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Theodor Ickler zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 16.08.2017 um 06.48 Uhr verfaßt.

Was die Fachsprachen betrifft, so reitet das Regelwerk seit je auf der GKS bei den zoologischen und botanischen Termini herum, schweigt sich sonst aber aus. Im Wörterverzeichnis werden traditionelle und von der IUPAC vereinbarte Schreibweisen nebeneinander angeführt, aber ohne weitere Hinweise (Ether/Äther; Oxid/Oxyd).


Theodor Ickler zu »Rechtschreibrat: Unfähig! Setzen!«
Dieser Kommentar wurde am 15.08.2017 um 04.41 Uhr verfaßt.

Zu § 63:

"E4: Bei Funktionsbezeichnungen sowie bei Benennungen für besondere Anlässe und Kalendertage kann großgeschrieben werden, zum Beispiel:
der erste/Erste Vorsitzende, der technische/Technische Direktor; die goldene/ Goldene Hochzeit, das neue/Neue Jahr"

-
Diese Bestimmung wäre unter (2) regelhaft (fakultative Großschreibung), ihre Unterbringung unter (3) macht sie zur Ausnahme von der obligatorischen Großschreibung, die ja auch schon eine Ausnahme von der allgemeinen Kleinschreibung der Adjektive ist. Der Grund ist die Unfähigkeit zu einer angemessenen Definition der „Funktionsbezeichnungen“ usw. - Ein Problem ist auch die ständige Beimischung der „Fachsprachen“, die ja nicht zum Regelungsgegenstand gehören.
Im Wörterverzeichnis kann man sich zum Beispiel den Eintrag „schwarz“ ansehen. Das ist offensichtlich unlernbar.

Das Regelwerk enthält nun amtlich „§ 64: vacat“. Das ist auch eine Merkwürdigkeit.


Chr. Schaefer zu »„Duden war weise, die Reformer frech“«
Dieser Kommentar wurde am 02.08.2017 um 06.50 Uhr verfaßt.

Die Redakteurin einer angesehenen Fachzeitschrift bedankt sich "im Vorraus" für meine Bereitschaft, einen Artikel zu schreiben. In ihrem Online-Profil liest man, daß ihr bestimmte Dinge "am Wichtigsten" waren.


Herr Augst und Herr Gallmann dürften sehr stolz auf diese Ergebnisse ihrer Arbeit sein. Die Frage ist nur: Wie hält es Eisenberg?


ZDF-Morgenmagazin, 1. August 2017 zu »„Duden war weise, die Reformer frech“«
Dieser Kommentar wurde am 01.08.2017 um 08.02 Uhr verfaßt.

„Seit dem 1. August 2007 ist die neue Rechtschreibung für alle verbindlich. Zehn Jahre sind seitdem vergangen. Und? Haben die Deutschen die neuen Regeln jetzt drauf? Wir haben auf den Straßen von Berlin zum Diktat gebeten.“

https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/zehn-jahre-rechtschreibreform-100.html


Theodor Ickler zu »„Duden war weise, die Reformer frech“«
Dieser Kommentar wurde am 30.07.2017 um 16.53 Uhr verfaßt.

Schriftgeschichte.


Germanist zu »„Duden war weise, die Reformer frech“«
Dieser Kommentar wurde am 29.07.2017 um 14.38 Uhr verfaßt.

Aber die Verschiebungen von "v" zu "f" (Haven -> Hafen)und umgekehrt "f" zu "v" (Fater -> Vater) werden dadurch nicht erklärt.


Germanist zu »„Duden war weise, die Reformer frech“«
Dieser Kommentar wurde am 28.07.2017 um 22.01 Uhr verfaßt.

Zement wurde schon lateinisch mit "c" geschrieben und ist kein Beispiel für eine Lautverschiebung. Beispiele für die Zweite oder Hochdeutsche Lautverschiebung findet man über das Niederdeutsche und Niederländische.


Bernhard Strowitzki zu »„Duden war weise, die Reformer frech“«
Dieser Kommentar wurde am 28.07.2017 um 20.33 Uhr verfaßt.

Okay, ist jetzt zweite Lautverschiebung, aber den Vater haben wir doch nicht von den Lateinern.


Bernhard Strowitzki zu »„Duden war weise, die Reformer frech“«
Dieser Kommentar wurde am 28.07.2017 um 20.20 Uhr verfaßt.

Ach ja, Wikipedia... Wir haben ja auch keinen Zement, keine Ziegel und keinen Kaufmann...



Manfred Riemer zu »„Duden war weise, die Reformer frech“«
Dieser Kommentar wurde am 25.07.2017 um 11.10 Uhr verfaßt.

Wenn man diesen Abschnitt liest,

Du kannst nicht auf sich beruhen lassen, dass die Damen und Herren des Rechtschreibrats sich zweimal im Jahr treffen, über nichts und wieder nichts reden und das Elend mit der Neuregelung immer weitergeht. Man muss sich vor Augen führen, dass führende Vertreter der Neuregelung behauptet haben, es würde 30 Prozent weniger Rechtschreibfehler geben. Aber es gibt die Hälfte mehr. Die Verantwortlichen sollten sich eigentlich bekreuzigen und schämen. Das tun sie aber nicht. Sie sind frech genug, so zu tun, als hätten sie immer nur Gutes bewirkt. Ich weiß gar nicht, wie solche Leute ruhig schlafen. Wenn man einer Sprachgemeinschaft etwas Derartiges angetan hat, sollte man in Sack und Asche gehen und fragen: Wie können wir das gutmachen? Und nicht darauf beharren, nun ewig recht zu behalten,

dann meint man, stark, hier ist aber ein ganz scharfer und erbitterter Gegner der Reform am Werk. Aber wenn man dann bedenkt, wie Eisenberg seinen Einfluß wirklich nutzt - er schreibt selbst nach diesen Regeln und verbiegt seine Grammatik sogar ("heute Abend" usw.), um die Reform zu stützen, dann ist das nur enttäuschend. Etwa wie Seehofer, der (auf seinem Gebiet) auch immer nur als Bettvorleger landet.


Theodor Ickler zu »„Duden war weise, die Reformer frech“«
Dieser Kommentar wurde am 25.07.2017 um 09.56 Uhr verfaßt.

Die Nachlässigkeit des Ganzen ist nicht überraschend, schon die erste Auflage seiner Grammatik strotzte von Fehlern, war offenbar ohne Korrekturlesen gleich in den Druck gegangen.
Von "Ansichten" und "kognitiver Dissonanz" würde ich nicht sprechen, so tief geht das nicht. Eisenberg hat seine Ansicht über die Reform nie geändert, ebenso wenig allerdings sein Geschäftsmodell. Das sind eben ganz verschiedene Dinge, und einen Widerspruch sieht er selbst wohl nicht.
Ich habe schon genug Stoff für eine Rezension, aber andererseits will ich keine unötige Aufmerksamkeit auf diesen Ladenhüter lenken. (Daß es gelegentlich in Proseminaren besprochen wird, will ich gern glauben, aber ansonsten ist es so unverkäuflich wie sein Vorgänger. Warum sollte es jemand kaufen, der sich die Reformregeln aneignen will? Er wäre mit diesem Zwitter bestimmt nicht zufrieden.)


Chr. Schaefer zu »„Duden war weise, die Reformer frech“«
Dieser Kommentar wurde am 25.07.2017 um 09.35 Uhr verfaßt.

Ich habe nur die vor Elementarfehlern (falsche Buchstaben, fehlende Wörter) strotzende Einleitung Eisenbergs bei "Google Books" gelesen, und diese macht auf den Inhalt nicht gerade neugierig.


Eisenberg scheint zu der Ansicht gelangt zu sein, man müsse die Neuregelung – entgegen seiner ureigentlichen Überzeugung – nur besser formulieren.


Er geht also nur die handwerklichen Probleme an, nicht die grundsätzlichen.


Insgesamt ein geradezu klassisches Beispiel für kognitive Dissonanz.


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