zurück zur Startseite Schrift & Rede, Forschungsgruppe dt. Sprache    FDS - In eigener Sache
Diskussionsforum Archiv Bücher & Aufsätze Verschiedenes Impressum      

Nachrichten rund um die Rechtschreibreform

Die neuesten Kommentare


Zur vorherigen / nächsten Nachricht

Zu den Kommentaren zu dieser Nachricht | einen Kommentar dazu schreiben


21.02.2006
 

Dankwart Guratzsch
Gräulich ist alle Theorie

Was die Kultusminister Anfang März beschließen sollen, hat bisher keiner von ihnen ernsthaft prüfen können.

Immerhin erhalten sie jetzt durch die Welt eine dringend notwendige Unterweisung in einige der Gegenstände, von denen in Berlin die Rede sein soll.



Diesen Beitrag drucken.


Kommentare zu »Gräulich ist alle Theorie«
Kommentar schreiben | älteste Kommentare zuoberst anzeigen | nach oben

Kommentar von ddp, 25. 2. 2006, verfaßt am 27.02.2006 um 02.42 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=408#3065

»Die Empfehlungen des Rates für deutsche Rechtschreibung

Berlin (ddp) - Die Kultusministerkonferenz (KMK) entscheidet während ihrer Sitzung am Donnerstag und Freitag in Berlin über die Empfehlungen des Rates für deutsche Rechtschreibung zur Korrektur der Rechtschreibreform. Die 1996 beschlossene Reform war im August in allen Ländern außer Bayern und Nordrhein-Westfalen in Kraft getreten - zumindest zum größten Teil. Außen vor blieben die strittigen Punkte Getrennt- und Zusammenschreibung, Silbentrennung und Zeichensetzung. Dazu liegen nun die Vorschläge des Rates vor.

GETRENNT- UND ZUSAMMENSCHREIBUNG: Künftig soll wieder mehr zusammen geschrieben werden. So soll es der Sinngebung entsprechend wieder «eislaufen», «leidtun» und «krankschreiben» statt «Eis laufen», «Leid tun» und «krank schreiben» heißen. Bei Wortkombinationen von zwei Infinitiven wie «stehen bleiben» oder «liegen lassen» soll es künftig möglich sein, entweder die Wörter zusammen oder getrennt zu schreiben.

SILBENTRENNUNG: Es soll keine Abtrennung von Einzelbuchstaben mehr geben - wie bei «E-sel» oder «A-bend». Zudem sollen sinnentstellende Trennungen rückgängig gemacht werden: So soll Urinstinkt nicht mehr «Urin-stinkt» und Analphabet nicht mehr «Anal-phabet» getrennt werden dürfen. Bei der Trennung von Wörtern mit «ck» soll die Reformlösung beibehalten werden. Es hieße damit weiter «Da-ckel» statt wie früher «Dak-kel».

ZEICHENSETZUNG: Der Rat schlägt vor, wieder mehr Kommata zu setzen, damit Sinneinheiten leichter durchschaubar werden. So soll etwa in dem Satz «Der Mann schlug die Orgel, und seine Frau backte Kuchen» nun zwingend das Komma gesetzt werden.

GROß- UND KLEINSCHREIBUNG: Feste Begriffe sollen künftig groß geschrieben werden. Damit hieße es «Große Koalition» und «Schwarzer Kontinent» statt «große Koalition» und «schwarzer Kontinent».Zusammengesetzte Begriffe wie «Pleite gehen» oder «Bankrott machen» sollen wieder klein und zusammen geschrieben werden, wenn dies - wie hier - dem Sprachgebrauch entspricht. Das klein geschriebene «du» in Briefen soll auch wieder groß geschrieben werden können.«


(Die Linkszeitung, 25. 2. 2006)


Kommentar von ddp, 25. 2. 2006, verfaßt am 25.02.2006 um 23.44 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=408#3053

»Ein Schritt vor, ein Schritt zurück – dies schien das Motto im Dauerstreitthema Rechtschreibreform zu sein. Lange wurde um die neuen Regeln gerungen, der Widerstand war groß. Der Rat für deutsche Rechtschreibung sollte schließlich schlichten. Während er zunächst als zu reformfreudig galt, drehte er mit seinen Empfehlungen dann jedoch nach und nach die Reform wieder zurück. Am Montag übergibt das Gremium seine Vorschläge an die Kultusministerkonferenz (KMK). Diese wird bei ihrer Sitzung am Donnerstag und Freitag in Berlin entscheiden, ob die Empfehlungen zum neuen Schuljahr in Kraft treten.

Die Chancen dafür stehen gut. Nordrhein-Westfalen und Bayern kündigten bereits an, in der Sitzung der KMK für die Übernahme der Rats-Empfehlungen zu votieren. Aus den beiden Ländern war im vergangenen Jahr scharfer Widerstand gekommen: Während in allen anderen 14 Ländern die Rechtschreibreform bereits am 1. August mit Ausnahme der noch strittigen Punkte in Kraft trat, vertagten Nordrhein-Westfalen und Bayern dies mit der Begründung, erst die Vorschläge des Gremiums unter Leitung des früheren bayerischen Kultusministers Hans Zehetmair (CSU) abzuwarten.

Die liegen nun vor. So beschloss der Rat zum Beispiel Änderungen bei der Getrennt- und Zusammenschreibung. Künftig soll es wieder „eislaufen“ und „leidtun“ statt „Eis laufen“ und „Leid tun“ heißen. Bei der Silbentrennung plädiert das Gremium dafür, dass es keine Abtrennung von Einzelbuchstaben mehr geben soll. Zudem sprach sich die Zehetmair-Gruppe dafür aus, wieder mehr Kommata zu setzen.

Überraschend mahnte der Rat auch Korrekturen bei der eigentlich unstrittigen und damit in 14 Ländern bereits geltenden Groß- und Kleinschreibung an. Damit würde wieder „Große Koalition“ statt „große Koalition“ geschrieben. Auch das laut Reform klein geschriebene „du“ soll wieder groß geschrieben werden können. Zusammengesetzte Begriffe wie „Pleite gehen“ oder „Bankrott machen“ will der Rat wieder klein und zusammen geschrieben sehen.

Die KMK hat das Gezerre um die Reform vermutlich zur Verzweiflung gebracht. Eigentlich ist das Regelwerk seit 1996 beschlossene Sache. Im Juni 2005 verständigten sich die Minister auf das endgültige In-Kraft-Treten am 1. August – schon mit dem Wermutstropfen, dass die strittigen Punkte Getrennt- und Zusammenschreibung, Silbentrennung und Zeichensetzung zunächst außen vor blieben. Nur wenig später kam plötzlich das Ausscheren Bayerns und Nordrhein-Westfalens.

Ob das Thema Rechtschreibreform mit dem erwarteten Beschluss der KMK in der kommenden Woche tatsächlich vom Tisch ist, bleibt offen. Vermutlich wird der Philologenverband Recht behalten. Dieser hatte erklärt, eine vereinfachte und unumstrittene Rechtschreibung sei eine „Illusion“. Man müsse damit leben, dass auch das geänderte Regelwerk nicht widerspruchsfrei sei.

Nadine Emmerich, ddp«


(Focus online, 25. 2. 2006)

(Die Linkszeitung, 25. 2. 2006)

(Freie Presse Chemnitz, 26. 2. 2006)

(Fuldainfo, 26. 2. 2006)



Kommentar von ub, verfaßt am 24.02.2006 um 20.54 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=408#3040

AP gibt die Mitteilung von Springer heute unter anderem wie folgt wieder: "Der größte deutsche Pressekonzern" wolle "sich möglicherweise den reformierten Regeln unterwerfen". Das letzte Wort ist zwar nicht unbedingt guter Nachrichtenstil, trifft aber den Sachverhalt um so besser.


Kommentar von Axel Springer AG, 24. 2. 2006, verfaßt am 24.02.2006 um 19.39 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=408#3037

Pressemitteilung

»Rechtschreibreform: Axel Springer AG begrüßt Reform-Korrektur

Die Axel Springer AG begrüßt die vom Rat für deutsche Rechtschreibung vorgelegten Empfehlungen zur Änderung der Rechtschreibreform.

Die Axel Springer AG prüft derzeit, wie bereits 2004 angekündigt, ob mit diesen Änderungsvorschlägen eine einheitliche reformkonforme Rechtschreibung in den Zeitungen und Zeitschriften sowie den Onlinemedien des Verlages übernommen werden kann.

Eine Entscheidung zur Rechtschreibung in den Medien der Axel Springer AG erfolgt nach der Beschlußfassung zu den Änderungsempfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung durch die Kultusministerkonferenz voraussichtlich im März.«




Kommentar von R. M., verfaßt am 24.02.2006 um 01.26 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=408#3020

Wer's als syntaktische Fügung ansehen mag . . .
Nachfragen, wie gesagt, an Frl. Güthert.


Kommentar von Jan-Martin Wagner, verfaßt am 24.02.2006 um 00.09 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=408#3019

Und was sagt die Theorie eigentlich zu fächerübergreifend? Das fiel mir nur gerade auf; ich weiß, ich müßte eigentlich selbst dahinterkommen, komme aber gerade nicht dazu, darüber nachzudenken. – Da es ja weder fächerübergreifen noch Fächer übergreifen gibt, vermute ich, daß Fächer übergreifend eine Übergeneralisierung und also in jedem Fall falsch ist.


Kommentar von Germanist, verfaßt am 23.02.2006 um 23.57 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=408#3018

Gibt es bei den Banken jetzt doch wieder "Not leidende Kredite"?


Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 23.02.2006 um 20.09 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=408#3017

Ob wenigstens die Ratsmitglieder ein wenig neugierig auf das sind, was am Montag in ihrem Namen abgeliefert wird? Wahrscheinlich nicht, denn sie sind allesamt froh, daß "nichts Unangenehmes passiert" ist. Da brauchen sie das Wörterverzeichnis gar nicht zu kennen. Niemand kennt es, außer den drei Wörterbuchredaktionen, der Geschäftsführerin und dem IDS-Direktor. Zehetmair wird wieder strahlen, wenn er berichtet, wie glatt alles gegangen ist, obwohl doch ein paar Professoren dabei waren, die immer alles schwieriger machen, als es sein müßte. Sobald der neue Wahrig erschienen ist, werden wir wissen, was wir beschlossen haben. Für die Schulen ist das ein so großes Ereignis, daß ein Tag schulfrei gegeben werden sollte. Endlich Schreibsicherheit, dank Bertelsmann!


Kommentar von Freie Presse, 23. 2. 2006, verfaßt am 23.02.2006 um 14.57 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=408#3015

Rechtschreibrat übergibt seine Empfehlungen
Rund einjährige[r] Arbeit abgeschlossen


Nach rund einjähriger Arbeit wird der Rat für deutsche Rechtschreibung am Montag in Berlin seine Empfehlungen zur Korrektur der Rechtschreibreform an die Kultusministerkonferenz (KMK) übergeben. Das kündigte der Rat am Donnerstag in Mannheim an.

Mannheim/Berlin (ddp). Nach rund einjähriger Arbeit wird der Rat für deutsche Rechtschreibung am Montag in Berlin seine Empfehlungen zur Korrektur der Rechtschreibreform an die Kultusministerkonferenz (KMK) übergeben. Das kündigte der Rat am Donnerstag in Mannheim an.

Die Vorschläge waren seit dem 17. Dezember 2004 auf acht Sitzungen erarbeitet worden. Die KMK, die am 2. und 3. März in Berlin tagt, muss entscheiden, ob die Empfehlungen zum neuen Schuljahr ab 1. August 2006 umgesetzt werden. Der Ratsvorsitzende Hans Zehetmair geht davon aus. Auf der achten Sitzung Anfang Februar sagte er: «Das Thema muss vom Tisch."

Der Schwerpunkt der Korrekturvorschläge liegt im Bereich der Getrennt- und Zusammenschreibung, wie die Geschäftsführerin des Rates, Kerstin Güthert, am Donnerstag auf ddp-Anfrage in Mannheim sagte. Demnach sollen wieder mehr Verben zusammengeschrieben werden, wie etwa «heilig sprechen» und «fertig machen».

Bei der Silbentrennung schlägt der Rat vor, auf die Abtrennung von einzelnen Vokalbuchstaben, wie in «E-sel», zu verzichten. Sinnentstellende Trennungen wie «Spargel-der» oder «Urin-stinkt» sollen rückgängig gemacht werden. Die Abtrennung des «ck» wie in «Da-ckel» bestätigte der Rat hingegen.

Außerdem schlägt der Rat Korrekturen bei der Groß- und Kleinschreibung vor, wobei es sich lediglich «um einzelne Fälle» handele, wie Güthert sagte. Demnach sollen feststehende Begriffe künftig wieder groß geschrieben werden, also zum Beispiel «Große Koalition» oder «Gelbe Karte». Zudem soll das - laut Reform - klein geschriebene «du» in Briefen wieder groß geschrieben werden können.

Dem Rechtschreibrat gehören Sprach-Experten verschiedener Institutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an, darunter die Duden-Redaktion, Zeitungsverleger, Journalistenverbände und Schulbuchverlage. Das Gremium war nach heftiger Kritik an der neuen Rechtschreibung von der KMK ins Leben gerufen worden.«


(Freie Presse Chemnitz, Kultur, 23. 2. 2006)


Kommentar von HZ online, 23. 2. 2006, verfaßt am 23.02.2006 um 14.55 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=408#3014

»RECHTSCHREIBUNG / Nach zehn turbulenten Jahren scheint die Reform jetzt abgeschlossen zu sein
Versöhnlich gegenüber Kritikern

Die Reform der deutschen Rechtschreibung ist fertig. Mit letzten Änderungen für die Groß- und Kleinschreibung hat der zuständige Expertenrat seine Arbeit an dem umstrittenen Regelwerk beendet. Die Kultusminister wollen keine weiteren Korrekturen mehr zulassen.

"Das Murren des Volkes hat zu neuem Nachdenken geführt", meinte ein sichtlich entspannter Hans Zehetmair, als er nun die Änderungsvorschläge zur Groß- und Kleinschreibung vorlegte. Die Arbeit habe sich "letztendlich doch gelohnt", so das Urteil des ehemaligen bayerischen Kultusministers.
Der Rat für deutsche Rechtschreibung, dem Zehetmair seit 2004 vorsitzt, hat sich auch bei diesem letzten Reformkapitel versöhnlich gegenüber den Kritikern gezeigt. Mehrere strittige, zum Teil auch falsche Neuschreibungen wurden wieder zurückgenommen.
Vorher schon hatte das Gremium aus Praktikern und Sprachwissenschaftlern Änderungen beschlossen bei der Zeichensetzung, der Getrennt- und Zusammenschreibung und der Silbentrennung.
Zehetmair rechnet damit, dass die Kultusminister bei ihrem Treffen in der kommenden Woche die Empfehlungen akzeptieren. Denn die Minister sind die Querelen leid und wollen endlich einen Schlussstrich unter die Reform ziehen. Auch Bayern und Nordrhein-Westfalen - die beiden Länder waren im August 2005 bei der verbindlichen Einführung des ersten Teils der Rechtschreibung ausgeschert - kündigten an, nunmehr mitzumachen.
Somit wäre die Reform der deutschen Orthographie nach zehn turbulenten Jahren abgeschlossen. Das gesamte Paket an Neuerungen würde dann im nächsten Schuljahr für Schulen und Ämter bindend.
Bei der Reform der Reform hat der Rat sein Ziel zeitweilig aus den Augen verloren: Die neue Rechtschreibung sollte Kindern, Ausländern und der Mehrheit jener Bürger das Leben erleichtern, die Linguistik nicht zu ihren Spezialinteressen zählen. Die Orthographie sollte von ihrem hohen Ross geholt und von dem Wust an Sonderregeln befreit werden. "Einfacher, logischer und leichter erlernbar", so die Devise.

Bierdeckel reicht nicht

Das ist nicht immer gelungen. Es hat sich vielmehr herausgestellt: Wie bei der Steuerreform reicht auch hier ein Bierdeckel nicht aus, um der Komplexität gerecht zu werden. Vieles wurde schwieriger als geplant. Etwa die Vorschläge zur Groß- und Kleinschreibung. Die Kultusminister hatten diese als "unstrittig" bezeichnet und auch verbindlich gemacht. Dennoch knöpfte sich der Expertenrat, der als Reaktion auf die anhaltende Kritik gegründet worden war, die Regeln noch einmal vor.
Dass man künftig wieder das Du oder auch feste Begriffe wie Hohes Haus und Schwarzes Brett groß schreiben darf, empfindet man geradezu als selbstverständlich. An etwas anderes hätte sich ohnehin niemand gehalten.
Spannender ist, was der Rat den früheren Reformern gestrichen hat: Kopf stehen, Leid tun, Not tun, Pleite gehen, Eis laufen - samt und sonders grammatikalischer Murks. Kopf, Leid und Not sind hier nur scheinbar Substantive, tatsächlich aber Adjektive. Deshalb schreibt man klein und zusammen: leidtun, es tut mir leid, pleitegehen. Auch: Die Leute stehen kopf. Groß bleibt dagegen richtig bei Not leiden, Rad fahren, Zeitung lesen und so weiter, weil die Substantive dieser Fügungen echte Hauptwörter sind.
Klein, sagt der Rat, schreibt man außerdem Wörter, die wie Substantive daherkommen, aber keine Hauptwortmerkmale aufweisen und prädikativ gebraucht werden: Mir wird angst. Das Spiel ist klasse. Sie sind sich feind.
Auch bei recht/unrecht in Verbindung mit Verben wie behalten, bekommen und tun widerspricht der Rat den Reformern: Sie hatten nicht recht (schreibt man künftig).
Gibt es Argumente sowohl für Groß- als auch für Kleinschreibung, darf man wählen: von neuem/Neuem, von weitem/Weitem. Jedem das seine/Seine. "Auf Grund" ist ebenso zugelassen wie "aufgrund", aber warum man nur "infolge" schreiben soll, bleibt rätselhaft. Selbst Fachleute sind zuweilen vom Regelwerk überfordert.
Über vieles werden endgültig erst die neuen Wörterbücher Aufschluss geben, die zu Beginn des neuen Schuljahrs erscheinen. Den Empfehlungen an die Kultusminister ist zwar eine Wörterliste beigefügt, die mehr enthält, als in den Reformkorrekturen des Rechtschreibrats erfasst ist. Aber auch diese Liste kann nur beispielhaft sein - sie ist kein Wörterbuch. Mit Überraschungen darf gerechnet werden.
JOCHEN THRON«


(HZ online, Rubrik „Brennpunkt“, 23. 2. 2006)



nach oben


Ihr Kommentar: Sie können diesen Beitrag kommentieren. Füllen Sie dazu die mit * versehenen Felder aus und klicken Sie auf „Kommentar eintragen“.

Sie können in Ihrem Kommentar fett und/oder kursiv schreiben: [b]Kommentar[/b] ergibt Kommentar, [i]Kommentar[/i] ergibt Kommentar. Mit der Eingabetaste („Enter“) erzwingen Sie einen Zeilenumbruch. Ein doppelter Bindestrich (- -) wird in einen Gedankenstrich (–), ein doppeltes Komma (,,) bzw. ein doppelter Akut (´´) werden in typographische Anführungszeichen („ bzw. “) umgewandelt, ferner werden >> bzw. << durch die entsprechenden französischen Anführungszeichen » bzw. « ersetzt.

Bitte beziehen Sie sich nach Möglichkeit auf die Ausgangsmeldung.
Für sonstige Diskussionen steht Ihnen unser Diskussionsforum zur Verfügung.
* Ihr Name:
E-Mail: (Wenn Sie eine E-Mail-Adresse angeben, wird diese angezeigt, damit andere mit Ihnen Kontakt aufnehmen können.)
* Kommentar:
* Spamschutz:   Hier bitte die Zahl einhundertvierundfünfzig (in Ziffern) eintragen.
 


Zurück zur vorherigen Seite | zur Startseite


© 2004–2017: Forschungsgruppe Deutsche Sprache e.V.

Vorstand: Reinhard Markner, Walter Lachenmann, Jan-Martin Wagner
Mitglieder des Beirats: Herbert E. Brekle, Dieter Borchmeyer, Friedrich Forssman, Theodor Ickler, Michael Klett, Werner von Koppenfels, Hans Krieger, Burkhart Kroeber, Reiner Kunze, Horst H. Munske, Adolf Muschg, Sten Nadolny, Bernd Rüthers, Albert von Schirnding, Christian Stetter.

Webhosting: ALL-INKL.COM