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Pt zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 18.06.2017 um 11.12 Uhr verfaßt.

Wir sind schon auf dem besten Weg in die Sklaverei:

www.kla.tv/10679

"Alles scheint sich auf folgende zwei Möglichkeiten hin zu entwickeln: Entweder lässt sich der Mensch, sozusagen als „moderner Sklave“, in ein zentralgesteuertes System einfügen oder er wird von der Gesellschaft quasi ausgeschlossen. Jeder, der ein fremdgesteuertes Implantat ablehnt, würde in seiner Existenz bedroht sein."


Pt zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 17.06.2017 um 15.39 Uhr verfaßt.


Zu #10874:

"Solche verrückten Websites gibt es ja in großer Zahl, vielen Dank für den Link!"

Wenn Sie den Link auf die Webseite http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2017/02/wie-kinderstars-von-satanisten.html meinen, dann, was ist daran verrückt? Alles Schall und Rauch ist ein Nachrichtenblog, der Inhaber der Webseite ist nicht für die in den Beiträgen berichteten Geschehnisse oder Taten verantwortlich.– Oder, was ist verrückt daran, wenn jemand es als seine Aufgabe ansieht, seine Leser umfassend und jenseits der vorgekauten Beiträge der Mainstream-Lügenmedien zu unterrichten,
ohne aufwendige Blue-Screen-Technik, die ein heutiges Nachrichtenstudio wie die Hauptleitzentrale der Justierungswelt eines Sonnentransmitters (siehe Perry Rhodan-Serie) erscheinen läßt? Und der für diese Informationen allenfalls Spenden erbittet und nicht, wie die Mainstreammedien, eine monatlich zu zahlende Rundfunkgebühr, die im Zweifelsfall gerichtlich eingetrieben wird?

Wie kommen Sie zu dieser Einschätzung? Haben Sie die große Zahl dieser Webseiten alle persönlich gecheckt und bei allen festgestellt, daß diese "verrückt" sind?




Pt zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 17.06.2017 um 15.10 Uhr verfaßt.

Zu #10851:

"Was soll an dem Bild so besonders erschütternd sein, daß man an "Mord" auch nur zu denken wagt? Die große Zahl?"

Die große Zahl läßt auf eine erhebliche Umweltverschmutzung/-vergiftung schließen. Im Flußwasser baden oder spielen auch Menschen und daraus wird u. U. auch getrunken bzw. Trinkwasser gewonnen, d. h. davon könnten auch andere Tiere und Menschen erkranken oder gar sterben.

Wir müssen uns von der sachlich falschen Vorstellung lösen, daß Tiere "Sachen" sind. (Das mag für die rechtliche Stellung zutreffen, aber die Juristerei ist sowieso eine Scheinwelt, die sich nur durch staatliche Gewalt Geltung verschaffen kann.)

"Natürlich sind Fische Sachen, darum kann man sie kaufen und essen."

Nun ja, auch Menschen konnte man früher kaufen (Sklaverei) und essen (Kannibalismus). Zumindest die Sklaverei gibt es heute – in leicht veränderter Form – immer noch, in Form von "Lohnsklaverei".
Daraus könnte man schließen, daß auch Menschen "Sachen" sind.

Tiere sind natürlich Lebewesen, wie Pflanzen und Pilze auch. Und im Gegensatz zum Menschen können Tiere nicht "schuldig" an ihrem Schicksal sein. Menschen dagegen tragen in vielen Fällen eine Mitschuld an ihrem Schicksal, z. B. indem sie Tatsachen oder Warnungen ignorieren oder fahrlässig oder schuldhaft falsch handeln, z. B. indem sie Gewässer vergiften. Auf Brunnenvergiftung stand früher die Todesstrafe!

"Der Allesfresser Mensch vergißt manchmal, wie gesund Seefisch ist."

Nach Fukushima sicher nicht mehr!



Theodor Ickler zu »Aptum«
Dieser Kommentar wurde am 16.06.2017 um 10.55 Uhr verfaßt.

Unsere heutigen Rhetoriker haben die "Angemessenheit" wiederentdeckt oder sich gar nicht erst davon gelöst. Letzteres muß man annehmen, wenn man Gert Uedings "Rhetorik des Schreibens" liest. Natürlich ist "Angemessenheit" ein sinnloser Begriff, wenn man seine relationale Natur nicht berücksichtigt. Früher verstand es sich von selbst, daß man von erhabenen Gegenständen im erhabenen Stil zu reden hatte usw., das war "angemessen". Also über Könige in Edelsprache, über Bauerntölpel in Umganggsprache und - schrecklich zu sagen - im Dialekt. Soll das etwa immer noch gelten? (Bei Ueding S. 19 sieht es so aus.)

"Valerio" 18/2016, herausgegeben von Jürgen Schiewe, hat den Titel "Angemessenheit".


Manfred Riemer zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 10.06.2017 um 21.14 Uhr verfaßt.

Ich kann mir durchaus vorstellen, daß es radikale Feministen gibt, die Frauenrechte höher einstufen als die Rechte von Männern und die deswegen sogar gewalttätig werden. Nicht so recht gelingen will mir jedoch die Vorstellung, daß radikale Tierschützer die "Rechte" von Tieren (Tiere haben natürlich keine Rechte, die sie einklagen könnten, aber ich finde im Moment kein besseres Wort dafür) höher stellen als Menschenrechte. Das heißt, wenn es um Radikalität von Tierschützern geht, dann kann damit überhaupt nur Sprachliches gemeint sein. (Ich hoffe, das ist so.)

Von Mord an Tieren statt von deren Tötung zu sprechen, ist also meiner Ansicht nach genau das, was einen radikalen Tierschützer ausmacht. Mord ist ein Ausdruck, der sich allein auf die absichtliche Tötung eines Menschen (unter bestimmten weiteren Bedingungen) bezieht. Es gibt weitere unterscheidende Bezeichnungen (essen/fressen usw.) Das heißt natürlich nicht, daß Tiere beliebig getötet werden dürfen, aber so etwas wird von Nichtradikalisierten nicht Mord genannt.


Theodor Ickler zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 10.06.2017 um 17.05 Uhr verfaßt.

Solche verrückten Websites gibt es ja in großer Zahl, vielen Dank für den Link!


Pt zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 10.06.2017 um 11.59 Uhr verfaßt.

Zu #10852:

Leider hatte ich keine Zeit, die Links zu lesen.

"Wir deuten die Reaktionen auch niederer Tiere auf Beschädigung "empathisch" als schmerzhaft, ganz ohne Rücksicht auf die künstliche Kategorie "Wirbeltier"."

Die Kategorie "Wirbeltier" ist nicht künstlich, was "künstlich" ist, ist die Vorstellung, daß nur Wirbeltiere "leidensfähig" wären. Und außerdem die Vorstellung, daß man angeblich (vor dem Gesetz) "nicht leidensfähigen" Lebewesen eben deshalb Schaden zufügen dürfe oder dies straffrei bleibt, weil sie "nicht leidensfähig" sind. Es handelt sich also um ein künstliches, rechtliches Konstrukt.

Ich denke, den Tierschützern geht es nicht um das Konstrukt "Leidensfähigkeit", das von den Rechtsverdrehern mit dem Wirbeltierstatus gleichgesetzt wird, sondern um ein allgemein anderes, faireres Verhalten der Menschen den Tieren gegenüber, unabhängig von einer wie auch immer gearteten "Leidensfähigkeit". Leider kann man mit einer derartigen Haltung in Deutschland keinen Prozeß gewinnen, so daß sich die Tierschützer an das klammern müssen, was am erfolgversprechendsten aussieht.

"In der Harry-Potter-Verfilmung wird sehr schön die "Folterung" eines Gliederfüßlers gezeigt,mit entsprechenden Reaktionen der kindlichen Beobachter."

Die Kinder haben einfach nur Angst vor der Spinne und ihrem tötlichen Gift, schließlich springt sie von einem Kind zum anderen. Daß sie Mitleid mit der unter einem Fluch (Imperio-Fluch?) stehenden Spinne haben, halte ich für unwahrscheinlich. Die Szene wirkt ziemlich künstlich, es sieht so aus, als ob die Spinne an Moodys Zauberstab befestigt ist.

Zu Harry Potter und seinen Darstellern hier noch eine Randnotiz:

Wie Kinderstars von Satanisten missbraucht werden

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2017/02/wie-kinderstars-von-satanisten.html





Pt zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 10.06.2017 um 11.27 Uhr verfaßt.

Zu #10842:

"Für radikale Tierschützer gibt es den Unterschied zwischen Jagd und Mord nicht; das hat sprachliche Folgen."

Offenbar entscheidet Empathie über die Wortwahl, aber das ist wohl auch auf anderen Gebieten so.

Nun ja, letztlich geht es hier gar nicht um Jagd, sondern um Mord! Gejagt wird, um sich und andere zu ernähren, Fürsten taten es früher auch zum Vergnügen, wobei die gejagten Tiere sicher in den Küchen weiterverwendet wurden.

Ihre Aussage ist – auch fachlich – bemerkenswert, zeigt sie doch ein in unserer "modernen Welt" häufig vorkommendes Phänomen: die Täter-Opfer-Umkehrung.

Auf der Petitionsseite wird die Problematik sehr gut zusammengefaßt: https://www.change.org/p/minister-habeck-beweisen-sie-sich-jetzt-stoppen-sie-die-seehundj%C3%A4ger

"Seit 1974 dürfen Seehunde offiziell nicht mehr bejagt werden. Aber ein jeder Seehundjäger kann willkürlich (ohne tierärztliche Untersuchung) entscheiden, ob ein Tier erschossen werden darf, weil es angeblich verletzt, krank oder nicht lebensfähig ist.
Mutterlose oder verletzt aufgefundene Seehunde können und dürfen zwar in den Seehundauffangstationen der Inseln erstversorgt werden, diese müssen aber (IN WELCHEM ZUSTAND AUCH IMMER - auch, wenn von tierärztlicher Seite die Transportfähigkeit nicht gegeben ist) die Tiere nach spätestens 24 Stunden einem Robbenjäger übergeben, der dann selbstständig und unkontrolliert über das Leben des Tieres entscheidet.
Das bedeutet: Töten - oder zur einzig legitimierten Seehundstation in Friedrichskoog überstellen. (Dies ist tierschutzwidrig, weil kein vernünftiger Grund vorliegt und den Tieren unnötige Strapazen zugemutet werden)"

Was Bettina Jung und ihr Team letztlich tun, ist die Einhaltung des Tierschutzgesetzes einzufordern. Und die Petition und die anderen Aktivitäten erscheinen mir nicht gerade unter die Kategorie "radikal" zu passen. Wie kommt es also, daß Sie plötzlich von "radikalen Tierschützern" sprechen? Ist man bereits "radikal", wenn man auf die Einhaltung von Gesetzen pocht?

Die Tiere werden tierschutzgesetzwidrig erschossen bzw. erst einem unnötig langen Transport ausgesetzt und danach ev. erschossen. Der "Robbenjäger" bekommt eine Prämie, es ist fraglich, ob das Fleisch der Robbe bzw. des Robbenbabys zu Ernährungszwecken verwendet wird.

Wieso bezeichnen Sie Tierschützer, die mit legalen Mitteln gegen Gesetzesübertreter und gegen unhaltbare und unfaire Zustände vorgehen, als "radikal", was impliziert, daß dadurch die Täter, die ganz klar außerhalb des Gesetzes handeln, und hilflose Wesen grundlos töten, als Opfer dargestellt werden? Davon abgesehen werden die Seehunde touristisch vermarktet – wir sind ihnen nicht gerade dankbar –, und ihre Zahl geht zurück.

Es ist auch unverständlich, warum das Tierschutzgesetz auf diese Weise ausgehöhlt werden kann.

Auf ähnliche Art und Weise werden z. B. auch Mobbing-Opfer als Täter dargestellt, die sich – angeblich – nur nicht anpassen konnten etc. Ich denke, dieses Phänomen wäre eine Diskussion auch in sprachwissenschaftlicher Hinsicht wert. Offenbar verändert sich der semantische Inhalt des Wortes "radikal" in Abhängigkeit von der jeweiligen Ideologie.

"Ich erinnere noch einmal an den alten Grzimek, der durchgesetzt hat, daß Löwen essen und nicht fressen."

Daran kann ich mich jetzt nicht erinnern, aber an die Aussage von Herrn Grzimek, daß es zuviele Menschen gäbe und daß 1/10 der (damaligen) menschlichen Bevölkerung ausreichen würde. Das erinnert sehr stark an die Georgia Guidestones – www.kla.tv/5872 / https://de.wikipedia.org/wiki/Georgia_Guidestones –, die eine ähnliche Ideologie vertreten (und die nur einige Jahre später errichtet wurden).




Theodor Ickler zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 10.06.2017 um 06.12 Uhr verfaßt.

Wie es der Zufall will, wird der gerade erwähnte Eduard Bornemann in einem Leserbrief an die FAZ auch als Übersetzer des "Struwwelpeter" ins Lateinische gewürdigt.
Dazu das hübsche Gedenkblatt seiner Schülerin Eva Demski:
http://www.mittelbayerische.de/zusatz/eva-demski-petrulus-hirrutus-21681-art413081.html


Theodor Ickler zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 09.06.2017 um 15.36 Uhr verfaßt.

Das ist bestimmt richtig. Ich habe noch die ausgezeichneten Schulgrammatiken aus den 60er Jahren, alle in Fraktur:

Lateinische Grammatik von Rubenbauer und Hofmann

Lateinische Sprachlehre von Bornemann (Vorrede in Antiqua)

Beides sehr praktisch, weil dann die lateinischen Wörter in Antiqua abgesetzt sind.

La vie française: Kurzgefaßte Grammatik

und andere


(Eduard Bornemann war dafür bekannt, daß er alle Regeln in muntere Verse brachte; das hat mir einer seiner Schüler berichtet.)
Dabei fällt mir erst auf, daß offenbar angenommen wurde, alle Schüler könnten ohne weiteres Fraktur lesen.


Germanist zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 09.06.2017 um 14.45 Uhr verfaßt.

Vor der Währungsreform 1948 gab es nicht einmal Schulhefte zu kaufen. Schulbücher vererbten sich, jedenfalls bei Einheimischen. Die Lehrer wurden auch nicht alle sofort 1945 abgesetzt, sondern erst später, und nach der "Entnazifizierung" wieder eingesetzt. Als wir einen Sommer lang gar keine Schule hatten, waren die Flüchtlinge schon da. Meine Latein-Grammatik hatte die deutschen Texte in Frakturschrift.


Theodor Ickler zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 09.06.2017 um 12.38 Uhr verfaßt.

Daran kann ich mich nicht erinnern, und ich glaube auch nicht, daß die Besatzungsmächte solche Bücher zugelassen hätten. Die Lehrer waren zum Teil noch Nazis, das konnte nicht anders sein, aber die Bücher?


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