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Neues aus dem Rat - von Theodor Ickler

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01.08.2005
Bettvorleger

Wulff ist nicht der einzige.
Aus den Zitaten, die heute in der FAZ ("Direkt generiert") veröffentlicht werden und den Besuchern dieser Seiten schon bekannt sind, geht noch einmal hervor, daß SPIEGEL und SZ es in der Hand gehabt hätten, die Rechtschreibreform zu kippen. Sie könnten es auch heute noch tun, tun es aber nicht, obwohl sie es lauthals angekündigt hatten. Warum nicht? Wer die Antwort weiß, bekommt einen Preis, nein, keinen Duden mit CD-ROM, sondern ein richtig nützliches Buch mit handschriftlicher Widmung.



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Kommentare zu »Bettvorleger«
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Kommentar von Klaus Malorny, verfaßt am 01.08.2005 um 22.34 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=205#845

Ich schätze mal, sie verdienen über drei Ecken ebenfalls an der RSR und sind Mitglied im VdS oder sind ebenfalls "bearbeitet" (Androhung von Ausgrenzung, Werbeenzug usw.) worden.

Eigentlich sind doch die Zitate in Ihrem heutigen Artikel ausreichend für einen Skandal. Warum gibt es keinen? Können wir uns auch hier bei den Medien bedanken?
 
 

Kommentar von Robert Schuster, verfaßt am 01.08.2005 um 21.41 Uhr   Mail an
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=205#844

Die Leipziger Volkrszeitung v. 1.08.05 druckte ein Interview mit dem Kultusminister Steffen Flath a, b:
Frage: Haben Sie sich selbst mit schon an die neue Rechtschreibung gewöhnt?
Antwort: Ich muß gestehen, einiges ist gewöhnungsbedürftig. Noch habe ich nicht alle Regeln verinnerlicht.


Also, die neue Rechtschreibung ist nur eine Frage der Gewohnheit? Der Mann hat doch gar nichts verstanden! Mein Kultusminister - ich bin Deutschlehrer - ist er schon lange nicht mehr!! Machen Sie weiter so, Herr Ickler!!
 
 

Kommentar von Karsten Bolz, verfaßt am 01.08.2005 um 18.53 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=205#842

Daß die SZ nicht zur normalen Rechtschreibung zurückkehren will, leuchtet mir ja noch halbwegs ein. Diese Zeitung hatte sich seinerzeit nach der Umstellung auf Neuschreib besonders servil geäußert. Im Juli 2004 sah es dann erstaunlicherweise fast so aus, als könnte auch diese Zeitung zu der Erkenntnis kommen, zu welcher Unfugschreibe sie sich selbst verpflichtet. Als dann die Meldung kam, die Springer AG, der SPIEGEL und die SZ wollten aus der Reformschreibe ausscheren, habe ich es fast nicht glauben wollen - und wurde bestätigt: Die SZ blieb bei der Reform.

Bezeichnend ist, daß die SZ in der derzeitigen Debatte fast nichts berichtet. Dort scheint man die Reform tatsächlich aussitzen zu wollen.

Demgegenüber berichtet der SPIEGEL wenigstens, wenn auch nicht immer kenntnisreich. Nur: Lesen die Redakteure ihr eigenes Blatt nicht mehr, um zu erkennen, welchen Unsinn sie jeden Tag schreiben (müssen)? Weiß Herr Aust nicht mehr, was er vor etwa einem Jahr gesagt hat? Oder muß er sich wirtschaftlichen Interessen - welchen denn? - beugen?

Herr Ickler, zu Ihrer Frage oben: Ich habe keine Ahnung! Leider.
 
 

Kommentar von Thomas Paulwitz, verfaßt am 01.08.2005 um 17.46 Uhr   Mail an
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=205#840

Ein Hinweis:
Die hessische Kultusministerin Karin Wolff verkündete am 9. September 2004 im Hessen-Fernsehen, daß sie gegen die Entscheidung der Süddeutschen Zeitung, zur bewährten Rechtschreibung zurückzukehren, einschreitet. Wolff wörtlich: „Daraus wird überhaupt nichts!“
 
 

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