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»Rechtschreibung und -reform«


Beiträge zum Thema

»Unreformierte Autoren
Dichter und Denker gegen die Reform«

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Theodor Ickler
Spardorf

Dieser Beitrag wurde am 29.06.2016 um 05.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#11410


Als Joachim Sartorius uns mit neuer Rechtschreibung und anderen Köstlichkeiten bewirtete (http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=832), hatte er auch gerade die Zeitschrift "Sprache im technischen Zeitalter" umgestellt:

Zum Schluss noch zwei Anmerkungen in eigener Sache. Nach 15 Jahren ändert sich das Cover der Zeitschrift zum vierten Mal. Wir hoffen, dass das neue Outfit des Kölner Typographen Guido Klütsch gefällt. Und zum Zweiten übernehmen auch wir jetzt die neue, gemäßigt veränderte Rechtschreibung. Natürlich belassen wir es bei der alten, wenn Autoren dies wünschen.
Herausgeber und Redaktion
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Gunther Chmela
Raubling

Dieser Beitrag wurde am 24.04.2016 um 11.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#11350


Guntram Vesper: Frohburg, Schöffling & Co., Frankfurt/M, 2016
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Frank Daubner
Stuttgart

Dieser Beitrag wurde am 11.04.2016 um 07.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#11343


Von den sechs Bänden der neuen Reihe "C. H. Beck Geschichte der Antike" sind drei in reformierter (hauptsächlich Heyse), drei in klassischer Rechtschreibung erschienen (Elke Stein-Hölkeskamp zum archaischen Griechenland, Sebastian Schmidt-Hofner zum klassischen, und René Pfeilschifter zur Spätantike). Dort scheint es also kein Verlagsdiktat zu geben.
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Matthias Künzer
Herzogenrath

Dieser Beitrag wurde am 09.08.2015 um 10.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#11119


Gunkl (Günther Paal), Tip des Tages, Amalthea, 2011.

"Ich verwende in diesem Buch die, soweit sie mir geläufig ist und schludrigermaßen auch zu Gebote steht, alte Rechtschreibung; zum größten Teil deshalb, weil ich die Doppel-s-Regel nicht umsonst gelernt haben will.

Allerdings muß gesagt sein, daß der Tip des Tages bewußt mit nur einem 'p' geschrieben wird. Und zwar aus Respekt allen Sekretärinnen und anderen Menschen gegenüber, die in der Lage sind, planmäßig Texte in eine Schreibmaschine oder in eine Computertastatur zu tippen." (S. 5)
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2014 um 02.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#10891


Lothar Machtan: Prinz Max von Baden: Der letzte Kanzler des Kaisers, Suhrkamp, 2013.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 14.10.2014 um 20.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#10887


Hartmut Scheible: Giacomo Casanova. Ein Venezianer in Europa. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2009.
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 26.05.2014 um 19.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#10699


Die Spaßpartei Die Partei, die jetzt einen Sitz im Europaparlament gewonnen hat, schreibt unreformiert: hier ihr Programm.
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 13.05.2014 um 13.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#10681


Akif Pirincci, Deutschland von Sinnen: Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer, Manuscriptum Verlag 2014

(derzeit Platz 3 auf der Spiegel-Bestsellerliste Taschenbuch/Sachbuch, siehe z.B. auch diesen Bericht in der FAZ)
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 05.03.2014 um 09.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#10612


Vera Möller: Klein Erna, Hamburg: Ellert & Richter, 2011 .
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Gunther Chmela
Raubling

Dieser Beitrag wurde am 28.02.2014 um 22.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#10606


Martin Mosebach, Das Blutbuchenfest, Roman, Hanser 2014
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 26.02.2014 um 08.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#10598


Edmond de Goncourt, Jules de Goncourt: Journal. Erinnerungen aus dem literarischen Leben 1851–1896.
Aus dem Französischen von Cornelia Hasting, Petra-Susanne Räbel und Caroline Vollman. 12 Bände. Haffmans bei Zweitausendeins 2013
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 27.10.2013 um 16.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#10475


Rüdiger Safranski: Goethe – Kunstwerk des Lebens. Biographie. München: Carl Hanser 2013.

Von Amazon als "Biografie" ausgegeben, aber bei denen darf man nicht auf Besserung hoffen.

In der Besprechung von Sahra Wagenknecht in der Netzausgabe der FAZ werden die Zitate freilich in Reformschrieb gleichgeschaltet, die aus Goethes Werk wie die aus Safranskis Biographie. So ist das eben, wenn man die gerufenen Geister nicht mehr los wird...
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 09.06.2013 um 18.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#10266


Axel Honneth, Das Recht der Freiheit: Grundriß einer demokratischen Sittlichkeit, Suhrkamp 2011
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 29.04.2013 um 10.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#10211


In bewährter Rechtschreibung:
Henning Ritter, Die Schreie der Verwundeten, C. H. Beck 2013
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 20.03.2013 um 20.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#10159


In bewährter Rechtschreibung:

Gabriele Goettle, Der Augenblick: Reisen durch den unbekannten Alltag, Verlag Antje Kunstmann 2012
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Gunther Chmela
Raubling

Dieser Beitrag wurde am 27.01.2013 um 22.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#9924


Heinrich Steinfest, "Wo die Löwen weinen", Piper 2011

Ein durchaus lesenswerter, auch sprachlich gelungener Krimi.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 09.01.2013 um 03.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#9869


Jahrbuch Aufklärung (Verlag Felix Meiner, Hamburg)
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 07.01.2013 um 17.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#9862


Lesenswert und in bewährter Rechtschreibung:

Christoph Ransmayr: Atlas eines ängstlichen Mannes. S. Fischer Verlag. 2012.

Der Autor hatte gemeinsam mit Raoul Schrott 2012 die Poetik-Dozentur an der Universität Tübingen inne.
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Erich Lehnhausen
Staufenberg

Dieser Beitrag wurde am 28.10.2012 um 02.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#9611


Ebenfalls in bewährter Rechtschreibung:

Prof. Jörg Baberowski, Verbrannte Erde - Stalins Herrschaft der Gewalt, C.H. Beck 2012
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 02.10.2012 um 12.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#9509


In bewährter Rechtschreibung:

Niklas Holzberg, Aristophanes: Sex und Spott und Politik, C. H. Beck 2010
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 28.09.2012 um 23.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#9490


In bewährter Rechtschreibung:

Max Goldt, Die Chefin verzichtet: Texte 2009 - 2012, Rowohlt Berlin 2012
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 01.08.2012 um 15.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#9235


Manchmal, auch etwas provokativ, sage ich einfach "die Rechtschreibung" oder
"in Rechtschreibung".
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 01.08.2012 um 12.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#9234


Wenn ich eine Diskussion provozieren möchte, spreche ich von »Erwachsenenrechtschreibung«. Sonst bevorzuge ich, je nach Situation und Gesprächspartner, »bewährte Rechtschreibung«, »klassische Rechtschreibung« und »gewachsene, moderne Rechtschreibung«.
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Tanja Gerber
Olten

Dieser Beitrag wurde am 01.08.2012 um 11.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#9233


Die verschiedenen Schreibweisen sind unglaublich ärgerlich. Schreibe ich nun

- in alter
- in bewährter
- in herkömmlicher
- in einst einheitlicher
- in einwandfreier
- in klassischer
- in normaler
- in traditioneller
- in unreformierter

Schreibweise? Was empfehlen Sie mir?

Und was habe ich in der heutigen Zeit unter „in normaler Schreibweise“ zu verstehen?
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 06.07.2012 um 14.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#9192


Frage an die Redaktion:
Hätte das Rechtschreibsiegel nicht eine Meldung auf der Startseite verdient?
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 08.06.2012 um 18.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#9141


In bewährter Rechtschreibung:
Jürgen Hasse, Übersehene Räume: Zur Kulturgeschichte und Heterotopologie des Parkhauses, Transcript Verlag 2007
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 03.04.2012 um 10.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#8939


In bewährter Rechtschreibung (nur im Titel nicht):
Adam Zamoyski, 1812 - Napoleons Feldzug in Russland, C. H. Beck 2012, übersetzt von Ruth Keen
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 30.11.2011 um 11.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#8361


Vielen Dank für diesen Artikel und Buchtip, lieber Herr Wagner!
Ich mag einerseits die Gedichte von Chr. Morgenstern sehr, andererseits finde ich es immer wieder faszinierend, wie manche es fertigbringen, Gedichte so zu übersetzen, daß nicht nur der Sinn erhalten bleibt, sondern auch Reim und Rhythmus. Ich habe mir das Büchlein besorgt und bin davon ganz begeistert. Am Ende des zitierten Gedichts fehlen 4 Zeilen, die ich aus dem Buch gern ergänzen möchte:

Die Rehlein beten zur Nacht, - The does as the hour grows late,
hab acht! - meditate.
Sie falten die kleinen Zehlein, - They fold their little toesies,
die Rehlein. - the doesies.

Die englische Übersetzung hilft manchmal sogar, das Deutsche besser zu verstehen. Was bedeutet es zum Beispiel, wenn jemand "im Besitze eines Zeißes" ist? Ohne die Übersetzung wäre ich wohl nicht darauf gekommen, daß damit ein Gerät von Carl Zeiß gemeint ist. Und wie reimt sich auf englisch Berg - Zwerg? So einen Einfall muß man erstmal haben: knoll - troll, ist das nicht absolut genial?

Vice versa

Ein Hase sitzt auf einer Wiese, - A rabbit sits upon the green
des Glaubens, niemand sähe diese. - believing it can not be seen.

Doch, im Besitze eines Zeißes, - A man, though, with a telescope
betrachtet voll gehaltnen Fleißes - and watching keenly on a slope

vom vis-à-vis gelegnen Berg - extending from a near-by knoll,
ein Mensch den kleinen Löffelzwerg. - observes the little spoon-eared troll.

Ihn aber blickt hinwiederum - The man, in turn, from far is seen
ein Gott von fern an, mild und stumm. - by God, reposeful and serene.
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 16.11.2011 um 13.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#8307


Schweizer Monatshefte, November 2010, Rubrik "Schweizer Autoren in Kurzkritik"

Oh Mensch! Gib acht! Was beten die Rehlein zur Nacht?

Christian Morgenstern / Max Knight: «Galgenlieder. Gallows Songs».
Hrsg. Niklaus Peter. Basel: Schwabe, 2010
vorgestellt von Stefan Stirnemann, Gymnasiallehrer, St. Gallen

In «Cassell's Encyclopedia of World Literature», erschienen 1954, war zu lesen, dass Christian Morgensterns Gedichte «praktisch unübersetzbar» seien. Ein Übersetzer, der das sah, stand eines Tages plötzlich da und übersetzte Morgenstern. Wer war er? Geboren 1909 als Max Kühnel in Pilsen, musste er, Mann des Geistes und Wortes jüdischer Herkunft, 1938 vor den Mördern fliehen und konnte sich in Kalifornien unter dem Namen Max Knight ein neues Leben gründen. 1962 veröffentlichte er seine Auswahl aus Morgenstern in einer zweisprachigen Ausgabe: «Gallows Songs and Other Poems». Er starb 1993.

Niklaus Peter, Pfarrer am Zürcher Fraumünster und Publizist, hat nun Knights Werk neuaufgelegt. Zunächst musste Peter dem Lebensweg Knights nachspüren und die amerikanischen Rechte bei dessen Söhnen, Anthony und Martin, einholen. Auch der Piper­-Verlag, der die «Songs and Poems» 1972 herausgegeben hatte, gab seine Zustimmung. Frucht dieser Ermittlungen und sorgfältiger Arbeit ist ein schönes Büchlein in der Reihe «Schwabe reflexe». Am letzten Sonntag des Septembers wurde es in einem Saal des Hotels Waldhaus, Sils Maria, vorgestellt.

Niklaus Peter sprach, und am Flügel improvisierte dazu Rudolf Lutz, St. Galler Organist und künstlerischer Leiter der J.S. Bach­-Stiftung. Auf 1'800 Metern über Meer hörten und sahen gegen siebzig Besucher, wie sich der Sprecher und der Pianist die Bälle zuwarfen, die Morgenstern und Knight ins Spiel gebracht hatten. Da am selben Tag das Nietzsche-­Kolloquium endete, befanden sich im Publikum auch die Witwe des italienischen Nietzsche­-Philologen Mazzino Montinari und die Enkelin Oscar Levys, der Nietzsche in England bekanntgemacht hat. Morgenstern widmete seine Spiele «Dem Kinde im Manne», und stellte sie unter einen Satz aus «Zarathustra»: «Im echten Manne ist ein Kind versteckt, das will spielen.» In der 15. Auflage lautete die bessere Widmung «Dem Kinde im Menschen». Wie spielt Knight mit dem unübersetzbaren Gebet der Rehlein?

Die Rehlein beten     The does,
    zur Nacht,     as the hour grows late,
hab acht! med­-it­-ate;
Halb neun! med­-it­-nine;
Halb zehn! med­-i­-ten;
Halb elf! med­-eleven;
Halb zwölf! med­-twelve;
Zwölf! mednight!

Und was wird aus dem Seufzer, wenn er auf amerikanischem nächtlichem Eis Schlittschuh läuft? Was macht das Mondschaf am kalifornischen Himmel, wie entschreitet der ungeschneuzte Palmström in der neuen Welt und womit wird dort die teure Möwe Emma gefüttert? «The architect, however, flew / to Afri-­ or Americoo». Knight, der nach Amerika fliehen musste, gab dem Gedicht vom Lattenzaun vielleicht nicht zufällig die erste Stelle. Aus dem Raum zwischen der deutschen und englischen Sprachwelt baute er sich und uns ein neues Haus.

Der Romanist und Schriftsteller Iso Camartin sagte in einem Gespräch nach der Aufführung, an der Kunst Knights lasse sich das Wesen des Übersetzens erkennen. Was bedeutete das Übersetzen für Knight selbst? Peter erwägt sehr sinnvoll im kurzen, lehrreichen «Nachnachwort», ob Morgenstern Knights «portatives Vaterland» – wie Heinrich Heine das nannte – gewesen sei, das er mit sich trug und durchs Übersetzen rettete. Warum, könnte man noch fragen, gerade Morgenstern? Wohl wegen seines Humors und Ernstes, deren Verhältnis zueinander schwer zu bestimmen ist, die jedenfalls jenseits all jenes Pathos sind, das in Nietzsches Zarathustra («Oh Mensch! Gib acht! Was spricht die tiefe Mitternacht?») manchmal etwas dumpf klingt. Humor und Ernst machen das Spielen aus, und das Spiel verbindet Menschen, so dass sogar das Unübersetzbare sich der Übersetzung öffnet.

Das kleine Buch ist genau lektoriert. Es folgt, wie es zu einem anspruchsvollen Verlag passt, der herkömmlichen Rechtschreibung. Die wenigen Druckversehen sind schnell vergessen. Leserinnen und Leser, greift zu!
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 13.10.2011 um 00.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#8192


Sehr empfehlenswert Frank Kolbs Abrechnung mit Korfmann, Latacz und Edzard Reuter: Tatort Troia (Schöningh, 2010).
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Dieser Beitrag wurde am 12.10.2011 um 18.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#8190


Kommentar von Alexander Glück, verfaßt am 12.10.2011 um 17.43 Uhr

Wunderbar.

Auch die folgenden Bücher sind in klassischer Rechtschreibung verfaßt:

Alexander Glück: Wahrsagen à la Lenormand. Minibuch und 36 Spielkarten in Luxuskassette (Buchverlag für die Frau)

Alexander Glück: Der Spendenkomplex. Das kalte Geschäft mit heißen Gefühlen

Alexander Glück: Die verkaufte Verantwortung. Das stille Einvernehmen im Fundraising

Alexander Glück (Hrsg.): Unterirdische Perspektiven. Die historische Nutzung verborgener Räume und ihre Möglichkeiten für die Zukunft

Alexander Glück (u. a.): Unter Wien. Auf den Spuren des dritten Mannes durch Kanäle, Grüfte und Kasematten

Vielleicht können Sie den einen oder anderen Titel in Ihren Zirkeln weiterempfehlen.

Danke und viele Grüße

Alexander Glück


Kommentar von Heinz Erich Stiene, verfaßt am 12.10.2011 um 11.13 Uhr

Lieber Herr Glück, meine wohlwollende Aufnahme ist Ihnen sicher. Die klassische Rechtschreibung ist auch in diesen Büchern verwendet:
Prudentius, Das Gesamtwerk. Eingeleitet, übersetzt und kommentiert von Wolfgang Fels (Bibliothek der Mittellateinischen Literatur, 9), Stuttgart (Hiersemann) 2011.
Johannes Sziborsky, Wenig Idylle, viel Odyssee. Eine Jugend, die in Schlesien begann, Berlin u. Bonn (Westkreuz) 2010.
Von Enzensbergers feiner Polemik gegen das sanfte Monster Brüssel war hier wohl schon die Rede.


Kommentar von Alexander Glück, verfaßt am 12.10.2011 um 10.01 Uhr

Guten Morgen,

bei der Gelegenheit möchte ich gerne auf zwei neue Bücher von mir hinweisen, die im Frühling 2012 in klassischer Rechtschreibung erscheinen werden:

1) Wiener Unterwelten

2) Mozarts letzte Ruhe. Der Biedermeierfriedhof von Sankt Marx

Über Ihre wohlwollende Aufnahme dieser neuen Bücher würde ich mich sehr freuen.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 03.08.2011 um 23.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#7978


Bei Siedler, einem Verlag, der einst brachial die Reformschreibung durchsetzen wollte, ist jetzt Manfred Nebelins Ludendorff-Biographie in tadelloser Orthographie erschienen.
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 28.04.2011 um 13.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#7725


Das Enzensbergersche Buch ist wirklich in völlig normaler Orthographie verfaßt und nicht nur, was die ss-Schreibung anbetrifft, auf "alt" getrimmt. Wäre es anders, hätte es mich erstens gewundert und zweitens sehr enttäuscht, da man ja weiß, daß Enzensberger Reformgegner war. Nun konnte ich feststellen, daß er es immer noch ist. ("Heraus mit der Sprache" von "A. Thalmayr" ist ja auch "normal" geschrieben.) Was den Text im Deutschlandfunk betrifft, auf den auch YN im "Tagebuch" hingewiesen hat, so kann ich nur vermuten, daß da ein übereifriger Volontär oder Anlernling zum Schluß nicht mehr zwischen Zitat und Text unterscheiden konnte. Interessant ist bei der ganzen Sache, daß Burkhard Müller-Ullrich selbst ebenfalls kein Reformschreiber ist, wie z. B. auf achgut.de zu sehen. Deshalb wohl auch sein Hinweis auf die Staatseinmischung in die Sprache am Ende seines Beitrags.
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Sigmar Salzburg
Mohrkirch

Dieser Beitrag wurde am 27.04.2011 um 18.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#7722


Wirklich? Der Auszug im Deutschlandfunk weckte doch gemischte Gefühle.
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 27.04.2011 um 17.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#7721


Heute erstanden: Hans Magnus Enzensberger, "Sanftes Monster Brüssel oder die Entmündigung Europas", Edition Suhrkamp, 2011.
Beim ersten Durchblättern habe ich erfreut festgestellt, daß das Buch in unreformierter Orthographie verfaßt ist.
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Hanno Birken-Bertsch
Dreieich

Dieser Beitrag wurde am 16.04.2011 um 11.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#7696


Constanze Kurz und Frank Rieger vom CCC haben im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen bemerkenswerte Artikel zu Aspekten der digitalen Welt veröffentlicht, und zwar Artikel, in denen sie neben Datenverarbeitungsfachkenntnissen auch beeindruckend viel politisches Verständnis und historische Kenntnisse erkennen ließen. Nun haben beide gemeinsam bei Fischer ein Buch mit dem Titel Die Datenfresser. Wie Internetfirmen und Staat sich unsere persönlichen Daten einverleiben und wie wir die Kontrolle darüber zurückerlangen veröffentlicht, und es leuchten dem interessierten Leser Wörter in richtiger Schreibung entgegen:

»Die gute Nachricht ist, daß wir nicht wehrlos sind gegenüber der Informationsmagie und -gier, daß wir unser Schicksal in die eigene Hand nehmen können und Entwicklungen keineswegs zwangsläufig sind. Es gilt, die Veränderung des gesellschaftlichen Klimas in eine positive Richtung zu lenken, auch dadurch, daß man sich zuallererst um seine eigene Datensouveränität kümmert. Auch die digitale Zukunft entsteht durch die Summe der vielen kleinen Handlungen, die wir alle jeden Tag tun, lassen, ignorieren oder kritisieren.« (S. 11)
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 07.03.2011 um 17.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#7579


Der Althistoriker Uwe Walter schreibt bei der FAZ ein Blog in herkömmlicher Rechtschreibung: Antike und Abendland.
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 17.12.2010 um 11.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#7253


Auch Gattin mit Holzabfällen, das neueste Buch von Kleist-Preisträger Max Goldt (hier eine FAZ-Rezension), ist wieder in unreformierter Orthographie erschienen.
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Urs Bärlein
*

Dieser Beitrag wurde am 04.10.2010 um 09.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#6928


Jörg Metes: Die schönsten Weihnachtskatastrophen aus aller Welt

Kiepenheuer & Witsch, 2010
ISBN: 978-3-462-04259-7
176 Seiten, Taschenbuch
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 24.09.2010 um 11.46 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#6892


Prinz Asfa-Wossen Asserate kritisiert in seinem neuen Buch Draußen nur Kännchen (Scherz, 2010) die Rechtschreibreform als Symptom des nachlässigen Umgangs der Deutschen mit ihrer Sprache.
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 13.06.2010 um 21.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#6502


Die Presse, 11. Juni 2010

Kant und die Komik
Ein Sekretär Immanuel Kants antwortet einer von Liebeskummer geplagten adeligen Dame: Alois Brandstetters Roman „Cant läßt grüßen“ bezieht seinen Reiz aus seinen gelehrten Abschweifungen.

[...] (Dass Brandstetter auf der alten Rechtschreibung beharrt, versteht sich von selbst.) [...]

diepresse.com
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Edelgard Mank
Düsseldorf

Dieser Beitrag wurde am 11.11.2009 um 01.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#5591


Lieber Paul Westrich,
Sie sprechen mir mit diesem Beitrag aus der Seele – nicht zuletzt aus Liebe zu Harry Rowohlts „Pooh’s Corner“ in der „Zeit“ und seiner Übersetzung von „Pu der Bär“.

Oile und Kaninchen saßen mit Pu und Ferkl im 100-Morgen-Wald und beratschlagten.
„Wir müssen etwas gegen diese neue Rechtschreibung tun“, sagte Kaninchen.
„Ja, das müsssen wir. Wir müsssen sehen, wasss zzzu tun issst“, sagte Oile.
„Gegen was müssen wir etwas tun?“ fragte Pu.
„Gegen die neue Rechtschreibung!“ sagte Kaninchen, und Oile nickte schwer.
„Aha“, sagte Pu. „Meine Rechtschreibung ist eine gute Rechtschreibung, aber sie wackelt“, sagte Pu.
„Siehst du, das beweist es ja“, sagte Ferkl.
„Wasss beweissst esss?“ fragte Oile.
„Daß die neue Rechtschreibung verwirrend ist“, sagte Kaninchen, und es fühlte sich wieder mal schlauer als die anderen.
Pu sah in den Himmel, dachte eine Weile nach und sagte:
„Ich bin ein Bär von geringem Verstand. Wenn mir jemand von etwas sagt, daß es irgendwo draufsteht, dann kann ich es lesen.“
„Du kannst nur ,Honich‘ lesen!“ sagte Ferkl etwas düpiert.
„,Honich‘ – ja, das kann ich lesen. Ich kann es lesen, wenn es auf einem Topf geschrieben ist, weil Christopher Robin mir gesagt hat, daß das, was da geschrieben steht, ,Honich‘ heißt“, sagte Pu. ...
(frei nach Zitaten aus dem Buch „Pu der Bär“ in der Übersetzung von Harry Rowohlt)

Vielen Dank für Ihren Beitrag. Ich hatte sehr viel Spaß.
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 10.11.2009 um 17.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#5589


Vor einigen Tagen hat Harry Rowohlt in einer Reutlinger Buchhandlung aus seinen neuen Geschichten ("Pu der Bär") gelesen. Einem von Katharina Mayer verfaßten Zeitungsartikel hierüber entnahm ich folgende Passage:
"Die Erfinder der Rechtschreibreform, meint Rowohlt mit einem strengen Blick über die Ränder der Harry-Potter-Senior-Brille, sind sowieso 'graue Gesellen, die noch nie mit Genuss ein Buch gelesen haben'. Eine Spezies, mit der man am besten so verfahre, wie es ein Hamburger Sprichwort empfiehlt: 'Lebenslang aus dem Fenster schmeißen'."
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr

Dieser Beitrag wurde am 07.11.2009 um 21.40 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#5569


Im Verlag HOFFMANN UND CAMPE (Erstauflage 2009) ist

das neue Buch von Siegfried Lenz "LANDESBÜHNE"

in konventioneller Rechtschreibung erschienen!
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 12.09.2009 um 19.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#5353


Die "richtige" Erziehung ist selbstbewusst

Von Silvia Seimetz
RECKLINGHAUSEN/OE. Diese Frau hält mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg. Und wenn es um Kinder geht, redet sie sich schnell "in Rage". Darum ist Regine Schwarzhoff, Vorsitzende des Elternvereins NRW, oft Gast in Talkshows. Am Donnerstag, 17. September, spricht die Recklinghäuserin im Willy-Brandt-Haus über ihre Ideen von "richtiger" Erziehung.

Auf Einladung der Buchhandlung Winkelmann und der Volkshochschule RE stellt sie ihr erstes Buch vor. Der Titel: "Kinder brauchen starke Eltern. Das Mutmach-Buch für eine selbstbewußte Erziehung". "Für die alte Schreibweise auf dem Titel habe ich hart gekämpft", sagt Regine Schwarzhoff. Denn die Rechtschreibreform ist für die dreifache Mutter barer Unsinn: "Deswegen machen Schüler mehr Fehler."

[. . .]

(Recklinghäuser Zeitung, 11. 9. 2009)
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Calva
Bochum

Dieser Beitrag wurde am 29.08.2009 um 11.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#5302


Nicht ganz die gleiche Kategorie Dichter oder Denker, aber in unreformierter Schreibung ("daß", "im wesentlichen") ist das Zeugs der BüSo wenigstens augenfreundlicher als das der etablierten Parteien.
Und immerhin will BüSo ja, daß "wir wieder zum Volk der Dichter und Denker werden".
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 14.06.2009 um 07.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#5079


Siegfried Lenz, *Schweigeminute [/] Novelle*, Hamburg: Hoffmann und Campe, 2008. In jeder Hinsicht empfehlenswert.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 12.02.2009 um 15.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#4594


Zuspruch von lesbischer Seite: édition el!es (Ruth Gogoll).
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Heinz Erich Stiene
Frechen

Dieser Beitrag wurde am 31.10.2008 um 14.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#4130


Soeben erschienen:

Dhuoda, Liber manualis. Ein Wegweiser aus karolingischer Zeit für ein christliches Leben. Eingeleitet, aus dem Lateinischen des 9. Jahrhunderts übersetzt und kommentiert von Wolfgang Fels (Bibliothek der Mittellateinischen Literatur 5), Stuttgart (Hiersemann) 2008.

Im jüngsten Band einer wissenschaftlichen Zeitschrift, der mir vorliegt, finden sich drei orthographische Systeme nebeneinander: Reformschreibung, Schweizer Usus und herkömmliche Rechtschreibung.
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 28.10.2008 um 17.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#4114


In welchem Verlag sind die jeweils erschienen?
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Heinz Erich Stiene
Frechen

Dieser Beitrag wurde am 28.10.2008 um 11.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#4112


Vier zufällig gefundene Fachbücher des Jahres 2008, die unreformiert erschienen sind:

Catalogus und Centurien. Interdisziplinäre Studien zu Matthias Flacius und den Magdeburger Centurien. Herausgegeben von Arno Mentzel-Reuters und Martina Hartmann, Tübingen 2008.
Kerstin Losert, Überschreitung der Geschlechtergrenzen. Zum Motiv der Frau in Männerkleidern im Dolopathos des Johannes von Alta Silva und anderen literarischen Texten des Mittelalters, Frankfurt/Main 2008
Sigebert von Gembloux († 1122), Acta Sanctae Luciae, hg. v. Tino Licht, Heidelberg 2008.
Thomas Klapheck, Der heilige Ansgar und die karolingische Nordmission, Hannover 2008.

Reformiert hingegen ist der Werbespruch auf dem Auto einer Hähnchenbraterei, das gelegentlich in meiner Heimatstadt unterwegs ist: „Immer cross & lecker“.
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Walter Lachenmann
Waakirchen

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2008 um 16.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#4105


Aus dem neuesten Bücherprospekt »Manuscriptum«

Leuchtturm im Rechtschreibchaos: Der »Mackensen«

Ein beliebiger Blick auf Druckerzeugnisse jeder Art zeigt uns das tägliche Grauen einer zerstörten, einst einheitlichen Schriftsprache. Willkür, Chaos und Beliebigkeit allenthalben. Wir haben uns der Zumutung, eine der am besten funktionierenden Orthographien der europäischen Sprachen zu zerstören, von Anfang an verweigert und sehen uns zunehmend (und kräftig) darin bestätigt. Und für uns besonders interessant und erfreulich: Je länger das Elend währt, desto größer wird die Nachfrage nach dem einzigen verfügbaren Wörterbuch in der bewährten Orthographie, dem »Mackensen«, der über das rein Orthographische hinaus noch eine Menge Zusatznutzen bietet: eine kompakte Grammatik, Worterklärungen und Hinweise zu Stilistik und Aussprache etwa.

Lutz Mackensen
Deutsches Wörterbuch
XLIV, 1219 Seiten, 16 x 23,5 cm, gebunden mit Schutzumschlag.
Bestell-Nr. 7956 2712
€ 24,80


Das »einzig verfügbare Wörterbuch in der bewährten Orthographie«?
Nicht ganz wahr, aber dennoch eine gute Nachricht.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2008 um 08.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#4104


[Gerhard Polt im Gespräch mit der F.A.Z.:] Es gibt Ratten, und es gibt den, der pfeift. Der Rattenfänger sagt, was kann ich dafür, daß die hinter mir herkommen? Und es gibt die Ratte, die sagt, was soll ich tun, wenn gepfiffen wird, dann muß ich kommen. Das war das Thema von Ionescos „Die Nashörner“. Wie lang hat die Rechtschreibreform gedauert?

[Hannes Hintermeier:] Zehn Jahre.

[Polt:] Und das Ergebnis? Die Politik schreibt vor, wie man zu schreiben hat. Der Duden macht Reklame mit dem Spruch, jetzt stehe fest, wie man „amtlich“ schreibt. Ich schreibe, wie ich mag, und nicht amtlich. Früher hieß das: Es ist „polizeilich verboten, auf den Boden zu spucken“. Aber das ist nicht polizeilich verboten, das ist gesetzlich verboten.
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 29.09.2008 um 21.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#3965


Tilman Nagel, Mohammed (Oldenbourg Verlag 2008), ein "Standardwerk" (Verlagswerbung), das "sicherlich in den kommenden fünfzig Jahren nicht veralten" wird (Süddeutsche Zeitung).
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 20.05.2008 um 02.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#3337


Christoph Keese: Verantwortung jetzt. Wie wir uns und anderen helfen und nebenbei unser Land in Ordnung bringen, C. Bertelsmann, 2006, Goldmann Taschenbuch, 2007
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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 14.09.2007 um 13.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#2317


Herlinde Koelbl:
IM SCHREIBEN ZU HAUS
Wie Schriftsteller zu Werke gehen
Fotografien und Gespräche
Knesebeck Verlag 1998 2. Auflage
49,90 Euro
(42 Autorenporträts mit vielen Fotos und Schriftproben)

Nicht zu empfehlen ist die neue Kurzfassung:

Herlinde Koelbl:
Schreiben!
30 Autorenporträts.
Bearbeitet von Gernot Geurtzen.
Knesebeck, München 2007.
19,95 Euro

Alle Schriftsteller, erklärte Gegner der „Reform“ zumeist, reden nun in Reformschreibung und kennen weder die Wörter „jedesmal“, „wieviel“ noch „kennenlernen“. Wenige unverfängliche Schriftproben.
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Christoph Schatte
Poznan

Dieser Beitrag wurde am 10.09.2007 um 20.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#2300


Das Vorhaben der Universität Leipzig, elektronische Seiten zu archivieren, scheint dem Bedauern "Ach wie flüchtig, ach wie nichtig, ..." vorbeugen zu wollen. Wann endlich wird man alle Internetseiten – zur Verbesserung ihrer Haltbarkeit – in Stein meißeln und ins Weltall feuern?
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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 10.09.2007 um 14.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#2295


Schriftstellerin Anne Chaplet

Dienstag, 22. Juni 2004

... Ich rege mich wieder mal über die sogenannte „neue“ Rechtschreibung auf, vor allem über die nicht eben seltene Behauptung ihrer Befürworter, sie sei „modern“, während die „alte“ eben veraltet wäre, und man habe sich ihr zu befleißigen, wenn man von „der Jugend“ verstanden werden wolle.

Mal abgesehen davon, daß ich auch von den Älteren verstanden werden will, ist das Argument schon deshalb seltsam, weil die Rechtschreibreform nicht Resultat nachvollzogener Veränderung ist, wie es sich durchaus gehörte, weil Sprache ja etwas Lebendiges ist – sondern die Kopfgeburt nicht eben jugendlich-frischer Menschen. Was ist modern an dieser begrifflosen Selbstverwirklichungsorgie einer durch nichts legitimierten Versammlung von Schreibtischtätern?

Schlimmer noch: nichts ist einfacher geworden, alles ist verworrener, aber es ist keine freudvoll-verspielte Anarchie, die wir erleben, sondern die Fortschreibung der Lieblosigkeit, mit der uns schon die Nachrichtenredaktöre der Rundfunkanstalten beglücken, bei denen man neuerdings einen Konflikt „gegen“, aber nicht „mit“ jemandem hat. Und „Massaker“ grundsätzlich auf der ersten Silbe betont wird.

Ich laß mich auf den ganzen Quatsch nicht ein, meine Verlage verlangen mir überdies nichts ab, was mir gegen den Strich geht und ich frage mich schon seit langem, wer eigentlich gezwungen ist, sich der „neuen“ Rechtschreibordnung anzubequemen – außer Lehrern und Schülern? Die allerdings sollte man mit der neuen Verwirrung nicht allein lassen. Also: Schluß mit der Rechtschreib“reform“!

Anne Chaplet
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Philip Köster
Hamburg

Dieser Beitrag wurde am 08.08.2007 um 03.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#2172


Mir ist übrigens gestern im Fernsehen zu Ohren gekommen, die Universität Leipzig plane, ihrem Wissenschaftsauftrag folgend, elektronische Seiten zu archivieren. Ich wüßte nicht, wozu das gut wäre, ich halte das Internet immer noch für etwas überschätzt – die wirklich guten Sätze wurden und werden immer noch auf Papier geschrieben. Wenn man sich allerdings schon einmal zu einem solchen Entschluß durchgerungen hätte, wäre mein Vorschlag, auch www.sprachforschung.org auf Festplatte und DVD zu bannen. Niemand würde sich dafür interessieren, aber vielleicht käme ja einmal in fünfhundert Jahren ein neuer Goethe, der bereit wäre, sich unser, genauer: mein Dilettieren (denn den anderen Teilnehmern unterstelle ich frohgemut höchste Sprachkenntnis) »reinzuziehen«, wie man heute sagt.
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Philip Köster
Hamburg

Dieser Beitrag wurde am 07.08.2007 um 12.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#2171


Aha, nun habe ich diesen Thread wiedergefunden. Ich möchte an dieser Stelle auch einmal Herrn Droste eine persönliche Antwort überlassen: Jörg Fauser scheint eins seiner Vorbilder zu sein, aber Herrn Fauser unterscheidet von Herrn Droste, daß er wirklich schreiben konnte, er war ein Sprachmeister, der selbst das Kunststück fertiggebracht hat, Charles Bukowski für die deutsche Sprache zu interessieren, er war also, aller berechtigten Kritik der Säuferliteratur zum Trotz, ein Botschafter des Deutschen. Bei Herrn Droste habe ich schon immer gleich nach zwei Zeilen genug. Da wird »gekoffert«, natürlich gegen Günter Grass, und man wartet ja eigentlich nur noch auf die Stellungnahme, García Márquez wäre im kulturellen Keller zu verorten, während die von ihm so heiß und innig geliebten v. Stuckrad-Barre und Christian Kracht im Olymp anzusiedeln wären.

Ich weiß nicht, ob Herr Droste hier mitliest. Er sollte es tun. Denn hier schreibt tatsächlich die Elite das Landes. Es war ein Kardinalfehler der Linken, »Elite« als Schimpfwort anzusehen.
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Philip Köster
Hamburg

Dieser Beitrag wurde am 07.08.2007 um 08.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#2167


Wirklich ein blödes Geschwafel von Wiglaf Droste. Ich verfolge seine Artikel seit einiger Zeit mit wachsendem Unbehagen. Daß er ein Linker, ein Privatanarchist ist – ich nehme es ihm nicht übel. Jeder soll nach seiner Façon glücklich werden. Herr Droste ist aber einem Propagandaerfolg der Reformer aufgesessen, der da nämlich lautet, die Reform brächte den Schülern endlich die langverdienten »Freiheiten«. So kann ja nur argumentieren, wer seine eigene Schrift nicht beherrscht. Unter »Freiheit« verstehe ich etwas ganz anderes, nämlich die Freiheit, den Schülern das Recht auf guten Ausdruck zuzugestehen.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 06.08.2007 um 20.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#2166


Erstaunlich unkomisch und auch reichlich ahnungslos kommentiert Wiglaf Droste.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 13.06.2007 um 19.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#1926


Die Rede, mit der Günter Grass den PEN-Kongreß in Berlin einleitete, wurde von der Zeit orthographisch unverändert abgedruckt.
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David Weiers
Königswinter

Dieser Beitrag wurde am 22.05.2007 um 12.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#1862


Bin ich froh, daß es dieses Thema hier im Forum gibt.
Also, eine Frage: Wie ist das "Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur" von Kraft und Kunisch, 2003 bei Nymphenburger erschienen, gedruckt: normal oder "schon wieder veraltet"? (Was für ein Witz das eigentlich ist: wenn über Gegenwartsliteratur in bereits veralteter Reformrechtschreibung geschrieben wird... Mann, ist das alles peinlich...)

Mittlerweile bin ich schlauer: Das vielversprechende Werk ist reformiert gehalten, Zitate allerdings sind brav normal. Man möchte da schon fast sagen: Anscheinend geht's doch auch normal, also warum reformiert? – aber das spart man sich besser.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 04.04.2007 um 02.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#1732


Heinz Florian Oertel: Gott sei Dank. Schluß mit der Schwatzgesellschaft, Das Neue Berlin, 2007
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 03.02.2007 um 01.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#1404


»Bitte schicken Sie den Text in alter Rechtschreibung

(Aus den „Regeln zur Manuskripteinrichtung“ des Heidelberger Instituts für Textkritik)
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 26.01.2007 um 18.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#1388


Chitra Banerjee Divakaruni, „Die Prinzessin im Schlangenpalast“, Roman, Diana-Taschenbücher, Diana Verlag AG, München und Zürich; Printed in Germay 2003 (461 Seiten in herkömmlicher Rechtschreibung. „Der Diana Verlag ist ein Unternehmen der Heyne Verlagsgruppe, München“).
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 30.11.2006 um 19.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#1150


Eine Frechheit bei spektrumdirekt (Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH):

»Fazit: "Lucy und ihre Kinder" präsentiert sich nach wie vor als faszinierendes Familienalbum unserer Ahnen und dürfte das beste Nachschlagewerk der Paläoanthropologie sein. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings: Dass die vom Elsevier-Verlag herausgegebene deutsche Übersetzung acht Jahre nach der Rechtschreibreform immer noch auf die Rechtschreibung von 1901 setzt, erscheint doch ein wenig fossil.«

(siehe hier)
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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 18.11.2006 um 20.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#1093


Schiller für Kinder
Ausgewählt von Peter Härtling
Illustriert von Hans Traxler
insel taschenbuch 3233
1. Auflage 2006
93 Seiten

Schiller in traditioneller Rechtschreibung, z.B „Der Taucher“ S. 58: Das erfaßt’ ich behend und entrann dem Tod …Des Hammers greuliche Ungestalt ... Allein in der gräßlichen Einsamkeit ...

Die Vorrede von Peter Härtling meidet reformierte Signale, die dreieinhalb Seiten Erklärungen am Schluß verwenden eine ältere Version der Reformschreibung: »Dieses Gedicht [Lied von der Glocke] liegt mir sehr am Herzen«, schrieb er, als er es fertig gestellt hatte. ... Wisst ihr, wie Seitenmeter gemessen werden? ... Daher macht Schiller von der so genannten »dichterischen Freiheit« Gebrauch ...

Orthographie und Interpunktion wurden für diese Ausgabe gegenüber der Vorlage [Deutscher Klassiker Verlag] behutsam modernisiert...
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 02.04.2006 um 17.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#594


Einen Bericht über die Resolution der jungen Schriftsteller kommentiert der Verleger Ch. Müller-Straten (http://www.museum-aktuell.de/index.php?site=news):

»Nicht nur Schriftsteller, auch Tageszeitungen und ganze Verlage haben sich nicht an die behördlich verordnete Verhunzung der lebendigen Sprache gehalten. Auch unser Verlag gehört dazu: Wir schreiben nach wie vor in der alten Schreibweise. Reform folgte auf Reform, ein Rückzieher auf den anderen. Gekostet hat dies den Staat Millionen. Jetzt landen wir also fast wieder auf dem alten Teppich – als gäbe es sonst nichts zu reformieren. Man wird den Eindruck nicht los, als habe sich die Kultusministerkonferenz allzu leicht in die Hände von Interessengruppen begeben, denn wirklich notwendig war eine staatliche Rechtschreibreform nie.«
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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 08.03.2006 um 22.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#554


Peter Rühmkorf vor einer Stunde in Rendsburg zur Rechtschreibreform:
„Das ist an mir vorbeigegangen. Ich habe mich damit beschäftigt. Ich war der Meinung, daß das Schreiben einer leichten Reform bedürfe – aber nicht einer Blödsinnsreform!“
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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 01.03.2006 um 23.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#538


Feridun Zaimoglu, „Leyla“, Roman, Kiepenheuer & Witsch 2006 (527 S., in normaler Rechtschreibung)
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 23.02.2006 um 15.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#526


Thomas Kapielskis Blog in normaler Rechtschreibung.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 16.02.2006 um 22.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#521


»Mit Reformen ist der allgemeinen Entwicklung nicht mehr beizukommen. Nehmen wir einmal das innerhalb Deutschland noch nicht standardisierte Abitur im globalisierten, erweiterten Europa. Oder die Rechtschreibreform, ein Moloch in Zeiten knapper Kassen, mit ungeheuerlichem ökonomischem Aufwand gegen die Betroffenen durchgezogen.«

Jörg Immendorff, zitiert in der Berliner Morgenpost vom 19. September 2005
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 09.02.2006 um 17.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#508


Christian Meiers Nachruf auf Reinhart Koselleck hat die Zeit undeformiert abgedruckt.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 26.12.2005 um 17.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#459


Der von Andreas Krause Landt soeben in Berlin gegründete
Landt-Verlag verwendet die herkömmliche Rechtschreibung.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 25.12.2005 um 21.33 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#455


Sarah Kirsch: Hohngekicher gegen die Rechtschreibreform
http://www.welt.de/data/2005/12/24/821416.html
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Jörg Metes
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 12.12.2005 um 23.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#433


In Verlagen mit reformierter Hausorthographie, aber in normaler Rechtschreibung erschienen:

Marianne Krüll, Im Netz der Zauberer, S. Fischer 2005
Ingo Schulze, Neue Leben, Berlin Verlag 2005
Detlef Opitz, Der Büchermörder, Eichborn 2005
Dieter Wellershoff, Das normale Leben, Kiepenheuer & Witsch 2005
Olga Kaminer, Alle meine Katzen, Ullstein 2005
Matthias Politycki, Herr der Hörner, Hoffmann & Campe 2005
Mario Adorf, Mit einer Nadel bloß, Kiepenheuer & Witsch 2005
Ludwig Lugmeier, Der Mann, der aus dem Fenster sprang, Kunstmann 2005
Joseph von Westphalen, Die Memoiren meiner Frau, btb 2005
Tomas Lieske, Gran Cafe Boulevard, Kiepenheuer & Witsch 2005 (aus dem Niederländischen von Christiane Kuby)
Daniel Kehlmann, Die Vermessung der Welt, Rowohlt 2005
Daniel Kehlmann, Wo ist Carlos Montufar?, Rowohlt 2005
Gerhard Henschel, Der dreizehnte Beatle, Hoffmann & Campe 2005
Kathrin Schmidt, Seebachs schwarze Katzen, Kiepenheuer & Witsch 2005

Bei Gingko Press, einem amerikanischen Verlag, ist auf deutsch und in normaler Rechtschreibung erschienen:

Charles Bukowski, Schreie vom Balkon (Briefe), Gingko Press 2005 (übersetzt von Carl Weissner)
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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 17.11.2005 um 20.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#382


Letzte Woche las Daniel Kehlmann (30) in Kiel aus seinem neuen Roman
„Die Vermessung der Welt“ (rowohlt). Er ist etwas gewöhnungsbedürftig in seiner freien Verwendung der Hauptpersonen Gauß und Humboldt. Im Publikum gab es reichlich Heiterkeit. Der Roman ist, wie die vorigen, in bewährter Kulturrechtschreibung verfaßt. Aus dem Mann kann also noch etwas werden.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 17.11.2005 um 12.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#378


Unreformierte Neuerscheinungen in reformierten Verlagen:

Johannes Groschupf: Zu weit draußen, Eichborn 2005
Steffen Kopetzky: Lost/found, btb 2005
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 09.11.2005 um 17.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#355


Die neuesten Bücher von Helmut Schmidt und Theo Sommer sind in einwandfreier Rechtschreibung erschienen. Warum hat dann die Zeit je umgestellt?
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Dieser Beitrag wurde am 06.11.2005 um 00.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#349


»Der Text erscheint auf Wunsch von Peter Sloterdijk in alter Rechtschreibung«

( Cicero / Oktober 2005, S. 118: »Die Atemlosigkeit der Moderne« / Interview [!] mit Peter Sloterdijk )
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 01.10.2005 um 11.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#296


Um Deine Geduld als Leser dieser Epistel nicht zu überfordern: wir begegneten einander anläßlich der Buchmesse in Leipzig, zu deren Rahmenprogramm ein übrigens vom Arbeiter- und Bauern-Staat geduldetes Fachgespräch der Dudengesellschaft gehörte, zu deren Mitgliedern zweierlei Deutsche zählen, so auch ich, der demnächst (gleich Dir) emeritierte Professor, dessen linguistische Spitzfindigkeiten jedoch beim Duden-West in schöner Fortdauer gefragt bleiben werden. Und da wir mit Duden-Ost einigermaßen störungsfrei zusammenarbeiten, kam es zu dieser Begegnung, denn auch Inge gehört als ausgewiesene Linguistin zur gesamtdeutschen Sprachverschlimmbesserergemeinde, in der Österreicher und Deutschschweizer ein Wörtchen mitreden dürfen. Doch will ich Dich nicht mit unseren Querelen in Sachen Rechtschreibreform langweilen; dieser Berg kreißt schon lange und wird eines Tages das sprichwörtliche Mäuslein gebären.

Günter Grass: Mein Jahrhundert, S. 175
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 01.10.2005 um 00.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#294


Henning Köhler rezensiert in der Frankfurter Allgemeinen vom 29. 9. 2005 Alfred Grossers Buch Wie anders ist Frankreich? (C. H. Beck, München 2005):

»[. . .] Die Franzosen dagegen haben ein viel engeres Verhältnis zu ihrer Geschichte, sie leben in ihr, sind doch viele staatliche Einrichtungen in der Revolution oder unter Napoleon entstanden. Ganz selbstverständlich sei es, daß die Schulkinder "einen Anspruch darauf haben, stolz auf die Vergangenheit ihres Landes zu sein". Und man kann die Verwirrung durch den Hinweis noch steigern, daß die Lehrer, die mit republikanischem Pathos diesen Anspruch einlösen, überwiegend nach links neigen.

Das hindert jedoch noch immer einen Großteil der Lehrer nicht daran, an der "autoritären, aber aufgeschlossenen Pädagogik ihrer Vorgänger festzuhalten". Das ist eine für Deutsche geradezu unwirkliche Erscheinung. Der Eindruck der Fremdartigkeit verstärkt sich noch, wenn man an anderer Stelle liest, welche Bedeutung Diktate nicht nur im Unterricht haben, sondern auch als das ganze Lande erfassender, vom Fernsehen übertragener Wettbewerb, an dem Hunderttausende teilnehmen. Kann man sich das in Deutschland vorstellen, wo das Diktat das Haßobjekt der Gesamtschulideologen darstellt? Bei diesem wachen Sinn für die Hochsprache kann es nicht überraschen, daß der "schier endlose Kampf" um die Rechtschreibreform "von Frankreich aus unverständlich ist". [. . .]«
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Dieser Beitrag wurde am 15.09.2005 um 20.52 Uhr eingetragen.
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» (...) Sieht er die deutsche Sprache in Gefahr - durch die Anglizismen etwa? Oder erkennt er darin eher, wie Adolf Muschg beispielsweise, eine Gefahr für das Englische? "Weder noch! Und ich halte auch nichts von der Rechtschreibreform. Es macht mich wütend, dass sich irgendwelche Machthaber und Entscheidungsträger anmaßen wollen, über die Sprache zu bestimmen. Die Sprache ist immer davon unabhängig und im Fluss. Sie ist viel stärker als wir, schon weil sie viel älter ist, als jeder einzelne Mensch auf Erden werden kann. Sie entwickelt sich nach eigenen Gesetzen. Sie kann gebeugt werden und kann leiden - wie etwa im 'Dritten Reich'. Aber sie wird immer stärker sein als wir. Sie wissen ja, das Sein bestimmt das Bewusstsein, was man vorfindet, das kann man nicht ignorieren." (...) «

( Gespräch mit Urs Widmer in den Dresdner Neuesten Nachrichten, 15. September 2005 )
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 31.08.2005 um 00.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#255


»Fragen Sie Reich-Ranicki«
Eco, Kafka und die Rechtschreibreform

[. . .]

Erwarten Sie irgendwelche Auswirkungen der (unausgegorenen) Rechtschreibreform auf die gegenwärtige oder künftige Literatur?
Günther Hoinka, Hameln

Nein, ich glaube nicht, daß die Rechtschreibreform, wie immer sie ausfällt, in irgendeinem Sinne Einfluß auf die Schriftsteller haben wird. Es sollte ja gerade umgekehrt sein, daß also Schriftsteller Einfluß auf die Reform ausüben. Aber wahrscheinlich ist es schon zu spät.

[. . .]

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 24. 7. 2005
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Jörg Metes
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 14.07.2005 um 18.50 Uhr eingetragen.
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»Flußufer« schreiben Sie mit »ß«. Haben Sie etwas gegen die neue Rechtschreibung?
Wecker: Ich finde sie nicht so wahnsinnig glücklich. In diesem speziellen Fall habe ich mich einfach für das »ß« entschieden, weil's schöner aussieht, find' ich. Da war das Optische maßgeblich. Sonst richtet man sich ja danach, welche Regelung der jeweilige Verlag vorzieht. Aber ich bin schon der Meinung, man hätte sich die Reform sparen können.


( Interview mit Konstantin Wecker über sein Tourprogramm »Am Flußufer«, Reutlinger Stadtanzeiger, 14. 07. 05 )


Was ich nicht mag: […] Fachleute, wenn man sie lässt (siehe Rechtschreibreform) […]
( Paul Flora in Das Magazin / Zürich, Nr. 27, 08. – 15. 07. 2005 )
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 20.05.2005 um 19.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#103


Eine Sonderbeilage der Akademie der Künste aus Anlaß der Fertigstellung ihrers neuen Hauptgebäudes am Pariser Platz ist von der Berliner Zeitung in normaler Rechtschreibung veröffentlicht worden.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 06.05.2005 um 10.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#86


In einem Interview mit dem Börsenblatt (Heft 18 vom 4. Mai 2005) wurde Michael Klett die Frage gestellt: »Wie beurteilen Sie das Hin und Her bei der Rechtschreibreform?«

Kletts Antwort: »Ich bin erklärter Gegner der Reform und halte sie für unsinnig. Mich ärgert auch der Eingriff in die Sprache mit politischer Macht. Als Unternehmer bin ich geschädigt durch die andauernden Änderungen, die wirtschaftlich unnötig sind. Allerdings bin ich bereit, die Kosten zu tragen, wenn wir das sauber geregelt bekommen.«
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 07.04.2005 um 18.25 Uhr eingetragen.
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Der Karikaturist Götz Wiederoth gehört zwar nicht zu den Dichtern und Denkern, aber er übt nicht zum ersten Mal Kritik an den Reformkapriolen:
http://www.wiedenroth-karikatur.de/detail/1112886961_view.html
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 04.04.2005 um 12.33 Uhr eingetragen.
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In der SZ vom Samstag beschreibt der Marburger Philosoph Reinhard Brandt den Bologna-Prozeß der europaweiten Hochschulreform mit folgenden Worten: »Dies ist ein Parallelunternehmen zur Rechtschreibreform: ein Verwaltungsprodukt ohne Kenntnis des Eigensinns der Sprache und der Universitäten und ihres Wandels.« (»Forscht zweckfrei! / Aber erkenntnisgeleitet: Zur Zukunft der Bildungsanstalten«, SZ vom 2.4.2005, Seite 21)
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Jörg Metes
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 01.04.2005 um 21.51 Uhr eingetragen.
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In Verlagen mit reformierter Hausorthographie, aber in normaler Rechtschreibung erschienen:

Christoph Peters, Heinrich Grewents Arbeit und Liebe, btb 2005
Uwe Tellkamp, Der Eisvogel, Rowohlt 2005
Max Goldt, Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens, Rowohlt 2005
Patricia Görg, Tote Bekannte, Berlin Verlag 2005
Claude Simon, Das Gras, DuMont 2005 (aus dem Französischen von Eva Moldenhauer)
Eva Menasse, Vienna, Kiepenheuer und Witsch 2005
Günther de Bruyn, Abseits, S. Fischer 2005
Jenny Erpenbeck, Wörterbuch, Eichborn 2005
Karen Duve, Die entführte Prinzessin, Eichborn 2005
Klaus Modick, Vatertagebuch, Eichborn 2005
Imre Kertesz, Detektivgeschichte , Rowohlt 2004 (aus dem Ungarischen von Angela und Peter Mate, Lektorat Ingrid Krüger)
John von Düffel, Houwelandt, DuMont 2004
Georg Klein, Die Sonne scheint uns, Rowohlt 2004
Helmut Krausser, Die wilden Hunde von Pompeii, Rowohlt 2004
Thomas Brussig, Wie es leuchtet, S. Fischer 2004
Markus Werner, Am Hang, S. Fischer 2004
Gerhard Seyfried, Der Schwarze Stern der Tupamaros, Eichborn 2004
Sven Regener, Neue Vahr West, Eichborn 2004
Thorsten Becker, Sieger nach Punkten, Rowohlt 2004
Maxim Biller, Bernsteintage, Kiepenheuer und Witsch 2004
Horst Bosetzky, Die Bestie vom Schlesischen Bahnhof, Jaron 2004
Renate Feyl, Streuverlust, Kiepenheuer und Witsch 2004
Gerhard Henschel, Kindheitsroman, Hoffmann & Campe 2004
Angelika Klüssendorf, Aus allen Himmeln, S. Fischer 2004
Petra Morsbach, Gottesdiener, Eichborn 2004
Matthias Wittekind, Sog, Eichborn Berlin 2004
Sibylle Berg, Ende gut, Kiepenheuer & Witsch 2004
Viola Roggenkamp, Familienleben, Arche 2004
Helge Schneider, Aprikose, Banane, Erdbeer, KiWi 2004
Wibke Bruns, Meines Vaters Land, Econ 2004
Ursula Fricker, Fliehende Wasser, Pendo 2004
Kathrin Röggla, Wir schlafen nicht, S. Fischer 2004 [Kleinschreibung]
Frank Goosen, Mein Ich und sein Leben, Eichborn 2004
Akif Pirinçci, Salve Roma! Eichborn 2004
Maxim Biller, Esra, Kiepenheuer und Witsch 2003
Lukas Hammerstein, Die 120 Tage von Berlin, S. Fischer 2003
Alban Nicolai Herbst, Meere, Mare Verlag 2003
Katja Lange-Müller, Die Enten, die Frauen und die Wahrheit, Kiepenheuer und Witsch 2003
Christoph Ransmayr, Die Verbeugung des Riesen, S. Fischer 2003
Martina Zöllner, Bleibtreu, DuMont 2003
Friedrich Christian Delius, Warum ich schon immer recht hatte, Rowohlt 2003
Max Goldt, Für Nächte am offenen Fenster, Rowohlt 2003
Monika Held, Augenbilder, Eichborn 2003
Wolfgang Joop, Im Wolfspelz, Eichborn 2003
Herbert Knebel, Ich glaub, mich holnse ab, Kiepenheuer und Witsch 2003
Roland Koch, Ins leise Zimmer, Kiepenheuer und Witsch 2003
Klaus Modick, Der kretische Gast, Eichborn 2003
Sten Nadolny, Ullsteinroman, Ullstein 2003
Sven Regener, Herr Lehmann, Goldmann TB 2003
Hans Joachim Schädlich, Anders, Rowohlt 2003
Birgit Vanderbeke, Geld oder Leben, S. Fischer, 2003
Uwe Timm, Am Beispiel meines Bruders, Kiepenheuer & Witsch, 2003
Christoph Peters, Das Tuch aus Nacht, btb, 2003
Monika Maron, Geburtsort Berlin, S. Fischer, 2003
Marcus Braun, Hochzeitsvorbereitungen, Berlin, 2003
Judith Kuckart, Die Autorenwitwe , DuMont 2003
Stephan Krawczyk, Der Narr , Pendo 2003
Jens Sparschuh, Eins zu eins , Kiepenheuer und Witsch 2003
Karine Tuil, Schaumhochzeit , Kiepenheuer und Witsch 2003
Laura Hird, Nägel , Eichborn 2003
Judith Hermann, Nichts als Gespenster, S. Fischer 2003
Claude Simon, Die Straße in Flandern, DuMont 2003 (aus dem Französischen von Eva Moldenhauer)
Helmut Krausser, UC , Rowohlt 2003
Eckhard Henscheid, Gesammelte Werke in Einzelbänden , Zweitausendeins, 2003 ff.
Thorsten Becker, Die Besänftigung, Rowohlt 2003
Erika Pluhar, Die Wahl, Hoffmann und Campe 2003
Susanne Riedel, Eine Frau aus Amerika, Berlin Verlag 2003
Peter Renner, Griff in die Luft, dtv 2003
Olaf Müller, Schlesisches Wetter , Berlin Verlag 2003
Wolfgang Hilbig, Der Schlaf der Gerechten , S. Fischer 2003
Günter de Bruyn, Unter den Linden , Siedler 2002
Gerhard Henschel, Die Liebenden , Hoffmann und Campe 2002
Klaus Modick, September Song, Eichborn 2002
Andreas Schäfer, Auf dem Weg nach Messara, Alexander Fest Verlag 2002
Elke Schmitter, Leichte Verfehlungen, Berlin Verlag 2002
Joseph von Westphalen, Der Liebessalat, btb 2002
Frank Schulz, Morbus fonticuli, Eichborn 2002
Gerhard Roth, Der Strom, S. Fischer 2002
Gerhard Seyfried, Herero, Eichborn 2002
Karen Duve, Dies ist kein Liebeslied , Eichborn 2002
Robert Gernhardt, Im Glück und anderswo , S. Fischer 2002
Monika Maron, Endmoränen , S. Fischer 2002
Kathrin Schmidt, Königs Kinder , Kiepenheuer und Witsch 2002
Tim Staffel, Rauhfaser , Fischer Taschenbuch 2002
Antje Ravic Strubel, Fremd Gehen , marebuchverlag 2002
Arnold Stadler, Sehnsucht , DuMont 2002
Georg Klein, Von den Deutschen, Rowohlt, September 2002
Keto von Waberer, Schwester, Berlin Verlag, 2002
Judith Kuckart, Lenas Liebe , DuMont 2002
Silvia Szymanski, 652 km nach Berlin , Hoffmann & Campe 2002
Tilmann Spengler, Das Glück wartet draußen vor der Stadt, btb 2002
Zsuzsa Bánk, Der Schwimmer, S. Fischer 2002
Thommie Bayer, Das Aquarium, Eichborn 2002
Max Goldt, Wenn man einen weißen Anzug anhat , Rowohlt 2002
Christoph Bauer, Jetzt stillen wir unseren Hunger, S. Fischer 2001
Susanne Riedel, Die Endlichkeit des Lichts , Berlin Verlag 2001
Uwe Timm, Rot , Kiepenheuer und Witsch 2001
Manfred Rumpl, Zirkusgasse , Reclam Leipzig 2001
Frank Goosen, Liegen lernen , Eichborn 2001
Daniel Knillmann, Mora , Kowalke Verlag 2001
Carola Stern, Doppelleben. Eine Autobiographie, Kiepenheuer und Witsch 2001
Sven Regener, Herr Lehmann, Eichborn 2001
Elke Schmitter, Frau Sartorius , Berlin Verlag 2000
Dieter Wellershoff, Der Liebeswunsch, Kiepenheuer&Witsch 2000
Elfriede Jelinek, Gier, Rowohlt 2000
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Walter Lachenmann
Waakirchen

Dieser Beitrag wurde am 27.03.2005 um 18.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#12


Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung in München ist, ohne dies jemals in irgendeiner Weise zu thematisieren, bei der herkömmlichen Rechtschreibung geblieben. Ihr Leiter, Professor Heinrich Meier, hat jetzt eine Schrift veröffentlicht: „Les rêveries du Promeneur Solitaire – Rousseau über das philosophische Leben“.
In neuer Rechtschreibung hätte dieser Text nicht nur viel von seiner individuellen stilistischen Handschrift eingebüßt, sondern auch von seiner Aussagekraft.

„ ... oder ebenweil sie dies nicht sind“.
„Verfolgt der Autor die Absicht, seine Leser von Anfang an zum Selbstdenken zu bewegen?“
„Aber ein Gott, der der Ruhe der Menschen feind ist, muß kein Feind der Menschen sein“.

Usw. Man mag sich diesen Text nicht vorstellen, wenn er in „neuer Rechtschreibung“ verfaßt worden wäre.
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Christian Dörner
Erlangen

Dieser Beitrag wurde am 26.03.2005 um 14.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#11


Der Verlag Droemer hat bislang die Strategie einer Tarnorthographie verfolgt: Die Bücher wurden grundsätzlich in bewährter Rechtschreibung gesetzt und anschließend das Heyse-ss eingefügt (in etlichen Vorabdrucken fehlte sogar dies, was einen weiteren Anhaltspunkt darstellt). Neben den bekannten Droemer-Büchern von 2004 (»Erinnerungen« von Helmut Kohl und »Die Kraft des Neubeginns« von Hans-Olaf Henkel) zeigten sich auch alle anderen überprüften Werke dieses Verlags in der beschriebenen Tarnrechtschreibung.
In keinem dieser Bücher findet sich neben dem reformierten ss auch nur eine weitere Neuschreibung.
Selbst die komplexesten Klippen der alten Duden-Rechtschreibung von 1991 werden korrekt umgesetzt (z. B. auf seiten, in bezug auf, nachdem die Wahl verlorenging usw.).
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Jörg Metes
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 26.03.2005 um 12.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=9#10


Heribert Prantl, Leiter des Ressorts Innenpolitik bei der Süddeutschen Zeitung, hat jetzt im März ein neues Buch veröffentlicht – bei einem reformierten Verlag (Droemer Knaur [50% Weltbild, 50% Holtzbrinck]), aber in normaler Rechtschreibung: »Kein schöner Land - Die Zerstörung der sozialen Gerechtigkeit«.

Die wie auch immer geartete Kompromißschreibung, von welcher die SZ sich selbst und ihre Leser überzeugen möchte, überzeugt ihn persönlich offenbar nicht.
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