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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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Theodor Ickler zu »Frei nach Schnauze«
Dieser Kommentar wurde am 18.12.2017 um 05.34 Uhr verfaßt.

Duden: die Schneuze „Dochtschere“, zu schnäuzen

???

Den Wikivandalen ist auch etwas entgangen:

Dochte von Talglichtern, die bis Anfang des 19. Jahrhunderts die Mehrzahl der Kerzen darstellten, müssen ständig gekürzt („geschneuzt“) werden. (Wikipedia Docht)


Theodor Ickler zu »Rhetorik«
Dieser Kommentar wurde am 18.12.2017 um 05.03 Uhr verfaßt.

Zur Gruppendynamik:
Die fast einstimmige Wahl Markus Söders zum Kandidaten ist so wenig auf Leistung gegründet wie damals die 100%-Wahl von Martin Schulz. Es ist auch bekannt, daß Söder viele Gegner hat, das Ergebnis kann also nicht die wirkliche Meinung der Delegierten abbilden. Bei der offenen Abstimmung konnte jeder sehen, von wem die vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen kamen. Diese sechs können ihre Karriere vergessen. Sonderbar, daß solche Personalentscheidungen nicht geheim getroffen werden. Das gehört in vielen Gremien zur Geschäftsordnung.


Theodor Ickler zu »Fundsache«
Dieser Kommentar wurde am 18.12.2017 um 05.00 Uhr verfaßt.

"Es gibt eine neue Entlastung vom Korrespondenzdruck. Wer die reformierte Orthographie schreibt, sollte nicht auf Antwort hoffen." (Johannes Gross 13.12.1996)

Hübscher Einfall, aber schon im Bewußtsein der Ohnmacht gegen die allgemeine Folgsamkeit.


Erich Virch zu »Abgelenkt«
Dieser Kommentar wurde am 17.12.2017 um 14.08 Uhr verfaßt.

Das ist wohl eher ein Fall aus der Euphemismus-Tretmühle. Die umgangssprachliche Friseuse („10 nackte Friseusen“, Micky Krause) ist jetzt eine seriöse Friseurin, die Sprechstundenhilfe ist jetzt Arzthelferin oder medizinische Fachassistentin, aus Bauern sind Landwirte und Agrarökonome geworden. So hat man schon vielen Berufen Geringschätzung bescheinigt.


Manfred Riemer zu »Abgelenkt«
Dieser Kommentar wurde am 17.12.2017 um 12.03 Uhr verfaßt.

Vielleicht geht auch die Ersetzung von Friseuse durch Friseurin in diese Richtung.


Theodor Ickler zu »Heilige Texte«
Dieser Kommentar wurde am 17.12.2017 um 05.06 Uhr verfaßt.

Die FAS widmet nicht nur ihren Titel der Vaterunser-Diskussion, sondern läßt auf der Meinungsseite auch wieder Eckhard Nordhofen zu Wort kommen. Er meint, man solle bei dieser Gelegenheit auch die Bitte um das "tägliche Brot" revidieren, epiousios = "überwesentlich" usw. - Er wiederholt also einfach, was er an gleicher Stelle schon vor zwei Jahren ausgebreitet hat: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1544#29008


R. M. zu »Abgelenkt«
Dieser Kommentar wurde am 16.12.2017 um 13.32 Uhr verfaßt.

Viele französische Ausdrücke sind schon obsolet geworden, andere werden folgen – bekannt ist ja die politisch motivierte Ersetzung von Coupé durch Abteil usw., aber es gibt auch einen ganz allgemeinen Schwund. Wer würde heute noch Mannequin anstelle von Model sagen?


R. M. zu »Das Öftere«
Dieser Kommentar wurde am 16.12.2017 um 13.22 Uhr verfaßt.

Stattdessen holprig Schiller sagt in Die Räuber zu schreiben simuliert allenfalls philologische Genauigkeit. Wer studiert schon die Lesartenapparate der historisch-kritischen Ausgaben?

Es ist bezeichnend, daß germanistische Zeitschriften meistens genaue Vorgaben haben, wie die Sekundärliteratur zu zitieren ist, nicht jedoch für die Anführung archivalischer Quellen.


Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 16.12.2017 um 13.09 Uhr verfaßt.

Zu http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1103#31321

Der Asteroid Oumuamua ist uns natürlich auch nur durch die "künstlerische Abbildung" der NASA bekannt, die in allen Medien zu sehen war. Sensationsblätter stellen es so dar, als habe man ernsthaft mit einer klitzekleinen Möglichkeit gerechnet, daß es sich um ein Raumschiff handele, und angeblich wurde eine Lauschaktion durchgeführt. Das kann ich kaum glauben. Das Ding muß ja Millionen Jahre unterwegs gewesen sein, bevor es in eine Hyperbel um unsere Sonne schwenkte. Die Masse ist auch bekannt.

Die künstlerischen Darstellungen gibt es auch in seriösen Zeitschriften wie "Sterne & Weltraum", wo man sich aber um nicht-irreführende Veranschaulichung bemüht. Die Funktion ist also nicht dieselbe wie in den "Symbolfotos" der Tagespresse.


Theodor Ickler zu »Das Öftere«
Dieser Kommentar wurde am 16.12.2017 um 12.22 Uhr verfaßt.

Einverstanden. Aber gerade an das philologsche Zitieren wurden früher oft nicht so strenge Anforderungen gestellt. Das betrifft nicht nur die Auszeichnungen, sondern auch die Flexion: Schiller sagt in seinen Räubern...


Theodor Ickler zu »Abgelenkt«
Dieser Kommentar wurde am 16.12.2017 um 12.09 Uhr verfaßt.

Zu den überflüssigen Wörtern (http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=987#21968) rechne ich auch Trouvaille, das ich gerade mit Widerwillen in der Zeitung lese. Habe ich noch nie gebraucht (wie auch Oeuvre). Komischerweise stellt Duden es auf dieselbe Häufigkeitsstufe wie, na, sagen wir Unkraut, über das ich heute morgen geschrieben habe. Das kann ja wohl nicht wahr sein.


R. M. zu »Das Öftere«
Dieser Kommentar wurde am 16.12.2017 um 10.52 Uhr verfaßt.

Zur guten typographischen Praxis gibt es Literatur, bessere und schlechtere. Ein anerkanntes Regelwerk gibt es bekanntlich auch nicht für die englische Orthographie. Man orientiert sich eben an den besten Vorbildern, wie wir immer schon gesagt haben.


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