentare zu den Thorheiten

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Manfred Riemer zu »Monolinguale Multilingualität«
Dieser Kommentar wurde am 22.06.2018 um 20.27 Uhr verfaßt.

Mono- gegen Multi-?


"ob man bi-, tri- oder sogar multinationale Absprachen treffen kann"
(Merkel, 22.6.18, zu sehen und hören im ZDF, heute-Nachrichten)

Multi- bedeutet also mindestens vier?





R. M. zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 17.05.2018 um 21.06 Uhr verfaßt.

Die Duden-Empfehlungen haben natürlich nichts damit zu tun, ob eine Variante »gängiger« ist als die andere.


Theodor Ickler zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 17.05.2018 um 19.50 Uhr verfaßt.

Doch innerhalb Ihres Briefes, bei der Korrespondenz in einer Firma und erst recht in einer Zeitung, deren einzelne Teile an verschiedenen Orten hergestellt werden, sollte man sich nach einer einheitlichen Empfehlung richten, nach einer Quelle, die überall vorhanden ist. Das ist der Rechtschreibduden (aktuell in der 27. Auflage, auch digital erhältlich), der bei fakultativen Schreibweisen und Fügungen die seiner Meinung nach gängigste gelb markiert. An diese Empfehlung müssen wir uns halten, wollen wir eine Publikation oder ein Schriftstück einheitlich gestalten. Selbst Ältere, die wie ich die ersten Wörter noch im Luftschutzkeller gelernt haben, haben sich zähneknirschend damit abzufinden, dass sie "vonseiten, infrage, mithilfe" zusammen-, "zu Hause" aber getrennt schreiben sollen. (Schmachthagen)

Wie komisch, daß dieser gehorsamste Anhänger der Reform ganz gegen die Absicht der Reformer den Duden zur höchsten Instanz erhebt!


Theodor Ickler zu »„Der große Deutsch-Test 2005“ auf RTL«
Dieser Kommentar wurde am 16.05.2018 um 19.42 Uhr verfaßt.

"Genau nach der Schrift" - aber nach einer nur halb verstandenen Schrift.


Germanist zu »„Der große Deutsch-Test 2005“ auf RTL«
Dieser Kommentar wurde am 15.05.2018 um 22.56 Uhr verfaßt.

Genau nach der Schrift sprechen Dialektsprecher, wenn sie ausdrücklich Hochdeutsch sprechen wollen. Aber das ist nicht ihre normale Sprache.


Klaus Achenbach zu »„Der große Deutsch-Test 2005“ auf RTL«
Dieser Kommentar wurde am 13.05.2018 um 15.40 Uhr verfaßt.

Ob das fragliche „e“ gänzlich stumm ist, bezweif(e)le ich. Je nach Sprechsituation wird man ein sehr schwaches bis deutliches Schwa als Übergangslaut hören.

Problematischer ist für Ausländer vielleicht das stumme „h“ in den genannten Wörtern.

Als deutsches „Schiboleth“ empfinde ich eher die anscheinend vorherrschende Aussprache von single als [singel] (mit stimmhaftem s und ohne g). Da zucke ich jedesmal zusammen.



Germanist zu »„Der große Deutsch-Test 2005“ auf RTL«
Dieser Kommentar wurde am 13.05.2018 um 15.26 Uhr verfaßt.

Es gibt ja inzwischen zwei Arten von Schriftdeutsch: das eine wird in der Schule gelehrt, und das andere beim Schreiben auf dem Mobiltelefon benutzt.


Theodor Ickler zu »„Der große Deutsch-Test 2005“ auf RTL«
Dieser Kommentar wurde am 13.05.2018 um 08.12 Uhr verfaßt.

Deutsche Grundschüler?

Man muß wohl unterscheiden zwischen einem "Leiden" beim Lesenlernen und einer "Aussprache nach der Schrift", die hyperkorrekt wirkt und auch von manchen unwissenden Eltern und sogar Lehrern durchgesetzt wird. Darunter "leiden" dann eher die Hörer.

Andererseits dürfte die falsche Aussprache des ng weniger von der Schrift induziert sein als vom Phonemsystem der jeweiligen Muttersprache. Beobachtung bei einem befreundeten Ungarn.


Germanist zu »„Der große Deutsch-Test 2005“ auf RTL«
Dieser Kommentar wurde am 12.05.2018 um 14.13 Uhr verfaßt.

Nur Ausländer sprechen die deutschen stummen "e" z.B. vor "n" wie in "sehn, gehn usw.", und daran erkennt man sie. Ähnlich ist es mit dem deutschen "ng", bei dem nur Ausländer das "g" deutlich hörbar aussprechen. Das sind deutsche Schiboleths. Am meisten leiden Grundschüler unter dem Unterschied zwischen Aussprache und Schrift.


Theodor Ickler zu »„Der große Deutsch-Test 2005“ auf RTL«
Dieser Kommentar wurde am 23.04.2018 um 05.24 Uhr verfaßt.

Wenn jemand sich ausdenkt, wie falsch man schreiben könnte, kommt etwas sehr Unwahrscheinliches heraus:

Wänn jedär schraipt wi er will, vastähd irgennvann kaina meer was. Däshlab is goreckde Räschdschreipung wischtsch. (https://www.volksfreund.de/meinung/leserbriefe/waenn-jedaer-schraipt-wi-er-will_aid-16860607)

Man könnte daran implizite Volkslinguistik studieren.


Theodor Ickler zu »Der hessische Rechtschreib-Rasputin«
Dieser Kommentar wurde am 14.04.2018 um 17.03 Uhr verfaßt.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache, gegen den Willen ihrer Mitglieder zum Propaganda-Werkzeug für die Rechtschreibreform gemacht, veröffentlichte im „Sprachdienst“ 5/2000 einen besonders giftigen Beitrag des hessischen Ministerialrats Stillemunkes gegen die Reformkritiker, vor allem die FAZ.

Falschmeldungen über eine „Reform der Reform“ wurden lanciert, Theodor Ickler verschickte E-Mails (...)
Der Staat – bzw. die demokratisch legitimierte Exekutive – soll nicht normieren dürfen, wohl aber ein privatwirtschaftlicher Verlag – natürlich ohne jedes demokratische Mandat, aber dafür mit Gewinninteressen-, denn zum Duden will man zurück. Das ist schon ein bedenklicher Mangel an demokratischem Verständnis. Vollkommen unglaubwürdig wird die Angelegenheit der Reformgegner durch Theodor Ickler, der ein eigenes Wörterbuch, das angeblich den Sprachgebrauch des Deutschen erfasst, aber wiederum vom Duden abweicht, ankündigt.
(...)
Die Umsetzung an den Schulen geht völlig reibungslos vor sich. (...) Die Schulen stellen allmählich ihre Bestände um.


Stillemunkes tut so, als hätte er die erklärte Absicht meines Wörterbuchs nicht verstanden. Es gibt noch vieles, was man dem Mann heute vor die Nase halten möchte. Seither ist von der Reform nicht viel übrig geblieben, die Reform der Reform der Reformm... war keine Falschmeldung, und die Bestände sind nicht nur einmal umgestellt worden. Geblieben ist nur Ministerialrat Stillemunkes.


Theodor Ickler zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 06.04.2018 um 17.02 Uhr verfaßt.

Schmachthagens normative Darstellung geht natürlich weit über den wirklichen Kasusgebrauch hinaus. Typischer Sprachmeisterer, wie Eduard Engel sagen würde.


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