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Neues aus dem Rat - von Theodor Ickler

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12.06.2006
Selber schuld

Brockhaus wg. Rechtschreibreform in den roten Zahlen
Das Börsenblatt meldet sehr schonend:

"B.I. Brockhaus steigert Umsatz um sieben Prozent - Keine Dividende im Investitionsjahr

In einem von den Jubiläen für Duden und Brockhaus geprägten Jahr hat der Mannheimer Verlag Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus seinen Umsatz mit 69,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent gesteigert.

Wie die Verlagsleitung im Rahmen der heutigen Bilanzpressekonferenz mitteilte, ist man jedoch mit der Ertragslage und dem Jahresüberschuss von 83.000 Euro nicht zufrieden.

Die hohen Investitionen in die Erstellung und Vermarktung der Brockhaus Enzyklopädie sowie die Kaufzurückhaltung beim Thema Duden nach dem erneuten Aufflammen der Rechtschreibdiskussion im vergangenen Jahr und der Misserfolg mit dem Österreichlexikon hätten das Ergebnis belastet, sodass die Aktionäre in diesem Jahr keine Dividende erhalten, teilte das Unternehmen mit. Nach Einschätzung der Verlagsleitung werde das Ergebnis allerdings in diesem Jahr wieder deutlich ansteigen."

Aus anderen Quellen erfährt man, daß der Verlag 6 Mill. Euro Verlust gemacht hat, nach 1,2 Mill. Gewinn im Jahre 2004. Recht so! Warum sollen nur die Kunden zahlen, die diesen Reformunsinn kaufen müssen. Bertelsmann steckt es leicht weg, aber für Duden sind das schon bedeutende Summen.



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Kommentare zu »Selber schuld«
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Kommentar von R. M., verfaßt am 25.07.2013 um 12.47 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#23732

Daß die KMK ein Verständnis für die dem Wörterverzeichnis inhärenten Regeln besessen hätte, ist doch recht unwahrscheinlich. Das Bertelsmann-Wörterbuch, dessen Erfolg den Duden-Beschluß auslöste, hatte übrigens nur einen ganz reduzierten Regelteil auf wenigen Seiten.
 
 

Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 25.07.2013 um 08.27 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#23731

Es ging mir nicht noch einmal um das Dudenprivileg, sondern um die Formulierung "Schreibweisen und Regeln", und angeregt dazu wurde ich durch das anderswo besprochene Buch von Stegmeier, der ohne Diskussion die Richtlinien im letzten Duden vor der Reform als die "alten Regeln" auffaßt, um sie mit der amtlichen Neuregelung zu vergleichen. Die Reformkritiker haben das zwar auch manchmal gemacht, zum Beispiel um die Behauptung der Reformer zurückzuweisen, daß das neue Regelwerk besser (einfacher ...) sei als das alte. Aber insgesamt hat der Regelteil des Duden ein anderes Publikum und damit eine andere Funktion gehabt als die "systematische" Darstellung der amtlichen Regelung. Die Reformer haben ja auch mehrmals gesagt, ihr Werk sei nicht unmittelbar für die Hand des Benutzers gedacht, sondern müsse erst noch didaktisch aufbereitet werden - nur zu wahr!

Anders gesagt: Der regeltechnische Anspruch der Reform ist ein ganz anderer als die praktische Hilfe der Dudenredaktion - wie denn auch nichtorthographische Regeln untergemischt waren, was ich bei meinen vergleichenden Auszählungen ausdrücklich berücksichtigt habe. Veith hat auch versucht, die tatsächliche Zahl der alten und der neuen Regeln zu vergleichen.

Der Regelteil des alten Duden hat ständig seine Form und teilweise auch seinen Gehalt verändert. 1961 sah er ganz anders aus als 1968.

Dies alles brachte mich auf die Frage, ob die Kultusminister 1955 überhaupt an den Regel- oder Richtlinienteil des Duden gedacht haben, als sie von "Schreibweisen und Regeln" sprachen. Wäre es so gewesen, so hätte sich die Redaktion vielleicht gehütet, die Richtlinien fortwährend umzugestalten. Sie scheinen ja die Kontinuität nur im Wörterverzeichnis gewahrt zu haben. Und dann gab es ja bis zur Reform auch noch das alte Regelwerk von 1901, was ist denn daraus geworden? Bei Stegmeier wird es, wenn ich recht sehe, gar nicht in Betracht gezogen.

Die "Regeln" wurden 1955 vielleicht deshalb erwähnt, weil die Normierung sich nicht nur auf die im Duden verzeichneten Einzelwörter bezog, sondern auch auf die analog zu schreibenden übrigen Wörter. Vielleicht sollte auch die Zeichensetzung nicht ausgelassen werden.
 
 

Kommentar von Wolfgang Wrase, verfaßt am 25.07.2013 um 07.59 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#23730

Mir ist nicht ganz klar, wo der Diskussionsbedarf steckt. Die Kultusminister wollten den Bereich jener Zweifelsfälle regeln, die sich aus unterschiedlichen Darstellungen in verschiedenen Wörterbüchern ergeben. Daraufhin haben sie eben den Duden zur obersten Instanz erklärt. Aus praktischer Sicht eine durchaus vernünftige Maßnahme, denn dann mußte man zum Beispiel als Lehrer nur noch ein Wörterbuch konsultieren und nicht mehrere; das Kopfzerbrechen und Argumentieren im Fall von Unterschieden zwischen den Wörterbüchern entfiel ebenfalls. (Daß mit der Privilegierung eines Wörterbuchs keineswegs alle möglichen Zweifelsfälle der Rechtschreibung aufs einfachste geklärt waren, steht auf einem anderen Blatt.)

Richtig ist auch, daß es zwei Arten von Festlegungen im Duden gab: einerseits die allgemeinen Regeln, andererseits die einzelnen Einträge des Wörterbuchs. Daß beides sich von Auflage zu Auflage in gewissem Maße änderte, widerspricht aus meiner Sicht nicht grundsätzlich der Idee, ein Wörterbuch zu privilegieren. Man hätte der Vollständigkeit halber so etwas wie "in der jeweils aktuellen Fassung" hinzufügen können, aber das haben die Leute auch ohne eine solche Formel schon richtig interpretiert.

Somit wäre aus meiner Sicht am ehesten eine Diskussion darüber nötig gewesen, welche Nachteile den Vorteilen des Dudenprivilegs gegenüberstanden. Die Vorteile leuchteten dem Laien unmittelbar ein, nach dem Motto: "Eine Regelung für Zweifelsfälle, das kann man schon brauchen." Die Nachteile der Rechtschreib-Monokultur waren hingegen nur den wenigsten Leuten bekannt. Mir zum Beispiel wurden sie auch erst im Rahmen der Diskussion über die Rechtschreibreform bewußt (namentlich durch die Aufklärungsarbeit eines gewissen Professor Ickler).
 
 

Kommentar von Chr. Schaefer, verfaßt am 25.07.2013 um 07.41 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#23729

Es ist eigentlich noch komplizierter, denn man muß ja auch fragen, welcher "Duden" eigentlich gemeint war. Für das damalige Westdeutschland waren die Schreibweisen in den verschiedenen DUDEN-Wörterbüchern, synchron betrachtet, durchaus nicht identisch. Darüber hinaus gab es aber das diachrone Problem: Welcher "Duden" konnte noch als aktuell gelten? Der Ur-Duden gewiß nicht, aber wo hätte man die Grenze ziehen können? Und dann gab (und gibt) es die verschiedenen Ländervarianten für Westdeutschland, Österreich und die Schweiz sowie bis 1989 den DDR-DUDEN.

Ob sich die Kultusminister 1955 überhaupt sehr viel gedacht haben, steht zu bezweifeln, denn ihre Nachfolger sind ja 1996 auch blindlings ihren Beamten und einer neuen Reformergeneration ins Verderben gefolgt.
 
 

Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 25.07.2013 um 05.12 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#23727

Das Geschäft des Duden beruhte lange Zeit auf dem Dudenprivileg. Da gibt es eine Frage, die wir, glaube ich, bisher nicht diskutiert haben:

Laut Beschluß der Kultusminister der Länder der BRD vom 18./19.11.1955 sind "in Zweifelsfällen die im Duden gebrauchten Schreibweisen und Regeln verbindlich.” (Bundesanzeiger 12 (1955) Nr.242:4).

Mit diesen "Regeln" können aber nur die impliziten Regelungen des Wörterverzeichnisses gemeint sein, denn der Regelteil, die sogenannten Richtlinien des Rechtschreibdudens, hat ständig durchgreifende Veränderungen durchgemacht. Wahrscheinlich dachten die Kultusminister an so allgemeine Grundsätze wie die Substantivgroßschreibung.
 
 

Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 10.06.2011 um 08.37 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#18839

2006: "Die Verlagsleitung begründet den exzellenten Ausblick mit dem Ende der Rechtschreibreformdebatte und dem am 22. Juli erscheinenden neuen Duden, der sicherlich wieder ein Bestseller wird."
2007: "Alle Dudenprodukte hätten stark vom Ende der Rechtschreibdiskussion profitiert."

(jeweils aus den Berichten zur Bilanzpressekonferenz)

Zehetmairs Bemühen, die Rechtschreibdiskussion zwecks "Marktberuhigung" zu beenden, hat also ihren Zweck erfüllt – wenigstens vorübergehend.

Wir haben eine Verbraucherschutzministerin, die gleichzeitig die Interessen der Agrarlobby vertritt, und wir haben Zehetmair, der die Interessen der Kultusminister und der Verlage vertritt, während er für die deutsche Sprache nur salbungsvolle Worte hat.
 
 

Kommentar von Mudd1, verfaßt am 14.09.2007 um 15.35 Uhr   Mail an
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#10192

Man haette vor allem mal einen Blick ins eigene Produkt werfen sollen, den Duden naemlich: "Die hohen Investitionen in die Erstellung und Vermarktung der Brockhaus Enzyklopädie [...]" Was soll das denn sein? Deutsch? Entweder ist es die "Vermarktung der Brockhaus-Enzyklopädie" oder die "Vermarktung des Brockhaus' Enzyklopädie".
 
 

Kommentar von Ballistol, verfaßt am 26.06.2006 um 22.53 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4450

Soeben wurden genauere Details zur Mackensen-Neuausgabe bekannt – siehe hier.
 
 

Kommentar von Germanist, verfaßt am 16.06.2006 um 23.20 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4338

jms am 15.6.06: "die Endgültigkeit ihrer Ruine". Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Burgruinen wiederentdeckt und in Parks künstliche Ruinen errichtet.
 
 

Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 16.06.2006 um 17.33 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4337

Aber ich habe dem Mackensen - welchem auch immer - doch gar nicht am Zeug geflickt. Wir wissen ja noch nicht einmal genau, worum es sich überhaupt handelt. Der Mackensen war jedenfalls kein Rechtschreibwörterbuch, obwohl die Rechtschreibung natürlich mitenthalten ist. Nachdem vermutet worden ist, es handele sich um die Ausgabe von 1955, habe ich mir den Hinweis erlaubt, daß das eine veraltete Fassung wäre. Man kommt auch mit einem 50 Jahre alten Duden ein Stück weit, aber sehr vieles ist eben einfach nicht drin. Mein Wörterbuch, das gar keine ernsthafte Konkurrenz sein, sondern nur zeigen wollte, wie man es machen müßte, ist auch nicht gerade modernitätssüchtig, aber 1955 - das geht wohl nicht.
Lassen wir uns also überraschen.
 
 

Kommentar von Fungizid, verfaßt am 16.06.2006 um 17.04 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4336

Wenn das stimmt, dann ist das, voilà, der lange herbeigewünschte Traditionsduden, nur daß es eben kein Duden ist. Recht so. Der Mackensen war ja seit seinem Ersterscheinen als Gegenmodell zu Duden und Wahrig gedacht, nun ist er es in neuer Hinsicht.

»Zur Rechtschreibreform und zur Frage, ob und wann wir die neuen Regeln anwenden werden, haben wir uns nur einmal und zwar sehr lapidar geäußert: „In diesem Jahrtausend nicht mehr. Ob im nächsten, ist noch ungewiß.“

Dabei bleiben wir, wohlwissend, daß 'Halsstarrigkeiten' manchmal fatale orthopädische Folgen haben können, überhastete Verrenkungen, wie das Beispiel der FAZ lehrt, aber auch.

Die immer spaßiger werdende ZEIT kommentierte die überraschende, konterrefomerische Attacke der FAZ übrigens mit dem bezeichnenden Freudenschrei: „Die Anarchie ist da. Nun muß man sie auch lieben“ - was schließlich nichts anderes ist als ein weiterer Beleg dafür, daß es den Befürwortern der Reform gar nicht um ein Regelwerk geht, sondern um die Regellosigkeit als Regel.« (Manufactum-Katalog 10/2000)
 
 

Kommentar von R. M., verfaßt am 16.06.2006 um 16.27 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4335

Vom Umfang her könnte es sich bei der Manufactum-Ausgabe um einen Nachdruck des Mackensen-Wörterbuchs von 1991 handeln.
 
 

Kommentar von jchs, verfaßt am 16.06.2006 um 11.34 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4334

Wäre es ein gangbarer Weg, wenn sich eine Redaktion unter der sachkundigen Führung unseres verehrten Prof. Ickler einmal überlegen würde, den Mackensen weiterzuführen? So hätten wir einen Konnex zwischen weitester Verbreitung und zukunftsweisendem Konzept.
 
 

Kommentar von Zechende Germanisten, verfaßt am 15.06.2006 um 21.07 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4327

Offenbar gibt es zwei Zielrichtungen, die Kärrnerarbeit Prof. Icklers, die den Weg in die Zukunft bahnt und die Rechtschreibung weiterentwickeln hilft, und die Strategie der Paukenschläge (FAZ 1999, Mackensen 2006).

Beides ist wichtig und beides bringt etwas. Für akademischen Ingrimm darf dabei kein Platz sein.
 
 

Kommentar von Biertrinker, verfaßt am 15.06.2006 um 19.51 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4326

Finde ich nicht. Entscheidend ist das Signal, das damit gesetzt wird. Mir ist im übrigen ein Wörterbuch viel lieber, das noch nicht diesen ganzen Schrott wie "downgeloadet" usw. enthält. Paßt prima zu meinen anderen Wörterbüchern.
 
 

Kommentar von Saufbruder, verfaßt am 15.06.2006 um 19.25 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4325

Pardon, aber eine Wieder- oder Neuauflage von Mackensen ist nun wirklich eine Schnapsidee. Weder zieht der Name, noch steht dahinter ein zukunftsweisendes Konzept. Prösterchen.
 
 

Kommentar von Biertrinker, verfaßt am 15.06.2006 um 18.56 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4324

Lieber Herr Ickler, ich kritisiere Sie äußerst ungern, aber ich halte es für verfehlt, dieser Neuausgabe in gleich zweifacher Hinsicht am Zeug zu flicken. Wie lange haben wir uns ein traditionelles Deutsches Wörterbuch gewünscht, das weite Verbreitung finden kann. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ausgerechnet bei Manuscriptum ein Wörterbuch in reformierter Rechtschreibung erscheinen sollte.

Herr Dräger hat nicht mehr als 4.000 Ickler-Wörterbücher verbreitet. Bei aller Sympathie zu diesem Wörterbuch ist das nicht das, was man unter Breitenwirkung zu verstehen hat.

Es ist zu hoffen, daß der Mackensen für einen Paukenschlag sorgt, vielleicht für Nachahmung! Alles, was diese Wirkung dämpfen könnte, sollten wir jetzt unterlassen.
 
 

Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 15.06.2006 um 18.35 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4323

Ja, eben, der Mackensen ist doch nachgeführt worden im Sinne der Rechtschreibreform, und wurde im "Modernen Antiquariat" verkauft, in Kaufhäusern usw. Aus der Anzeige von Manuscriptum geht nicht hervor, welche Fassung nachgedruckt worden ist. Die von 1955 ist ja nur noch historisch interessant.
Mackensen hat bekanntlich nach dem Ende des Dritten Reiches, weil es mit nationalsozialistischer Volkskunde nicht weiterging, außerordentlich fleißig unverfänglichere Gebiete bearbeitet und zahlreiche nützliche und auch gut geschriebene Werke verfaßt, die ich gern gelesen und auch meinen Studenten empfohlen habe. Daß Augst und Schaeder ihm zum 90. Geburtstag gleich ein ganzes Buch widmeten - vielleicht wirklich in roter Unkenntnis der braunen Vergangenheit -, schien mir allerdings immer etwas übertrieben.
 
 

Kommentar von Biertrinker, verfaßt am 15.06.2006 um 18.06 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4321

Zuletzt erschien der Mackensen bei Gondrom in Reformschrieb und davor im Südwest-Verlag.
 
 

Kommentar von jchms, verfaßt am 15.06.2006 um 17.56 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4320

Dies ist wirklich die unerwartetste Wendung in der deutschen Rechtschreibköpenickiade - der Mackensen von 1955 ist wieder da! Damals erschrak mit reichlich Nachhilfe aus Mannheim die Kultusministerkonferenz so sehr, daß sie auf der Stelle den Duden für "amtlich" erklärte. Damit begann bekanntlich die Malaise, die zur Rechtschreibreform und zum heutigen Zustand geführt hat. Die Minireform der Gesellschaft für deutsche Sprache und des Bertelsmann-Verlags war also die Initialzündung. 1957 haben die beiden vieles wieder zurückgenommen. Deshalb folgt der Nachdruck der Version von 1955. Hier nun für alle Freunde des Befreiungsschlags das Vorwort von 1954:


Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat die Anregung des Verlages C. Bertelsmann, ein neues Rechtschreibebuch herauszugeben, aus verschiedenen Gründen aufgegriffen. Von den früheren "amtlichen" Rechtschreibebüchern ist nach 1945 nur das des Landes Bayern wieder erschienen; für die anderen Gebiete fehlen seit geraumer Zeit Nachschlagwerke dieser Art. Dadurch haben sich die oft erörterten "Zweifelsfälle" unserer Rechtschreibung vermehrt, und da gleichzeitig die sprachliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte unsern Wortschatz und Wortgebrauch stark verändert hat, schien es uns nützlich, ein Buch erarbeiten zu lassen, dessen Anlage und Inhalt die geänderten Verhältnisse berücksichtigt. Außerdem glauben wir die Gespräche über eine Änderung unserer Rechtschreibung dadurch am besten zu befruchten, daß wir versuchen, die nicht eben wenigen Unstimmigkeiten und Widersprüche, die sich in den vergangenen Jahrzehnten in unserer Rechtschreibung eingenistet haben, nach Möglichkeit auszugleichen und zu beseitigen. Schließlich wurde oft der Wunsch nach einem Nachschlagewerk laut, das den Wortschatz unseres Geschäftsverkehrs möglichst vollständig darbietet, das also die neuen Fremdwörter aus Industrie, Medizin und Physik enthält, durch breite Berücksichtigung von Mundartwörtern den landschaftlichen Verschiedenheiten unserer Umgangssprache Rechnung trägt, die politischen Begriffe der letzten Jahrzehnte wenigstens so weit verzeichnet, wie sie in Zeitungen, Schriftsätzen usw. noch auftauchen, und das außerdem die Länder-, Landschafts- und Ortsnamen von allgemeiner Bedeutung aufführt.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat die Vorarbeiten, die hierfür nötig waren, ihrem Schriftleiter Professor Dr. L. Mackensen übertragen und seinem Vorschlag zugestimmt, einen Kreis von Sachkennern der verschiedensten Gebiete zur Mitarbeit heranzuziehen. Diesem Kreise haben Universitätsprofessoren, Schulmänner aller Schulgattungen und Korrektoren angehört. Ihnen allen wurden die "Zweifelsfälle" der bisherigen Schreibung vorgelegt, und nach ihren Ratschlägen wurde versucht, Doppelschreibungen und Widersprüche auszumerzen. Dabei wurden besonders Unklarheiten der Groß- und Kleinschreibung, der Getrennt- und Zusammenschreibung und der Silbentrennung überprüft und nach bestem Ermessen behoben. Wo irgend möglich, ging man von der heutigen Sprechweise aus. Eine grundsätzliche Änderung der bestehenden Rechtschreibung oder gar der Grammatik wurde nicht beabsichtigt; sie kann nach unserer Überzeugung nur aus einer Übereinkunft aller beteiligten Kreise (der Wissenschafter, Lehrer, Korrektoren, Verleger usw.) erwachsen. Bis sie zustande kommt, wird der Ratsuchende es vermutlich begrüßen, ein Nachschlagwerk zu besitzen, das ihn in den Irrgängen der Rechtschreibung nicht im Stich läßt. Die Tatsache, daß es einen außerordentlich großen Wortschatz behandelt und ihn möglichst zeitnah gestaltet hat, daß es zu jedem einzelnen Wort die Silbentrennung, Betonung und Beugung angibt und auf Klippen und Schwierigkeiten hinweist, wird, so hoffen wir, allen Benutzern willkommen sein. Daß über dies oder jenes auch andere Meinungen als die unsere laut werden, erhoffen wir, weil nur aus der allgemeinen Erörterung dieser Fragen eine alle befriedigende Lösung gefunden werden kann. In diesem Sinn sehen wir in unserem Rechtschreibebuch einen Anfang, dessen Fortgang dem Ganzen zugute kommen soll. Die Gesellschaft für deutsche Sprache dankt allen, die an der Gestaltung dieses Buches beratend mitgewirkt haben, für ihre treue und aufopferungswillige Hilfe.

 
 

Kommentar von Fungizid, verfaßt am 15.06.2006 um 15.11 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4317

an jms:

So, wie es aussieht, könnte der Link von Norbert Günther das sein, was kratzbaum als "Befreiungsschlag" ansieht. Wie ist dieses Wörterbuch einzuschätzen und kennen Sie vielleicht den Verlag?
 
 

Kommentar von jms, verfaßt am 15.06.2006 um 14.58 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4316

Zur Frage nach dem Markt für ein neues Rechtschreibwörterbuch ein paar Gedanken:

1. Ist-Zustand: Zehn Jahre nach Einführung der Rechtschreibreform ist die Lage chaotisch. Die Reformorthographie wird aufgrund ihrer Mängel nach wie vor von der breiten Bevölkerungsmehrheit abgelehnt. Heute existieren je nach Gebrauch und Medium mehrere Orthographien:
• die klassische Orthographie (bevorzugt von Privatpersonen sowie von Autoren in Literatur und Wissenschaft)
• die mehrfach reformierte amtliche Rechtschreibung (nur für Schulen obligatorisch)
• die Zeitungs- und Hausorthographien
• die Internetorthographie (jeder schreibt, wie er will oder kann)
• die Gebrauchsorthographie (Verwaltung, Wirtschaft, viele Sachbücher usw.)
• usw.

2. Ziel, Sinn und Zweck: Ein neues Rechtschreibwörterbuch würde wieder auf eine einheitliche, von der Bevölkerung akzeptierte Orthographie hinwirken, und zwar auf Basis sprachwissenschaftlich fundierter, in sich schlüssiger, praxisgerechter und verständlich formulierter Regeln.

3. Begründung: Die bevorstehende Neuausgaben von Duden und Wahrig mögen sicherlich auch dieses Ziel beanspruchen, aber sie werden es nicht erfüllen können, da die amtliche Regelung nach wie vor erhebliche Mängel aufweist. Deshalb ist ein Rechtschreibwörterbuch notwendig, das neue, akzeptable Wege aus dem Dilemma aufzeigt.

4. Produkt: Das alternative Rechtschreibwörterbuch muß tatsächlich etwas Neues bieten, um eine Marktchance zu haben. Also weniger ein Traditionsduden, sondern ein in die Zukunft gerichtetes Werk, in dem auch die Schwächen der Duden-Ausgaben bis 1996 ausgebügelt worden sind. Die Reformschreibung wird nicht berücksichtigt, die wenigen sinnvollen Neuerungen werden aber einbezogen. Damit fördert das Werk die Wiedereinführung einer Qualitätsorthographie. Es wird Einfluß auf die Diskussion haben, womit gleichzeitig seine Marktchancen steigen.

5. Autoren/Herausgeber: Werden vom Verlag beauftragt. Tip: Hier im Forum tummeln sich wohl einige der besten Köpfe in Sachen Rechtschreibung.

6. Käufer: Ein neues Rechtschreibwörterbuch wird zunächst alle diejenigen ansprechen, die die Reformschreibung auch nach der Entfernung des „gröbsten“ Unsinns ablehnen und sich auf ein aktuelles, zugleich langfristig sicheres Werk berufen möchten. Attraktiv ist es für Autoren, Übersetzer, Lektoren, Verlage und alle, die ihre Texte in lesefreundlicher Form veröffentlichen wollen. Es sollte sich aber auch ausdrücklich an Lehrer und Schüler wenden, die der Schizophrenie der letzten zehn Jahre überdrüssig sein werden. Nicht zuletzt sollte die deutsche Wirtschaft davon überzeugt werden, daß sie an die Rechtschreibung ebenso hohe Qualitätsansprüche stellen sollte wie an ihre Produkte.

7. Erfolgschancen: Neben der fachlichen Substanz wäre eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg des Werkes, daß ein namhafter, finanzkräftiger Verlag (oder eine Verlagsgemeinschaft) dahinter steht. Klar ist allerdings, daß die Investition als langfristig anzusehen ist. Denn der absehbare Konflikt mit der Politik und den reformtreuen Medien – gerade jetzt reden die Reformbetreiber von der Endgültigkeit ihrer Ruine – braucht Mut, Standfestigkeit und einen langen Atem. Aber den Mutigen und Pionieren winkt letztlich auch der verdiente Gewinn.

8. Das Wichtigste: Hohe fachliche Kapazität sowie Autorität und Integrität der Herausgeber und Autoren bürgen für die Substanz des Werkes und eine seriöse Diskussion. Zwar werden etliche Reformtreue gegen das Projekt Sturm laufen, aber sie werden einer fundierten Argumentation immer weniger standhalten können. Hilfreich in der vom Fernsehen dominierten Medienlandschaft wäre darüber hinaus eine kompetente, glaubwürdige Persönlichkeit, die das Projekt überzeugend nach außen vertritt. Es kann doch nicht sein, daß das Niveau der öffentlichen Debatte um Orthographie und Sprache weiterhin von einer Laienspielschar à la Ahnen, Sick oder Zehetmair bestimmt wird.

Fazit: Auf geht’s, liebe Verleger. Phönix aus der Asche!

 
 

Kommentar von Auch witzig, verfaßt am 15.06.2006 um 12.52 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4313

Erst rufen alle lautstark nach einem Traditionsduden. Dann gibt N. Günther hier einen sehr beachtlichen Hinweis, und es passiert: nichts.
 
 

Kommentar von Fungizid, verfaßt am 15.06.2006 um 08.19 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4311

"So ist sichergestellt, dass das Wörterbuch genau die Wörter und Schreibweisen enthält, die in der deutschen Schriftsprache heute Anwendung finden."

Ach nee... jetzt machen sie plötzlich auf deskriptiven Ansatz oder wie?
 
 

Kommentar von news aktuell, 12. 6. 2006, verfaßt am 15.06.2006 um 00.10 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4309

Cornelsen Verlag

Ab sofort erhältlich: Wahrig-Rechtschreibung / Endlich Sicherheit nach Abschluss der Rechtschreibreform

Gütersloh/Berlin (ots) - "WAHRIG Die deutsche Rechtschreibung" ist ab sofort im Handel erhältlich. Das Standardwerk ist das erste Wörterbuch, das die ab 1. August 2006 verbindliche neue Rechtschreibung mit allen neuen Schreibweisen vollständig umsetzt. Es gewährleistet damit Rechtschreibsicherheit für die Praxis in Schulen, am Arbeitsplatz und zu Hause. Die neue WAHRIG-Rechtschreibung ist ab Juli 2006 ebenfalls auf CD-ROM erhältlich.

"WAHRIG Die deutsche Rechtschreibung" bietet umfassende Hilfestellung bei allen Fragen zur neuen Rechtschreibung in Schule, Beruf und Alltag. Das Wörterbuch enthält neben dem neuen amtlichen Regelwerk einen für die Praxis nützlichen Überblick über die wesentlichen Rechtschreibregeln sowie eine praktische Gegenüberstellung der wichtigsten Änderungen von 2006 im Vergleich zu den Schreibungen von 2004. Darüber hinaus gibt der neue WAHRIG Empfehlungen in Fällen, in denen zwei Schreibweisen parallel zulässig sind. Zur schnellen Orientierung und besseren Verständlichkeit sind alle Neuschreibungen farbig hervorgehoben. Mehr als 700 Infokästen informieren über die wichtigsten Änderungen, Zweifelsfälle und sprachlichen Stolpersteine.

Das neue Wörterbuch verzeichnet insgesamt über 125.000 Stichwörter und Schreibweisen, darunter zahlreiche aktuelle Wörter wie Biodiesel, Podcasting oder Sudoku. Die Stichwortauswahl basiert auf den Auswertungen des WAHRIG Textkorpus digital, das mit über 800 Mio. Wörtern derzeit wohl größte digitale Textkorpus im deutschsprachigen Raum. So ist sichergestellt, dass das Wörterbuch genau die Wörter und Schreibweisen enthält, die in der deutschen Schriftsprache heute Anwendung finden.

"WAHRIG Die deutsche Rechtschreibung" wird im Handel durch das Bertelsmann Lexikon Institut vertrieben. Der Cornelsen Verlag, der das Wörterbuch redaktionell für den Schulgebrauch optimiert hat, ist Ansprechpartner für Schul- und Lehrerbestellungen. Das Standardwerk kostet 14,95 Euro.

WAHRIG Die deutsche Rechtschreibung
EUR (D) 14,95, 1216 Seiten, Festeinband
ISBN für Schulbestellungen 3-06-060668-4; Cornelsen Verlag
ISBN für Privatbestellungen 3-577-10177-6; Bertelsmann Lexikon Institut


http://www.presseportal.de/story.htx?nr=834313
 
 

Kommentar von Norbert Günther, verfaßt am 14.06.2006 um 17.50 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4308

Wer auf der Seite der Deutschen Bibliothek nach neuen Wörterbüchern sucht, findet unter anderem dies.
 
 

Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 14.06.2006 um 17.44 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4307

Es würde ja genügen, die Idee zu übernehmen, mein Wörterbuch selbst war nur als Demonstrationsobjekt gedacht und kann auch wieder vergessen werden.

Wir wissen noch nicht, ob die Dudenempfehlungen sich mit denen des Wahrig decken. Ich halte es für möglich, daß der Klüngel innerhalb des Rechtschreibrates diesen Weg beschritten hat, am Rat und der KMK vorbei eine nichtamtliche Einheitlichkeit wiederherzustellen. Der folgsame und arbeitsunwillige Rat und die KMK könnten dann nach einer Schamfrist beschließen, nur noch diese Empfehlungen gelten zu lassen.

Das Nebeneinander von Wahrig und Duden scheint jetzt schon ein bißchen absurd, eine Übernahme (des Verlags oder der Marke) durch den Größeren liegt nahe. Wenn ich sehe, welche Schwierigkeiten es in einer Universitätsstadt macht, auch nur ein Exemplar des neuen Wahrig zu bekommen, bezweifle ich noch stärker, ob Wahrig je eine starke Marke werden kann. (Ich habe immer noch keinen Band, die größte Buchhandlung am Ort - die einzige verbliebene akademische Buchhandlung ist inzwischen im Besitz der Thalia-Kette, also des Douglas-Konzerns - hat mich nach mehreren Anläufen und Telefonaten mit dem Großhandel auf Samstag vertröstet. Das heißt, es ist selbst in diesem akademischen Milieu nicht für nötig gehalten worden, vom großen Bertelsmannverlag auch nur einen Band des so lautstark angekündigten neuen Wahrig vorzubestellen - warum auch, es kauft ihn ja eh keiner, außer dem verrückten Ickler.)
 
 

Kommentar von Germanist, verfaßt am 14.06.2006 um 17.22 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4306

Zuerst muß ein Markt "geschaffen" werden. Ein griffiger, positiv belegter Name muß her, z.B. Traditionsrechtschreibung oder ähnliches. Dann die Unterschiede darstellen: Fehlerfreiheitt jetzt und Wertbeständigkeit auch für die nächste Generation, weil die fehlerhafte reformierte Rechtschreibung bis dahin gestorben ist. Als Geschenk für alle Schulabgänger als Hilfe für das wirkliche Leben nach der Schule. Verkaufsargument: Wollen Sie sich weiter wie Schüler vorschreiben lassen, wie Sie - auch noch falsch - zu schreiben haben? Hier sehen Sie, wie Sie eigentlich schreiben möchten. Erst danach Umfragen: Wieviele Leute würden es kaufen? Wenn die Verkaufsaussichten groß genug sind, findet sich auch ein Investor.
 
 

Kommentar von Fungizid, verfaßt am 14.06.2006 um 16.25 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4305

Meine Herren, denken Sie bitte mal praktisch. Das Verlegerkonsortium der Rechtschaffenheit muß zum jetzigen Zeitpunkt bei so einem Wagnis ein hohes finanzielles und sonstiges Risiko in Kauf nehmen. Hinzu kommt, daß Ickler streitbar und exzellent ist, für viele aber auch der Stachel im Fleisch und daher sein Name längst ein Reizwort. Die Menschen wollen ihre Rechtschreibruhe haben. Sie hatten auch 1974 keine Lust, sich die Normen der Rechtsstaatlichkeit ausgerechnet von Ulrike Meinhof erläutern zu lassen. Ein Ickler-Wörterbuch, so hervorragend es sein mag, ruft automatisch viele Gegner auf den Plan, mächtige Gegner mit viel Geld und sehr guten Kontakten. Hinzu kommt die auch sehr wichtige Frage der Kosteneffizienz.

Also brauchen wir uns nur an fünf Fingern abzuzählen, wie gut die Chancen für ein inhaltlich durchaus neu gefaßtes Wörterbuch derzeit stehen. Auch hier wurde ja besprochen, daß die Weiterbearbeitung des Ickler-Materials nicht eben in der Zigarettenpause erledigt werden kann.

Meine Frage an jms und kratzbaum ist: Welche Wörterbücher kämen für eine Fortführung generell in Betracht und wo erscheinen sie? Es kann doch nicht nur Duden und Wahrig geben. Dann: Wer würde sich ihrer annehmen und hat auch die Möglichkeiten dazu? Und schließlich: Was können und werden wir dazu beitragen, daß dies ein Erfolg wird?

Es geht los! Verleger vor!
 
 

Kommentar von kratzbaum, verfaßt am 14.06.2006 um 11.44 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4304

Nach meinem Empfinden liegt es förmlich in der Luft, daß wir bald einen Befreiungsschlag erleben werden. Der DUDEN mit seinen "Empfehlungen" und angesichts seines nahenden Untergangs (sprich Übernahme) kommt dafür wie kein anderer in Frage. Mit einem Traditionswörterbuch würde er glänzend dastehen, da bin ich sicher. Da könnten die KMK und ein paar andere Linientreue noch so wettern, die Leute würden sich - endlich - fragen: Was geht uns die Rechtschreibreform an? Überall macht sich immer stärker der Überdruß, nicht an der Diskussion, sondern an der Reform selbst, bemerkbar. Das beste Argument sind die millionenfach vorliegenden und immer noch erscheinenden Texte in alter Rechtschreibung. jms weist den den Weg: Es muß zu einem Bündnis aller Rechtschaffenen kommen.
 
 

Kommentar von Bernhard Eversberg, verfaßt am 14.06.2006 um 11.02 Uhr   Mail an
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4303

Das Duden-Paradigma WAR und das Icklersche IST, dem Sprachgebrauch nachzuspüren und diesen zu dokumentieren. Für eine Kulturnation ein unentbehrliches Instrument. Der Duden dokumentiert nicht mehr den Schreibbrauch eines ganzen Jahrhunderts bis heran an die Gegenwart, er hat dieses Feld geräumt und sich einem anderen Paradigma hingegeben.
Anders gesagt: Man kann den Duden nicht mehr fragen "Wie wird und wie wurde in deutscher Sprache geschrieben?" sondern er antwortet auf zwei andere Fragen: "Wie soll man schreiben, wenn es nach dem Mutwillen einiger Dilettanten zu gehen hat? Und wie darf man es sonst noch schreiben?".
Das ist, meine ich, der wichtige Unterschied und muß klar herausgestellt werden. Und sollte z.B. Mannheim darauf pochen, eine große Tradition fortzuführen, wäre das ganz klar gelogen und abmahnwürdig, weil grob irreführend.

 
 

Kommentar von jms, verfaßt am 14.06.2006 um 10.30 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4302

An Ballistol: Im Grunde ist es ganz einfach. Die Verleger der großen Literaturverlage zum Beispiel, deren Autoren weiterhin in klassischer Rechtschreibung schreiben, bilden ein Konsortium und geben gemeinsam ein Rechtschreibwörterbuch heraus.

Basis dafür ist das Rechtschreibwörterbuch von Prof. Ickler, weshalb es auch sinnvoll wäre, es nach ihm zu benennen. Wichtig ist ein begleitender Werbefeldzug, in dem die Notwendigkeit herausgestellt wird, dem verkorksten amtlichen Duden ein wissenschaftlich fundiertes Werk gegenüberzustellen, das in der Praxis auch langfristig Bestand hat. Der Duden ist ja seit der Rechtschreibreform eine Wanderbaustelle, auf der lediglich selbstverursachte Mängel repariert werden, ohne daß ein Ende abzusehen ist.

Die öffentliche Wirkung eines solchen Werks wäre hoch und die Presse nochmals gezwungen, ihren Friede-Freude-Eierkuchen-Kurs gegenüber der Kultusbürokratie zu überdenken und Stellung zu beziehen.

Ein solches Unternehmen muß natürlich äußerst professionell realisiert werden und kostet sehr viel Geld. Ab er wo etliche Millionen Euro für ein zweifelhaftes Lexikon-Projekt in den Sand gesetzt werden, müßten sich doch noch Verlegerpersönlichkeiten finden, die ihrem Berufsstand Ehre machen und ihr Geld in eine wirklich wichtige Sache investieren.
 
 

Kommentar von Ballistol, verfaßt am 14.06.2006 um 09.04 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4301

An jms: Schwer vorstellbar, daß diese Chance nicht genutzt würde. Das Leben ist immer für eine Überraschung gut. Einstweilen kann überlegt werden, ob es eine Neuproduktion sein würde oder ob man besser auf etwas zurückgreift, das bereits vorhanden ist. Was meinen Sie und was käme dafür denn in Betracht?
 
 

Kommentar von Ballistol, verfaßt am 14.06.2006 um 08.59 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4300

Vor einiger Zeit war hier die Rede davon, daß ein Verlag, der schon soweit gehen muß, seine Sprachberatung an Ich-AGs (vulgo arbeitslose Germanisten) auszulagern und im Franchisevertrieb zu verkloppen, gehörig im Dreck stecken muß.

Das wird jetzt sehr schön sichtbar. Die nächste Dudenausgabe wird dann wohl wieder auf dem holzigen Papier der Nachkriegszeit gedruckt werden, in Mannheim haben sie bestimmt noch Restbestände davon.
 
 

Kommentar von Glasreiniger, verfaßt am 13.06.2006 um 19.18 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4296

Gehört nicht auch die Rechtschreibreform selbst ins Guinness-Buch? Als dümmstes Unternehmen seit dem Turmbau von Babel oder so?
 
 

Kommentar von jms, verfaßt am 13.06.2006 um 17.43 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4295

Das nennt man Nieten in Nadelstreifen. Fernsehzuschauern ein Lexikon verkaufen zu wollen, ist in etwa so intelligent, wie Rheumakranken Hämorrhoidalsalbe anzubieten.
Apropos: Gibt es eigentlich in der deutschen Verlagslandschaft keine mutigen und vorausschauenden Vorstände? Jetzt wäre die ideale Chance, einen "Ickler" in großer Auflage herauszubringen und als krisensicheres Rechtschreib-Wörterbuch zu vermarkten, mit einem garantierten Mindesthaltbarkeitsdatum für die nächste Generation.
 
 

Kommentar von kratzbaum, verfaßt am 13.06.2006 um 17.36 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4294

Kalender und Guiness-Buch sind "viel versprechender" fürs Geschäft als Duden und Enzyklopädie. Im Kalender stehen die Termine für die nächste endgültige amtiche Rechtschreibung (Werbeslogan: Unseren Kalender braucht jeder!), und ins Buch der Rekorde kommt ebendiese als die weltweit am häufigsten geänderte
 
 

Kommentar von F.A.Z., 13.06.2006, Nr. 135 / Seite 18, verfaßt am 13.06.2006 um 16.35 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4293

»Rechtschreibreform und Österreich bescheren Brockhaus Verlust
Der Duden soll sich 2006 wieder besser verkaufen/Deutlicher Anstieg von Umsatz und Gewinn prognostiziert

mir. MANNHEIM, 12. Juni. Die Diskussion um die Rechtschreibreform, hohe Anlaufkosten für die neue Brockhaus-Enzyklopädie und der gescheiterte Versuch, mit dem österreichischen Fernsehsender ORF ein Lexikon zu vermarkten, haben bei der Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG im vergangenen Jahr zu einem Verlust von knapp 6 Millionen Euro und dem Ausfall der Dividende geführt.

Die Diskussion um die Rechtschreibreform sorgte 2005 für eine Kaufzurückhaltung beim Rechtschreib-Duden, sagte Brockhaus-Vorstandssprecher Alexander Bob bei der Bilanzvorlage. Die Einbußen lagen im ersten Halbjahr im zweistelligen Prozentbereich. Erst das im Juli verkaufte Jubiläumsangebot (125 Jahre Duden), das fünf Euro günstiger verkauft wurde, habe den Absatzrückgang wieder aufgefangen. Gleichwohl sei der Bereich unter den Planungen geblieben. Für 2006 erwartet Bob, nach der Einigung über Rechtschreibregeln, eine "Auflösung des Anschaffungsstaus" mit einer anziehenden Nachfrage nach Rechtschreib-Duden. Im neuen Duden, der am 22. Juli auf den Markt kommt, sind bei mehreren möglichen Schreibvarianten Empfehlungen der Duden-Redaktion hervorgehoben.

Zu den geringeren Ergebnissen beim "wichtigen Ergebnisbringer Duden", wie ihn Bob nennt, kamen im vergangenen Jahr Anlaufverluste für die neue, 30 Bände umfassende Brockhaus-Enzyklopädie. "2005 wurde massiv investiert", im ersten Erscheinungsjahr steigen die Marketingkosten überproportional zum Umsatz, rechnet Bob vor. Die Enzyklopädie erscheint in der Regel im Abstand von mehreren Jahren. Mit dem bisherigen Verkauf sei er zufrieden, wenngleich "wir uns einen Tick mehr ausgerechnet haben", sagte Bob.

Der Versuch, das in Deutschland erfolgreiche Kooperationsprojekt eines Lexikons mit der Wochenzeitung "Die Zeit" auf Österreich zu übertragen, war für den Brockhaus-Chef nach eigenen Angaben "eine schmerzhafte Erfahrung". Die Verluste lagen im siebenstelligen Bereich, sagte Bob. An eine halbe Million ORF-Zuschauer habe man den ersten Band kostenlos abgegeben. In diesem Jahr ist mit der Zeitschrift Geo ein Themen-Lexikon geplant. "Wir sind sehr zuversichtlich, daß das ein großer Erfolg wird", sagte Bob und verwies auf die Erfahrungen mit der "Zeit". Gleichwohl bleiben für Bob solche Aktivitäten Einzelgeschäfte. "Wir wollen keine zu große Abhängigkeit entstehen lassen", sagte er.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Bob mit einem Umsatzanstieg auf mehr als 90 (Vorjahr: 82) Millionen Euro. Unter dem Strich soll ein Gewinn stehen, und auch die Eigentümer, mehrheitlich der Langenscheidt-Verlag, sollen wieder eine Dividende bekommen. Mit dem Ausbau des Geschäfts mit Kalendern und Schulbüchern will Bob den Konzern weniger anfällig gegen Schwankungen des Geschäfts mit Duden und Brockhaus-Enzyklopädie machen. Das Kalendergeschäft macht schon 15 Prozent vom Umsatz aus.«

 
 

Kommentar von Bernhard Eversberg, verfaßt am 13.06.2006 um 16.29 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4292

"Der Sprache abgeguckt" - das wäre der Traditionsduden. Das neue Paradigma ist ein anderes, damit nicht kompatibles: Theorie geht vor, es sei denn, es sieht allzu blöd aus. Oder so ähnlich, bis auf die sakrosankte, in Granit gemeißelte s-Regel natürlich.
Dringender Tip für Schulleiter: die Schülerzeitung im Argusauge behalten!
 
 

Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 13.06.2006 um 15.54 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4291

Wie der Vorstandssprecher mitteilt, wird der neue Duden 3.000 gelb hinterlegte Empfehlungen enthalten. D. h. fast jedes vierzigste Wort ist so unbefriedigend geregelt, daß man es für nachregelungsbedürftig hält. Kann man etwas Schärferes über die Qualität der Rechtschreibreform sagen?

Auch die Auswahllisten im neuen WAGRIG bezeugen die explosionsartige Vermehrung der Varianten. Wobei ich nochmals betonen möchte, daß Varianten an sich nichts Schlechtes sind, sie müssen nur an den richtigen Stellen sitzen, der Sprache selbst abgeguckt. In der Neuregelung ist man aber nicht so vorgegangen, sondern hat sich lauter Konzessionen abringen lassen und in einigen Fällen sogar neue Varianten hinzuerfunden.
 
 

Kommentar von Bernhard Eversberg, verfaßt am 13.06.2006 um 15.11 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4289

Aufsichtsrat und Aktionärsversammlung könnten nochmal die Idee "Traditionsduden" ventilieren. Fast möchte man wetten, daß sie dann schon lieber in den roten Zahlen bleiben. Oder eine unfreundliche Übernahme des "Ickler"-Verlags?
 
 

Kommentar von tk, verfaßt am 13.06.2006 um 14.21 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4288

Es ist schon schade. Als ich noch Schüler bzw. Student war, hätte ich mir gerne den Brockhaus gekauft, hatte aber kein Geld. Jetzt hätte ich das Geld, aber in Stussschreibung will ich ihn nicht.
 
 

Kommentar von Mannheimer Morgen, 13. Juni 2006, verfaßt am 13.06.2006 um 13.31 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4287

»Mannheimer Duden-Verlag rutscht in die roten Zahlen
Rabatte und Flop in Österreich verhageln die Bilanz / Vorstandschef Bob erwartet für 2006 aber wieder Gewinne

Von unserem Redaktionsmitglied Matthias Kros

Mannheim. Der Mannheimer Verlag Bibliographisches Institut & F.A Brockhaus AG (Bifab) ist im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Das vor allem durch die Duden-Nachschlagewerke bekannte Unternehmen verbuchte für 2005 einen Jahresfehlbetrag von fast 6 Mio. Euro; im Jahr zuvor war noch ein Überschuss von 1,2 Mio. Euro erwirtschaftet worden. Die Aktionäre werden daher in diesem Jahr keine Dividende erhalten.

Als Grund für das unerwartet schlechte Abschneiden nannte Vorstandschef Alexander Bob gestern vor allem sinkende Verkaufserlöse durch Rabatte. Aufgrund der erneut aufflammenden Diskussionen um die neue deutsche Rechtschreibung war zum Beispiel eines der wichtigsten Produkte des Verlags - der Rechtschreib-Duden - zeitweise als Jubiläumsausgabe für 15 statt für 20 Euro verkauft worden. Preisnachlässe wurden im vergangenen Jahr aber auch für Enzyklopädien gewährt, die im Rahmen von Sonderverkäufen unter die Leute gebracht wurden, etwa in Kooperation mit der "Zeit".

Einen regelrechten Flop landete das Bifab zudem bei dem Versuch, eine 20-bändige Duden-Lexikonreihe gemeinsam mit dem österreichischen TV-Sender ORF an den Mann zu bringen. 500 000 Exemplare des ersten Bandes waren dabei gratis an die Fernsehzuschauer verschickt worden - ohne die erhoffte Resonanz. Allein diese Aktion habe das Ergebnis in Höhe eines siebenstelligen Betrages belastet, sagte Bob, der von einer "schmerzhaften Erfahrung" für den Verlag sprach.

Trotzdem werde man auch künftig auf Sonderverkäufe setzen, sagte der Vorstandssprecher. Rund 20 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet der Verlag, der in Mannheim rund 250 Mitarbeiter beschäftigt, heute schon außerhalb des Buchhandels. Größtes bevorstehendes Projekt sei eine Kooperation mit dem Reisemagazin "GEO", mit dem das Bifab gemeinsam ein Themenlexikon vermarkten werde. Anders als bei der ORF-Pleite, bei der die Mannheimer allein das Risiko getragen hatten, habe man bei diesem Projekt aber ein Jointventure gegründet. "Wir sichern unsere Sondergeschäfte jetzt anders ab", bewies Bob, dass der Verlag Lehren aus der Vergangenheit gezogen habe.

Alles in allem wollte der Vorstandschef nicht von einer Krise des Bifab reden. Das Unternehmen sei "strategisch gut aufgestellt". Schon im laufenden Jahr werde man wieder "einen nennenswerten Gewinn" einfahren. Auch für den Umsatz, der schon 2005 vor allem durch die 21. Auflage der Brockhaus-Enzyklopädie leicht gewachsen war, kündigte Bob ein weiteres Plus an.

Wachsen will der Verlag durch mehrere Projekte. Von großer Bedeutung ist zum Beispiel die 24. Auflage des Rechtschreib-Duden, der am 22. Juli erscheinen soll. Erstmals wird es darin Empfehlungen bei Wörtern geben, für die künftig verschiedene Schreibweisen zulässig sind. Sie sollen im Druck gelb hinterlegt sein. Hoffnungsträger ist darüber hinaus das berühmte Guiness-Buch der Rekorde. Das Bifab wird ab sofort die deutsche Ausgabe des Klassikers verlegen. Rund 20 Prozent des Inhaltes werden von einer eigenen Redaktion selbst recherchiert. Und schließlich setzt das Unternehmen verstärkt auf das Schulbuchgeschäft. Dafür wurde die Beteiligung am Berliner Paetec-Schulbuchverlag auf rund 75 Prozent aufgestockt. Spätestens 2007 werde Paetec einen Beitrag zum Ergebnis leisten, so Bob.«


(Mannheimer Morgen, 13. Juni 2006)
 
 

Kommentar von T. P., verfaßt am 13.06.2006 um 08.51 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=525#4281

Für den weitaus größten Teil des Verlustes ist jedoch weniger die Rechtschreibreform verantwortlich, als das gründlich mißlungene Österreich-Abenteuer.
 
 

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