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03.01.2008
 

„Zur Kenntnis“
Die erste große Schweizer Tageszeitung folgt den Empfehlungen der SOK

Heute ist im St. Galler Tagblatt folgende Mitteilung des Chefredaktors erschienen:

Die Rechtschreibreform von 1996 und ihre Anschlussreformen – die mehr oder weniger nur Etappen des Zurückbuchstabierens waren – haben ein beträchtliches Chaos hinterlassen. Nun aber ist ein Konsens in Sicht, der viele Unsicherheiten beseitigt: Immer mehr Schweizer Medien und Organisationen übernehmen die Empfehlungen der Schweizerischen Orthographischen Konferenz (www.sok.ch).

Die Schweizerische Depeschenagentur, die NZZ und auch das Tagblatt stellen sich hinter die Hauptziele der SOK, nämlich das Lesen zu erleichtern sowie die allzu grosse Zahl der Varianten zu verringern, und zwar nach der Devise «Bei Varianten die herkömmliche». In einem «Vademecum» hat eine Arbeitsgruppe der Redaktion die Hausregeln der Rechtschreibung festgehalten – dieses ist aber für den Redaktionsalltag und nicht für den privaten Schreibgebrauch konzipiert. – Wir werden in den kommenden Tagen die wichtigsten Punkte unserer Rechtschreibung erläutern. Gottlieb F. Höpli


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Kommentare zu »„Zur Kenntnis“«
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Kommentar von Jean Louis, verfaßt am 11.01.2008 um 04.47 Uhr   Mail an
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=565#6395

03.01.2008
„Zur Kenntnis“
Die erste große Schweizer Tageszeitung folgt den Empfehlungen der SOK
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Heute ist im St. Galler Tagblatt folgende Mitteilung des Chefredaktors erschienen:
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Kommentar dazu, verfaßt von Theodor Ickler am 05.01.2008 um 19:01 Uhr
http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=565#6386

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Was da erschienen, ist mutig....

Etymogeleien ... oder noch deutlicher...
ETY-MOGEL-EIEN!!

Nach Mogeleien bleibt ein Rest...


"Der Rest wird sich auch noch einpendeln."

Wurde demnach als Zuversicht formuliert.
Dies wird gewiss - und hoffentlich - auch "REALITÄT".


Ein PENDEL zeichnet sich gerade dadurch aus, dass er eben - mit der Zeit - EINPENDELT...


GrussAnDiskussionsGemeinde

Jean Louis
20080111-04:40


Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 05.01.2008 um 19.01 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=565#6386

Ich nehme doch an, daß die Schweizer Zeitungen nicht nur den Grundsatz "Bei Varianten herkömmlich" anwenden, sondern auch den Vorschlag der SOK, die Etymogeleien und die grammatisch falschen Großschreibungen nicht mitzumachen. Die SOK hat auf die Praxis der FAZ hingewiesen – hat sie auch das interne Papier der FAZ berücksichtigt?
Der Rest wird sich auch noch einpendeln. Man kann zufrieden sein, Dank an die Schweizer!


Kommentar von Jan-Martin Wagner, verfaßt am 04.01.2008 um 15.24 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=565#6381

Wichtig: Nur die SDA folgt wirklich dem Grundsatz, bei Varianten die herkömmliche Schreibung zu wählen. Herr Zehetmair hatte anderes behauptet, dem wurde von Herrn Müller mit einer Richtigstellung begegnet (siehe www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=549 und www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=553). Aber die übrigen Nachrichtenagenturen sagen selbst, daß sie einem anderen Prinzip folgen (www.die-nachrichtenagenturen.de/):

»Das amtliche Regelwerk lässt – je nach Zählweise – bei etwa 2500 Wörtern unterschiedliche Schreibweisen wie „kennenlernen“ und „kennen lernen“ oder „Delphin“ und „Delfin“ zu. Diese Fälle machen etwa zwei Prozent der Wörter aus, die in den großen Wörterbüchern verzeichnet sind. Die beteiligten Agenturen haben sich jeweils für eine Schreibweise entschieden. Dabei bauen sie auf den Empfehlungen auf, die die beiden Wörterbuchverlage Duden und Wahrig für die Variantenschreibung geben (Duden „Die deutsche Rechtschreibung", 24. Auflage, Mannheim 2006; Wahrig „Ein Wort – eine Schreibung“, Gütersloh 2006). Die Agenturen danken Duden und Wahrig für die Unterstützung und dokumentieren hier die Agenturschreibweisen. Duden und Wahrig bieten auch Korrekturprogramme an, mit deren Hilfe sich die Agenturschreibweisen umsetzen lassen. Die Schweizerische Depeschenagentur (sda) hat sich entschlossen, einen eigenen Weg zu gehen, und hält das entsprechende Regelwerk auf ihrer Homepage vor.«

(Der „Standard“ hatte noch berichtet, es gäbe etwa 3000 Variantenfälle, vgl. www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=737#6868)

Mir ist nicht bekannt, daß Herr Zehetmair inzwischen zu seinem Irrtum gestanden hätte.



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