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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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08.09.2005
 

Der neue Wahrig
Notizen bei einer ersten Durchsicht (geändert 12.9.05)

Wahrig: Die deutsche Rechtschreibung. Gütersloh/München 2005. (Bertelsmann und Cornelsen)

Das neue Wörterbuch, nach der ersten amtlichen Revision der Rechtschreibreform von 2004 unabweisbar notwendig geworden, war mehrmals angekündigt und verschoben worden. Zuletzt wurde sein Preis noch etwas gedrückt, als der Dudenverlag sein überholtes Werk vom August 2004 zu einem Jubiläumspreis loszuschlagen anfing.

Es gibt wieder mehrere, z. T. neue Beigaben, so etwa ein Muster für deutsche und europäische Lebensläufe, Konjugationstabellen u. a.

Das blumige Vorwort des Reformers Klaus Heller ist gestrichen, der einstige Geschäftsführer der Zwischenstaatlichen Kommission und jetzige Ruheständler wird jetzt als „orthographischer Berater“ angegeben.

Lutz Götze wird weiterhin als Bearbeiter genannt, doch ist sein Anteil unklar. Seine „Geschichte der Rechtschreibung“ ist leicht überarbeitet und am Ende aktualisiert. Die amtliche Revision von 2004 erwähnt er nicht, obwohl sie der Anfang vom Ende der Reform war. Götze schreibt übrigens Öffentlicher Dienst; laut Wörterbuch ist aber hier nur Kleinschreibung zulässig. Götze schreibt auch weiter gehend, aber das amtliche Regelwerk läßt nur weitergehend zu, während die Einträge im vorliegenden Wörterbuch widersprüchlich sind (vgl. Kasten zu weitergehen und Eintrag weit). Götze bleibt – wie das Vorwort und die Benutzungshinweise – bei Orthographie, das Wörterverzeichnis selbst schreibt aber stets Orthografie, orthografisch. Im Literaturverzeichnis zu diesem Teil ist erstmals ein an sich ganz unbeachtlicher Rechtschreibratgeber von Ute Mühlbradt angegeben, wohl weil er bei Cornelsen erschienen ist.

Die Beschlüsse des Rates für deutsche Rechtschreibung zur Revision der Getrennt- und Zusammenschreibung sind nicht berücksichtigt. Damit das Wörterbuch nicht schon in wenigen Wochen wieder überholt ist, muß der Verlag ein Interesse daran haben, daß die Beschlüsse von den politischen Instanzen nicht genehmigt werden. Ebenso muß er daran interessiert sein, die Vorgabe der Kultusminister zu übernehmen, daß die Groß-und Kleinschreibung sowie andere Bereiche der Reform „unstrittig“ und Änderungsvorschläge des Rates hier nicht mehr zu erwarten seien. Das Vorwort ist so abgefaßt, daß Änderungen in den angeblich „unstrittigen“ Bereichen für die Zukunft tatsächlich nicht in Betracht gezogen werden. Die verantwortliche Redakteurin Sabine Krome ist Mitglied im Rat für deutsche Rechtschreibung und weiß, daß der Rat nach der Getrennt- und Zusammenschreibung auch die anderen Bereiche der Reform ändern wird. Dem möchten die Schul- und Wörterbuchverlage einen Riegel vorschieben; das Wörterbuch erscheint bezeichnenderweise erstmals in Gemeinschaft mit dem Schulbuchverlag Cornelsen. Für den Rat ist sein Erscheinen zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Provokation, es bestätigt die Obstruktionspolitik der Verlage.

Im vorliegenden Band ist der ganze Unsinn der grammatisch falschen Großschreibungen noch enthalten: schnelle Hilfe hat uns Not getan usw.

Die Revision des Jahres 2004 ist vollständiger eingearbeitet als im Duden vom August 2004, aber es fehlen beisammengewesen und zurückgewesen aus dem amtlichen Wörterverzeichnis – zwei wiederhergestellte Zusammenschreibungen, aus denen sich die sehr folgenreiche Rücknahme der obligatorischen Getrenntschreibung beim Verb sein ableiten läßt. Die aufgelöste Zwischenstaatliche Kommission war nicht mehr dazu gekommen, diese Folgerungen auszuarbeiten. Die Großschreibung morgen Früh usw. ist immer noch vorgesehen, obwohl die Revision davon wieder abgerückt ist.

Einige hundert Zusammenschreibungen wie zufriedenstellend sind infolge der Revision wiederhergestellt, in zahlreichen Informationskästen wird die änigmatische Begründung mit dem „adjektivisch gebrauchten Partizip“ wiederholt, wofür weder die Kommission noch der Rat bisher eine Definition geliefert haben. Gerade bei zufriedenstellend wird eine doppelte und daher falsche Begründung der Zusammenschreibung gegeben: nicht die Steigerbarkeit, sondern der „adjektivische“ Gebrauch ist maßgebend.

Da gelaunt und bekannt aus heutiger Sicht nicht als Partizipien angesehen werden können, läuft der Hinweis auf deren adjektivischen Gebrauch ins Leere; die Neuregelung dürfte eigentlich gar nicht zur Getrenntschreibung von gutgelaunt usw. führen, neben der nun die revisionsbedingte Zusammenschreibung wiedereingeführt ist.

Die unterschiedlichen Bedingungen, unter denen man etwa Schwindel erregend und schwindelerregend sagen kann oder muß, werden aus den Einträgen so wenig klar wie aus dem amtlichen Regelwerk und Wörterverzeichnis.

Einträge wie „weiß gekleidet (in Blaudruck) auch: weißgekleidet“ werfen ein Problem auf. Beide Schreibweisen sind nicht neu. In der vorigen Auflage hieß es nur „weiß gekleidet“ (in Blaudruck), und die Zusammenschreibung war als „alte“ Schreibweise angeführt. Auch damals war zwar die Getrenntschreibung nicht neu, wohl aber deren Obligatorik, und insofern war die Hervorhebung gerechtfertigt. Heute ist der Grund jedoch entfallen.

wohlgesinnt fehlt weiterhin; man kann nicht sicher sein, ob es jetzt getrennt (oder schon wieder zusammen-)geschrieben werden soll; die Beispiele unter gesinnt geben keine klare Auskunft. Die Lücke kann aber kein Versehen sein, denn im Bertelsmann von 1996 war das Wort ja enthalten.

Es gab bei Bertelsmann zunächst eine große Anzahl von Ersetzungen wie allgemeinbildend > allgemein bildend, allgemeingültig > allgemein gültig. Das alles war unzulässig, denn die Betonung zeigt ja, daß es sich gar nicht um unterschiedliche Schreibweisen derselben Ausdrücke handelt. In der Neubearbeitung sind beide Formen als Schreibvarianten dargestellt, jedoch durchweg mit der Betonung des Kompositums: allgemeinbildend > allgemein bildend, allgemeingültig > allgemein gültig.

Bertelsmann hatte auch alleinseligmachend durch ein allein selig machend mit zwei Akzentstellen ersetzt. Die Revision von 2004 führte alleinseligmachend als zulässige Variante wieder ein (ohne Begründung, warum es nicht zu allein seligmachend kommen sollte), aber das getrennt geschriebene Gebilde hat nun ebenfalls nur noch eine Hauptbetonung.

All diese Veränderungen geschehen stillschweigend, es gibt niemals einen ausdrücklichen Hinweis oder gar eine Begründung. Die Wahrigredaktion ist hier viel verschwiegener als die Dudenredaktion. Allerdings verfügt sie auch über keine kompetenten Lexikographen, die etwa einen sprachwissenschaftlich ernstzunehmenden Aufsatz veröffentlichen könnten.

Da weder die amtliche Neuregelung noch das Wörterbuch die Bedingungen der getrennt und zusammengeschriebenen Wörter hinreichend expliziert, bleiben problematische Verwendungen möglich wie sie schwieg viel sagend, er sah sie nichts sagend an. Das wird sich auf die Dauer nicht halten lassen. Auch sind die Kunst Schaffenden den Kunstschaffenden sprachlich keineswegs gleichwertig.

Es ist schwer festzustellen, ob bei vor allem möglicherweise nun Großschreibung möglich ist wie in bei weitem/Weitem. Unter all usw. findet man nichts, überraschenderweise aber unter vor, nämlich Kleinschreibung.

Wie in der vorigen Auflage und im Duden wird wiederherstellen zusammen-, wieder herrichten aber getrennt geschrieben. Ein Grund ist nicht zu erkennen. Mit dem Eintrag „ein Haus wieder aufbauen, aber: wiederaufbauen“ kann der Benutzer nichts anfangen. Die gesamte Strecke der Verben mit dem Zusatz wieder- ist so unklar wie seit 1996. wieder einfallen bedeutet ja entgegen der Annahme der Reformer und Lexikographen nicht „nochmals einfallen“, wird aber trotzdem nur in Getrenntschreibung zugelassen.

Die Auswahl der Eigennamen ist seltsam wie eh und je: Die Nationalsozialisten Hitler usw. fehlen, die ausländischen Pendants Stalin und Mao Ze-dong sind aufgenommen; die deutschen Bundeskanzler außer Adenauer und Brandt fehlen, aber sozialistische Politiker wie Liebknecht, Luxemburg und Zetkin sind angegeben. Überraschenderweise ist zu den wenigen Personennamen Reich-Ranicki neu hinzugekommen.

Neuschreibungen sind durch Blaudruck hervorgehoben. Die senkrechten Trennungsstriche sind allerdings so dünn, daß man hier die blaue Farbe mit unbewaffnetem Auge praktisch nicht erkennen kann.

Trennungen vom Typ Radi-oapparat sind seltener zu finden als im Duden mit seinem Kore-akrieg, Malari-aerreger usw. Die Trennung vol-lenden wird weiterhin nicht angeführt, obwohl sie im amtlichen Regelwerk (§ 112) immer noch ausdrücklich vorgesehen ist.

Bemerkenswert ist ein Neuerung unter den Benutzungshinweisen. Hier wird erstmals vermerkt, daß „Fremdwörter aus dem Griechischen und Lateinischen in der Regel morphologisch (nach Herkunft) getrennt werden“, erst in zweiter Linie wird die Trennung nach Sprechsilben genannt. Zwar läßt die Durchführung im Wörterverzeichnis noch sehr zu wünschen übrig, aber der Ansatz deutet auf eine Wende hin, die es auch dem weniger Gebildeten ermöglichen würde, Qualitätstexte hervorzubringen. Die bisher übliche Praxis der reformierten Wörterbücher, Trennungsalternativen wie Re-spekt und Res-pekt als völlig gleichrangig zu präsentieren, liegt nicht im Interesse der Benutzer.

Auf die amtlichen Regeln folgt eine vereinfachte Eigenfassung. Sie wiederholt kritiklos die Fehler der amtlichen Regelung und fügt noch welche hinzu. So soll schwer sein getrennt geschrieben werden, weil schwer steigerbar ist; in Wirklichkeit sind aber Zusammenschreibungen mit sein ohnehin ausgeschlossen. ck soll ungetrennt bleiben, wenn es für einen Konsonantenbuchstaben steht, es steht aber, wie ausdrücklich gesagt wird, für kk, also für zwei Konsonantenbuchstaben, müßte also getrennt werden ...

Unter gleich gesinnt steht auch das 2004 wiederhergestellte gleichgesinnt; aber unter gesinnt wird nur gleich gesinnt angeführt. Ähnliche Fälle sind zahlreich. Übrigens sind Haupteinträge wie gleich gesinnt (also Wortgruppen) seltsam; sie ergeben sich aus dem Vorsatz, jeweils die Neuschreibung an erster Stelle zu nennen. Die bisher zusammengeschriebenen sonstwas, sonstwie usw. werden von den reformierten Wörterbüchern getrennt geschrieben, obwohl das Regelwerk dazu nichts Näheres sagt. Bertelsmann hatte zunächst auch hier einen zweiten Akzent hinzuerfunden: sonst wo usw. Das ist jetzt berichtigt. Es bleibt aber dabei, daß statt irgend jemand und sonstjemand nun genau umgekehrt irgendjemand und sonst jemand zu schreiben ist.

Ein Herbstling ist ein „spätgeborenes Kalb“. Hier wird in der Erklärungssprache die zusammengeschriebene Form benutzt, obwohl beim entsprechenden Eintrag wie stets in solchen Fällen die getrennt geschriebene an erster Stelle genannt wird, weil auf Wunsch der Reformer immer die veränderte Schreibweise als erste Wahl erscheinen soll.

Ein Sonant wird als „Silben bildender“ Laut erklärt. Das ist sicher nicht richtig. Es handelt sich um das Fugenzeichen, nicht um die Pluralendung; ein Sonant bildet nicht mehrere Silben. In der ersten Auflage des Bertelsmannwörterbuchs hieß es noch ganz richtig silbenbildend – wohl aus Versehen. Derselbe Einwand gilt für Staaten bildend, Sporen tragend usw.

Unter achtfach usw. findet man eine widersprüchliche Angabe zum Wortstatus von fach. Die Bindestrichschreibung 8-fach usw. ist daher nicht plausibel begründet.

Die Verfasser schwanken zwischen selbständig und selbstständig. Die Erklärung der beiden Wörter (nicht Schreibweisen desselben Wortes) ist zwar geändert, aber immer noch genauso falsch: „Es bleibt den Schreibenden überlassen, ob sie die gekürzte Form selbständig oder die Vollform der Zusammensetzung aus selbst und ständig bevorzugen: selbstständig.“ An solchen Stellen merkt man, daß der Verlag im Grunde nicht über eine qualifizierte Wörterbuchredaktion verfügt.

Da obligatorische neue Komma nach Vorgreifer-es ist immer noch nicht richtig verstanden, es wird unter Not für fakultativ gehalten.

Bei „er liebt rückenschwimmen“ sollte man wohl eher einen substantivierten Infinitiv erwarten.

Messner wird wie in der vorigen Auflage irrtümlicherweise als Neuschreibung für bisheriges Meßner angegeben; dessen volksetymologische Umdeutung war jedoch vor der Neuregelung nicht anerkannt, Duden hatte nur Mesner.

Das Wörterbuch sieht Chapeau claque oder Chapeau Claque vor, aber nur Pommes Croquettes.

Alles Grau in Grau sehen ist sicher falsch.

Die Neuregelung sieht bekanntlich vor: Mir gefällt Verschiedenes nicht – obwohl es hier nur um „einiges, manches“ geht und nicht um etwas, was verschieden ist. Die Kleinschreibung war sinnvoll und hatte sich seit dem 19. Jahrhundert durchgesetzt. Wahrig setzt „man kann nicht Verschiedenes zusammenbringen“ in Blaudruck, als sei die Großschreibung auch hier neu; das trifft aber nicht zu.

Da sich an der Schreibweise von Fritfliege entgegen den ursprünglichen Plänen der Reformer nichts ändert, glaubt Bertelsmann auf diesen Eintrag verzichten zu können. Damit wird aber der Vorsatz aufgegeben, wenigstens alle Stichwörter des amtlichen Wörterverzeichnisses aufzunehmen. Auch Graecum fehlt weiterhin (in jeder denkbaren Schreibweise, die Reform hatte ja das längst eingebürgerte Gräkum beseitigt).

Die Schreibweisen Blennorrhöe, Diarrhöe, Gonorrhöe, Leukorrhöe werden von der amtlichen Neuregelung nicht mehr zugelassen. Ebenso gespieen, geschrieen usw., Portrait. Es ist unklar, worauf sich diese abweichenden Einträge stützen.

Wie in der vorigen Auflage findet man einen grammatischen Schnitzer im Kasten zu Horsd'oeuvre:
das Schriftzeichen, das es im Deutschen nicht gibt, in diesem Fall aber übernommen wurde.

Der Stichwortbestand wird wiederum mit dem Hinweis auf ein maschinenlesbares Textcorpus gerechtfertigt, hauptsächlich aus reformtreuen Zeitungen und Zeitschriften (also nicht FAZ oder Springer-Verlagsprodukten). Der Weg vom Corpus zum Wörterbuch bleibt aber verborgen. Die Stichwortauswahl unterscheidet sich in ihren Eigenwilligkeiten nicht von der im Duden. So findet man Wiclifit, aber nicht Fegsel, doch wäre es müßig, über solche unvermeidlichen Abweichungen zu räsonieren. Anders als der Duden schwelgt der Wahrig nicht in weiblichen Personenbezeichnungen, sondern erledigt dies sinnvollerweise mit einem vorangestellten Hinweis auf die regelmäßige Ableitung mit -in.

Die Ankündigung von „125.000 Stichwörtern und Schreibweisen“ deutet darauf hin, daß es wesentlich weniger Stichwörter sind, da man die reformbedingten orthographischen Varianten offenbar mitgezählt hat.

Druckfehler sind selten. Im Kasten zu u-förmig fehlt ein Ergänzungsstrich bei Groß-. Unter R 55 fehlt die Kursivierung von zu. Bei zurzeit fehlt der Blaudruck.

Die Transkription ausländischer Namen ist uneinheitlich, vgl. Reykjavík, aber Guarani (jeweils nur so). Die Neuschreibung Kolofonium ist gestrichen; offenbar hat die Redaktion sich anders als der Duden endlich davon überzeugen lassen, daß im Namen der Stadt Kolophon nicht das Element -phon vorliegt. Damit greift Bertelsmann allerdings der Revision vor, denn im amtlichen Wörterverzeichnis vom November 2004 ist ja die Neuschreibung noch enthalten.

Der Hinweis auf die Aktualität des Wörterbuchs sollte durch den Hinweis ergänzt werden, daß damit alle bisher verkauften reformierten Wörterbücher ungültig geworden sind und entsorgt werden müssen. Allein die Einträge vom Typ „weiß gekleidet/auch: weißgekleidet“ machen mehrere hundert Fälle relevanter Eingriffe aus.

Davon abgesehen wird sich in naher Zukuft die gesamte Rechtschreibsituation so einschneidend ändern, daß dieses Wörterbuch keinen Bestand haben kann. Es ist ein unnützer Wegweiser in dem orthographischen Niemandsland, in das die Reform die deutsche Sprachgemeinschaft seit 1996 geführt hat.



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Kommentare zu »Der neue Wahrig«
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Kommentar von Reinhard Markner, verfaßt am 10.09.2005 um 18.21 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=216#924

Die Behandlung der Reformtrennungen als zweitrangig wird unterlaufen durch die eigene Praxis, beispielsweise Gallup-Ins-titut zu trennen, was gleich doppelt schlecht ist.

Bemerkenswert platzsparend dargeboten wird auf der gegenüberliegenden Seite das Lemma Ganef(f), das ja wohl nicht so, sondern entweder Ganef oder Ganeff zu schreiben ist.
 
 

Kommentar von Reinhard Markner, verfaßt am 08.09.2005 um 10.28 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=216#918

Die Schreibweise Mao Ze-dong (mit Bindestrich) entspricht weder der neuen noch der alten Transkription nach Wade-Giles. Kann man bei Reykjavík und Guaraní von Transkription sprechen, obwohl es sich nicht um die Übertragung von einem Schriftsystem ins andere handelt?

Sehr putzig finde ich den als Infokasten gestalteten Eintrag Kommuniqué/Kommunique, wo einem bedeutet wird, daß die »fremdsprachige Schreibweise Kommuniqué neben der eingedeutschten Form Kommunikee zulässig« sei. (Ein Eintrag Communiqué fehlt.)
 
 

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