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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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18.07.2008
 

Interesseloses Wohlgefallen
Kurioses über die Rechtschreibreform

Bei ORF lese ich: "Doch kaum ein Gebiet ist, sieht man mal von den Wörterbuch-Verlagen ab, derart frei von wirtschaftlichen Interessen wie die Rechtschreibung."
Wie auch immer es im Zusammenhang gemeint sein mag – da haben wir doch andere Erfahrungen gemacht! Die Zeitungen zum Beispiel waren ja alle dagegen und sind dann doch eingeknickt – warum wohl?
Kürzlich fiel mir wieder mal ein, daß immer noch nicht geklärt ist, was im Ministerium Kanther an der Rechtschreibreform so attraktiv gefunden wurde, daß Kanther selbst und die anderen beiden (Bergsdorf und Pamen-Schrübbers) so dermaßen dafür ins Zeug gelegt haben. Das war ja richtig pathologisch. Und wer hat die fünf Jungen Wilden aus der Union umfallen lassen (den sechsten im Bunde, Ole Beust, sogar schon vor dem Abschicken des Brandbriefes an Kanther)?

In Pinneberg gibt's Kurse zur Reformschreibung. Das Hamburger Abendblatt schreibt:

"Wer sich für eine zweisprachige Erziehung seiner Kinder interessiert oder im Gegensatz zu den Kleinen noch mit der neuen Rechtschreibung kämpft, und wer mit seinem Nachwuchs an einem internationalen Mutter-Kind-Spielkreis teilnehmen möchte oder Kreativkurse für Erwachse sucht, der wird im neuen Programm der evangelischen Familienbildungsstätte für das zweite Halbjahr 2008 fündig."

Was soll das heißen? Können die Kleinen die reformierte Rechtschreibung? Das wären wahre Wunderkinder, die man näher untersuchen sollte. Oder kümmert sich in den Schulen keiner mehr um Rechtschreibung?



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Kommentare zu »Interesseloses Wohlgefallen«
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Kommentar von Kelkin, verfaßt am 21.07.2008 um 11.46 Uhr  
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1031#12697

Umerziehung auf die süße Tour.
 
 

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