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Nachrichten rund um die Rechtschreibreform

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24.07.2005
 

Coute que coute
Deutsche Behörden reformieren die französische Orthographie

Beamte in deutschen Ministerien geben der Reformdebatte neuen Élan. Jetzt gilt es, das Französische zu vereinfachen.

Gabriele Ahrens gab den ersten Hinweis:

Neue französische Rechtschreibung

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Veröffentlichung im „Journal officiel de la République française“ wurde in Frankreich die neue Schreibweise von ca. 2000 Wörtern empfohlen. Sowohl die alte als auch die neue Schreibweise sind unbefristet zugelassen. Ziel der Reform ist eine Anpassung der Rechtschreibung und der Verzicht auf die Ausnahmen und Unregelmäßigkeiten.

Betroffen sind u.a. Akzentregeln, so der fast völlige Verzicht auf den accent circonflexe auf den Buchstaben i und u, u.a. s'il vous plait, connaitre, couter. Die empfohlene neue Schreibweise wurde bereits in die Neuauflage der wichtigsten französischen Wörter- und Handbücher aufgenommen.

Auch in Deutschland sind Französischlehrerinnen und -lehrer aufgefordert, mit sofortiger Wirkung die neue empfohlene Schreibweise im Unterricht zu berücksichtigen und bei der Bewertung von Schülerarbeiten beide Schreibweisen gelten zu lassen.

Detaillierte Informationen sind auf folgender Internetseite verfügbar: www.orthographe-recommandee.info.

Ich bitte Sie, die Information an die Fachkonferenz Französisch bzw. an alle Französischkolleginnen und -kollegen weiterzugeben.


Dies schrieb am 17. 1. 2005 der Bremer Senator für Bildung und Wissenschaft an die Fachkonferenz Französisch der Sekundarstufen I und II, Beruflichen Gymnasien und Beruflichen Schulen im Lande Bremen. In Schleswig-Holstein wurde ein gleichlautendes Schreiben verschickt (26. 4. 2005), und auch in Rheinland-Pfalz gab es ein solches Rundschreiben (10. 1. 2005).

Weiß jemand, ob auch in den anderen Bundesländern solche Anweisungen erteilt wurden? Am Neuen Gymnasium Oldenburg (Niedersachsen) jedenfalls wird in Französisch nichts „Reformiertes“ unterrichtet bzw. bewertet. Die angegebene Webseite ist im übrigen ganz interessant. Man erfährt etwas über den Umfang der „Reform“, wobei die im Rundschreiben erwähnten Akzentregeln nur einen Teil ausmachen. In einem Artikel zu dem Thema fand ich folgende Feststellung: „Ein besonders besorgniserregender Punkt ist die verschlechterte Rechtschreibung der aktuellen Schüler.“ Microsoft hat die neuen Regeln übrigens schon im Programm.

***

Helmut Jochems hat folgendes herausgefunden:

Kürzlich schrieb eine französische Viertkläßlerin ihrer früheren Lehrerin: "Tu as etait une excellente maitresse tout au long de l'année." Man sieht, Französisch ist schwer - für Kinder allemal. Die Ministerialräte des Bremer Senators für Bildung und Wissenschaft würden diesen Satz wohl auch als Beweis für die Einführung der Rechtschreibreform in Frankreich sehen.Im Januar haben sie nämlich ihren unwissenden Ressortchef überredet, den Schulen die Übernahme der angeblichen französischen "Reformschreibungen" zu empfehlen. Gabriele Ahrens hat den entsprechenden Brief hier eingestellt. Zu denken hätte allen Beteiligten geben müssen, daß ihre einzige Informationsquelle die Webseite [BP 106 – CH-1680 Romont – contact@orthographe-recommandee.info] eines schweizerischen Vereins für Rechtschreibreform ist. Wenn man ein wenig im Internet weitersucht, erfährt man die Wahrheit. Die als "rectifications" deklarierten minimalen Änderungen sind zwar am 6. 12. 1990 vom Journal officiel de la République veröffentlicht worden, nachdem sie am 3. 5. 1990 von der Académie française angenommen worden waren. Am 17. 1. 1991 machte die Akademie jedoch in einer erneuten Erklärung wesentliche Einschränkungen: L’orthographe actuelle reste d’usage, et les «recommandations» du Conseil supérieur de la langue française ne portent que sur des mots qui pourront être écrits de manière différente sans constituer des incorrections ni être jugés comme des fautes. Elle estime qu’il y a avantage à ce que lesdites recommandations ne soient pas mises en application par voie impérative et notamment par circulaire ministérielle. Selon une procédure qu’elle a souvent mise en œuvre, elle souhaite que ces simplifications ou unifications soient soumises à l’épreuve du temps, et elle se propose de juger, après une période d’observation, des graphies et emplois que l’usage aura retenus. [Die gegenwärtige französische Rechtschreibung bleibt weiterhin üblich, und die "Empfehlungen" des Obersten Rates für die französische Sprache beziehen sich nur auf Wörter, die unterschiedlich geschrieben werden können, ohne als Regelwidrigkeit zu gelten oder als Fehler beurteilt zu werden. Sie (= die Französische Akademie) hält es für vorteilhaft, wenn diese Empfehlungen nicht als obligatorisch und insbesondere nicht durch ministeriellen Erlaß in Kraft gesetzt werden. Wie in anderen Fällen wünscht sie, daß diese Vereinfachungen oder Vereinheitlichungen der zeitlichen Erprobung unterworfen werden, und sie nimmt sich vor, nach einer Beobachtungsperiode Schreibungen und Verwendungen, die gebräuchlich geworden sind, erneut zu beurteilen.] Ein französischer Kommentator hält dieses Verfahren für selbstverständlich. Die Durchsetzung der Rechtschreibreform per Dekret sei nur in Deutschland üblich. Er schließt die Bemerkung an, daß sich so wohl auch die beiden Kulturen unterscheiden. Die Öffentlichkeit einschließlich der Presse in Frankreich ignoriert bis heute die 1990er Empfehlungen des Obersten Rates für die französische Sprache und der Französischen Akademie. Kein Erziehungsminister hat sie offiziell an die Schulen weitergeben. Allerdings erscheinen einzelne Formen in den neuesten Bänden der im Erscheinen begriffenen Neuauflage des Akademiewörterbuchs.

Inzwischen ist die Schuleinführung der französischen orthographe rectifiée auch aus anderen deutschen Bundesländern bekannt geworden. Es ist immer derselbe Text, so daß wohl mit einer zentralen Quelle gerechnet werden muß, wahrscheinlich das KMK-Sekretariat in Bonn. Offenbar soll der Eindruck verbreitet werden, in Frankreich habe es mit der Rechtschreibreform am Ende doch geklappt, warum dann nicht auch in Deutschland. In der Hauptsache geht es bei der französischen "Rechtschreibreform" um ein paar Akzente weniger oder anders und um ein paar Bindestriche mehr. Der Vergleich mit dem hiesigen Eingriff in die Schreibgewohnheiten der Bürger ist also völlig abwegig. Absolut unzutreffend ist aber auch die Annahme, die Sache sei in Frankreich gelaufen.

Am 9. 9. 2004 schrieb Marie-Éva de Villers für ein kanadisches Publikum:

Jusqu'à présent, les Rectifications de l'orthographe ont été publiées au Journal officiel en 1990, elles ont reçu l'aval de l'Académie française, mais elles ne sont toujours pas enseignées ni appliquées par le ministère de l'Éducation nationale en France. Elles sont ignorées des médias écrits et électroniques. Elles sont retenues partiellement en Belgique et en Suisse, mais leur application demeure somme toute marginale. Elles sont signalées parfois dans les principaux dictionnaires comme variantes orthographiques de l'entrée, mais elles ne sont pas employées par les lexicographes du Petit Robert, du Grand Robert ni du Petit Larousse pour la rédaction des définitions, des exemples et des explications. C'est le cas aussi pour le Multidictionnaire de la langue française qui, comme tous les dictionnaires, doit se montrer respectueux de l'usage.
[Bis jetzt werden die 1990 im Journal officiel veröffentlichten und von der Académie française unterstützten Modifikationen der Rechtschreibung weder unterrichtet noch vom französischen Erziehungsministerium angewendet. Von den Medien - gedruckt wie elektronisch - werden sie ignoriert. Teilweise haben sie in Belgien und in der Schweiz Anklang gefunden, aber ihre Verwendung bleibt insgesamt marginal. In den wichtigsten Wörterbüchern werden sie im Kopf der Einträge als Varianten aufgeführt, bei der Redaktion der Definitionen, Beispiele und Erläuterungen aber weder von den Lexikographen des Petit bzw. des Grand Robert noch des Petit Larousse verwendet. Das trifft auch auf das Multidictionnaire de la langue française zu, das - wie alle Wörterbücher - dem Usus seinen Respekt zollen muß.]

Une réforme de l'orthographe est un processus long et complexe qui crée inévitablement beaucoup d'incertitude, d'insécurité, qui perturbe les enseignants, les élèves aussi bien que les parents, sans compter les médias, les auteurs, les éditeurs. Des réticences sont à prévoir, une inévitable résistance au changement. À l'examen des Rectifications proposées en 1990, il nous semble que les inconvénients dépassent les faibles avantages que ces demi-mesures procurent. Dans ces conditions, l'entreprise en vaut-elle la peine ? L'échec de la réforme allemande de l'orthographe devrait nous inciter à la plus grande prudence.
[Eine Rechtschreibreform ist ein lang andauernder und komplexer Vorgang, der unausweichlich viel Ungewißheit und Unsicherheit mit sich bringt und die Lehrer, die Schüler und auch die Eltern verwirrt, von den Medien, den Schriftstellern und den Verlegern ganz zu schweigen. Zurückhaltung ist zu erwarten, unvermeidlicher Widerstand gegen den Wandel. Bei der Überprüfung der Modifikationen von 1990 scheinen uns die Nachteile die geringen Vorteile zu überwiegen, die diese halbherzigen Maßnahmen verschaffen. Lohnt sich unter diesen Umständen der Aufwand für das Unternehmen? Der Mißerfolg der deutschen Rechtschreibreform sollte uns zur größten Vorsicht veranlassen.]

Selbst auf Webseiten, die die französische Minireform befürworten, sieht die bisherige Bilanz sehr bescheiden aus. Man lese dieses nüchterne Résumé der schweizerischen Délégation à la langue française aus dem Jahre 2000:

Leur mise en pratique reste toutefois assez aléatoire. En Belgique et en Suisse, les formes rectifiées seraient désormais acceptées par les professeurs, mais non systématiquement enseignées, et aucune étude n'a été conduite pour mesurer un éventuel changement de pratiques.
[Ihre praktische Umsetzung bleibt indessen ganz und gar dem Zufall überlassen. In Belgien und in der Schweiz sollen die modifizierten Formen künftig angeblich von den Lehrern akzeptiert, aber nicht systematisch unterrichtet werden, doch bisher liegt keine Untersuchung vor, wie eine eventuelle Änderung der Praxis aussehen könnte.]

Ein Vergleich der beiden "Rechtschreibreformen" wäre gewiß lohnend. Er würde mit den äußeren Umständen anfangen. Einen außerordentlich aufschlußreichen Aufsatz zu den Vorgängen von 1990/91 von Heiner Wittmann [Verliert der Geschmack seinen Akzent? Das Gerangel um die französische Rechtschreibung] findet man hier.

***

Einen solchen Vergleich hat vor einigen Jahren auch Jean-Marie Zemb vorgenommen.



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Kommentare zu »Coute que coute«
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Kommentar von Katharina, verfaßt am 21.06.2016 um 23.22 Uhr   Mail an
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10473

Hallo zusammen!

Kennt jemand eine genaue Quellenangabe oder einen Link, unter dem die genannten Rundschreiben der Bundesländer zu finden sind?

Vielen lieben Dank!



Kommentar von R. M., verfaßt am 24.04.2016 um 13.24 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10460

Altwegg hat bis heute nicht verstanden, worum es eigentlich ging.


Kommentar von FAZ, 21. April 2016, verfaßt am 22.04.2016 um 21.12 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10459

Vom Regen in die Traufe

Das Scheitern einer neuen Rechtschreibreform in Frankreich spart Kosten ein, während sich Amazon ins Unterrichtsministerium einkauft. Aber wer bezahlt am Ende?
von Jürg Altwegg“

http://www.faz.net/-gqz-8g4ov


Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 19.02.2016 um 06.52 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10431

Auch die französische Rechtschreibreform wird von den Politikern als „freiwillig“ beworben, aber da sie in den Schulen eingeführt wird, brauchen ihre Betreiber sich keine Sorgen zu machen, das läuft dann schon ganz von selbst.


Kommentar von Germanist, verfaßt am 10.02.2016 um 12.24 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10419

Ganz so schlimm ist es auch nicht mit dem Wegfall des circonflexe bei u: Wo er Wortbedeutungen unterscheidet, wird er weiterhin geschrieben: du, mur, sur, jeune, je crois, il croit, ils crurent.


Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 09.02.2016 um 17.49 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10415

Jetzt zankt man auch in Frankreich über eine Reform der Orthografie. Und Konservative wittern wieder den kulturellen Untergang. (Rudolf Balmer taz 8.2.16; in der Wiener „Presse“ gibt sich derselbe Korrespondent etwas weniger fortschrittsgläubig.)

Die WELT schreibt:

Jetzt soll der Circonflexe (der auf Deutsch eigentlich Zirkumflex heißt, was mich persönlich zu schmerzhaft an Zirkumzision, den medizinischen Ausdruck für Beschneidung erinnert) aber zum Teil aus der französischen Sprache eliminiert werden.
(...) Doch wie in Deutschland gilt auch in Frankreich: Diejenigen, die die Regeln mühselig erlernt haben, betrachten sie stolz als Teil ihres persönlichen Bildungsschatzes und nationalen Erbes. Entsprechend gereizt reagieren sie auf verordnete Änderungen.



Kommentar von Germanist, verfaßt am 09.02.2016 um 15.51 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10414

Die französische Rechtschreibreform möchte die Schriftsprache eindeutiger machen, die deutsche Rechtschreibreform möchte das Gegenteil.


Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 08.02.2016 um 08.42 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10413

s. auch den Link zu Zemb am Ende des Haupteintrags. Zemb hat auch frühzeitig den Computer (ordinateur)in seine Überlegungen einbezogen, anders als unsere Reformer.


Kommentar von R. M., verfaßt am 08.02.2016 um 00.11 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10412

Très bien. Aber jedenfalls ist die Académie alles andere als die treibende Kraft hinter dieser Sache gewesen.


Kommentar von Klaus Achenbach, verfaßt am 07.02.2016 um 19.22 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10411

Wer sich für Einzelheiten interessiert:

http://www.academie-francaise.fr/la-langue-francaise/questions-de-langue#73_strong-em-rectifications-de-l-orthographe-em-strong


Kommentar von Klaus Achenbach, verfaßt am 07.02.2016 um 19.19 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10410

Es trifft nicht zu, daß die Académie die Reform abgelehnt hätte. Sie hat vielmehr die "Vorschläge" gebilligt ("approuvées"). Sie will aber vor Übernahme in ihr Wörterbuch abwarten, wie sich die vorgeschlagenen Änderungen bewähren.

In der letzten Ausgabe des Wörterbuchs wird auf alle Änderungsvorschläge hingewiesen. Einige wenige, die Akzentuierung betreffende Änderungen sind aber schon übernommen worden, z.B. die Schreibung "allègement".


Kommentar von R. M., verfaßt am 06.02.2016 um 22.16 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10409

Es liegt hier wohl ein Mißverständnis vor, da die Académie die Reform ablehnt, was dafür gesorgt hat, daß sie bisher außerhalb der Schulen kaum Bedeutung erlangt hat.


Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 06.02.2016 um 16.57 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10408

Der Irrtum ist offenbar nach einigen Tagen korrigiert worden, aber in der Google-Suchzeile kann man ihn noch sehen:

kurier.at/politik/weltchronik/stirbt-der-circonflexe.../179.243.239

Doch niemand schien davon Notiz zu nehmen - bis jetzt. Bis zu einem TV-Bericht im Sender TF1, der quasi breitenwirksam enthüllte, dass die ...



Kommentar von Wolfram Metz, verfaßt am 06.02.2016 um 16.03 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10407

In dieser Fassung: http://kurier.at/politik/weltchronik/stirbt-der-circonflexe-aufschrei-unter-frankreichs-sprachpuristen/179.243.239 steht:

Die von ihr [der Académie Française] empfohlenen Neuerungen betreffen rund 2400 Wörter der französischen Sprache - und oftmals ist der bei heimischen Schülern gefürchtete, bei Franzosen aber beliebte Accent (ˆ - das kleine Dach) ein vermeintliches Opfer der Reform. So fällt er nun öfter weg über i und u, nicht aber über a und o (so wird etwa Paraître zu paraitre). Auch soll vieles nur vereinfacht werden: Bindestriche innerhalb von Wörtern sollen entfallen (Week-end wird zu weekend) sowie die Schreibweise angepasst werden. Nun dürfen etwa die Schüler statt "oignon" (Zwiebel) auch "ognon" schreiben.

[...]

"Seit mindestens einem Jahrzehnt wird diese neue Orthografie in den Schulbüchern für die Volksschule angewandt", wird die Leiterin des Schulbuchverlags Belin, Sylvie Marcé, von französischsprachigen Medien zitiert. "Neu ist, dass es explizitere Hinweise darauf gibt." Die Wörterbücher sollen beide Schreibweisen anführen, die Lehrer akzeptieren auch beide im Hausaufgabenheft. Zudem wurde die Reform von 1990 bereits 2008 und 2015 nochmals hervorgekramt und zur Wiederbelebung in öffentlichen Kundmachungen publiziert.

Doch niemand schien davon Notiz zu nehmen - bis zu einem TV-Bericht im Sender TF1.


Kommentar von Klaus Achenbach, verfaßt am 06.02.2016 um 15.37 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10406

Welchen "Circonflexe"?


Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 06.02.2016 um 06.45 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#10403

Zur kleinen französischen Rechtschreibreform:

Doch niemand schien davon Notiz zu nehmen - bis jetzt. Bis zu einem TV-Bericht im Sender TF1, der quasi breitenwirksam enthüllte, dass die Zwiebel ihren Circonflexe verlieren soll. (Kurier 5.2.16)

Mir tränen die Augen.


Kommentar von Martin Gerdes, verfaßt am 03.09.2009 um 14.17 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#7962

Computer für die Rechtschreibkorrektur sollten es ja auch bei uns richten; so hieß es jedenfalls immer. Man kann in jeder Zeitung mit eigenen Augen nachlesen, wie gut das funktioniert.


Kommentar von F.A.Z., 02.09.2009, Nr. 203 / Seite N5, verfaßt am 02.09.2009 um 17.45 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#7961

Korrekturen
Frankreich und die Orthographie

Frankreich betreibt die Rechtschreibung als Nationalsport. Diktate und andere Wortspiele erreichen im Fernsehen hohe Einschaltquoten. Der "Dictionnaire bedrohter Wörter" ist ein Bestseller - genauso wie die jährlichen Neuauflagen von "Robert", "Larousse" und Littré. Zu Beginn der neunziger Jahre gab es eine Reform, die 6000 von 24000 Worten betraf - aber alles auf freiwilliger Basis. Die Schriftsteller hatten sie bekämpft. Seither existieren von gewissen Wörtern zwei korrekte Schreibweisen. Ansonsten überlässt man die Orthographie der Zeit und der Académie Française. Jedes Jahr werden zum Schulbeginn die Klagen über die katastrophalen Schreib- und Leseleistungen der Schüler neu angestimmt und mit Statistiken belegt. Diesmal nimmt die Debatte einen anderen Verlauf. Ausgelöst hat sie der Bestsellerautor François de Closets, der sich in seinen Büchern mit den Tabus der französischen Gesellschaft anlegt. Er schreibt mit der Verve des schlechten Schülers, der es doch noch geschafft hat. Er ist in bester Gesellschaft: Von Sartre bis Sarkozy hatten und haben viele mit der Orthographie ihre Probleme. Von Proust und Flaubert bringt der Autor einige Perlen. Reine Schinderei im Dienste der Disziplinierung, schreibt François de Closets. "Zéro fautes" - null Fehler - ist der Titel seines Pamphlets. Für eine Reform sei es zu spät: Auf der Tastatur sollen die Kinder schreiben lernen und die Korrekturprogramme anwenden. J.A.


Kommentar von Historia 7/2005, verfaßt am 01.08.2005 um 02.20 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#1404

L'orthographe est une politesse

Bernard Pivot a démontré que la dictée pouvait être un exercice ludique et, pendant près de vingt ans, ses célèbres Dicos d'or ont remporté un succès jamais démenti. Point de vue d'un passionné. Entretien avec Bernard Pivot

Par le Pr Jean-Philippe Derenne (Propos recueillis par)

Historia - Pensez-vous que nous vivions la fin de l'orthographe ?

Bernard Pivot - Non, parce qu'elle reste une politesse que l'on doit à notre langue, et une politesse que l'on doit à ceux à qui l'on écrit. Je suis encore optimiste - mais pour combien de temps ? - à cause de mon expérience des Dicos d'or, de ces dix-neuf années de dictées pour lesquelles l'engouement a été assez extraordinaire, pas seulement chez les adultes, mais aussi chez les jeunes. Le Crédit agricole a organisé pendant toutes ces années une sélection des scolaires : chaque fois, 500 000 collégiens et lycéens volontaires faisaient une dictée assez « piégeuse ». Pourquoi ce masochisme ? Parce qu'ils avaient envie tout simplement de se tester, d'affronter une dictée hors des normes, hors des notes, hors des critiques. Le succès des Dicos d'or vient de ce que c'était une compétition qui regroupait aussi bien des hommes et des femmes sans diplôme que des agrégés. Des gens de tous âges, de toutes conditions, de toutes cultures. Même des ménagères de moins de 50 ans s'y laissaient prendre ! Si la dictée n'avait été faite que par des plus de 60 ans, elle aurait été très vite retirée des programmes de la télévision. Autrefois, quand on passait le certificat d'études, si l'on faisait cinq fautes d'orthographe, on était éliminé, même si on avait 10 sur 10 en mathématiques. C'était complètement stupide, idiot, injuste. Malheureusement, on est tombé dans l'excès inverse. On est passé de l'orthographe valeur première, éminente, absolue, à l'orthographe bonus ou malus aléatoire, sans importance. Si l'orthographe n'est plus la valeur suprême, elle reste quand même, aux yeux de la majorité des Français, un principe de convivialité, d'éducation républicaine. Avec beaucoup de fautes de toute sorte, on ne brille pas aux yeux des gens qui peuvent vous donner du travail. Ou vous aimer pour toute la vie...

H. - L'orthographe est une façon de codifier le langage, elle est basée sur l'écrit. Pensez-vous que la domination de l'audiovisuel et de la téléphonie la mette en péril ?

B. P. - Oui, c'est là le grand danger qui menace l'orthographe. Je pense tout de suite aux SMS avec lesquels les adolescents communiquent entre eux en abrégeant les mots, en employant une écriture phonétique. Certains éducateurs disent qu'ils prennent des habitudes funestes ; d'autres pensent que ce n'est qu'un rite de passage, un code entre jeunes, qui, après ces débordements de communication joyeuse et farceuse, reviendront à l'orthographe classique. Je ne sais qui a raison. Il est sans doute un peu tôt pour le dire. Je pense que le SMS est quand même un danger. Mais il y a pire : on n'écrit plus. Les occasions de montrer qu'on a du style et une bonne orthographe sont beaucoup moins nombreuses. A cause du téléphone omniprésent chez les jeunes comme chez les adultes. Qui envoie encore des lettres pour raconter ses journées et ses nuits ? Même les cartes postales sont délaissées, quand le texte n'en est pas déjà imprimé ! En revanche, les courriels entre adultes sont une nouvelle manière d'échanger de l'écrit.

H. - Pensez-vous que l'usage de l'ordinateur et des systèmes de correction automatique de l'orthographe vont aggraver la situation ?

B. P. - C'est évident, puisque vous pouvez écrire sur votre ordinateur un texte bourré de fautes que la merveilleuse machine corrigera aussitôt. Ainsi la paresse est-elle encouragée. On ne fera pas l'effort de prendre un dictionnaire pour connaître l'orthographe d'un mot. Cette facilité de la vie moderne se fait au détriment de l'effort et surtout de la curiosité. Je crois que les hommes ne peuvent pas progresser sans curiosité. La curiosité pour l'orthographe fait partie des plaisirs de la vie. Moi qui ne passe pas une journée sans consulter un dictionnaire, je trouve que c'est toujours un plaisir de feuilleter soit Le Petit Larousse , soit Le Petit Robert , simplement pour confirmer l'orthographe ou le sens d'un mot sur lesquels j'ai des doutes.

Si j'étais professeur de français dans un collège - à Dieu ne plaise ! je n'ai aucune patience, grande qualité des bons enseignants - je commencerais l'année par un cours sur les dictionnaires : comment s'en servir ; qu'y trouver ; le plaisir de les feuilleter, de les consulter ; le bonheur des mots inconnus... J'essaierais de convaincre mes élèves que les dictionnaires ne sont pas des livres parmi d'autres, mais des amis, des serviteurs qu'on doit toujours avoir à portée de la main, et que, dans la vie, la richesse de vocabulaire donne des atouts et du prestige, le respect de l'orthographe, de la classe.

H. - Pensez-vous que l'enseignement du français soit satisfaisant ?

B. P. - Ah, vaste et terrible question ! Tous les professeurs n'essaient pas de donner aux élèves la curiosité de l'orthographe. Et ceux qui les incitent à avoir cette curiosité sont de moins en moins nombreux, me dit-on. Pourquoi ? Parce que l'orthographe est aujourd'hui considérée comme une valeur vieillotte, facultative, ornementale. Vous êtes bon en orthographe ? C'est bien. Votre orthographe est calamiteuse ? Bof ! Ce n'est pas grave.

H. - La connaissance de l'orthographe passe par la lecture. Qu'en est-il chez les jeunes ?

B. P. - Là aussi, il faut moduler. Il y a toujours heureusement, mais de moins en moins, me dit-on, des adolescents qui lisent beaucoup. Mais la lecture ne donne pas obligatoirement une bonne orthographe. Il faut prendre la peine d'écrire les mots difficiles. Ainsi resteront-ils dans la mémoire du lycéen. Lire, c'est bien, c'est formidable, c'est nécessaire, mais ce n'est pas suffisant. Il faut aussi inciter les élèves à tracer sur le papier ou à taper sur l'ordinateur les verbes dont la conjugaison n'est pas évidente, les adjectifs avec des trémas, les mots qui sont des faux amis...

H. - Pensez-vous que l'orthographe actuelle, fixée en 1835, doive s'adapter ou rester inchangée ?

B. P. - Mais l'orthographe évolue, très lentement, imperceptiblement ! Certains mots ne s'écrivent pas aujourd'hui de la même façon qu'il y a cinquante ans.

H. - Est-ce que beaucoup de gens utilisent l'accent circonflexe ?

B. P. - Il se trouve que j'ai participé aux réunions d'un comité pour la rectification de la langue française. J'avais accepté parce qu'il me paraissait sain de mettre un peu d'ordre et de bon sens dans le redoublement des consonnes, dans le pluriel des mots composés, dans des orthographes bizarroïdes, etc. On avait fait du bon travail. Le conseil allait déposer ses propositions quand certains de ses membres ont voulu aller plus loin : supprimer l'accent circonflexe sur le « i » ou le « u ». Tollé immédiat des écrivains, en particulier de gauche. La même chose s'est produite en Allemagne récemment. J'étais moi aussi contre cette suppression de l'accent circonflexe parce c'est l'esthétique de la langue française qui s'en serait trouvée modifiée, altérée. Les écrivains ont considéré qu'une langue modifiée dans son esthétique n'était plus alors celle de Proust, de Malraux, de Gide... ni la leur. Toute la réforme a été bloquée, neutralisée, congelée à cause de ce sacré accent circonflexe. Est-ce bête ?


Kommentar von F.A.Z., verfaßt am 31.07.2005 um 19.23 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=310#1399

»Der akzentfreie Geschmack
Die mißglückte französische Rechtschreibreform und die deutsche Kultusministerkonferenz/Von Heike Schmoll


Es ist kein Geheimnis mehr, daß sich kaum ein Kultusminister in Deutschland je für die Rechtschreibreform interessiert hat. Der zuständige Beamte bei der Kultusministerkonferenz, Ministerialrat Stillemunkes, kann um so zügelloser agieren. Anscheinend versprachen sich einige Verantwortliche in Ministerien eine wachsende Akzeptanz für die deutsche Reform dadurch, daß sie den Eindruck erweckten, in Frankreich habe sich die dortige Orthographiereform durchgesetzt. Sie verpflichteten die Französischlehrer dazu, eine neue französische Rechtschreibung im Unterricht zu befolgen, die nicht einmal in Frankreich gilt. Sowohl der Bremer Senator für Bildung und Wissenschaft als auch das rheinland-pfälzische sowie das schleswig-holsteinische Kultusministerium haben ein entsprechendes Rundschreiben an die Französischlehrer verschickt. Im Wortlaut ähneln sie sich so stark, daß sie vermutlich vom Sekretariat der Kultusministerkonferenz ausgehen.

Tatsächlich hat das "Journal officiel" in Frankreich unter der Überschrift "Die Berichtigung der französischen Orthographie" am 6. Dezember 1990 die Korrektur von etwa zweitausend französischen Wörtern angeordnet, nachdem sie von der Académie francaise angenommen worden war. Erarbeitet hatte sie der sogenannte "Hohe Rat der französischen Sprache", den Mitterrand durch ein Dekret im Oktober 1989 einrichtete. Betroffen waren vor allem Akzentregeln, der nahezu völlige Verzicht auf den "accent circonflexe" etwa bei "gout" (Geschmack), "connaitre" (kennen, kennenlernen) "aout" (August) und anderen Wörtern. Außerdem sollten jene Wörter ihren Bindestrich verlieren, die als lexikalische Einheit verstanden werden, wie "va-nu-pieds" (Habenichts). Aus "evénement" (Ereignis) sollte der Aussprache wegen "evènement" werden. In die Neuauflage einiger Wörterbücher wurden die neuen Schreibweisen auch aufgenommen. In der französischen Öffentlichkeit durchgesetzt haben sie sich bis heute nicht, doch deutsche Französischlehrer sollen sie im Unterricht befolgen und beide Schreibweisen gelten lassen.

Die Begründung für die französischen Reformvorschläge gleicht den Anfängen der deutschen Rechtschreibreform in auffälliger Weise. Die Académie, die seit ihrer Gründung immer wieder versucht hatte, durch staatliche Verordnungen Einfluß zu nehmen, damit aber meistens scheiterte, obwohl sie relativ zurückhaltend agierte, und die Regierung wollten die neuen Schreibweisen 1990 im Schulunterricht durchsetzen, um den Schülern das Schreiben zu erleichtern. Allerdings hat die französische Akademie den Sprachgebrauch berücksichtigt - im Unterschied zur Zwischenstaatlichen Kommission. Trotzdem formierte sich der öffentliche Widerstand in Frankreich schneller, als die Reformer erwarten konnten. So sagte etwa der UDF-Abgeordnete Bayrou, er habe nie etwas von einer Reform der Rechtschreibung gehört. Sie sei vielmehr Sache einer Gruppe von Linguisten, die einige Freunde in der Regierung hätten. Nur knapp drei Wochen nach der Veröffentlichung der sprachlichen Eingriffe formierte sich die Vereinigung "Le Francais libre", der Professoren, Schriftsteller und Journalisten angehörten. Für die Erhaltung des "circonflexe" kämpfte eine eigene Gruppe. Der Kampf gegen die Reform wurde in Frankreich zu einem gesellschaftlichen Ereignis.

Die französische Akademie zog daraus im Januar 1991 die Konsequenz und trat den taktischen Rückzug an. Sie vermied es ausdrücklich, von "Verbesserungen" zu sprechen, und erwähnte fortan nur noch Empfehlungen. Die Akademie war klug genug, sofort zu erkennen, daß eine Durchsetzung der Reform durch ministeriellen Erlaß nur die Akzeptanz schwächte. Auch der damalige Premierminister Rocard wollte nicht durch Gesetze in die Debatte eingreifen, bat aber die Erziehungsminister, "alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um diese Verbesserungen künftig zu unterrichten". Angesichts der deutschen Widerstände gegen frühere Reformversuche wurde in Paris zur Vorsicht gemahnt. Ein französischer Kommentator fügte hinzu, die Anordnung einer Rechtschreibreform per Dekret gebe es nur in Deutschland. Schon 1991 war Jean-Marie Zemb, Honorarprofessor des College de France, in einem genauen Vergleich beider Reformen zu der Einsicht gelangt, daß die französische Langsamkeit und Besonnenheit bei der Rechtschreibreform wirkungsvoller sei als die autoritäre Verordnung von oben "à la Neuregelung allemande". Das französische Erziehungsministerium verwendet die neuen Schreibweisen bis heute nicht, von sämtlichen Zeitungen und Verlagen werden sie ignoriert. Nur in Belgien und der Schweiz haben sie teilweise Anklang gefunden. Der "Larousse", der "Petit/Grand Robert", die beiden gängigen Wörterbücher, führen sie nur als Varianten auf, machen in den Wörterbuchartikeln jedoch keinen Gebrauch davon. Warum also sollten sich deutsche Französischlehrer darum scheren?«


( F.A.Z., 01.08.2005, Nr. 176 / Seite 8 )



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