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04.05.2006
 

Die Sprache und ihre Störungen
Psychoanalyse und Sprache

Am 6. Mai jährt sich der Geburtstag Sigmund Freuds zum 150. Mal. Das St. Galler Tagblatt bringt zu diesem Anlaß eine Würdigung von Peter Widmer, der sich insbesondere mit der Bedeutung der Sprache in Freuds Lehre der Psychoanalyse beschäftigt.



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Kommentare zu »Die Sprache und ihre Störungen«
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Kommentar von Norbert Schäbler, verfaßt am 09.05.2006 um 21.19 Uhr   Mail an
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=460#3993

Präzisionsinstrument Sprache

Sprache – insbesondere die Sprache, die in der Psychologie und Psychiatrie verwendet wird – ist ein Präzisionsinstrument. Besser: Sie ist ein Instrument zur Präzisierung der häufig nur dumpfempfundenen Gefühlsbetontheit.

S. Freud hat nachgewiesen, daß Gefühle nicht totgeschwiegen werden können, daß sie sich vielmehr entschieden äußern. Daß sie sich oft in einer solchen Art einen Abfluß verschaffen, der – gemessen an den gutbürgerlichen „Strömungen“ – geradezu als abnormal zu bezeichnen ist.

Ein wesentlicher Begriff in der „Freudschen“ Lehre ist der Begriff „Verdichtung“. Freud war bei den von ihm durchgeführten Psychoanalysen stets bemüht, verdichtete und bis hin zur Urgewalt von Symbolen angereicherte Gefühls- und Gedankenstränge zu entwirren. Seine „Schüler“ Adler, Jung und Ferenczi haben daraus eigene Lehrmeinungen entwickelt.

Allen gemeinsam ist die Unbedingtheit, das Leben – selbst in den abstrusesten Sonderlichkeiten – erforschen ... und gleichzeitig Gesetzmäßigkeiten des Lebens entdecken zu wollen.

Das Besondere an allen „Frühfreudianern“ ist der Umstand, daß sie inmitten einer Feudalgesellschaft lebten. Sie haben trotzdem Sprachräume geschaffen, die keine Demokratie der Welt wegrationalisieren kann.



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