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Kommentar von Wolfgang Scheuermann, verfaßt am 08.10.2007 um 09.30 Uhr 
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10383
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Speziell beim Oktoberfest ist das eine einfache Analogie zu "zwei Mass". Wo käme man denn mit "zweimass" hin? Schwommas obi!
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Kommentar von Wolfgang Scheuermann, verfaßt am 08.10.2007 um 09.54 Uhr 
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10384
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Noch ein Beispiel aus der heutigen WELT KOMPAKT:
Mehdorn: "Ein Mal im Jahr besuche ich Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ..."
Daß so etwas Grobschlächtiges nicht zurückschrecken läßt!
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Kommentar von R. M., verfaßt am 08.10.2007 um 14.09 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10385
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Offenbar ist die eingesetzte Software aus dem Hause Duden entsprechend eingestellt. Auch die ehemalige F.A.Z. schreibt jetzt grundsätzlich so. Ob es unter den Reformurhebern auch nur einen gibt, der das überhaupt beabsichtigt hat?
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Kommentar von Glasreiniger, verfaßt am 08.10.2007 um 14.42 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10386
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Die sicherste Fundgrube für solche Unfugsschreibungen ist das Handelsblatt, so auch heute mindestens einmal "zwei Mal". Klagen werden heut zu Tage auch nicht bei Gericht eingereicht, sondern "platziert", wenn man dem Blatt trauen darf.
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Kommentar von B. Eversberg, verfaßt am 08.10.2007 um 14.54 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10387
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Da können Sie den Duden-Korrektor einstellen, wie sie wollen: "ein" und "Mal" sind beides korrekte Wörter – in keiner Einstellung wird ein Fehler gemeldet (eben getestet). Sie können auch ungerührt schreiben "Es war ein Mal ein König..." – geht anstandslos durch. ("Keiser" übrigens auch...)
Dies ist ein Paradebeispiel für einen reformogenen Fehler, den die Software gar nicht erkennen KANN.
Die Reformer sind wahrscheinlich selber verwundert, daß es solche Fehler gibt. Diese Nebenwirkung und die beschränkten Fähigkeiten jeder Software werden sie keineswegs vorausgeahnt haben.
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Kommentar von R. M., verfaßt am 08.10.2007 um 15.42 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10388
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Schön, aber wird zweimal in zwei Mal umgewandelt? Das ist doch die Frage.
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Kommentar von amazon.de, verfaßt am 08.10.2007 um 15.48 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10389
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"Das kleine Ein-Mal-Eins singend lernen"
von "Junge Dichter und Denker" (Audio CD)
http://www.amazon.de/
Das-kleine-Ein-Mal-Eins-singend-lernen/
dp/B000I0RMIU/ref=sr_1_1/302-7075036-0678449?ie=
UTF8&s=music&qid=1191851076&sr=1-1
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Kommentar von Land Salzburg, verfaßt am 08.10.2007 um 15.49 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10390
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Ein Mal ist kein Mal
http://www.salzburg.gv.at/mo200608_79.pdf
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Kommentar von b. eversberg, verfaßt am 08.10.2007 um 16.07 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10391
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"zweimal" geht ebenfalls in allen Einstellungen durch.
Die Häufigkeit dieser Fehler beweist deshalb, daß sehr oft von vornherein falsch geschrieben wird! Und das ist reformbedingt.
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Kommentar von R. M., verfaßt am 08.10.2007 um 17.10 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10393
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In der Tat läßt sich auch die Zusammenschreibung noch nachweisen: „Hamburg hat zweitausendfünfhundert Brücken, viermal so viele wie Venedig" (F.A.Z., 4. 10. 2007).
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Kommentar von Germanist, verfaßt am 08.10.2007 um 18.38 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10394
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Wszystko jedno (alles eins):
Denkmal, denk mal!, denk Mal!, Denk Mal;
Mahnmal, mahn mal!, mahn Mal!, Mahn Mal;
Merkmal, merk mal!, merk Mal!, Merk Mal.
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Kommentar von Daniel Sokera, verfaßt am 08.10.2007 um 20.51 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10395
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In einem Schmöker der besonderen Art fand ich durchgehend manches Mal für das übliche manchmal.
Als Alternative wäre das ja noch akzeptabel, aber als Ersatz für manchmal erscheint der ausschließliche Gebrauch von manches Mal einseitig, hölzern und ungelenk.
Außerdem liest sich die Wendung zum erstenmal für mein Empfinden flüssiger, lockerer und eleganter als zum ersten Mal – es sei denn, es handelt sich inhaltlich um das berühmte ›erste Mal‹, das in jedem Fall der Großschreibung bedarf ... ;-)
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Kommentar von Germanist, verfaßt am 08.10.2007 um 22.55 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10396
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Der Steinmetz schafft manch Mal. – Der Faulpelz schafft manchmal.
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Kommentar von Tobias Bluhme, verfaßt am 09.10.2007 um 11.26 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10397
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Begrüßungsschreiben der Firma SUNSIM:
"Bitte rufen Sie nun die kostenlose Kurzwahl 1031 an und lassen Sie Ihre SUNSIM Karte frei schalten. ... Sie können Ihre SUNSIM Karte auch selber im Internet auf www.SUNSIM.de frei schalten. Klicken Sie auf "Freischalten" und folgen Sie der Beschreibung."
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 09.10.2007 um 16.52 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10398
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Wie es zu "Bluts-puren" kommt (SZ 9.10.07), kann man sich noch denken (der letzte von mehreren Konsonantenbuchstaben auf die nächste Zeile ...), aber "zerr-eisst" (ebd.)?
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Kommentar von Rominte van Thiel, verfaßt am 09.10.2007 um 18.15 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10399
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Die "Süddeutsche" trennt nicht nur, sie fügt auch zu neuen Wörtern zusammen (heute bei sueddeutsche.de):
"die Landtagsabgeordneten, von denen Zweidrittel der CSU angehören ..."
Wahrscheinlich sind die Einfünftel und Dreisiebtel dann von den anderen Parteien.
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Kommentar von Red., verfaßt am 10.10.2007 um 22.39 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10401
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Hinweis an Herrn Strasser: Mit Frau Hermans Ansichten zur Kindererziehung, zum Autobahnbau und anderen Angelegenheiten können wir uns in diesem Forum nicht befassen. Wir bitten um Verständnis.
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Kommentar von jms, verfaßt am 10.10.2007 um 23.57 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10402
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Da gerade der Name von Frau Herman hier auftaucht – unabhängig von dem was sie sagt und schreibt, ähnelt die hämische Art und Weise, wie sie von den Medien denunziert wird, erstaunlich der Herabwürdigung der Rechtschreibreformkritiker. Nur weil die Nazis selber eine Rechtschreibreform geplant hatten, war es nicht möglich, gegen die Reformkritiker die bewährte Nazi-Keule zu schwingen, sonst wäre dies mit Sicherheit geschehen. Soviel nur zur hiesigen Diskussionskultur, pardon: Unkultur.
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Kommentar von Chr. Schaefer, verfaßt am 11.10.2007 um 19.46 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10413
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Auf SPIEGEL Online langt Amira El Ahl kräftig zu:
"Die Gäste balancieren ihre voll beladenen Teller auf den Knien"
"Doch sobald die Sonne verschwunden ist beginnt das große Schlemmen."
"wenn dem Zuschauer hier nicht klar gemacht wird"
"Denn die Serie beleuchtet ein tief gehendes Problem"
"muss sie Schuld haben"
"und dass ist schon mal ein guter Start"
"Denkt zwei Mal nach, bevor ihr die Frau verurteilt."
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,510665,00.html
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Kommentar von Frank Sonneborn, verfaßt am 12.10.2007 um 18.19 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#10420
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Zur zweifelhaften Getrenntschreibung von Verben ist mir folgender Zweizeiler eingefallen. Ich bitte, bei Verwendung, auf die Quelle hinzuweisen.
"Für das Opfer macht es einen gewaltigen Unterschied, ob der Polizist es festnahm oder fest nahm."
Frank T. Sonneborn, rauchfreiheit.de
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 18.04.2008 um 17.14 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#11935
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Ich vermisse in sämtlichen Dudenwörterbüchern das Wort "beidesmal" (in welcher Schreibweise auch immer).
Außerdem vermisse ich das Wort "mitschuld (sein)", das gerade in der Zeitung vorkam und ebenfalls reichlich belegt ist.
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 18.03.2009 um 18.45 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#14074
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Ich werde alt! Manchmal glaube ich selber schon, die Rechtschreibreform habe das Wort jedesmal beseitigt. Dabei hatte ich doch in meinem Kritischen Kommentar und anderswo noch darauf hingewiesen, daß die Wörterbuchmacher sich hierin keineswegs auf das amtliche Regelwerk berufen können, denn dort steht nichts dergleichen. Wie ist es überhaupt zur Reformschreibung jedes Mal in den Wörterbüchern usw. gekommen? diesmal ist sogar ausdrücklich zugelassen.
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Kommentar von Wolfgang Wrase, verfaßt am 18.03.2009 um 20.14 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#14076
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Sehr wahrscheinlich wegen des amtlichen Wörterverzeichnisss, Stichwort Mal.
Es heißt da seit 1996 und bis heute:
dieses Mal (aber diesmal)
manches Mal (aber manchmal)
Nicht aufgeführt sind also diesesmal, manchesmal. Daraus haben die Wörterbücher geschlossen daß es jedesmal nicht mehr geben soll.
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Kommentar von Wolfram Metz, verfaßt am 18.03.2009 um 20.53 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#14077
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Andererseits wird im Wörterverzeichnis zwischen keinmal und, »bei besonderer Betonung«, kein Mal unterschieden. Was spricht dagegen, mit jedesmal bzw. jedes Mal genauso zu verfahren?
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Kommentar von Oliver Höher, verfaßt am 18.03.2009 um 22.35 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#14078
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Wenn ich mich richtig erinnere – das amtliche Regelwerk hilft hier nicht weiter, denn es erklärt ja nicht die Genese einer Regel – dann kam die Großschreibung durch die angebliche Substantivierung, die wiederum durch den angeblichen Artikel belegt ist. Angleichung an die Wenigschreiber in der Grundschule war ja bekanntlich ein erklärtes Hauptziel der Reformer.
Alles, was einen Artikel hat, ist ein Substantiv und wird folglich groß geschrieben. In Sätzen wie Sie sehen sich nun zum erstenmal ist es das kleine zum, das zum Stein des Anstoßes wurde. Aus zu und dem Artikel im Dativ dem wird in der Kontraktion bekanntlich zum. Also hat unser Mal hier einen Artikel und muß demnach ein Substantiv sein. (Hoffentlich liest diesen Schwachsinn, den ich hier schreibe, niemand von der Reformerseite. Sonst glauben die noch, ich wäre überzeugt.) So ähnlich war jedenfalls die Argumentation. Es wurden damals immer Zwangssubstantivierungen vorgenommen, weil die vermeintliche Artikelprobe Wörter zu Substantiven bestimmte. Schließlich wurden so ja auch die adverbialen Wendungen im allgemeinen und im folgenden durch den Artikel zu Substantiven erklärt.
Aber dazu findet sich hier im Forum bestimmt auch Lesenswerteres als meine Erklärungen.
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Kommentar von Wolfgang Wrase, verfaßt am 18.03.2009 um 22.41 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#14079
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Dagegen spricht an sich überhaupt nichts. Aber die Frage war: Ist nach der Reform jedesmal zulässig? Nach der formalistischen Herangehensweise der Reform sind jedes/dieses/manches + mal/Mal genau gleich gebaut. Wenn jedesmal zulässig wäre, dann wäre auch manchesmal, diesesmal zulässig. Laut Wörterverzeichnis, Stichwort Mal, sind diese Schreibweisen jedoch nicht vorgesehen. Daraus haben die Wörterbuchredaktionen mit Recht geschlosssen, daß auch jedesmal – wie gesagt: im Sinne der Reform – nicht vorgesehen ist.
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Kommentar von Oliver Höher, verfaßt am 18.03.2009 um 22.56 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#14080
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Um mal im Formalismus der Reformer zu bleiben: Bedingt nicht dieses/ jedes/ manches in Verbindung mit einem Verb eigentlich ein Akkusativobjekt? Und schon wird unser armes mal zum Akkusativobjekt erhoben und steht nun als stolzes Mal substantiviert vor uns.
Beweise für diesen (zugegeben) schwachsinnigen Formalismus? Bitte sehr: Ich kaufe mir am Kiosk jede Zeitung. Bekanntlich benötigt kaufen den Akkusativ und jede geht auch gut mit Akkusativ. Also geht auch Ich kaufe mir am Kiosk jedes Mal eine Zeitung. Nur Puristen, Nörgler und ewige Querulanten fragen nun, warum ich mir am Kiosk neben der Zeitung auch ein Mal kaufe. Der Blödsinn ist innerhalb der Parameter des Systems sogar so etwas ähnliches wie logisch.
Ich glaube, bei den Malen steckt tatsächlich noch etwas wie eine ordnende Grundüberlegung dahinter, die sich dann freilich übergeneralisierend verselbständigt hat. Bei anderen, komplizierteren Dingen haben sich die Schlauköpfe mit so schönen Floskeln wie dem "adjektivischen Gebrauch" oder den beliebten "festen Fügungen" zu helfen versucht.
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Kommentar von Klaus Achenbach, verfaßt am 19.03.2009 um 04.39 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#14084
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Das mit dem Mal/-mal ist wirklich eine Krux, aber nicht erst seit der Rechtschreibreform. Die Kasuistik des alten Duden erscheint mir auch nicht gerade sehr überzeugend. Danach war früher zu schreiben: dieses, manches, nächstes und voriges Mal, andererseits aber nur jedesmal.
Danach mußte man z.B. "dieses Mal und jedesmal" schreiben, was mir stilistisch unschön vorkommt. Ich würde lieber "dieses und jedes Mal" schreiben. Ob man "letztes Mal" oder "letztesmal" schreiben soll, kann ich in meinem Duden (ca. 1961) nicht herausfinden. Als "Hauptwort" sollte man "das letzte Mal", als "Umstandswort" sollte man "das letztemal" schreiben. Das letztere kommt mir nur sehr unschön vor, "das x-temal" würde ich dagegen niemals schreiben (wieder einmal die Frage des Bindestrichs).
Ich kann mir schwer vorstellen, daß irgend jemand aus dem Eintrag mal/Mal im alten Duden wirklich schlau geworden ist, noch weniger, daß die Schreibpraxis darauf wirklich Rücksicht genommen hat.
Fazit: Von einem Chaos ins andere.
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Kommentar von Wolfgang Wrase, verfaßt am 19.03.2009 um 06.47 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#14085
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Die Verhältnisse bei mal/Mal wirken chaotisch, nicht erst seit der Reform: das stimmt. Das Durcheinander ist in der Sache begründet. Es gibt überwiegend nichtsubstantivisches, also adverbiales mal, aber auch das Substantiv Mal, kenntlich an Fügungen wie dieses eine Mal und der Pluralform (viele) Male. Wie das längst etablierte jedesmal zeigt, muß aber nicht einmal ein flektiertes Adjektiv zwingend mit einem selbständigen Substantiv Mal einhergehen, sondern kann mit mal zusammengeschrieben werden. Dazu noch die Kombination mit Zahlwörtern, bei denen im Prinzip möglich ist: fünfmal, fünf mal (vgl. auch fünf mal drei), fünf Mal, fünf (einzelne) Male. Bei der Schreibung mit Ziffern ergibt sich zusätzlich die Möglichkeit, einen Bindestrich zu verwenden: 5-mal. Wieder ein anderer Gesichtspunkt sind Fälle wie zum ersten Mal, zum erstenmal: zusätzlich Präposition + Artikel zum, was zusammen mit dem flektierten Zahladjektiv ersten die Wahl des selbständigen Substantivs Mal nahelegt, aber ausweislich des Schreibgebrauchs immer noch nicht erzwingen kann.
Der alte Duden, obwohl nun wirklich von Schlampereien und Willkür geprägt, hat sich nun immerhin am vorhandenen Schreibgebrauch orientiert. Das hat den Vorteil, daß die überbordenden Varianten auf eine Auswahl beschränkt werden. Es hat den Nachteil, daß die von Herrn Achenbach aufgeführten Gegenüberstellungen nach Unlogik und Willkür aussehen.
So willkürlich war der Duden aber gar nicht, jedenfalls bei mal. Denn wer in der Fügung mit dies... oder manch... ein "selbständiges" mal empfand oder präsentieren wollte, hat naheliegenderweise zu Flexion + Substantiv gegriffen: dieses Mal, manches Mal. Der Normalfall für diese Floskeln war freilich die Kurzform: diesmal, manchmal. Dem entspricht jedesmal. Aus systematischer Sicht wäre natürlich auch jedes Mal zulässig, vgl. jedes einzelne Mal.
Ob der Duden mit dem Verzicht auf die Nebenvariante jedes Mal eine gute Entscheidung getroffen hat? Ich meine: ja. Diese Getrenntschreibung dürfte sehr selten gewesen sein im Vergleich zu jedesmal. Wer jedes Mal schreiben wollte, konnte stattdessen immer die üblichere, bessere Schreibung jedesmal verwenden. Das ist ein anderer Fall als bei manchmal vs. manches Mal, wo hörbar verschiedene Konstruktionen zur Auswahl stehen.
Es gibt nur jedesmal und nicht ein differenziertes Paar *jedmal vs. jedes Mal. Somit gehört jedesmal in dieselbe Schublade wie die üblichen Formen manchmal oder diesmal. In dieselbe Schublade wie manches Mal oder dieses Mal gehört eine Nebenvariante jedes Mal. Diese ist jedoch weitgehend verzichtbar, weil das übliche jedesmal gleich klingt.
Der Duden hätte sie aber auch anerkennen können: jedes Mal (bei besonderer Betonung von Mal). Das wäre aus systematischer Sicht befriedigender.
Aber, um zur Reform zurückzukehren: Es geht jedenfalls nicht an, jedesmal verbieten zu wollen, nur weil ein gewisser Herr Heller beim Verfassen des amtlichen Wörterverzeichnisses das Regelwerk der Reformertruppe nicht genau im Kopf hatte - das kann man ihm ja nicht einmal vorwerfen. jedesmal muß irgendwann wiederzugelassen werden. Wir können freilich nichts tun, außer Wetten abzuschließen, in welchem Jahr es soweit sein wird.
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Kommentar von R. M., verfaßt am 19.03.2009 um 10.13 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#14086
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Warum soll die Nichtexistenz von *jedmal beweisen, daß jedesmal in dieselbe Schublade gehört wie diesmal?
Neben diesesmal ist als historische Form auch dießmal nachweisbar (u. a. Bräker, Goethe), jedsmal hingegen begegnet nur in vorwiegend österreichischen Dialekttexten (Nestroy).
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Kommentar von Wolfgang Wrase, verfaßt am 19.03.2009 um 12.27 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#14087
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Gute Frage, zugegeben. Ich habe das so gemeint:
Wenn man das sagen will, was "jedesmal" ausdrückt, sagt man "jedesmal". Wenn man das sagen will, was "manchmal" ausdrückt, sagt man fast immer "manchmal" und nur sehr selten "manches Mal". Wenn man das sagen will, was "diesmal" ausdrückt, sagt man meistens "diesmal", seltener "dieses Mal".
Somit gehören "jedesmal", "manchmal" und "diesmal" in dieselbe Schublade, es ist die Schublade namens "Hauptvarianten" oder "Standard". Die Klassifizierung bezieht sich auf die Wortwahl/den Ausdruck.
Die Nebenvarianten sind "manches Mal" und "dieses Mal". Wenn wir annehmen, es gäbe (schon vor der Frage der Verschriftlichung) eine Nebenvariante "jedes Mal" (z. B. wegen einer anderen Betonung von "Mal"), dann gehört sie in diese Schublade.
Die Hauptvariante beim Ausdruck geht einher mit der üblichsten Schreibung, falls es verschiedene gibt. Wir müssen also die (früher) übliche Schreibung jedesmal in die Schublade der Hauptvarianten einordnen, zugeordnet dem Ausdruck "jedesmal". Hingegen finden sich manches Mal und dieses Mal in der Schublade "Nebenvarianten". Dort könnte auch eine Schreibung jedes Mal vorzufinden sein. Voraussetzung ist, daß sich der Ausdruck "jedesmal" in beiden Schubladen findet, hier als "jedesmal", dort als "jedes Mal", verbunden mit der entsprechend differenzierten Schreibung.
Die Frage ist, ob "jedesmal" genau ein Ausdruck ist oder ob er in zwei Varianten vorliegt. Solange man sich darüber nicht einig ist, ist die Gefahr groß, daß man sich bei der Systematik der Schreibungen mißversteht.
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Kommentar von Germanist, verfaßt am 19.03.2009 um 13.18 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#14088
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Der tiefere Grund scheint mir die Meinung der Reformer zu sein, zu Adverbien abgemeierte Substantive seien eine Fehlentwicklung wie die vermehrte Zusammenschreibung, der entgegengewirkt werden müsse durch die Wiedereinführung historischer Schreibweisen von vor 200 Jahren.
Zu Adverbien abgemeiert werden können nur Substantive, die nicht durch ein dekliniertes Adjektiv erweitert sind.
Wenn es im Österreichischen "jedsmal" gibt, kann das "s" auch der gleichen Angewohnheit geschuldet sein wie "Amtsmann" und ähnliche österreichische Formen, die wohl auf einen früheren Genitiv zurückgehen. Wenn das nur das in Österreich übliche "s" ist, kann es in Deutschland auch weggelassen werden.
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 19.03.2009 um 16.14 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#14089
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Ich bin mit Herrn Achenbach der Meinung, daß auch die frühere Duden-Kasuistik unbefriedigend war, wie so manches in dieser Rubrik. Jedenfall ist der Eintrag "Mal" im reformierten Wörterverzeichnis undurchschaubar und stark interpretierbar. Was die Wörterbücher daraus gemacht haben, stimmt vielleicht mit der Absicht der Reformer überein, schließlich hätte zuerst die Kommission und nun der Rat die Wörterbuchredaktionen darauf hinweisen müssen, wenn sie etwas falsch gemacht hätten. Aber was sind das für Zustände! Es sollte doch jedermann imstande sein, solche einfachen Fragen mit Hilfe des amtlichen Regelwerks selbst zu beantworten.
Ich hatte mir seinerzeit die Mühe gemacht, die Häufigkeit von jedesmal festzustellen, und war auf, glaube ich, rund 6.000 Belege pro Zeitungsjahrgang gekommen, was ziemlich viel ist. Daß dieses Wort, in welcher Schreibweise auch immer, im amtlichen Regelwerk nicht erwähnt wird, ist unverzeihlich.
Für mein Wörterbuch habe ich überhaupt nur die Zusammenschreibung vorgesehen, weil die Befundlage so überwältigend eindeutig war. Aber natürlich sah das vor hundert Jahren noch ganz anders aus, die moderne Zusammenschreibung hat sich in mehreren Richtungen erst neuerdings stark entwickelt.
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 14.04.2011 um 17.22 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#18492
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Im maroden Endlager Asse bei Wolfenbüttel ist in 750 Meter Tiefe die Cäsium-Aktivität deutlich gestiegen. Der gemessene Wert liege 24 Mal höher als die erlaubte Freigrenze, erklärte das Bundesamt für Strahlenschutz. (heute.de 14.4.11)
An diese Mal kann ich mich nicht gewöhnen. In dem neuen Buch von Clemens Setz (Suhrkamp) steht:
jedes Mal aufs Neue
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Kommentar von Germanist, verfaßt am 14.04.2011 um 20.53 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#18493
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"24 mal" ist eine Rechenvorschrift, und in diesen wird laut Duden von 1996 das "mal" kleingeschrieben, in diesen Fällen mit Bindestrich: "24-mal".
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 18.04.2011 um 10.55 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#18508
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Die Tagungen werden zwei Mal jährlich – im Frühjahr und im Herbst – veranstaltet.
(Von der Website der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.)
Die neuen Texte der DASD sind durchweg in Reformschreibung gehalten; man muß also annehmen, daß die Institution sich die Reform zu eigen gemacht hat. Ihr "Forum Sprachkritik" dümpelt vor sich, wird wohl bald wieder einschlafen. Wahrscheinlich hat es kaum Besucher zu verzeichnen. Bis auf Pörksen schreiben alle Beiträger reformiert, natürlich mit vielen Fehlern.
Wie wenig Beachtung der DASD geschenkt wird, erkennt man auch daran, daß Schreibfehler monatelang stehen bleiben: 21. Februare 2011.
Diese "Akademie" stellt sich mit ihrer Reformhörigkeit, ebenso wie zum Beispiel der "Merkur" (siehe hier), ausdrücklich gegen die (bedeutenderen) Schriftsteller. Aber es gibt niemanden, der das auch nur einer Glosse für wert hielte. Ist ja eh alles wurscht.
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 08.11.2011 um 17.03 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#19491
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Jeweils gegen Ali und George Foreman verlor er zwei Mal. Ein Mal endete sein Kampf unentschieden. (Zeit.de)
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 17.02.2012 um 08.21 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#20084
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Die FAZ titelt:
Nestlé wächst in Asien drei Mal so schnell wie in Europa
Es wirkt lächerlich, aber dafür fehlt den Herausgebern jeder Sinn.
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 16.04.2012 um 08.42 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#20439
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In einer Nachbetrachtung zum Titanic-Jahrestag knüpft Edo Reents (FAZ 16.4.12) an die „falsche“ Wortbildung unsinkbar einige Betrachtungen über das Mißtrauen gegenüber der Technik usw. Nun, die Beschränkung dieser Wortbildung auf Ableitungen von transitiven Verben ist noch nicht sehr alt, und unsinkbar wurde nicht erst für die Titanic gebildet. Gegen das Wort ist sprachlich nichts einzuwenden.
Im selben Beitrag schreibt Reents: (Man stößt) auf mehr als zwanzig Mal so viele Suchergebnisse, wie von einhundert Jahren Menschen ertrunken sind.
Das hält man bei der FAZ für ein erträgliches Ergebnis der Rechtschreibreform. Die Reformer haben erklärt, das unflektierte Mal sei etwa so zu verstehen wie die Mengenangaben Faß, Glas usw.: drei Glas Bier – drei Mal Schweinebraten. Die Vergleichskonstruktion ist aber nur mit dem Multiplikativsuffix -mal durchführbar, nicht mit dem Substantiv Mal. Die FAZ schreibt also nicht nur ungewohnt, sondern grammatisch falsch. Aber wem sollte man das mitteilen? Wer interessiert sich bei der FAZ noch für die Sprache?
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Kommentar von Oliver Höher, verfaßt am 11.07.2012 um 15.23 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#21039
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Fast noch lächerlicher sieht das "Mal" in Verbindung mit Zahlen aus, zumal (zu Mal?) es hier meistens nur eine schlichte Multiplikation ist. Die Netzausgabe der "Süddeutschen" (vgl. hier) titelt heute über den schottischen Fußballclub Glasgow Rangers: 54 Mal Meister und trotzdem pleite. (Im Text steht es dann genauso.) Das kann ja wohl wirklich keine Größenangabe wie beim Schweinebraten sein.
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Kommentar von Germanist, verfaßt am 11.07.2012 um 18.42 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#21040
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Die neue Rechtschreibung bringt die Grammatik durcheinander. Die einzig richtige Antwort wäre: "schwerer Grammatikfehler; setzen; sechs!" Die Grundlage jeder Sprache ist die Grammatik, erst danach die Rechtschreibung. Aber wenn man gar nicht richtig Deutsch kann ...
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Kommentar von Pt, verfaßt am 11.07.2012 um 18.54 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#21041
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Über eine Veränderung der Rechtschreibung die Grammatik verändern ...
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Kommentar von Argonaftis, verfaßt am 11.07.2012 um 20.55 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#21042
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...bringt die Grammatik durcheinander – und den Sinn.
Schreibt unsere Bank meiner Frau und mir: "... bleibt alles beim Alten".
Also bei mir.
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Kommentar von Germanist, verfaßt am 11.07.2012 um 21.00 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#21043
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Über die Wortart entscheidet die Grammatik und nicht die Rechtschreibung. Im Zweifel für die Grammatik.
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Kommentar von ppc, verfaßt am 12.07.2012 um 13.22 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#21044
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Wer einen Sinn für Statistik hat, möge einmal in der "domain" "de.wikipedia.org" nach der Phrase "ein Mal" suchen und dann untersuchen, in welchen Themenbereichen die meisten Treffer zu finden sind.
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 09.08.2012 um 08.54 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#21236
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In der professionellen Textwirtschaft hat sich weitgehend die Meinung durchgesetzt, Mal sei jetzt immer groß zu schreiben. Die Tilgung von jedesmal aus der deutschen Sprache könnte dazu beigeragen haben. Da gleichzeitig das alte Gebot, Zahlen bis 12 auszuschreiben, vernünftigerweise nicht in allen Fällen befolgt wird, kommt es zu Schreibweisen wie 3 Mal so groß usw.
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 09.08.2012 um 09.02 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#21237
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Dazu gleich noch eine Beobachtung:
Viele Hundert Jahre haben sich Familien mit Lebensmitteln aus dem eigenen Garten versorgt. (SZ 8.8.12)
das Hundert, drei Hundert, viele Hundert ...
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Kommentar von Roland S., verfaßt am 09.08.2012 um 09.56 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#21240
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Die Supermarktkette Penny hat, das nur zum Trost, den neuen Slogan Erstmal zu Penny.
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 09.08.2012 um 12.02 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#21241
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Das ist zwar weder "alt" noch "neu", entspricht aber offenbar einer Intuition.
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 16.03.2013 um 15.04 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=905#22808
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Die Süddeutsche Zeitung betitelt eine Buchbesprechung: Drei Mal Leben (16.3.13) – wahrscheinlich eine Anspielung auf das Stück von Yasmina Reza (orig. Trois versions de la vie) von 2000, um das es hier aber nicht geht. („Drei Mal spielt Reza die Beziehungskonflikte durch. Drei Mal verändern sich Nuancen, die die Konstellation der Figuren zueinander verschieben.“ Verlagstext) Die „drei Mal“ scheinen die „trois versions“ wiedergeben zu sollen. Aber im Deutschen bleibt es ein grammatisches Rätsel.
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