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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2018 um 17.00 Uhr verfaßt.

In den Medien wird ein plötzlicher Einbruch der Lebenserwartung diskutiert. Wahrscheinlich ein Artefakt der Meßmethode, lieber erst mal abwarten.

Dazu noch dies:

Kaffee verlängert Lebenserwartung bei Darmkrebs

Aber auch:

Forscher fanden jetzt heraus, dass eine Low-Carb Ernährung die Lebenserwartung um bis zu vier Jahre verkürzen kann.

Mal sehen, was das Leben morgen so bringt.


Manfred Riemer zu »Sein und heißen«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2018 um 16.25 Uhr verfaßt.

Alles richtig, aber es geht ja nicht um Kind oder Erwachsener, auch nicht um Duzen oder Siezen, sondern darum, ob oder wann man sein oder heißen oder mein/dein/sein Name ist verwendet.

Ein Radiomoderator, der sich mit "Ich bin Martin Müller" vorstellt, mag modern sein, aber für mich ist er auch ein bißchen gaga.
Ich kann natürlich, wenn es paßt, auch sagen "Ich bin (der) Manfred", zum Beispiel, wenn ich jemandem, der mich schon mit vollem Namen kennt, das Du anbiete. Das deckt sich voll mit dem Zitat von Hermann Lübbe.


Erich Virch zu »Sein und heißen«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2018 um 15.50 Uhr verfaßt.

„Ich bin der Martin“ hat etwas Kindliches. Der Martin wird geduzt. Mit „Ich bin Martin Müller“ stellen sich moderne Radiomoderatoren den Hörern vor (früher üblich: "am Mikrophon Martin Müller“).


Manfred Riemer zu »Sein und heißen«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2018 um 14.26 Uhr verfaßt.

Und wer sind Sie? hört sich höflicher, weil nicht ganz so direkt, an.

Wie heißen Sie?, so kann wohl nur die Polizei fragen.

Das Beispiel aus dem Bairischen scheint zu belegen, daß sein und heißen wie im Hochdeutschen gebraucht werden.


Germanist zu »Sein und heißen«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2018 um 14.06 Uhr verfaßt.

Bairisch: I bin da Huberhofbauer und hoaßn tua i Mayr.


Manfred Riemer zu »Die Tyrannei des Vermeintlichen«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2018 um 13.55 Uhr verfaßt.

Ach so. Bis vor nicht allzu langer Zeit pflegte die linksgerichtete "Junge Welt" noch die herkömmliche Rechtschreibung, ist aber nun ausgestiegen. Jetzt wird die bessere Rechtschreibung wohl fast nur noch von eher rechtsgerichteten Zeitungen und Verlagen wie "Junge Freiheit" verwendet.
Ich finde eine solche Politisierung der Rechtschreibung sehr schade und bedenklich, andererseits steckt darin schon auch etwas Bezeichnendes der jeweiligen Seite, wenn auch nicht das Hauptmerkmal.


R. M. zu »Sein und heißen«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2018 um 13.25 Uhr verfaßt.

Ich bin der Manfred ist sicherlich üblich, aber mit dem vollen Namen klingt es etwas eigenartig, wie eine Kreuzung aus salopper und formeller Sprache.


Theodor Ickler zu »Sein und heißen«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2018 um 13.10 Uhr verfaßt.

Stimmt. Man sollte allerdings auch die oft vorangehende Frage berücksichtigen: Und wer sind Sie?- Wohl häufiger als Wie heißen Sie?

Die Antwort dann unter "Partnerzwang" parallel konstruiert.


Theodor Ickler zu »Geld wie Heu«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2018 um 13.05 Uhr verfaßt.

Duden hat es auch nicht, und Google leitet gleich zu "Kinderfreibetrag" weiter.

Mal abgesehen von der Rechtslage, würde ich auch sagen, daß jeder Gastwirt und Hotelier sich seine Kundschaft aussuchen darf. Wir hatten das schon bei behindertenfreien Häusern diskutiert. Bei Juden, Schwarzen, Migranten wird es schon schwieriger. Vergrämung durch Schweinefleisch funktioniert ein Stück weit.

Mich haben mehr die Leserzuschriften interessiert. Viele zeichnen ein ganz furchtbares Bild von deutschen Eltern (natürlich permissive 68er, obwohl die alle schon Großeltern sind!) und ihren Blagen. Ich meide im allgemeinen Restaurants und kann nicht mitreden. Ein paar hundertmal bin ich in meinem Lieblingsgasthaus auf Juist eingekehrt, einem Ausflugslokal, das sehr kinderfreundlich und naturgemäß immer voller Kinder ist, und ich habe in 30 Jahren noch nie eine Belästigung durch Jungmonster erlebt. Das mag aber daran liegen, daß auf Juist ohnehin nur Menschen edelsten Geblüts Urlaub machen und der Rest sich in Malle sammelt.


Manfred Riemer zu »Sein und heißen«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2018 um 12.03 Uhr verfaßt.

Mir ist schon lange aufgefallen, daß das Verb heißen vor allem in der ersten Person sehr unüblich geworden ist. Es klingt altmodisch und irgendwie zu "artig", wenn ich sage:
Ich heiße Manfred Riemer.

Vor allem das ist, glaube ich, der Grund, daß viele auf Ich bin ausweichen, ohne besonders darüber nachzudenken.

Ebenfalls üblicher als Ich heiße ist die Formulierung Mein Name ist, und im Radio höre ich dies gefühlt ungefähr gleich oft wie Ich bin. Oder man benutzt Umschreibungen wie Am Mikrofon war ...


R. M. zu »Geld wie Heu«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2018 um 11.48 Uhr verfaßt.

»Doch während sich der Begriff »kinderfrei« in Staaten wie den USA, Großbritannien, Kanada und Australien bereits im Vokabular etabliert hat, fristet er im deutschsprachigen Raum leider noch ein Schattendasein« (Nicole Huber, 2011). Merkwürdig, dabei handelt es sich doch um eine hübsche Parallelbildung zu judenfrei.


Theodor Ickler zu »Die Tyrannei des Vermeintlichen«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2018 um 11.41 Uhr verfaßt.

O pardon! Ich meinte die nichtreformierte Schreibweise, die ich ja auch pflege, ohne mit diesen Leuten im selben Abteil sitzen zu wollen.


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