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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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22.12.2005
 

Immer wieder Langenscheidt
Lieblos und fehlerhaft

Mal in den Sprachkalender 2006 (Englisch) „Neu mit Grammatiktipps“ geschaut. Unsere Jüngste hat ihn heute zum 13. Geburtstag bekommen.
Beim Durchblättern der jeweiligen Rückseiten, wo die deutschen Übersetzungen und „Tipps“ stehen, fiel mir gleich auf: „Es ist Samstag Nachmittag“, „Warst du pünktlich heute morgen?", „Känguruhfleisch“, „die ersten, die Mount Everest bewzungen haben“, „die ersten, die den Nordpol erreicht haben“, „Au-stralien“. „Samuel Becket“ wird nur so geschrieben, insgesamt viermal. Obligatorische Kommas fehlen des öfteren in dudentypischer Weise: „Ich habe den ganzen Nachmittag damit verbracht sie auszufragen.“ Holpriges Deutsch findet man auf jeder zweiten Seite: „Freddy war sehr verlegen, weil viele alte Flammen zu seiner Party gekommen sind.“ Auch sachlich ein bißchen zurückgeblieben: „J. K. Rowling hat fünf Bücher über Harry Potter geschrieben.“ – Wo ich doch seit Jahren nichts als Harry Potter lese und gerade den sechsten Band zum zweitenmal studiere.
Schon früher war mir aufgefallen, daß Langenscheidts Sprachkalender ziemlich öde und lieblos gemacht sind.
Eine Mitarbeiterin hat gerade nachgewiesen, daß Langenscheidt-Lehrwerke im Bereich Deutsch als Fremdsprache mit Abstand die fehlerhafteste Orthographie haben, die „beste“ – im Sinne der Reform natürlich – hat Klett.



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