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28.10.2008
 

„Wir müssen die Reform weiter rückbauen“

So der Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Klaus Reichert, im Interview mit dem südhessischen Echo Online.

Auszug:

Als Sie das Amt des Akademiepräsidenten antraten, war der Streit um die Rechtschreibreform in vollem Gange. Ist das heute ein erledigter Fall?

Reichert: In der Öffentlichkeit hat sich das wohl erledigt. Aber die Reform der Reform ist noch nicht vom Tisch. Es gibt verschiedene Dinge, die mit heißer Nadel genäht worden sind, zum Beispiel bei der Groß- und Kleinschreibung und den Trennungen. Wir sind im Rat für Rechtschreibung hinterher, dass diese Fragen geklärt werden. Wir müssen die Reform weiter rückbauen.


Quelle: Echo Online
Link: http://www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=674295


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Kommentare zu »„Wir müssen die Reform weiter rückbauen“«
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Kommentar von Christoph Schatte, verfaßt am 19.12.2008 um 03.32 Uhr   Mail an
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=607#7455

Klaus Reichert hat mit "Wir sind im Rat für Rechtschreibung hinterher, [...]" den Nagel auf den Kopf getroffen. Der Duden war auch immer hinterher. Also alles beim alten.


Kommentar von Walter Lachenmann, verfaßt am 30.10.2008 um 23.01 Uhr   Mail an
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=607#7390

Aus dem neuesten Prospekt von »Manuscriptum«:

»Aktueller denn je:
Schopenhauer wider die Sprachverhunzer.


Arthur Schopenhauer war Großmeister und Schatzbewahrer der deutschen Sprache in einem. Gegen ihre Verunstalter kannte er keine Gnade. Brillant im Stil und mit beißender Ironie ging er gegen Journaille und Pseudoliteraten, aber auch gegen Wissenschaftler zu Werke, die sich ohne Sinn und Verstand schon damals grassierender Sprachsünden bedienten, eines „eselöhrigen Jetztzeit-Jargons“. So köstlich und amüsant sich vieles liest, so ernst ist sein Kern: In jeder Wissenschaft lasse sich „jeder Irrthum, selbst wenn er Jahrhunderte gegolten hat, … wieder vernichten: aber eine verdorbene Sprache ist nicht wieder herzustellen“, es ergehe ihr so wie einem durch „Verwundung gelähmten und geheilten Glied“, das nie wieder vollständig seine ursprüngliche Kraft gewinnen könne: Aktueller als heute waren diese Schriften nie.«

Schade, daß nicht ein Mann von der Intelligenz und intellektuellen Integrität eines Schopenhauer in diesen Jahren Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung gewesen ist. Die vergebliche Mühe, mit einem „Rückbau“ die (mit verschuldete) Beschädigung der deutschen Rechtschreibung wieder zu beheben, hätte er uns ersparen können.

Manuscriptum stellt mit diesem Text folgendes Buch vor:

Arthur Schopenhauer:
Aber die Sprache laßt unbesudelt
Wider die Verhunzung des Deutschen
120 Seiten, 12,5 x 21,5 cm, Leinen
Bestell-Nr. 8079 7712, € 9,80




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