zurück zur Startseite Schrift & Rede, Forschungsgruppe dt. Sprache    FDS - In eigener Sache
Diskussionsforum Archiv Bücher & Aufsätze Verschiedenes Impressum      

Kommentare zu den Nachrichten

Die neuesten Kommentare


Sie sehen die neuesten 12 Kommentare

Nach unten

Durch Anklicken des Themas gelangen Sie zu den jeweiligen Kommentaren.


Manfred Riemer zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 14.03.2017 um 11.40 Uhr verfaßt.

Wohl schon dieselbe Zeit lang (?) wird dort auf Punkt a. verwiesen, obwohl die zuvor genannten Punkte 1., 2. und 3. heißen. Punkt a. gibt es nicht:

Das eingangs erwähnte neue Jahr betreffend, ist also festzustellen, dass es zu a. gehört.

Das Komma nach betreffend hat m. E. auch weder mit bewährter noch mit "reformierter" Rechtschreibung zu tun.


Theodor Ickler zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 13.03.2017 um 15.50 Uhr verfaßt.

Auf der Website des Rates stehen seit Jahren genau fünf „Fragen und Antworten“ (www.rechtschreibrat.com/service/fragen-und-antworten), mehr werden es einfach nicht. Die fünfte Antwort begründet ausführlich, warum das „neue Jahr“ nur klein geschrieben werden darf. Der dritte Bericht sieht allerdings wahlweise Großschreibung vor. Was wird dann aus der schönen Begründung?


Manfred Riemer zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 02.03.2017 um 16.25 Uhr verfaßt.

In meiner Jugend, die so etwa mit der DDR endete, habe ich sogar Ansichtskarten gesammelt. Meine größten und bestgehüteten Schätze, weil am seltensten, waren natürlich die Karten aus dem Westen. Das muß man sich mal vorstellen, diese knalligen und schlecht gedruckten Fotos waren uns damals regelrechte Sehnsuchtsbilder, Boten aus einer uns verschlossenen Traumwelt. Wir hatten ja sonst nichts, Fernsehbilder waren zwar auch schön, aber leider flüchtig wie Seifenblasen.


Theodor Ickler zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 08.02.2017 um 10.59 Uhr verfaßt.

Ansichtskarten hatten es bei uns schon immer schwer, weil sie auf dem Weg vom Briefkasten in die Wohnung an der Papiertonne vorbeimüssen. Wir selbst haben aus dem Urlaub immer ein Bündel Ansichtskarten mitgebracht, die wir dann doch nicht abgeschickt hatten; manche liegen fertig adressiert und frankiert heute noch in der Schublade...
Aber der Hinweis auf die Medien ist natürlich schon wahr. Für mich war die E-Mail die Revolution, und dabei bin ich erst spät auf Drängen eines Freundes umgeschwenkt. Übrigens sind meine E-Mails orthographisch ziemlich korrekt, weil ich es, wie schon berichtet, nicht ertrage, daß etwas falsch geschrieben von mir auch nur herumliegt - eine Art Neurose, wenn man so will.


B.Eversberg zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 08.02.2017 um 09.01 Uhr verfaßt.

Man kann ja nur spekulieren. Überschattet wird womöglich alles von dem radikalen Wandel der letzten 20 Jahre, der den Gesamtkomplex des Lesens, Schreibens, Lernens, Lehrens, Kommunizierens und Informierens umgekrempelt hat. Die "sozialen" Medien insbesondere waren doch 1996 noch gar nicht da, und Computer nutzte längst noch nicht fast jeder für fast alles, wie heute. Dieser Umbruch ist noch nicht am Ende, aber es ist schon eine Generation da, die es gar nicht anders kennt. Wird das Schreiben und Lesen langsam weniger wichtig, besonders das konventionelle? Ansichtskarten jedenfalls schreibt wohl kaum noch einer, zum Beispiel.


Manfred Riemer zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 07.02.2017 um 17.01 Uhr verfaßt.

Sind nicht gerade die Korrekturprogramme mit an den heutigen Zuständen schuld? Gäbe es sie nicht, wäre vielleicht noch etwas mehr Problembewußtsein vorhanden.


B.Eversberg zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 07.02.2017 um 15.20 Uhr verfaßt.

Man kann sich gar nicht vorstellen, welche Zustände wir heute hätten, gäbe es keine Korrekturprogramme, die inzwischen wohl fast jeder nutzt. Problembewußtsein ist wohl keins mehr vorhanden.


Germanist zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 03.02.2017 um 21.50 Uhr verfaßt.

"Der abbe Gnobf" ist fränkisch. Ich würde "Der appe Knopf" schreiben.


Theodor Ickler zu »Warum können Berliner Grundschüler nicht mehr richtig schreiben?«
Dieser Kommentar wurde am 03.02.2017 um 07.57 Uhr verfaßt.

Die meisten Lehrkräfte kombinieren verschiedene Methoden (Tagesspiegel über Schreibunterricht)

Ich bezweifle, daß man hier überhaupt von "Methoden" sprechen kann. Das ist so ähnlich wie bei Erziehungsmethoden. Man macht halt viel falsch und manches richtig. Aber mal ehrlich: Welche Methoden haben Sie gestern angewandt, als Sie den lieben langen Tag mit Ihrer Frau umgingen?

Da kommt die Dreijährige angelaufen und zeigt stolz ihre Schreibversuche nebst interpretationsbedürftigen Gemälden - was soll nun "methodisch" daraus werden?

Und es ist ein Glück, daß wir weder methodisch leben noch methodisch unterrichten. Nur in pädagogischen Utopien wird nach Methode erzogen, der reine Horror.




Theodor Ickler zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 01.02.2017 um 04.53 Uhr verfaßt.

Die Analogie macht vor nichts halt. Daher der abbe Knopf und das nervt so was von (http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1512#27633).
In gewisser Weise? In keinster Weise!

Gegen diese Flut kann man sich nicht wehren. Schließlich ist die ganze Sprache so entstanden. Der Erfinder der "Kongruenz" muß von seinen Hordengenossen für verrückt gehalten worden sein. Aus chinesischer Sicht ist das indogermanische Flexionssystem ein Produkt des Wahnsinns.


Manfred Riemer zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 31.01.2017 um 23.35 Uhr verfaßt.

Wer zum ersten Mal "in keinster Weise" oder "Du bist jetzt am dransten" (wohl beim Skat) gesagt hat, muß ja geradezu genial und außerdem sehr witzig sein. Und die Idee mit der "meisten Kreditkarte" finde ich so gut, daß ich sie sogar Verona selbst zutrauen würde. Nur, je öfter solche Ausdrücke nachgeplappert werden (die ersten paar Mal sind vielleicht noch erträglich), umso einfallsloser werden diejenigen, die sie benutzen.


Germanist zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 31.01.2017 um 15.26 Uhr verfaßt.

Es gibt eben ein umgangssprachiges (oder -liches) Paralleldeutsch.


Die neuesten Kommentare

Zurück zur Startseite | nach oben


© 2004–2017: Forschungsgruppe Deutsche Sprache e.V.

Vorstand: Reinhard Markner, Walter Lachenmann, Jan-Martin Wagner
Mitglieder des Beirats: Herbert E. Brekle, Dieter Borchmeyer, Friedrich Forssman, Theodor Ickler, Michael Klett, Werner von Koppenfels, Hans Krieger, Burkhart Kroeber, Reiner Kunze, Horst H. Munske, Adolf Muschg, Sten Nadolny, Bernd Rüthers, Albert von Schirnding, Christian Stetter.

Webhosting: ALL-INKL.COM