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22.10.2004
 

„Noch nie hat sich eine Kultursprache selbst so ruiniert“
Die Akademie sagt ab

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung »gibt ihre Vermittlungsbemühungen auf«. Sie wird keine Vertreter in den »Rat für deutsche Rechtschreibung« entsenden.

KMK-Präsidentin Doris Ahnen erklärt in einer ersten Stellungnahme, daß sie die Kritik der Akademie nicht verstehe. Vor dem Hintergrund ihrer bisherigen Äußerungen zur Rechtschreibreform ist man geneigt, ihr das sogar zu glauben.



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Kommentare zu »„Noch nie hat sich eine Kultursprache selbst so ruiniert“«
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 22.10.2004 um 17.48 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=117#37

Auf gutem Wege

„Nur wer im Boot sitzt, kann mitentscheiden, wo es hingeht,“ meint Frau Ahnen. Dem widerspricht die Vorgabe der KMK: Das Ruder ist starr festgebunden, der Kurs kann überhaupt nicht verändert werden! Wer sich in ein solches Boot ziehen läßt, muß ein rechter Trottel sein.

(Übrigens gibt es eine Satzung des geplanten Rates, die bisher nicht veröffentlicht worden ist. Darin wird dem Rat eine Art Scheinautonomie zugestanden, durch die er sich auf den ersten Blick von der bisherigen Kommission abhebt - bei der diese Ermächtigung ja seinerzeit nicht geklappt hat. Es ist aber alles nur Augenwischerei, in Wirklichkeit geschieht immer das, was die Herren Ministerialräte wollen.)

Die neuen Vorschläge der DASD (Sechsergremium von Wissenschaftlern) haben wohl den Sinn, Eisenberg und seine Homburger Studiengruppe wieder ins Gespräch zu brngen. Eine Rücknahme der ganzen Reform hat Eisenberg deshalb immer noch nicht verlangt. Das erwarte ich auch für die Zukunft nicht von ihm. Wer sich selbst als Reformer profilieren will, kann dem Staat nicht das Recht absprechen, die Sprache zu verändern.

Aber immerhin: die deutlichen Worte werden ihren Eindruck nicht verfehlen, und alles andere ist sowieso utopisch.



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