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21.08.2007
 

Dankwart Guratzsch
Vom Reichtum des Deutschen

Sprachpfleger aus dem ganzen Land treffen sich diese Woche in Köthen. Die Stadt will die Kräfte aller Initiativen bündeln.

Eine Betrachtung in der Welt.



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Kommentare zu »Vom Reichtum des Deutschen«
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Kommentar von B. Eversberg, verfaßt am 05.09.2007 um 13.32 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=555#6193

Ein schönes Reform-Eigentor ist es ja, daß viele der früher kaum aufgetretenen Neufehler vom Duden-Korrektor gar nicht erkannt werden können, weil die Einzelwörter für sich korrekt sind bzw. das Wort sowohl klein wie groß vorkommen kann. Dennoch braucht der Korrektor auf der Platte 236 MB und damit mehr als das gesamte Office 2003 incl. alter und neuer Rechtschreibung. Erfreulich für die Industrie.


Kommentar von Philip Köster, verfaßt am 05.09.2007 um 10.57 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=555#6192

Ich haben eben einmal spaßeshalber nach so leid es mir tut gegoogelt und dabei festgestellt, daß sich für diese Wendung nahezu ausschließlich die richtige Kleinschreibung findet, es sei denn, es soll gerade die Groß- oder Kleinschreibung untersucht und diskutiert werden. Offenbar merken die meisten Schreiber wenigstens bei dieser Satzstellung intuitiv, daß mit der verordneten Großschreibung von leid etwas nicht stimmen kann.

Leid tun gehört nun den Regeln nach ohnehin der Vergangenheit an, auch wenn es uns wohl noch lange verfolgen wird, und ist dem ebenfalls ärgerlichen leidtun gewichen. Man scheint nach der Devise zu verfahren, Hauptsache, es ist bloß nicht so wie vorher. Ist das nicht ein Kinderzirkus? Das ebenso dümmliche Recht haben, geben, bekommen steht bis heute als gültige Variante im Wörterverzeichnis des Rates, was für mich ein Skandal ist.

Es ist zu fragen, wieviel Vertrauen wir solchen sogenannten Sprachexperten schenken können, die uns wider besseres Wissen mit grammatisch falschen Schreibweisen zum besten halten und immer neue Winkelzüge ersinnen, um ihre mangelnden Sprach- und Schriftkenntnisse zu verschleiern.


Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 04.09.2007 um 17.47 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=555#6191

Was Herr Köster sich nicht vorstellen mag, ist dutzendfach belegt. Hier zwei Beispiele aus „Regelungsgewalt“:

wie Recht Alfred Döblin hatte, als er schrieb ... (NZZ 29.8.2001)

wie Recht der Präsident hat (ZEIT 10.6.1999 – das war die eifrigst vorauseilende Ausgabe dieses Intelligenzblattes!)


Kommentar von Karsten Bolz, verfaßt am 04.09.2007 um 10.59 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=555#6190

Dankwart Guratzsch weiß sicherlich, daß die Sprachvereine lediglich recht haben (und nicht etwa Recht haben geschweige denn bekommen), nur die Konvertersoftware weiß es mal wieder besser.
Lieber Herr Köster, diskutieren Sie mal mit 'nem Automaten...


Kommentar von Philip Köster, verfaßt am 03.09.2007 um 20.42 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=555#6189

Das ist doch einfach zu schön! Ich zitiere aus dem Artikel:

»Von dieser einst zum Grundkonsens der Bildungsschichten zählenden Überzeugung freilich, darin haben die Sprachvereine Recht, scheint die Bildungskultur heute weit entfernt.« [Hervorhebung von mir.]

Auch wenn gewiß schon Zehntausende von Beiträgen zu Recht haben vs. recht haben geschrieben wurden und ich es selbst schon nicht mehr hören mag: kann man sich ernsthaft Sätze wie Wie Recht sie doch haben! oder Da haben Sie nur allzu Recht! vorstellen? Wer so schreibt, sollte einmal selbstkritisch hinterfragen, wie es um sein eigenes Sprachgefühl bestellt ist.



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