zurück zur Startseite Schrift & Rede, Forschungsgruppe dt. Sprache    FDS - In eigener Sache
Diskussionsforum Archiv Bücher & Aufsätze Verschiedenes Impressum      

Theodor Icklers Sprachtagebuch

Die neuesten Kommentare


Zum vorherigen / nächsten Tagebucheintrag

Zu den Kommentaren zu diesem Tagebucheintrag | einen Kommentar dazu schreiben


10.09.2005
 

Beirat und Rat
Der Anfang vom Ende

Obwohl über die Arbeit des Beirates wenig nach außen drang und seine Stellungnahmen belanglos blieben, ist seine Tätigkeit bedeutsam. Zum erstenmal bahnte sich hier an, daß nicht mehr Fachleute, sondern Interessenvertreter, die sogenannten „Verbände“, über die deutsche Schriftsprache zu befinden haben.
In der Sprache der KMK sind das „Vertreter von Institutionen, die aus ihrer Erfahrung im Umgang mit dem Schreiben die Fortentwicklung der Rechtschreibung in der jeweiligen praktischen Umsetzung kompetent beurteilen können.“ Welche besondere Erfahrung der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Bundeselternrat oder der Börsenverein „mit dem Schreiben“ haben, liegt nicht ohne weiteres auf der Hand.
Im „Rat“ setzte sich das gesteigert fort. Die Sprache wird seitdem zwischen politischen Kräften und wirtschaftlichen Interessen hin und her gezerrt.



Diesen Beitrag drucken.

Kommentare zu »Beirat und Rat«
Kommentar schreiben | älteste Kommentare zuoberst anzeigen | nach oben

Kommentar von Bernhard Eversberg, verfaßt am 12.09.2005 um 14.36 Uhr   Mail an
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=219#934

Gesetzt, man kehrte ab sofort zum Prinzip der Beobachtung und Sanktionierung des Schreibusus zurück (Google erleichert das jetzt ungemein). Man hätte dann sehr viele der Reformschreibungen als hinreichend etabliert hin- und in die Wörterbücher aufzunehmen. (Die würden dicker als zuvor, was die Verlage ja gerade nicht wollten.)
Wie auch immer der Usus entstanden ist - er ist nun einmal da. Leider kann man nicht zum Vergleich auf den Google-Inhalt von vor 10 Jahren zurückgreifen - es gibt ihn nicht. (Auch nicht den von vor einem Jahr oder Monat.) Es mag zwar genügend 10 Jahre alte Textdateien geben, die man auswerten könnte, um den reformbedingt entstandenen neuen Usus nachzuweisen. Aber wer wird das machen wollen und wer wird es anerkennen? Wer könnte also eruieren, was in den 10 Jahren "natürlich" entstanden wäre und was nicht? Die Verzerrung ist mindestens zu einem guten Teil irreversibel.




 
 

Kommentar von Maier, verfaßt am 12.09.2005 um 13.57 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=219#933

Ist jetzt für uns wirklich schon alles aus, Herr Ickler?
 
 

Kommentar von Jochen Gruber, verfaßt am 12.09.2005 um 13.48 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=219#932

"Der Anfang vom Ende"

Der Anfang vom Ende der Chance auf Rückkehr zur alten Rechtschreibung?
 
 

nach oben


Ihr Kommentar: Sie können diesen Beitrag kommentieren. Füllen Sie dazu die mit * versehenen Felder aus und klicken Sie auf „Kommentar eintragen“.

Sie können in Ihrem Kommentar fett und/oder kursiv schreiben: [b]Kommentar[/b] ergibt Kommentar, [i]Kommentar[/i] ergibt Kommentar. Mit der Eingabetaste („Enter“) erzwingen Sie einen Zeilenumbruch. Ein doppelter Bindestrich (- -) wird in einen Gedankenstrich (–), ein doppeltes Komma (,,) bzw. ein doppelter Akut (´´) werden in typographische Anführungszeichen („ bzw. “) umgewandelt, ferner werden >> bzw. << durch die entsprechenden französischen Anführungszeichen » bzw. « ersetzt.

Bitte beziehen Sie sich nach Möglichkeit auf die Ausgangsmeldung.
Für sonstige Diskussionen steht Ihnen unser Diskussionsforum zur Verfügung.
* Ihr Name:
E-Mail:
(Wenn Sie eine E-Mail-Adresse angeben, wird diese angezeigt, damit andere mit Ihnen Kontakt aufnehmen können.)
* Kommentar:
* Spamschutz:   Hier bitte die Zahl einhundertvierundfünfzig (in Ziffern) eintragen.
 


Zurück zur vorherigen Seite | zur Tagebuchübersicht


© 2004–2018: Forschungsgruppe Deutsche Sprache e.V.

Vorstand: Reinhard Markner, Walter Lachenmann, Jan-Martin Wagner
Mitglieder des Beirats: Herbert E. Brekle, Dieter Borchmeyer, Friedrich Forssman, Theodor Ickler, Michael Klett, Werner von Koppenfels, Hans Krieger, Burkhart Kroeber, Reiner Kunze, Horst H. Munske, Adolf Muschg, Sten Nadolny, Bernd Rüthers, Albert von Schirnding, Christian Stetter.

Webhosting: ALL-INKL.COM