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11.08.2005
 

Eine Hand wäscht die andere
Die geschäftliche Einbindung eines ORF-Redakteurs in die Rechtschreibreform

Eine offenbar vom österreichischen Unterrichtsministerium eigens erfundene Initiative namens Schüler, Lehrer & Eltern für die neue Rechtschreibung warb im Dezember 1997 mit Zeitungsanzeigen für die Rechtschreibreform.

»Eine Studie«, hieß es in den Anzeigen, »hat ergeben: Mit der neuen Rechtschreibung machen die Kinder um 52% weniger Fehler in der Zeichensetzung. Die übrigen Fehler sind um 13% zurückgegangen«.

Über eben diese Studie urteilte der Volkswirtschaftler Jörg Baumberger (Universität St. Gallen), sie mißachte »elementare methodologische Normen« (Neue Zürcher Zeitung, 28. 9. 2004 / nachzulesen auf Seite 2 der Mitteilungen 3/2004 vom Sprachkreis Deutsch in Bern [pdf-Datei, ca. 260 KB]).

Wir wußten also längst, daß die angebliche Studie aus dem Jahr 1997 diese Bezeichnung nicht verdient (und daß eine andere weder von den österreichischen noch den deutschen oder Schweizer Kultusbehörden je in Auftrag gegeben wurde).

Doch was wir nicht wußten, war, daß ein ORF-Redakteur für Innenpolitik das bereits damals hätte erkennen können und müssen - ganz einfach deshalb, weil ihm die Studie vorlag. Doch sie lag ihm eben nicht in seiner Eigenschaft als Redakteur für Innenpolitik vor, sondern in seiner Eigenschaft als Besitzer einer vom österreichischen Unterrichtsministerium beauftragten Werbeagentur.



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