| Kommentare zu »holterdi(e)polter« |
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Kommentar von Manfred Riemer, verfaßt am 04.10.2009 um 23.22 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1220#15068
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"Auf unsrer Wiese gehet was, ... Klappert lustig klapperdiklapp" (Volkslied, Text: H.H. von Fallersleben)
"Rucke di guck, Blut ist im Schuck (Schuh)" (Aschenputtel, Märchen der Gebr. Grimm)
ruckedigu/ruckediguck (Wörterbuch, Grimm)
"Schnurre-Di-Burri-Di-Bum" (Schwarzer Kater Stanislaus, Schlagertext, Siw Malmkvist)
"schnippeldieschnappel die Scher' - der Meister Nadelöhr" (DDR-Kinderfernsehsendung)
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Kommentar von Wolfram Metz, verfaßt am 04.10.2009 um 13.08 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1220#15066
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Und nicht zu vergessen: holderdebolder. Siehe auch den Beitrag von Lw (#15052).
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Kommentar von Philip Flaußkessel, verfaßt am 04.10.2009 um 11.27 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1220#15065
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Obwohl Ihr Forum sich vor allem der deutschen Sprache widmet, möchte ich gerne einige Beispiele für die hier diskutierte Konstruktion aus der benachbarten niederländischen Sprache nennen. Nach einer kleinen Studie im elektronischen 'Van Dale Groot Woordenboek van de Nederlandse Taal. 14e editie, 2005', habe ich folgende gefunden:
-hieperdepiep
-hipperdeklink
-hobbeldebobbbel
-hoeperdepoep
-hodeldebodel
-hoteldebotel
-huppeldepup
-joepiedepoepie
-krinkeldewinkel
-rommeldebommel (Van Dale sagt eigentlich rommeldebom)
-sapperdebleu
-sapperdeflap
-sapperdekriek
-sapperdemallemosterdpot
-schobberdebonk
-slapperdemallemosterd
-slapperdemallemosterdpot
-woepiedepoepie
Die Liste zeigt vor allem Phantasiewörter aus Kinderliedern und Lautmalereien. Bei den Beispielen, die mit 'sapper' anfangen, handelt es sich um Fluche.
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Kommentar von Manfred Riemer, verfaßt am 02.10.2009 um 22.13 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1220#15057
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"Schnupdiwup! Da wird nach oben
Schon ein Huhn heraufgehoben."
(Wilhelm Busch)
Im Duden steht schwuppdiwupp im Gegensatz zu holterdiepolter.
Mackensen: holterdipolter
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Kommentar von Manfred Riemer, verfaßt am 02.10.2009 um 18.13 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1220#15056
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Eine ähnliche Bildung ist auch die, die unseren Annaberger (Erzgebirge) Heimatdichter Arthur Schramm (auch das "klaane Getu" genannt) zu seinem Gedicht "Grubenunglück" inspirierte:
Rumpeldipumpel,
weg war der Kumpel.
Allerdings weiß ich nicht, wie er es im Original geschrieben hat.
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Kommentar von Kurt Albert, verfaßt am 02.10.2009 um 11.37 Uhr 
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1220#15053
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Gepolter
Im "Deutschen Wörterbuch" (Grimm) wird als Stichwort HOLTERPOLTER, HOLTERDIPOLTER angesetzt. Die Belege, von regionalen Varianten wie "hulter de pulter", "hulter de bulter" abgesehen, zeigen die -DIE-Version, übrigens auch der älteste: Stieler, 1691: "Es geht alles Holter die Polter über einander her."
Campe (1808) verzeichnet als "Klangwort" HOLTERPOLTER.
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Kommentar von Lw, verfaßt am 02.10.2009 um 11.37 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1220#15052
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Ist Holterdipolter tatsächlich nur reine Lautmalerei? Im digitalen Grimm steht ein Artikel zu HOLTERPOLTER HOLTERDIPOLTER: "[...] überstürzende eile malend; der letzte theil des reimwortes ist deutlich an poltern angelehnt, der erste theil scheint, bis auf den wurzelauslautenden dental, an das auch lautmalende verbum holpern sich anzulehnen: holter die polter, inordinate, mixtim, commistim, confuse, confusim, turbide, turbate, tumultuose STIELER 1464; es gehet alles holter die polter über einander her, [...]" POLTER m. "schwäb. bodensatz der zerlassenen butter". POLTER n. "sich werd ein geschrei und polter erregen."; POLTEREI u.a. "abgenutztes hausgerät". Mir scheint, daß polter mit unnützlich assoziiert wurde. Im digitalen Wander'schen Sprichwörterlexikon fand ich einen weiteren, vielleicht interessanten Hinweis: "Holl.: Het is holder de bolder (oder: hol over bol). (Harrebomée, I, 314.)" Kurz: Dieses Wort scheint eine alte und bunte Geschichte hinter sich zu haben, die es wert sein könnte, von Fachleuten untersucht zu werden.
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Kommentar von R. M., verfaßt am 01.10.2009 um 20.44 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1220#15051
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Erster digitalisierter Beleg ist gegenwärtig holter die polter in Johann Gottwerth Müllers beliebtem Roman Siegfried von Lindenberg (1791).
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Kommentar von Wolfram Metz, verfaßt am 01.10.2009 um 20.08 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1220#15050
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Wahrig und ÖWB kennen beide Formen. Im Leipziger Duden (16. Auflage, 1970) ist die Schreibung mit di interessanterweise als »österreichisch« gekennzeichnet.
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Kommentar von Matthias Künzer, verfaßt am 01.10.2009 um 19.32 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1220#15049
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holt er die Polter (vgl. hier zu Lande)
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Kommentar von Kurt Albert, verfaßt am 01.10.2009 um 18.51 Uhr 
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1220#15048
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Ganz einverstanden.
Man findet übrigens die Version "holterdipolter" öfter, so auch in Lutz Röhrichs Lexikon zu Sprichwörtern und Redensarten.
Schreibt man nicht auch "dideldumdei"?
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