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Theodor Ickler zu »„Unsere Sprache“«
Dieser Kommentar wurde am 13.12.2018 um 14.53 Uhr verfaßt.

Ein Germanist erfand folgende "Formalisierung":

IH = (ä, int, kond, kons)

(= Die illokutive Handlung besteht aus Äußerungsakt, Intention des Sprechers, "endlicher Menge der Bedingungen, die in der Situation erfüllt sein müssen", "Menge von Konsequenzen", die eintreten können.)


Theodor Ickler zu »„Unsere Sprache“«
Dieser Kommentar wurde am 12.12.2018 um 10.20 Uhr verfaßt.

Zu http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=610#7493

Ein Fall von Pseudoformalisierung ist auch dies: Der polnische Logiker (und Dominikanerpater) J. I. Bocheński schrieb in seinem Büchlein "Was ist Autorität?" (Freiburg 1974);

T ist eine Autorität für S im Gebiet G genau dann, wenn S prinzipiell alles, was ihm von T mit Behauptung mitgeteilt wird und zum Gebiet G gehört, anerkennt.

Aber die Buchstaben sind nur Abkürzungen für Stichwörter, man kann mit ihnen nicht "rechnen". Auch sind allgemeinsprachliche Begriffe wie "Anerkennung", "Mitteilung", "Gebiet" usw. nicht definiert.

Der Text enthält noch weitere naiv sprachverführte Thesen. Es ist ein theologisch-protreptischer Traktat, der scholastisch spitzfindig zum Glauben hinführen soll.


B.Eversberg zu »Sprachplauderei: Eine Lanze für die Rechtschreibung«
Dieser Kommentar wurde am 11.12.2018 um 14.44 Uhr verfaßt.

Die sog. "Rechtschreibprüfung" schalte ich seit je immer ab.
Ist es so, daß die "alte" Rechtschreibung seit einiger Zeit von den Softwaren gar nicht mehr angeboten wird? Bei OpenOffice fiel mir das jetzt auf. Es ist eigentlich wurscht, denn wer bemerkt schon noch eine hinsichtlich Neuschrieb falsche Schreibung? Einzig ß statt ss, das merken vielleicht immer noch welche. Alles andere sticht nicht so ins Auge und ist wohl jedem wurscht, selbst den Kultusministern. Diese Gleichgültigkeit ist ein Kollateralschaden, der wohl nicht mehr zu beheben sein dürfte.
Soll man vielleicht, um einen gewissen Anschein von Einheitlichkeit nicht zu deutlich zu stören und unnötige Irritation zu verhüten, doch die "Rechtschreibprüfung" einschalten und beachten?



Tobias Bluhme zu »Sprachplauderei: Eine Lanze für die Rechtschreibung«
Dieser Kommentar wurde am 06.12.2018 um 20.33 Uhr verfaßt.

Heute habe ich zum erstenmal "aufwänden" gesehen.


Theodor Ickler zu »Sprachplauderei: Eine Lanze für die Rechtschreibung«
Dieser Kommentar wurde am 24.11.2018 um 12.55 Uhr verfaßt.

Übrigens ist die "falsche" Schreibung aufs Geradewohl auch schon ziemlich alt. Sie beruht, wie das Deutsche Wörterbuch vermerkt, auf falscher Ableitung, die für heutige Sprecher nicht fern liegt (etwa "gerade recht"). Das Wörterbuch verweist unter GERADEWOHL auf geratewohl, aber das gibt es gar nicht, sondern mit etwas Glück findet man geratewol.


ppc zu »Ein Unglück der Sprachgeschichte«
Dieser Kommentar wurde am 20.11.2018 um 17.56 Uhr verfaßt.

Die Dudenboss*in propagiert das "Gendersternchen" (schon das Wortkonstrukt ist gruselig...).

Der Duden für die Rechtschreibung ist wie die B*ock*öckin zum Gärtnern (Man beachte die geniale Positionierung der Sternchen zur souveränden Bewältigung der Umlautung!)



B.Eversberg zu »Ein Unglück der Sprachgeschichte«
Dieser Kommentar wurde am 18.11.2018 um 05.43 Uhr verfaßt.

Wohl wahr, ein Unglück, aber nicht schicksalhaft wie eine Sturmflut oder ein Vulkanausbruch. Die Orthographie wurde vielmehr zum Opfer politischer und anderer Ambitionen. "Die Sprache gehört dem Volk" urteilte zwar das Bundesgericht, aber die Reform wurde dem Volk aufgedrückt ohne demokratische Verfahrensweise und Kontrolle. Regelmäßig wird zwar wie eh und je lamentiert über schlechte Rechtschreibleistungen, die Gründe dafür sucht man aber woanders und ignoriert diesbezügliche seriöse Studien. Und Duden hat seinen Ruf zwar ruiniert, schert sich aber nicht drum und verfolgt jetzt andere Ziele. Die Lehrerschaft hat grandios versagt, hatte aber das Aufmucken gegen unsinnige Erlasse vorher schon resignativ aufgegeben und hat ja auch jede Menge andere Sorgen.
Die Duden-Schreibungen freilich, die sind Grundlage der integrierten "Rechtschreibkontrolle", ohne die kaum eine Software noch daherkommt. Wer unter Zeitdruck schreibt, so gut wie jeder also, nimmt die "Korrekturen" dann weitgehend in Kauf. Dieser status quo wird sich wohl weiter verfestigen. Was hier und nicht nur hier verunglückt, das ist nicht nur die Rechtschreibung, das ist die Vernunft.


Theodor Ickler zu »Schulhof-Appell«
Dieser Kommentar wurde am 05.09.2018 um 15.39 Uhr verfaßt.

Laut Statistischem Bundesamt wird in den meisten Familien, in denen mindestens eine Person Migrationshintergrund hat, hauptsächlich Deutsch gesprochen. (welt.de 5.9.18) - Die Leserbriefschreiber, typisch für diesen Publikationsort, glauben es nicht, aber das Problem ist nicht die Unglaubwürdigkeit, sondern die Trivialität. Türkische Ehepaare sprechen miteinander türkisch, türkisch-deutsche höchstwahrscheinlich deutsch, meistens auch russisch-ungarische usw. Das muß man nicht erklären.


Pt zu »Recht schreiben, so wie es euch gefällt?«
Dieser Kommentar wurde am 04.09.2018 um 14.31 Uhr verfaßt.

Jedes Kind muss lesen lernen! - Hamburger Erklärung

https://www.change.org/p/jedes-kind-muss-lesen-lernen

Wenn auch viele hier nicht daran glauben, daß Petitionen etwas ändern können, so sollten wir doch die Möglichkeit zur Kommentierung nutzen, um unsere Sicht zum Thema Lesen und Rechtschreibung zu verbreiten. Vielleicht können wir so wenigstens ein Umdenken bei einigen Unterstützern erreichen.




Theodor Ickler zu »Recht schreiben, so wie es euch gefällt?«
Dieser Kommentar wurde am 03.09.2018 um 16.00 Uhr verfaßt.

Rainer Moritz über 20 Jahre Rechtschreibreform - erstaunlich gedankenlos:

https://www.boersenblatt.net/artikel-rainer_moritz_ueber_20_jahre_rechtschreibreform.1511825.html


Theodor Ickler zu »Wie korrekt ist „Sinti und Roma“?«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2018 um 03.16 Uhr verfaßt.

Im Lateinunterricht lernten wir:

„Nach si, nisi, ne und num
fällt der Ali um.“

(Es gibt noch vollständigere Fassungen.)

Politisch korrekt war das nicht.


Theodor Ickler zu »Wieso sind Sprachen schwierig?«
Dieser Kommentar wurde am 16.08.2018 um 16.20 Uhr verfaßt.

Jeder bemerkt es, wenn die Standardsprache Dialektwörter aufnimmt. Weniger auffällig, aber vielleicht bedeutsamer ist die Vereinfachung der Standardsprache dadurch, daß Erwachsene sie lernen, seien es Fremdsprachige oder eben Dialektsprecher – der Grundvorgang der Kreolisierung (vgl. McWhorter). Das „zerrüttete“ Tempussystem der deutschen Hochsprache, das zur Zeit keine konsistente grammatische Beschreibung erlaubt, hängt vielleicht damit zusammen, daß sowohl Nord- wie Süddeutsche ein jeweils verschiedenes System und keine Intuition für das hochsprachliche haben, das auch nie in der Volkssprache verankert war.


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