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Theodor Ickler zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 05.02.2018 um 11.58 Uhr verfaßt.

Hirnforscher: Ohne Schreibschrift verkümmert das Gehirn
Manfred Spitzer gilt als einer der bekanntesten Hirnforscher Deutschlands. Im Interview warnt er davor, die Schreibschrift nicht zu vernachlässigen. Denn: Eine fließende Schrift lasse auch das Denken besser fließen.
(mdr)


Manfred Riemer zu » „Fehlerquote an Schulen hat sich vervielfacht“«
Dieser Kommentar wurde am 01.02.2018 um 14.32 Uhr verfaßt.

zum Link von meiu (#10929):

Wenn ich sogar in einem so kritischen Artikel wie diesem lese:

können die Dozierenden nicht sagen
wie Schüler*innen und Studierende
angehende Lehrer*innen
müssen Referendar*innen einen Spagat hinlegen
die gesamte Lehrer*innenschaft
[i]Institutskolleg*innen
...,

dann weiß ich doch schon alles. Da braucht man sich doch nicht mehr zu wundern, wo die allgemeine Unkenntnis herkommt.




Theodor Ickler zu » „Fehlerquote an Schulen hat sich vervielfacht“«
Dieser Kommentar wurde am 31.01.2018 um 05.06 Uhr verfaßt.

Kleiner Trost:

The graduates of none of the universities made so good a showing. Even Harvard, probably the best of them, was apparently unable to teach all of its customers how to write their native tongue decently. (Mencken, Diary 1934)


meiu zu » „Fehlerquote an Schulen hat sich vervielfacht“«
Dieser Kommentar wurde am 30.01.2018 um 21.37 Uhr verfaßt.

Mittlerweile sind die Folgen der administrativ betriebenen bzw. geförderten Beseitigung rechtschreiblicher Fähigkeiten offenbar bei den angehenden Deutschlehrern angekommen. In einem Blog-Beitrag auf der Seite faz.net finden sich unter anderem geradezu dystopisch anmutende Aussagen:
"Die Texte, die sie von Studierenden zu Gesicht bekommen, lösen bei ihnen zum Teil Erschrecken aus, sagen sie. Voßkamp hat das Thema erst neulich in einer seiner Lehrveranstaltungen zur Sprache gebracht. In einigen Texten hätte es von Zeichensetzungsfehlern, lexikalischen und grammatikalischen Fehlern sowie erheblichen Defiziten in der Kasusbildung und Flexion gewimmelt. Grundlegende Sprachregeln würden nicht beherrscht. „Im Prinzip werden hier Standards nicht erfüllt, die am Ende der Sekundarstufe I – und eigentlich schon nach der 6. oder 7. Klasse – erfüllt sein müssen“, sagt er und fügt hinzu: „Und das im Lehramtsstudium im Master im Fach Deutsch.“"

Mehr dazu hier:
http://blogs.faz.net/blogseminar/wie-sollen-lehrkraefte-vermitteln-was-sie-selbst-nicht-koennen/


Theodor Ickler zu »Peter Schlobinski, Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden, über Regelwissen und Übung in der Rechtschreibung«
Dieser Kommentar wurde am 24.01.2018 um 05.29 Uhr verfaßt.

An Strategie hatte ich gar nicht gedacht. Warum man nicht mit Schlobinski diskutieren sollte: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=748#10458


ppc zu »Peter Schlobinski, Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden, über Regelwissen und Übung in der Rechtschreibung«
Dieser Kommentar wurde am 22.01.2018 um 13.39 Uhr verfaßt.

Des Professors Kommentar ist eine Mischung aus schleimiger Arroganz und Whataboutism. So eine Einstellung ist untragbar, und man sollte diese Person in Antolin entsorgen.



R. M. zu »Peter Schlobinski, Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden, über Regelwissen und Übung in der Rechtschreibung«
Dieser Kommentar wurde am 21.01.2018 um 19.21 Uhr verfaßt.

Welchen strategischen Nutzen sollte es haben, das Gespräch auszuschlagen?


Theodor Ickler zu »Peter Schlobinski, Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden, über Regelwissen und Übung in der Rechtschreibung«
Dieser Kommentar wurde am 20.01.2018 um 18.04 Uhr verfaßt.


DLF 20.1.18:

Friedrich Denk ist Studiendirektor im Ruhestand. Er hat früher als Deutsch-Lehrer an einem Gymnasium in Bayern unterrichtet und gehörte zu den schärfsten Kritikern der Rechtschreibreform, was ihm den Zusatznamen "Rechtschreibrebell" eingebracht hat.

"Eine Rechtschreibung ist eine einheitliche, von allen anerkannte Orthografie. Eine solche klassische Rechtschreibung hatten wir bis 1996. Sie war auf hohem Niveau, leserfreundlich und für die Schreibenden kein großes Problem. Diese klassische Rechtschreibung findet sich nach wie vor in den meisten Büchern, in vielen Schullektüren, Bert Brecht, Max Frisch, Dürrenmatt und so weiter. Und sie wird von vielen Schreibenden und von bedeutenden Autoren wie Peter Handke, Thomas Hürlimann, Navid Kermani als die bessere Schreibung bevorzugt. Seit 1996 aber haben wir eine nie dagewesene Verwirrung. Von Michael Endes Momo gibt es beispielsweise inzwischen fünf rechtschreibreformierte Ausgaben. Immer dort, wo die Rechtschreibreform vereinfachen wollte, hat sie Verwirrung verursacht. Wie kann diese Verwirrung beendet oder wenigstens verringert werden. Das ist, scheint mir, die wichtigste Frage."   

Peter Schlobinski ist Professor für Germanistik an der Universität Hannover und Vorsitzender der Gesellschaft für Deutsche Sprache. Zu seinen Forschungsgebieten gehört die Sprache im Netz.  

"Nein, die Rechtschreibung ist ebenso wenig am Ende wie leider das ewige Lamento von rotstiftliebenden Oberlehrern und regelungswütigen Besserwissern. Die Diskussion um die Rechtschreibung war und ist extrem emotional und ideologisch aufgeladen und sie ist oft frei von Sach- und Fachargumenten. Es gibt meiner Meinung nach eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute zuerst: Der Großteil der Deutschen kann mit seinen Rechtschreibfähigkeiten in unserer hochliteraten Gesellschaft bestehen und alle Schreibaufgaben meistern. Die meisten können mit den orthografischen Ressourcen unseres Schriftsystems gut umgehen und diese nutzen. Und sie tun das funktional kreativ, wie Studien zum Schreibgebrauch in digitalen  Medien zeigen. Es gibt aber auch eine schlechte Nachricht: Bei einem kleinen Teil der Bevölkerung gibt es echte Probleme im Schreib- und Lesebereich. Allerdings: Die Diskussion um die Rechtschreibung wie sie häufig öffentlich geführt wird, ist absolut kontraproduktiv, um die bestehenden Probleme anzugehen. Kurzum: Ich bin der Meinung, man muss sich um die Rechtschreibung nicht sorgen, aber man muss bestehende Probleme in unserer Gesellschaft im Hinblick auf Schreib- und Lesefähigkeiten offen und sachlich diskutieren. Nur dann wird man sie auch lösen können."


Warum mit Schlobinski diskutieren, den das Thema erklärtermaßen nicht interessiert?




Theodor Ickler zu »Der Zwiebelfisch stinkt vom Kopf her«
Dieser Kommentar wurde am 18.01.2018 um 05.58 Uhr verfaßt.

Während Sick, Schmachthagen und andere noch behaupten, es heiße nun einmal gewinkt, ist GRAMMIS vom IDS auf der Höhe der Zeit und zitiert sogar unser Forum hier:

"Da, wo ich herkomme (vielleicht spielt das ja eine Rolle), in Hamm/Westfalen, werden Kinder von ihren Eltern berichtigt, wenn sie „gewinkt“ statt „gewunken“ sagen. Ich habe das unzählige Male erlebt, und zwar in durchaus nicht „bildungsfernen“ Familien." (aus: Schrift und Rede, 23.02.2007).

- also Herrn Metz (http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=516#5695)

(http://hypermedia.ids-mannheim.de/call/public/fragen.ansicht?v_id=76)


Theodor Ickler zu »Weiterer Rückgang bei Rechtschreibleistungen der Schüler«
Dieser Kommentar wurde am 06.12.2017 um 06.54 Uhr verfaßt.

Auch die FAZ macht viel Aufhebens von den windigen Ergebnissen; das bleibt folgenlos und muß wohl erst mal so sein.

Logopäden gewinnen berufsbedingt Einblicke in die Familien von sprachlich zurückgebliebenen Kindern. Wie es dort zugeht, kann weder Kindergarten noch Grundschule vollständig ausgleichen. Der Eingriff, der hier nötig wäre, würde Privatsphäre und Elternrechte unzulässig einschränken. Es ist schwer vorstellbar, daß in Familien, wo man kaum miteinander spricht, nun plötzlich vorgelesen wird, nur weil man den Eltern dies geraten hat.

Man kann nur hoffen, daß sich das in einer oder zwei Generationen ausgleicht. Von einer Katastrophe zu sprechen ist nicht gerade förderlich und auch nicht berechtigt. Man vergißt auch die großen Züge des Bildes, die weltweit zunehmende Verweildauer vor Bildschirmen, wirtschaftlich ausgebeutet und daher fast vollständig geschützt gegen Medienkritik.


Theodor Ickler zu »Weiterer Rückgang bei Rechtschreibleistungen der Schüler«
Dieser Kommentar wurde am 05.12.2017 um 19.05 Uhr verfaßt.

Deutschland fällt beim Lesen zurück.

Weit übertrieben. Ich habe die Daten zwar nicht alle, aber die neue IGLU-Studie scheint mir kaum signifikant. Manchmal hat die Trägheit der Schulbehörden auch Vorteile.


Germanist zu »Peter Schlobinski, Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden, über Regelwissen und Übung in der Rechtschreibung«
Dieser Kommentar wurde am 16.11.2017 um 18.32 Uhr verfaßt.

Hierzu siehe Wikipedia: "Inflektiv" oder "Erikativ".


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