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Beiträge zum Thema

»Gibt es keine Lektoren mehr?«

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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 19.11.2016 um 16.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11557


«DTS-Meldung vom 18.11.2016, 19:11 Uhr [/] Sommermärchen-Affäre: Staatsanwaltschaft wird DFB mangelnde Kooperation vor [//] Die Frankfurter Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) mangelnde Kooperation bei der Untersuchung der Sommermärchen-Affäre um die Fußball-WM 2006 vor.» - Irgendwie kann ich nicht umhin zu vermuten, daß da nur noch Maschinen uns die Nachrichten auswählen und vorsetzen und daß da selbst gar keiner kritisch mitliest. wird <> wirft ist ja nicht ein bloßer Tippfehler, sondern zeugt von einer Maschine mit Sichtschwierigkeiten.

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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 29.07.2016 um 23.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11459


Ein Geschehe, zwei Geschehen bei der dts Nachrichtenagentur: «Erdogan hat am Freitagabend angekündigt, alle Klagen wegen Beleidigung zurückzuziehen. Dies Geschehe "als Zeichen guten Willens", zitieren ihn türkische Medien.» Sowas müßte doch wenigtens der Spellcheck schon abfangen.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 23.07.2016 um 17.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11452


Ein faz.de-Artikel zu möglicher Verdummung durch Google, der auch von richtiger Schreibung spricht ("Dabei muss man nicht einmal mehr das ganze Wort eingeben oder wissen, wie es richtig geschrieben wird das erledigt die Funktion Autocomplete automatisch für einen"): "Machinenen übernehmen die Welt und nehmen uns die Jobs weg – das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, weil es ja eine Maschine oder – genauer gesagt – ein Algorithmus ist, der uns über die maschinelle Konkurrenz informiert." - Spâter aber "plazieren" immerhin richtig. Ich jedenfalls spreche dieses Wort genau so.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 19.07.2016 um 08.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11443


Der Dativ ist dem Akkusativ sein Tod: "Lausanne (dpa). [...] Die Ergebnisse des Berichts zeigten einen schockierenden und beispiellosen Angriff auf die Integrität des Sports und die Olympischen Spielen. [...] 18.07.2016 17:11 Uhr" - Auch vorher: "WADA-Bericht: IOC kündigt härtest möglichen Sanktionen an"; das wurde aber in 5 Minuten berichtigt.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 17.07.2016 um 19.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11441


Wo die Möglichkeiten des Rechners nicht so genau hinhören können und Korrektur*lesen* gut täte: "Bundestagsvizepräsidenten Claudia Roth (Grüne) hat nach dem gescheiterten Umsturzversuch das Flüchtlingsabkommen zwischen der Türkei und der EU in Zweifel gezogen." Im selben Artikel dann auch: ""Wir müssen der Türkei sehr klar machen, dass die Wiedereinführung der Todesstrafe kein akzeptable Reaktion für ein Land sein kann, dass der EU eines Tages angehören möchte", sagte Annen." (DTS-Meldung, heute)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 10.07.2016 um 21.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11430


Zitatwiedergabe bei der dts-Nachrichtenagentur: "Der türkische Präsident Erdogan riskiert als Konsequenz seines Verhaltens den Abzug der Bundeswehr", sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe). "Soldaten und Stützpunkte eine Parlamentsarmee müssen von Angeordneten besucht werden können - immer und überall." (10.7., 14:46) Na, wenigstens ein "sic" in eckigen Klammern wäre doch wohl angebracht gewesen.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 07.07.2016 um 16.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11428


Etwas vereinfacht zu Substantiven mit Endung auf "-eit": "Groß Rosenburg (dpa). [...] Es habe eine Familienstreit gegeben, zu der die Spezialkräfte in der Nacht gerufen worden seien, sagte Oberstaatsanwalt Frank Baumgarten in Magdeburg. [/] 07.07.2016"
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 20.05.2016 um 11.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11370


welt.de auch sonst nicht ganz zuverlässig. Da soll dies ein Limerick sein, den «Londons Ex-Bürgermeister» und früherer «Chefredakteur beim "Spectator"» Boris Johnson über den türkischen Präsidenten Erdogan geschrieben hat:
«Im genauen Wortlaut reimte Johnson Folgendes:
"There was a young fellow from Ankara
Who was a terrific wankerer.
'Till he sowed his wild oats
With the help of a goat"»
Soweit also welt.de.
Der fehlende fünfte Vers geht so: But he didn't even stop to thankera.
Der Fall hat ja auch etwas mit Sprache zu tun. Für die, die dies mehr interessiert: www.theguardian.com/politics/2016/may/19/boris-johnson-wins-most-offensive-erdogan-poem-competition
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 19.05.2016 um 04.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11367


dpa-Korrekturlesen ungenügend: "Zwei chinesische Flugzeuge sollen nach Angaben des Pentagon ein US-Militärflugzeug über dem südchinesischen Meer abgefangen haben. [...] Das dem US-Flugzeug habe sich angeblich auf einem routinemäßigen Aufklärungsflug befunden." Dem US-Flugzeug hat sich da ein chinesisches Flugzeug bis auf nur 16 m genähert; diese Information hätte alles ohnehin verständlicher gemacht.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 17.03.2016 um 09.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11331


«Die AfD-Chefin attackiert Moderatorin Dunja Hayali, diese sei "mehr Aktivistin, denn professionell arbeitende Journalistin".» (welt.de, 16.3.) Auch bei der *Welt* im Anreißer das Komma. Doch im Text selbst dann: «Für Petry und ihre AfD sei Hayali deshalb "zunehmend mehr als politische Aktivistin denn als professionell arbeitende Journalistin" anzusehen.»
Dann aber weiter: «"Herr Lüth rief uns erst nach der Sendung zurück, mit der Aussage, es täte Ihnen leid, Frauke Petry hätte den Termin vergessen", so Hayali und klärt auch mit bestehenden Gerüchten auf», mit «Ihnen» groß. Und «Sie habe ein "deutlich reduziertes" Interesse an Interviews, solange öffentlich-rechtliche Fernsehsender "Politaktivisten wie Dunya Hayali" ein öffentliches Forum bäten.» Halt keine saubere Deutsch- und Rechtschreibkenntnis. Im Schlußsatz noch mal was zu unserer Kommafrage: «Für die Partei würden die gleichen Maßstäbe gelten, wie für alle anderen Parteien auch.»
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 06.03.2016 um 19.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11318


Auf welt.de zu Paul Nehf *der Flüchtlinge, ein Flüchtlinger* heute:
"Viele der in Griechenland gestrandeten Flüchtlingen sind Afghanen, die als Wirtschaftsmigranten gelten."
Noch zum "denn als": Ich habe bei Herrn Achenbachs Antwort (#11311) gleich bemerkt, wie stark er da den Gegensatz spürt, etwas, was ja in jedem Vergleich dieser Art durchaus auch gegeben ist. Aber "denn als" kommt wirklich nur im Schriftdeutsch vor, und nur Gymnasiasten, die also "als als" im Unterricht zu vermeiden gelernt haben, kennen diesen Trick bei der Handhabung des Komparativs. - Mich amüsiert übrigens die Erinnerung an einige meiner Englischlehrer, die uns krampfhaft unterschiedliche Aussprache von "then" und "than" abverlangten und offenbar gar nicht wußten, daß wir hier eigentlich dasselbe Wort haben. Was bei dieser Vergleichspartikel dahinter ist: Diese Blume ist schöner, *dann* die andere da. Im Japanischen haben wir übrigens nicht mal eine besondere Komparativ*form*; die Leute da machen das so: Wenn wir diese Blume hier neben die andere da halten, dann ist die erste schön. Auch eine Superlativform ist da nicht nötig. Will man überhaupt so genau sein: Von den Blumen hier ist, was Schönheit angeht, diese hier die erste.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 06.03.2016 um 18.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11317


Ich habe Widerspruch erwartet. Der Einwand von Herrn Metz ist an sich sehr berechtigt, zumal er sich auf den Duden stützen kann. Ich räume gerne ein, daß das Komma in diesem Sinne "falsch" ist.

Ich bin allerdings der Meinung, daß die Grenze zwischen entgegensetzenden und vergleichenden Konjunktionen fließend ist. In dem Beispielsatz von Herrn Ludwig handelt es sich für mein Gefühl um einen rein rhetorischen Vergleich, bei dem aber ein scharfer Gegensatz zum Ausdruck kommt.

Aus dem zitierten Zweifelsfälle-Duden könnte man zusätzlich noch das Beispiel "Er ist als Forscher bedeutender denn als Dichter" entnehmen. Beide Beispiele sind aber sehr kurz und übersichtlich. Ein Komma würde sie nur schwerfällig machen. Im Satz von Herrn Ludwig ist dagegen der zweite Teil des "Vergleichs" durch den Relativsatz sehr viel umfangreicher.

Ich neige daher weiterhin zum Komma. Vielleicht habe ich - wenn auch nicht selbst Journalist - zumindest einen Beitrag zur Beantwortung der Frage von Herrn Ludwig, was Journalisten verführt ..., geleistet.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 05.03.2016 um 12.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11315


Dieses denn ist identisch mit als und soll hier nur die Verdoppelung als als vermeiden:

weniger gefährlich als schwerfällig
weniger als gefährliche Partei als als schwerfälliger Haufen
weniger als gefährliche Partei denn als schwerfälliger Haufen

Statt dessen hätte man es auch so machen können:
weniger wie eine gefährliche Partei als wie ein schwerfälliger Haufen
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 05.03.2016 um 10.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11314


Man denke auch an die festen Fügungen mehr/weniger denn je, die ohne Komma geschrieben werden.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 05.03.2016 um 01.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11313


Das von Herrn Ludwig bemängelte Komma erscheint auch mir eindeutig falsch. Zum einen verleitet es den Leser, das Wort »denn« spontan als Kausalkonjunktion mißzuverstehen. Zum anderen denke ich, daß Fügungen des Musters »weniger [als] X denn [als] Y« (= weniger X als Y) nicht unter die »anreihenden Konjunktionen« im Sinne der Richtlinie 101 des unreformierten Duden fallen. Eher schon könnte man »vergleichende Konjunktionen« nach R 104 annehmen, bei denen, wenn sie nur Satzteile verbinden, kein Komma steht. Der unreformierte Zweifelsfälle-Duden (3. Auflage, 1985) führt unter dem Stichwort »denn« das Beispiel auf: »Er benimmt sich mehr wie ein Freund denn wie ein Fremder.« Zugleich betont er, daß vor der entgegensetzenden Konjunktion »sondern« immer ein Komma zu setzen sei, und zwar unabhängig davon, ob sie zwischen Sätzen oder nur zwischen einzelnen Satzteilen stehe. Dies gelte »auch für die gepaarte Konjunktion nicht nur …, sondern auch«.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 04.03.2016 um 18.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11311


Lieber Herr Ludwig,

ich hätte hier auch ein Komma gesetzt.

Vergleichen Sie doch mit dem abgewandelten Satz: „Die NPD zeigt sich in Karlsruhe nicht als gefährliche Partei, sondern als Haufen von Männern, die nicht besonders schnell im Kopf sind." Hier steht das Komma nach Regel 101 des alten Duden.

Ganz analog ergibt sich m.E. das Komma in dem von Ihnen zitierten Satz.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 03.03.2016 um 23.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11310


"Die NPD zeigt sich in Karlsruhe weniger als gefährliche Partei, denn als Haufen von Männern, die nicht besonders schnell im Kopf sind." (faz.net, heute) - Was verführt Journalisten dazu, hier vor "denn" ein Komma zu setzen? (S. auch #11308.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 02.03.2016 um 21.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11308


newsticker.de-Rechtschreibung (DTS-Meldung heute über Model Sophia Thomalla): "Dass Sie damit klarkommt, hat sie nach ihren Worten ihrem Naturell zu verdanken." Auch mit der Kommasetzung kommen die nicht ganz klar: "Das sei nämlich anders, als das ihrer Mutter Simone[.]"
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 17.02.2016 um 23.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11302


Die obliquen Singularformen des schwachen Substantivs bei der dpa: "Nach einem sehenswerten Doppelpack von Weltmeister Julian Draxler und dem Tor von dessen Nationalmannschafts*kollege* Max Kruse schien der Einzug in die Runde der besten acht Teams der Königsklasse schon vor dem Rückspiel am 8. März fast perfekt." (17.02.2016, Hervorhebung meine.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 28.01.2016 um 22.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11284


Naja, kann ja passieren, besonders bei sowas: "Doch welche Folgen haben die kleinen Kameras für Datenschutz und Privatspähre?" (faz.net, heute)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 28.01.2016 um 11.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11283


"Berlin (dpa [28.01.2016 09:30 Uhr]). Das Berliner Bündnis «Moabit hilft» hat sich in einer ersten Reaktion nach dem erfundenen Tod eines Flüchtlings fassungslos gezeigt. Den Helfer, der den Fall erfunden hat, hätte man in den vergangenen Monaten «als verlässlichen und integren Unterstützer» kennengelernt, heißt es in einer auf Facebook verbreiteten Mitteilung. Man kennen die Motivation des Mannes nicht und wollen das auch nicht kommentieren. Der ehrenamtliche Flüchtlingshelfer hatte behauptet, dass ein 24-jähriger Syrer gestorben sei." Ich habe völliges Verständnis dafür, daß bei der beruflichen Nachrichtenübermittlung alles schnell gehen muß; Nachrichten sind eine verderbliche Ware. Aber dazu gibt es eben ein Können und eine unprofessionelle bis unerträgliche Sorglosigkeit. Auch beim Autofahren muß alles schnell und richtig gehen. Entweder wird man dafür bezahlt, daß man solche Sachen gleich richtig macht, oder man muß sich eben Schludrian nennen lassen.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 09.01.2016 um 12.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11272


«CDU-Generalsekretär offen für Schwarz-Grün im Bund [/] München (dpa). [...] Tauber sieht dennoch mit der FDP, die momentan im Bundestag ist, inhaltlich die größten Schnittmengen. [/] 09.01.2016 10:16 Uhr» Korrekturlesen! Sowas ist doch nicht mit Eile im Nachrichtenwesen zu entschuldigen!
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 30.11.2015 um 23.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11233


faz.net-Korrekturlese: "Es ist eine der umstrittensten Frage innerhalb der Hirnforschung und zugleich die wissenschaftliche Basis für weltweite Bestseller: Kann man das Gehirn des Menschen wie bei Geschlechtern üblich in männlich und weiblich aufteilen?"
"Aber in den allerseltensten Fällen sind diese geschlechtertypischen Merkmale homogen in einem Gehirn zu findet."
"Fas immer dagegen läßt sich in ein und dem selben Gehirn eine Mischung aus unterschiedlichen männlichen und weiblichen Elementen nachweisen."
("Keine Spur vom Gender-Gehirn", 30.11.15)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 14.11.2015 um 14.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11217


"Nairobi (dpa [13.11.]) Bereits 2012 waren 30 kenianische Leichtathleten wegen Dopings gesperrt wurden." Zeit, eine Meldung richtig ins Netz zu stellen, müßte die dpa doch haben.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 07.09.2015 um 01.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11153


"Das bestgehütete Geheimnis Griechenlands [/] Ins Pindos-Gebirge verirren sich selten Touristen. Dabei bietet die Region Steindörfer aus osmanischer Zeit, die tiefsten Schlucht der Welt – und eine Wahnsinnskulisse." (faz.net, 03.09.2015) Aber gerade der einführende Anreißer ist ja oft die "Eigenleistung" (#11152). Und "[d]ass die Story rasch online geht oder dass sie möglichst fehlerfrei erscheint": Ist Korrekturlesen bei sowas wie "nur noch den Tot des Mannes feststellen" wirklich so schwer, daß man da erst "ein ganzes Heer von Korrektoren beschäftigen" müßte, bevor der Autor doch selber merkt, daß da was nicht so geht? Oder war auch bloß die Maschine kaputt für die "automatische Rechtschreibprüfung", und das hat keiner gemerkt?
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Roger Herter
Basel

Dieser Beitrag wurde am 04.09.2015 um 21.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11152


Dieses Frühjahr stellte sich die Redaktion von "20 Minuten" einen Tag lang, am 11. April, den Fragen des Publikums. Viele Leser wollten wissen, ob die Online-Texte überhaupt «auf Fehler gelesen werden. Und falls ja, wie genau?».

Der Creative Director [!] antwortete: «Pro Tag erscheinen auf 20minuten.ch über
150 Storys, Agenturmeldungen eingeschlossen. Bei dieser Fülle an Geschichten müssten wir ein ganzes Heer von Korrektoren beschäftigen, um jeden Punkt und
jedes Komma auf seine Richtigkeit hin zu prüfen.

Deshalb konzentrieren wir uns im Korrektorat vor allem auf die Eigenleistungen, also Geschichten, die die Redaktion von 20 Minuten selber recherchiert und geschrieben hat. Agenturmeldungen und Kurzfutter werden nur in Ausnahmefällen korrigiert. Alle Texte durchlaufen aber eine automatische Rechtschreibprüfung.

Die (teils hohe) Fehlerquote ist selbstverständlich [!] ein Dauerthema auf unserer Redaktion. Dabei gilt es stets abzuwägen, was im Einzelfall wichtiger ist: Dass die Story rasch online geht oder dass sie möglichst fehlerfrei erscheint. In den meisten Fällen ist die Geschwindigkeit höher zu gewichten.»
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 03.09.2015 um 16.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11151


DTS-Meldung vom 03.09.2015, 07:45 Uhr: "Der hinzu gerufene Notarzt konnte nur noch den Tot des Mannes feststellen." Sowas müßte doch selbst den maschinellen Spellcheck stutzig machen.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 01.07.2015 um 16.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11095


"Berlin (dpa [heute]). [...] Linksfraktionschef Gregor Gysi rief Merkel zur Kompromissbereitschaft auf. «Sie tragen in diesen Tagen eine gewaltige historische Verantwortung. Finden sie in letzter Sekunde noch eine Lösung», sagte Gysi." Wohl gehen unsere Imperative auf Konj.-I-Formen zurück (der Sie-Form-Imperativ ja sowieso); aber das ist doch schon lange her. - Noch: Ich weiß, ich bin der einzige hier, den der Mangel an Korrekturlesen im schnellen Nachrichtenleben noch zu einer Reaktion aufregt. Und es stimmt ja, Nachrichten sind eine verderbliche Ware. Trotzdem: So eine Kurznachrichtenfassung sollte doch nicht ohne einen zweiten Hinblick rausgehen. Sowas zeigt mir schon mehr Faulheit als Zeitdruck an.
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 20.06.2015 um 16.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11084


«Krichbaum sieht "allerletzte Chance" für Griechenland [/] Krichbaum (CDU), sieht in dem EU-Sondergipfel am kommenden Montag die "allerletzte Chance", um eine Staatspleite in Griechenland abzuwenden. [/] Berlin/Athen (dts Nachrichtenagentur) - "Tsipras muss eine 180-Grad-Wende vollziehen, damit wir noch zum Erfolg kommen", sagte Kriechbaum der "Saarbrücker Zeitung" (Samstagausgabe). [...] "Eine Zustimmung dafür ist in der Unionsfraktion äußerst schwierig. Das hängt sehr davon ab, zu welchen Gegenleistungen Griechenland bereit ist", sagte Kriechbaum.» (20.06., 08:04)
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 16.06.2015 um 16.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11082


«London (dpa [heute]). [...] Die beiden kennen sich bereits seit 2013, als Harry während einer USA-Reise im Weißen Haus zu Gast war, und sollen sich blenden verstehen.»
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 09.05.2015 um 10.33 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11054


Auf die schnelle:
dpa 09.05.2015 08:53 Uhr: "Die Polizei hatte die «OSS» am Mittwoch zugeschlagen und vier Verdächtige festgenommen." (die «OSS» = die zerschlagene rechte Terrorgruppe «Oldschool Society»)
DTS-Meldung vom 09.05.2015, 08:01 Uhr: "Er halte es daher für richtig, dass sich die Bundesregierung mit den USA in dieser Frage abstimmen."
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 08.05.2015 um 11.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11053


dpa-Augenöffner:
08.05.2015 00:50 Uhr: "Ein Richter in Los Angeles gab Lohan bis Ende Mai Zeit, um die verbleibenden über Hundert Stunden an Sozialdiensten abzuleisten, wie US-Medien berichteten. Erfülle sie das nicht, würden sie Haft beantragen, sagte die Staatsanwältin den «New York Daily News». Ein Richter hatte Lohan vor drei Monaten zu 125 weiteren Sozialstunden verdonnert."
Wer ist hier auf deutsch mit dem Plural-"sie" gemeint? Die Medien würden Haft beantragen? Das ist nicht deren Aufgabe. - Und "hundert" folgt hier zwar einer Präposition, - und das kann ja so manchen verwirren, nicht wahr, ja, und schon zur Großschreibung zwingen, der kurzgeschlossen nicht von gestern sein will, - aber trotzdem.
08.05.2015 09:49: "Der Labour-Politiker Ed Miliband, wurde zum großen Verlierer der Wahl." Das ist nur halbe englische Kommasetzung.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 18.04.2015 um 19.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#11045


dpa-Deutsch heute: "Washington (dpa). [...] Griechische Medien hatten berichtet, das Land hoffe auf drei bis fünf Milliarden Euro aus Russland als eine Art Vorschuss für künftige Transitgebühren für die geplante Erdgas-Pipeline Turkish Stream rechnen." - Was???
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 01.03.2015 um 07.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10999


«Los Angeles (dts Nachrichtenagentur [Sonntag, 01.03.2015, 05:00]) - Madonna[:] "Die sozialen Netzwerke sind wie ein zweischneidiges Schwert. Mann kann über all diese Kanäle auf großartige Weise mit Menschen kommunizieren." [/] Ihr neues Album "Rebel Heart" soll am 5. März erscheinen, darunter viele autobiographische Songs, in denen sich mit der öffentlichen Wahrnehmung ihrer Person auseinandersetzt.[ /] "Und so habe ich eben persönliches von mir mit der Öffentlichkeit geteilt, Dinge offenbart, die ich vorher vielleicht nicht offen ausgesprochen hätte."» Für eine Nachrichtenagentur doch schwach, auch wenn da alles doch so in Eile ist.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 27.02.2015 um 22.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10998


It's Greek to me: "Der US-Milliardär und Philantroph George Soros [...]" (DTS-Meldung [heute])
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 18.02.2015 um 12.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10996


Korrekturlesen (heute):
11:46: "Von Hagens Plastinate-Museum in Berlin eröffnet
Berlin (dpa). Gunther von Hagens umstrittenes Menschen Museum mit plastinierten Leichen [...]"
11:47 "Von Hagens' Plastinate-Museum in Berlin eröffnet
Berlin (dpa). Gunther von Hagens' umstrittenes Menschen Museum mit plastinierten Leichen [...]"
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 28.01.2015 um 23.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10977


"Romann weiter: "Ohne die enorme Fähigkeitspallette der Bundespolizei [...] wäre das nicht möglich gewesen." (DTS-Meldung vom 28.01.2015)" - Naja, schreib, wie du sprichst.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 04.01.2015 um 14.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10936


Was insbesondere die Leserkommentare usw. angeht, so handelt es sich zweifellos nicht nur um Flüchtigkeitsfehler. Zwischen das und dass zu unterscheiden ist nur noch einer Minderheit möglich.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 04.01.2015 um 11.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10935


Vielen Dank, lieber Herr Westrich, Es ist eben eine andere Welt; bei der ist das, was da schriftlich losgelassen wird, kein Ausdruck mehr, der auch etwas von einem selbst zeigen soll und für den man geradesteht. "Es ist ja alles anonym [...]"
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 04.01.2015 um 10.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10934


Lieber Herr Ludwig,

alle Fehler dieser Art, die Sie regelmäßig hier aufzeigen, gehen meines Erachtens auf nicht nur mangelndes, sondern völlig fehlendes Korrekturlesen zurück. Focus online ist eines der besten Beispiele. Die Autoren der meistens in großer Hektik eingestellten Beiträge scheinen den Text schnell zu verfassen, nicht mehr durchzulesen und unmittelbar nach dem letzten Buchstaben ins Netz zu stellen. Bei den heute üblichen Content-Management-Systemen geht das ja ganz einfach. Natürlich kommt noch "paste and copy" dazu, aus anderen News-Portalen z. B., dann streicht man einen Teil, vergißt, den Satz an die Änderung anzupassen, und schon hat man Halb- und Dreiviertelsätze, falsche Grammatik usw.

Natürlich finden Sie auf Focus online auch unzählige Beispiele für die verkorkste Rechtschreibreform, von denen ich täglich welche hier aufnehmen könnte, aber das ist ein anderes Kapitel. Besonders schlimmt steht es um die Grammatik und Rechtschreibung in Forumsbeiträgen der Leser solcher News-Portale. Da käme man bei einer nur mäßig großen Kommentarserie leicht auf 100 und mehr Fehler. Da ist die also die Qualität der Kommentare sprachlich und hinsichtlich der Rechtschreibung noch um Klassen schlechter als in den Nachrichten selbst, weil die Schreiber offensichtlich schnell einige Bemerkungen in die Tastatur "hauen" und sofort auf den Sendeknopf klicken. Es ist ja alles anonym und niemand weiß, wer hinter einem Kommentar steckt.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 03.01.2015 um 11.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10933


«Karl Lauterbach, der stellvertretende Fraktionsvorsitzender der SPD sagte: "[...]"» (derNewsticker.de, 3.1.15) - Ist das nun mangelhaftes Korrekturlesen oder einfach ungenügendes Wissen?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 29.12.2014 um 00.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10926


Die können eben auch zum Sachlichen nicht Korrektur lesen: "Dass ein Zuschlag für 2014 derzeit eher als unrealistisch gilt, weil im selben Jahr in Deutschland vermutlich die Fußball-Europameisterschaft stattfindet, halte Ilgner für kein Hindernis." (DTS-Meldung vom 28.12.2014). Gemeint ist ein Zuschlag der Olympiade an Deutschland, – und jemand hat doch das ursprünglich im SZ-Interview Gesprochene in ein indirektes Zitat umgeschrieben.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 17.12.2014 um 16.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10915


Zur dpa-Zeichensetzung: >>Moskau (dpa [17.12.2014]). Nach massiven Stützungsmaßnahmen sieht Russland die rasante Talfahrt des Rubels vorerst gebremst. Die Regierung und die Zentralbank hätten gemeinsam mit ernsthaften Schritten begonnen, diese Orgie auf dem Devisenmarkt anzuhalten», sagte ein Wirtschaftsberater von Präsident Wladimir Putin.<< Wo beginnt das Zitat, das mit "anzuhalten" endet?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 23.09.2014 um 22.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10869


Overkill beim DTS: "Mindestens 70 Tote bei Luftangriffen getötet". Und auch weiter geht's durcheinander: «Bei Luftangriffen auf Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien sind nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtergruppe für Menschenrechte mindestens 70 Kämpfer ums Leben.» (23.09.2014, 15:28)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 27.08.2014 um 17.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10837


derNewsticker.de heute: "Das Bundesland Hessen gibt zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren wieder wird mehrere Hektar Land ab. [...] Einen finanzielle Entschädigung ist nicht vorgesehen, die Zustimmung im Landtag gilt trotzdem als sicher."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 16.08.2014 um 16.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10824


dpa (heute) aus der Konstruktion gefallen: "Neben dem DFB-Pokalspiel der Bayern morgen in Münster wird er aber definitiv beim Liga-Eröffnungsspiel kommenden Freitag gegen Wolfsburg fehlen."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 13.08.2014 um 17.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10821


Wofür ist bei faz.de DLRG die Abkürzung: "Bundestrainer Lurz kritisiert den DLRG" (heute, Einleitung zu einem Artikel)? Im Text selber sagt Lurz dann aber: "So ein Dreck von der DLRG."
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 27.07.2014 um 10.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10787


Freuen wir uns doch einfach über diesen hübschen Beleg.
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Roger Herter
Basel

Dieser Beitrag wurde am 27.07.2014 um 05.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10786


Natürlich kann ein Toter keinen Lektor haben. Dennoch scheint mir die Arbeit der Texterstellung hier am ehesten ein Lektorieren (und Redigieren) gewesen zu sein. Das einst zurückgewiesene Manuskript gab es offenbar nicht mehr, denn Böll hatte nach und nach viele Teile daraus für Erzählungen und einen nächsten Roman verwendet. Aus alledem (und dem im Nachlaß Vorhandenen) galt es nun den ursprünglichen Roman "im Sinne des Autors" zu erschließen. Dazu mußte man angleichen, einpassen und vervollständigen. So entstand ein möglichst lesbarer, einheitlicher Text.

Mit dieser knappen Darstellung aus der Erinnerung tue ich den Herausgebern (Angehörigen Bölls und H. Vormweg) und den Bearbeitern (W. Bellmann und B. Schnepp) vielleicht Unrecht. Ich habe das Buch seit über zwanzig Jahren nicht mehr, ich fand es fad und kitschig. Es ist aber wohl möglich, daß philologisch pflichtbewußt nicht geglättet wurde – zumindest nicht an der fraglichen Stelle.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 27.07.2014 um 01.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10784


Postum kommt aber kein Lektor mehr ins Spiel, sondern nur ein Herausgeber, der sich, wenn er sich den Grundsätzen der Editionsphilologie verpflichtet fühlt, hüten wird, den Text zu glätten.

Dem Toten muß sein Lapsus ja auch nicht mehr peinlich sein.
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Roger Herter
Basel

Dieser Beitrag wurde am 27.07.2014 um 00.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10783


Ja, gewiß. Nur will der Text weder umgangssprachlich wirken noch handelt es sich bei dem Zitat um direkte Rede. Böll setzt hier also keineswegs einen Regiolekt als Stilmittel ein, sondern es unterläuft ihm einfach ein Lapsus.

Lektorieren heißt, solche (und weit größere) Versehen zu erkennen und im Sinne des Autors zu verbessern. Erst recht in einem Fall wie diesem, wo ein ursprünglich abgelehntes Manuskript druckfertig gemacht und postum veröffentlicht wird.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 26.07.2014 um 18.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10782


Das dürfte eine rheinische Konstruktion sein.
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Roger Herter
Basel

Dieser Beitrag wurde am 26.07.2014 um 17.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10781


Grenzfall des Standards oder schlafender Lektor?

"... und stellte schmunzelnd fest, daß das dünne Blech an zu glühen fing."

Heinrich Böll "Der Engel schwieg", Köln 1992, S. 165
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 12.07.2014 um 17.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10771


dts-Korrekturlesen haplologisch: "Für die CIA bedeutete es demnach ein geringeres Entdeckungsrisiko, die sensible Quelle aus dem nahe gelegen Ausland zu führen."- Und dem Dativ sein' Tod gibt's bei "Die Nachforschungen der Bundesanwaltschaft könnten den Agentenführer aus Österreich nun allerdings Probleme bereiten." (Beides bei derNewsticker.de [Deutsche Textservice Nachrichtenagentur], heute)
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 11.07.2014 um 15.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10768


Lieber Herr Metz,

der Konjunktiv I in indirekter Rede ist natürlich immer richtig.

Allerdings kann man aus der indirekten Rede nicht ohne weiteres auf die tatsächlich verwandte Formulierung schließen. Zumindest eine Verkürzung, vielleicht sogar ein sinngetreue Paraphrasierung ist nicht zwingend auszuschließen. Wenn man ganz klar stellen will, daß man die tatsächliche Formulierung wiedergibt, muß man schon die direkte Rede verwenden.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 11.07.2014 um 09.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10766


#10761: Selbst wenn es sich um indirekte Rede gehandelt haben sollte, wäre das "lehnte" nicht nur "nicht nötig", sondern schlicht falsch.

Im Interview mit der Berliner Zeitung soll die Ministerin wörtlich gesagt haben: »Nein. Davon halte ich nichts.« Diese Äußerung kann man beschreibend wiedergeben, etwa mit dem Satz »Die Ministerin lehnte das ab.« Man könnte aber auch ihre Wortwahl zitieren und schreiben: »Davon halte sie nichts.« Hätte sie gesagt: »Nein. Das lehne ich ab«, wäre der Konjunktiv I in indirekter Rede nicht falsch. In diesem Fall erhielte der Leser sogar eine Zusatzinformation, nämlich daß die Zitierte genau diese Formulierung gebraucht hat.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 10.07.2014 um 23.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10765


«Das "lehnte" [hier] ist daher normaler Indikativ der Vergangenheit.» Diese Möglichkeit hatte ich ja auch eingeräumt: «Aber als Indikativform ist hier "lehnte" (= wie sie im Gespräch angab) für die beabsichtigte Mitteilung durchaus auch richtig.» Zu «Selbst wenn es sich um indirekte Rede gehandelt haben sollte, wäre das "lehnte" nicht nur "nicht nötig", sondern schlicht falsch»: Ich würde wohl nicht so forsch vorgehen; zu oft finde ich auch bei "gebildetsten Sprechern" den Konj. II als Zeichen der indirekten Rede, wo - völlig klar - der Konj. I und oft selbst der Indikativ schon richtig wäre. Klarstens geregelt finde ich, was zur Wiedergabe der indirekten Rede so verwendet wird, nämlich nicht vor. Das wollte mein Beitrag mit «ich würde als Berichterstatter deshalb "lehne" statt "lehnte" schreiben» aufzeigen. Ich gebe aber gern zu, der Fall hier war meinen Kommentar vielleicht nicht wert, - wo allerdings "ablehnen" sowohl ein Verb fürs Mitteilen ist als auch eine Entscheidung anzeigt.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 10.07.2014 um 16.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10761


Lieber Herr Ludwig,

bei Ihrem neuen Beispielsatz "Konkrete Maßnahmen .... lehnte sie ab" handelt es sich doch gar nicht um indirekte Rede, sondern um eine Tatsachenaussage (Frau von der Leyen hat etwas abgelehnt). Das "lehnte" ist daher normaler Indikativ der Vergangenheit.

Selbst wenn es sich um indirekte Rede gehandelt haben sollte, wäre das "lehnte" nicht nur "nicht nötig", sondern schlicht falsch.

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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 09.07.2014 um 16.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10759


Zum indirekten Zitat wird mir in den Nachschlagebüchern zuviel verwirrende Einzelheit angeboten, lieber Herr Achenbach. Wichtig ist bei sowas, daß der Angesprochene sofort versteht, daß der Sprecher etwas wiedergibt, was andere meinen. Auch ist mir hier das Konditionale mit dem Adverbial "Im Falle einer Verurteilung" hinreichend klar angezeigt - und weit besser als mit dem im Zweifelsfalle doch wenigstens zunächst und vielleicht sogar etwas länger etwas zweideutigen "drohten". "So genau wie nötig und so einfach wie möglich", war die Stil-"Regel" meines Lateinlehrers (vor dem ich zwar nicht richtige Angst hatte wie doch viele meiner Klassenkameraden, den ich damals aber auch nicht gerade liebte, doch dem ich jetzt weit über ein halbes Jahrhundert später noch für so manche gute Einsicht in Sprachliches und auch Menschliches sehr dankbar bin).
Eben beim dts-Newsticker: «Konkrete Maßnahmen gegen Washington, wie eine Stornierung der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen lehnte sie ab. "Davon halte ich nichts", sagte von der Leyen.» Auch hier ist der Konj. II als notwendiger* Ersatz der Konj.-I-Form nicht nötig, und ich würde als Berichterstatter deshalb "lehne" statt "lehnte" schreiben. Aber als Indikativform ist hier "lehnte" (= wie sie im Gespräch angab) für die beabsichtigte Mitteilung durchaus auch richtig.
(*"notwendiger Ersatz der Konj.-I-Form": Diese Ersetzung ist für sachgerechte Berichterstattung notwendig, wenn die Konjunktiv-I-Formen und Indikativformen gleich sind. Aber auch sonst ist sie halt nicht unüblich: «Es dürften nicht noch mehr Unschuldige sterben, so der Bundesaußenminister weiter.» [auch dts, heute])

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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 09.07.2014 um 14.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10758


Lieber Herr Ludwig,

ich verstehe nicht, was an "drohten" auszusetzen ist. Es handelt sich hier doch um den Konditionalis ("im Falle einer Verurteilung").
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 09.07.2014 um 04.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10757


Bei der dpa geht's offenbar sehr unbedacht zu: "Stockton (dpa [heute]) [...] Bei der Anhörung gab die Staatsanwaltschaft bekannt, dass der 30-jährige wegen unerlaubten Waffenbesitzes vor ein Bundesgericht gestellt wird. Im Falle einer Verurteilung drohten bis zu zehn Jahre Haft, berichteten US-Medien." Einmal könnten die auch den Bindestrich vor dem "jährigen" weglassen, und beim indirekten Zitat wäre der Konj. II als Ersatz für den Konj. I oder Indikativ nicht nötig, denn daß hier zitiert wird, steht ja gleich im Hauptsatz. So wie's da steht, könnte "drohten" ja auch erstmal als Imperfekt aufgefaßt werdem. Auf jeden Fall wäre "drohen" hier klarer. Und ein zugesetztes "ihm" hätte auch geholfen, so daß man den Satz nicht mehrmals lesen muß.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 28.06.2014 um 18.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10747


Haplologisch dem Genitiv sein Tod: "Angesicht des Vorschlages einer Umbenennung der FDP hat sich Parteichef Christian Lindner mit dem Ratschlag, vor allem über die "politische Substanz" zu beraten, zu Wort gemeldet." (DTS-Meldung, 28.06.2014)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 12.06.2014 um 16.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10732


Verhältnisse bei dpa-Berichterstattung: "London [heute] - In Großbritanniens Hauptstadt London gibt es Streit um drei gebrauchte Wasserwerfern aus Deutschland."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 06.06.2014 um 03.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10719


Ist das nun Unfähigkeit oder einfach normale Schlamperei jetzt: "Die Polizei veröffentlichte ein Foto des mutmaßliche Täters in militärischer Tarnkleidung." (dpa, 5.6.), "Ein Blatt mit einzelnen Zeichnung von Hergé hat in Paris alle anderen Zuschläge in den Schatten gestellt." (faz.net, 30.5.), "Putin [muß] die klare Botschaft überbracht werden, dass Russland seinen Beitrag leiste solle, um die Situation zu 'stabilisieren und zu deeskalieren'." (welt.de, 5.6.), "'Die deutsche Wirtschaft wird die Entscheidung der Politik mittragen', sagte der Chef des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHK), Eric Schweitzer" (welt.de, 5.6.), und man fragt sich, wofür in der Abkürzung das "K" steht? Und versteht das wer: "Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat die Opfer des NSU-Terrors um Entschuldigung gebeten. Sie könnten nur um Vergebung bitten, so lange so unentschuldbar blind gewesen zu sein, sagte sie dem «Kölner Stadt-Anzeiger»." (dpa, heute)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 04.06.2014 um 17.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10711


Unbedachte dpa-Wortform heute: "Warschau (dpa) [...] Das seien nicht nur Worte, das sein unverbrüchliche Verpflichtungen, rief Obama." - In meinem Heimatdialekt in Oberschlesien sagten wir übrigens "sein" für "sind" (1. und 3. Plural Präsens gleicht wie sonst dem Infinitiv).
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 02.06.2014 um 23.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10709


dpa-Unsicherheiten (heute):
"Palästinenserpräsident Mahmud Abbas habe eine «technokratische Übergangsregierung» geformt, an der die radikalislamische Hamas nicht mit Ministern beteiligt seien."- Na, was denn nun? Singular oder Plural?
"Demnach sagte der Ex-NSA-Mitarbeiter: Er würde gern in Brasilien leben. Tatsächlich habe er bei der Regierung schon Asyl beantragt." Doppelpunkt als Ankündigungszeichen für indirektes Zitat? Naja, 's wär 'ne Möglichkeit vielleicht bei der Aufzählung hier. Ungewöhnlich ist's trotzdem.

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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 30.05.2014 um 16.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10704


"Im mexikanischen Drogenkrieg gerate immer wieder Musiker zwischen die Fronten, weil sie zum Beispiel für rivalisierende Kartelle Lieder schreiben." Aber an sich ist diese dpa-Nachricht (heute) natürlich ganz interessant.- Auch dpa heute: "Ein anderes Team mit vier Beobachter wird in der Ostukraine bereits seit dem 26. Mai vermisst."
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 29.05.2014 um 12.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10703


... drohe ein knappes Drittel der jungen Generation abgehängt zu werden, heißt es einer Untersuchung der Arbeitsgemeinschaft (AGJ).

Ein 14-Jähriger hat sich mit der Polizei eine wilde Verfolgungsfahrt.

Der Musiker wieder ausreichend fit, um in einem Flugzeug zu reisen, ...

... musste aber seine komplette Japan-Tour krankheitsbedingt absagen.
170 000waren
[sic] dafür verkauft worden.
(Was mit den 170 000 gemeint ist, erfährt man im Artikel nicht.)

Alle Zitate stammen von nur einer einzigen Seite:
Süddeutsche Zeitung, 28./29.5.2014, Seite 10
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 08.05.2014 um 09.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10676


DTS-Meldung vom 08.05.2014: "Die Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom zur EDV-Ausstatung weiterführender Schulen [...]" - Natürlich ist es wichtig, daß die Schüler lernen, daß man erst selber Korrektur liest und danach erst den *spell-check* laufen läßt.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 01.05.2014 um 11.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10670


Zum Unsinn, daß der Dativ dem Genitiv sein Tod ist: "Moskau (dpa) - [...] Die Versammlung im Herzen der russischen Hauptstadt gilt auch als Zeichen für einen wiedererstarkenden Patriotismus nach dem umstrittenen Anschlusses der Halbinsel Krim. [/] (01.05.2014 10:15 Uhr)"
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 26.04.2014 um 09.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10662


Barack Obama stärkt seoul im Konflikt mit Nordkorea den Rücken und nennt Südkorea einen Schurkenstaat.
(Foto: dpa)
Bildunterschrift in n-tv.de
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 25.04.2014 um 15.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10658


Sich einen Ast lachen über dpa-Korrekturlese: "Australische Boing zur Landung gezwungen - Flugast randaliert / Sydney (dpa) - [...] 25.04.2014 10:20".
Eigenartig auch dpa heute: "Los Angeles (dpa) - Der kanadische Sänger Justin Bieber [wurde] zu all den Fällen befragt [...], wegen deren er Ärger mit der US-Justiz hat." Nie gehört "wegen deren", wenn's auch rein grammatisch möglich ist. Aber "deretwegen" und "wegen denen" ist wohl das normale Deutsch hier, jedenfalls meins.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 13.04.2014 um 19.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10648


Haplolologisch hält besser: "Rom (dpa [heute]) - Mit einer Messe vor Zehntausendenden Menschen auf dem Petersplatz hat Papst Franziskus die Karwoche eröffnet."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 18.02.2014 um 00.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10594


dpa haplogisch: "Verhärte Fronten zwischen Union und SPD im Fall Edathy [//] Berlin (dpa) [...]" (17.02.2014)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 12.01.2014 um 19.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10559


dpa-Zahlprobleme: "Fortschritten in den Atomverhandlungen mit Iran
Genf (dpa) [...] 11.01.2014 07:15 Uhr. Gemeint ist der D. pl. hier jedenfalls nicht.
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Karsten Bolz
Hofheim

Dieser Beitrag wurde am 14.12.2013 um 14.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10537


FAZ Online von heute:

Internet-Vergleichsportale wie Swoodoo, Orbitz und Cheapoair sorgen bisweilen für umgekehrte Auktionen, dazu lassen sich die Preisentwicklungen aufseiten wie Skyscanner, Yapta oder Airfarewatchdog verfolgen.

Ob der Autor weiß, was er geschrieben ha?
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 03.12.2013 um 10.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10533


Astrologie
Komet Ison schwächt sich ab


(Überschrift im Mannheimer Morgen, 2.12.2013, S. 14)
Vielleicht hebt er ja sein ganzes Unheil für Freitag, 13.12.13 auf.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 10.10.2013 um 12.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10458


Faz.de (gestern, "Zeitung zur Buchmesse") mit mehr Mehrzahl: "Jetzt machen gut vernetzte Mütter gegen den Bestseller mobil, der sich mehr als eine Millionen Mal verkaufte." Das kommt davon, wenn man einfach "millionenmal" nicht schreiben kann.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 04.10.2013 um 22.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10457


So genau sieht die FAZ halt nicht hin: "Sportler wählen Sportler: Und am Ende siegt Christian Obergföll. Die Speerwurf-Weltmeisterin ist von ihren Athletenkollegen zum Champions des Jahres gekürt worden." (Faz.net, 2.10.)
Gott sei Dank geht's, auch weniger gewählt, weiter mit: "Speerwerferin Christina Obergföll ist von den deutschen Spitzensportlern zum „Champion des Jahres“ 2013 gewählt worden."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 10.08.2013 um 10.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10378


Natürlich muß bei der Nachrichtenübermittlung alles schnell gehen. Aber schludrig abgefaßt sollte die Ware deshalb doch nicht sein wie bei dpa [gestern]: "Allerdings könne der 40-Jährige, überall sein." So lang ist der Satz nun wirklich ist, daß man dazu einen besonderen Korrekturleser brauchte. —

Auch hier hat wer den Titel einfach dazugewurstelt: "Erster kommerzieller Offshore-Windparks ist fertig [//] Norddeich (dpa [heute]) - Der Bauabschluss des ersten kommerziellen deutschen Nordsee-Windparks Riffgat bei Borkum wird heute im ostfriesischen Norddeich gefeiert. [...] Der Windpark des mit 30 Anlagen ist nach 14 Monaten Bauzeit zwar fertig, liefert aber voraussichtlich bis Februar 2014 keinen Strom."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 29.07.2013 um 14.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10354


dpa-Korrekturlesen versucht, aber ungenügend: "Solna (dpa) - [...] Dem 1:0-Finalsieg gegen Norwegen in Solna folgte eine rauschenden Party, die DFB-Präsident Wolfgang Niersbach mit einer Rede einleitete. Im Mittelpunkt stand Matchwinnerin Nadine Angerer, die zwei Elfmeter gehalzen hatte."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 23.07.2013 um 23.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10341


"Jerusalem (dts Nachrichtenagentur [heute]) - Archäologen der Hebräischen Universität hatten bei Ausgrabungen einer befestigten Stadt 30 Kilometer südwestlich von Jerusalem zwei Gebäude freigelegt. Eines der Gebäude stehe in Verbindung mit der Figur, die aus der Sage von David und Goliath bekannt ist. Eine Radiocarbonanalyse zur Altersbestimmung habe ergeben, dass der Palast zwischen 1.020 und 980 vor Christus existierte, bevor sie niedergebrannt wurde." — Worauf soll sich dieses "sie" (ja fem. sg.) am Ende beziehen? Und welche "Figur" ist aus der Sage von David und Goliath bekannt? Sowas läßt man doch nicht als Nachricht los.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 29.06.2013 um 17.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10306


Wer redet hier denn noch vom Tod des Genitivs? dpa jedenfalls nicht: "Pretoria (dpa) - [...] Ein Besuch Obamas am Krankenbett des schwer kranken südafrikanischen Ex-Präsidenten kam aus Rücksicht auf dessen kritischen Gesundheitszustandes nicht zustande. [/] 29.06.2013 16:15"
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 26.06.2013 um 11.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10295


Wohl doch 'n bißchen zu lang, um die Übersicht zu behalten: "Tern bietet zudem an, die achtstellige Registrierungsnummer (die am Sitzrohr des Rahmens angebracht ist) auf der Website des Unternehmens einzugeben und so herauszufinden, ob das jeweilige Faltrad betroffen ist." (derNewsticker.de, 25.6.) Tern weiß doch, welche Falträder betroffen sind, nämlich die der "Produktionsserie der Modelle Verge S11i, Verge X10, Verge X20 und Eclipse S11i."
Dativ-Pluralformen: "DIHK warnt vor anhaltender Jugendarbeitslosigkeit in EU-Krisenländer [/] Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat vor übertriebenen Erwartungen bei der Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit in der EU-Krisenländern gewarnt." (derNewsticker.de, 25.6.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 15.06.2013 um 09.34 Uhr eingetragen.
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welt.de.-Durcheinander: "Doch der edle Abkömmling kommt mit so vielen Neuerungen, dass ein neuen Name braucht: 4er." (15.6., 08:26)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 14.06.2013 um 15.17 Uhr eingetragen.
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"Maybrit Illner und Peer Steinbrück haben etwas gemeinsam: Beide gelten als besonders schlagfertig. Zurecht, wie der Talk im ZDF beweist." (www.welt.de, 14.6.) (Während ich am Bildschirm auf den ganzen Artikel warte, preist sich Die Welt da annoncierend mit "Journalismus mit Format" an.)
Und mal was anderes in der welt.de-ß/ss-Schreibung in Zitaten: "Avril Haines heißt die neue stellvertretende Leiterin des US-Geheimdienstes CIA. [//] In einem Interview im März rühmte er die Spezialistin für die Geheimdienste: "Sie weiss mehr über Geheimoperationen als irgendjemand sonst in der US-Regierung ausserhalb der CIA"." (13.6.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 12.06.2013 um 23.20 Uhr eingetragen.
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Dativformen bei dpa (12.06.2013 22:15 Uhr): "Istanbul (dpa) - [...] Die Idee eines Referendums sei das «konkrete Ergebnis» eines Treffens Erdogans mit Künstlern, Wissenschaftler und Publizisten in Ankara."
Das Diskussionsthema hier ist "Gibt es keine Lektoren mehr?" Meine Beiträge dazu werfen aber die Frage auf, ob, wenn wer was schreibt, der Autor sich das Geschriebene überhaupt wenigstens noch einmal durchliest. Darum geht es mir. Irgendwie sollten professionelle Schriftjournalisten für die nächste Generation vorbildlich sein. (Und wegen der Schulkinder hatten die doch sogar klares Denken zur kultusministerlichen Rechtschreibreform in den Hintergrund treten lassen!)
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 12.06.2013 um 10.06 Uhr eingetragen.
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Auch eine Art Geschlechtsneutralität: "Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Kurz nach 11 Uhr betraten drei von vier beteiligten Männern bewaffnet den Laden in der Joachimstaler Straße und zwangen eine Kunden sowie vier Angestellte unter Waffengewalt sich auf den Boden zu legen."
Na, wenigstens waren bei dem Durcheinander die Überfallopfer sicher: "Während zwei der drei Männer die Überfallopfer sicherten, entwendete der dritte Mann Goldmünzen sowie der Goldbarren aus dem Schaufenster." (derNewsticker.de)
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 17.05.2013 um 10.03 Uhr eingetragen.
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Ganz witzig, wenn auch unbeabsichtigt, der Korrektur-Fehler am Ende der dpa-Nachricht "Schleswig-Holstein stellt «Endlager-Ultimatum»":
"Bis Mitte Juni müssten sechs noch offene Punkte geklärt werden, heißt es in einem Schreiben von Ministerpräsident Torsten Albig an Altmaier. Altmaier zeigte sich im ZDF zubversichtlich, dass eine, dass eine Lösung gefunden wird."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 10.04.2013 um 19.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10191


Infinitivkonstruktionen bei modalen Hilfsverben: "Der 'Spiegel' berichtete, Winkelmeier-Becker habe schon mehr als zehn Verbündete auf ihrer Liste, die zusammen mit SPD, Linkspartei und Grünen für eine Quote zu votieren wollten". (derNewsticker.de, heute)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 08.04.2013 um 07.01 Uhr eingetragen.
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Adjektivendungen — offenbar nicht nur ausländischen Deutschstudenten ein Greuel: "Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vor allem die Durchsuchungen deutschen Stiftungen (Konrad-Adenauer-Stiftung und Friedrich-Ebert-Stiftung) in Russland sorgen für Ärger." (derNewsticker.de, heute)
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 05.04.2013 um 23.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10182


"Polizei überwältigt Geiseldrama in Kölner Kita [/] Köln (dpa) - [...] 05.04.2013 20:55 Uhr". Wie hieß der/die VerbrecherIn laut dpa doch nochmal?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 22.03.2013 um 07.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10160


Englisch bei dpa: "Stuttgart (dpa) - [...] Unter anderem Bundesumweltminister Peter Altmaier will Gorleben als Standort nicht ausschließen. [//] 22.03.2013 06:50 Uhr"
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 17.03.2013 um 17.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10156


Geschlechtsschwierigkeiten? Aufmerksamkeitsdefizit? Der Komparativ einfach schon zu schwer, um ihn einfach richtig zu haben? — "Berlin (dpa) - [...] Chanson von Carla Bruni [...]. Die früherer First Lady Frankreichs tritt bei der Verleihung des deutschen Musikpreises Echo am 21. März in Berlin auf." (17.03.)

Und wie schnell doch aus einer völlig betrunkenen Frau, die "ein Zivilfahrzeug der Polizei mit einem Taxi verwechselt" hatte, eine Dame werden kann: "Die Beamten brachten die Frau, die ihren Ausweis nicht mit sich führte, anschließend auf die Dienststelle, um dort die Herkunft der Dame und den Grund ihres Aufenthalts in Arzberg zu klären. [//] Die 33-Jähriger erklärte, dass sie mit ihrer Familie zu Besuch gewesen sei und nach dem Konsum von Alkohol die Wohnung verlassen hatte und weggelaufen sei." (derNewsticker.de, 18.03.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 11.03.2013 um 17.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10120


Noch zu #10099 mit welt.de (heute): "Rente mit 69 [/] Länger Arbeiten? Ja, bitte gern". — Schlamperei beim Korrekturlesen? Einfluß des Englischen auf deutsche Titelschreibe? Einfaches Unwissen? Kaputtes Korrigierprogramm oder eins, das es auch nicht richtig weiß? Es spielt keine Rolle; irgendwas ist hier bei der ganzen Innung nicht richtig.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 06.03.2013 um 10.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10100


Ja, eine Differenzierung innerhalb des Netzes ist sicher auch möglich und notwendig. Von größeren Anbietern kann man schon mehr erwarten.
Ich bin immer froh, daß hier im Forum die Möglichkeit besteht, selbst zu korrigieren, und es wundert mich, daß auf Online-Nachrichtenseiten kaum nachträglich korrigiert wird. Dieses "durch" z. B. könnte man sehr leicht durch "dank" (+Gen.) ersetzen.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 05.03.2013 um 16.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10099


Man muß doch Mensch bleiben! Natürlich, lieber Herr Riemer. Aber ich zitiere hier fast nur aus Nachrichtendiensten und e-Artikeln aus etablierten Zeitungen mit professionellen Journalisten oder solchen, die nahe dran sind, es zu werden, und meine, ich weise da auf ein Problem in unserer Kultur allgemein hin. Wichtig ist mir auch im e-Leben: Man muß doch Mensch bleiben! Und ein rechter Zeitungsmensch liest sich doch noch mal durch, was er da geschrieben hat, bevor er's seinen Mitmenschen als professionell Zubereitetes zur Einnahme vorsetzt, — gerade weil wir alle uns "ja auch mal vertippen oder im Ausdruck vertun."

Ich habe auch mal Publizistik studiert und nehme die Informationspflicht durch die Medien, die ja "vierte Gewalt" in einer Demokratie, sehr ernst. Und deshalb wurmt mich, wenn ich z. B. sowas lesen muß: "Die Komikerin Carolin Kebekus hatte sich dem Kardinal bei einer Pressekonferenz genähert – und zwar im Auftrag des ZDF. Kebekus sagte, sie interessiere sich für Aufstiegschancen von Frauen in der katholischen Kirche. Sie habe die Absicht, so präzisierte sie, sich um die vakante Stelle des Papstes zu bewerben. Kebekus hatte eine Bewerbungsmappe dabei."
Da soll nach dem mir Beigebrachten der gute Interviewer immer mehr zum Thema wissen als der Interviewte, so daß er intelligent nachfassen und dann richtig berichten kann. Und hier a. "bei einer Pressekonferenz" und b. "und zwar im Auftrag des ZDF" dieser Unsinn! Und diese Leute ohne jegliches Format wollen für derartige Informationsarbeit für das Volk auch noch vom Volk legal abgesichert vom Volk ihr sicheres Einkommen haben!

Nein, es schadet gar nichts, wenn man sein professionell Abgefaßtes noch mal durchliest. Vielleicht fällt einem dann sogar noch mehr Bedenkliches auf. Zum Wohle dann aller. Ich unterscheide da also gar nicht zwischen Gedrucktem und e-Erschienenem bei der journalistischen Information.
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Urs Bärlein
*

Dieser Beitrag wurde am 05.03.2013 um 15.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10098


Herrn Ludwigs Problem mit dem Text liegt vermutlich woanders. Von den USA aus gesehen ist es nicht so selbstverständlich wie für uns, daß Düsseldorf nicht in Belgien liegt und es in Belgien keine Bundespolizei gibt. Wenn man den Text schon für verworren hält, und etwas verwirrend aufgebaut ist er zweifellos, dann hält man es womöglich auch für nicht ausgeschlossen, daß ein "Newsticker" Anfang März über einen Vorfall im vergangenen Oktober berichtet. Mich hat eher eine Formulierung im ersten Teil des Zitats irritiert: "Der Beamte wurde durch das schnelle Eingreifen seiner Kollegen nicht verletzt..."
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 05.03.2013 um 11.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10097


Sollte man nicht bei allen möglichen Internetartikeln etwas nachsichtiger sein? Für Fehler in Gedrucktem, also in Büchern, Zeitungen u.ä., habe ich auch wenig Verständnis, aber Online-Nachrichten im allgemeinen, da muß ich immer daran denken, daß wir uns selbst hier in der Diskussion oder im Tagebuch ja auch mal vertippen oder im Ausdruck vertun. Ich würde Internet-Schreibfehler nicht mit Gedrucktem auf eine Stufe stellen. Oder wie sehen Sie das, lieber Herr Ludwig?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 04.03.2013 um 22.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10096


dernewsticker.de heute:
"[Einem 23jährigen Belgier, den die Bundespolizei jetzt am Flughafen Düsseldorf verhaftete,] wird vorgeworfen, im Oktober 2012 während einer Verfolgungsjagd einen Polizisten mit einer Schusswaffe bedroht zu haben.
Der Beamte wurde durch das schnelle Eingreifen seiner Kollegen nicht verletzt und der 23-Jährige Belgier konnte festgenommen werden."
Soweit so klar. Dann aber:
"Während seiner Überführung in die JVA durch die belgischen Behörden gelang es dem 23-Jährigen dann jedoch gewaltsam zu fliehen. Die Bundespolizei übergab den jungen Belgier nach seiner Festnahme dem Haftrichter des Amtsgerichtes in Düsseldorf, welcher weitere strafrechtliche Maßnahmen einleite."
Was???
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 04.03.2013 um 16.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#10094


Beziehungsweise bei welt.de, heute: "Betrunken erwischte die Polizei den [dänischen Nationalspieler Nicklas Bendtner] von Juventus Turin, als er auf der verkehrten Straßenseite fuhr."
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 21.01.2013 um 21.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9903


Wenn der E-Korrektor das Sagen hat: "Zudem soll es ab dem heutigen Montag bis zum 26. Januar jedes Vorverkaufstickets der zweiten Klasse online für 23 Euro geben." (derNewsticker.de [21.1.])
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 08.01.2013 um 23.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9868


welt.de heute unter "MEISTGELESENE ARTIKEL": "3. Faszination Dekollet [/] Und ewig lockt die weibliche Brust". — Wenigstens bei dem Thema sollte es doch wen geben, der da etwas genauer Korrektur liest.
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 08.01.2013 um 17.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9864


"Laut Weltverfolgungsindex 2013 wird es für Christen in vielen arabischen Länder und in Subsahara-Afrika immer gefährlicher." (welt.de, heute). Ich bin im Ruhestand, aber gelehrt habe ich immer: The dat. pl. gets an extra "n" unless the plural form has already one or ends in "s". Verschwindet denn dieses "n" auch in der Aussprache?
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 05.01.2013 um 20.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9854


dpa auf die schnelle: "Washington (dpa) - [...] Die Stadt Aurora hatte ein Mann in einem Kino zwölf Menschen erschossen." (05.01.2013 18:35) — Hatte dpa nicht mal Kindern besonders vorbildlich sein wollen, was richtiges Schreiben betrifft?
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 10.12.2012 um 16.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9749


Erweiterter Superlativ: »Brüssel (dpa) [...] Der Obelix-Darsteller gilt als einer der bestbezahltesten Akteure Frankreichs. [//] 10.12.2012 12:55«
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 08.12.2012 um 16.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9746


Zeitproblem bei welt.de: "Ein Skandal unbekannten Ausmaßes erschüttertet Deutschland: In den vergangenen Tagen wurden offenbar Millionen Kinder von ihren Eltern bewusst getäuscht." (7.12.)
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 04.12.2012 um 23.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9736


Superlative: "Der Tunnel ist mit 9,4 Kilometern Länge das größte Einzelbauwerk auf der 182 Kilometer langen Rheintalbahn Karlsruhe–Basel, Europas vielbefahrenster Schienengüterstrecke." (dts Nachrichtenagentur, heute)
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 13.11.2012 um 22.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9674


derNewsticker.de (heute): »Der CSU-Ehrenvorsitzender Edmund Stoiber las seinen Kindern und Enkeln gerne "Dornröschen" vor.« Adjektivsubstantive! Kann's der Spellcheck denn nicht?
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 28.10.2012 um 19.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9613


welt.de heute: "Die 10 häufigste Sportverletzungen und ihre Therapie" .
"Skistar Lindsey Vonn sucht einen neuen Freund. Sie weißt auch, welche Eigenschaften ihr am wichtigsten sind." Da haben die jetzt sicher gut bezahlten Volontäre im Deutschunterricht nicht hineichend ihre Hausaufgaben gemacht. Typische Fehler da.
Schwaches Korrekturlesen: "Am 19. Januar 2000 wurde [Hedy Lamarr] tot in ihrem Haus bei Orlando in Florida aufgefunden worden." (Bildunterschrift)
Gibt es keine Lektoren mehr? welt.de wohl: Was solln denn die?
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 22.10.2012 um 07.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9594


Schwieriger Numerus: "Die britische Familie, auf die sich die Ermittler zunächst konzentriert hatten, sei demnach nur getötet worden weil sie Zeuge des Verbrechens waren." (dernewsticker.de, gestern)
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 12.10.2012 um 18.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9544


Was??? "Er agierte er während der Kraftprobe zwischen Kennedy und Chruschtschow weit aggressiver agierte als bislang bekannt" (Bildunterschrift bei welt.de [121012]).
Im Artikel selbst dann auch Schwierigkeiten mit Numerus und Adjektivendungen:
"Umgerechnet 1000 DM in kubanischer Währung, vor allem aber weitere 1000 DM in jeder beliebigen westlichen Währung und einzuzahlen auf ein beliebiges europäisches Bankkonto sollte die deutschen Söldner bekommen."
"Der naheliegende und wahrscheinlich Schluss ist, dass Castro sich aus der völligen Abhängigkeit von sowjetischen Waffen und Ausbildern befreien wollte."
"Offenbar hatte der Nachrichtendienst dank verschiedener leistungsfähige Quellen in der Karibik auch sonst erstaunlich oft zutreffende Meldungen über die insgeheim vollzogene Aufrüstung."
"Zur gleichen Zeit ging die CIA nach Aktenlage von davon aus, nach Kuba würde nur konventionelle Waffen gebracht, keine Atomwaffen."
Und hatten direkte Zitate nicht mal keinesfalls auf reformiert gebracht werden sollen? Aber "Neun Tage später hieß es dann: 'Bis Ende November werden auf Kuba Raketen-Abschussbasen einsatzbereit sein.'"
Sind heutzutage Schulabgänger für Arbeit als Journalisten im Schreiben so wenig vorbereitet, daß derartiges wie das hier zitierte halt nicht mehr ausgeschlossen werden kann?
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 04.10.2012 um 23.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9523


Groß- und Kleinschreibung bei einem Nachrichtendienst: »Daraufhin rief Beck: "Können sie mal das Maul halten, wenn ich ein Interview gebe? Einfach das Maul halten." Nachdem der Mann nur meinte dass er ehrlich sei, entgegnete Beck: "Sie sind nicht ehrlich, Sie sind Dumm.« (derNewsticker.de-Meldung, 04.10.2012, 17:34 Uhr) Hier braucht man doch nicht mal einen extra Korrektor. Das Geschriebene noch einmal selbst durchlesen, müßte doch genügen.
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 21.09.2012 um 19.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9464


"Die wenige Prozente, die gefehlt haben, könne man nur mit harter Arbeit herausholen." (dpa ["Kein Kurswechsel...], 21.09.2012 10:55 Uhr) Auch bei denen kein System, das Schreibanfängern in der Schule helfen würde.
Auch hier nicht: "Bei den Nürnberger trumpfte zuletzt vor allem der japanische Neuzugang Hiroshi Kiyotake groß auf." (derNewsticker.de, "Erste Bundesliga", heute)
Und faz.net steht denen nicht nach: "Die CDU-Landesregierung haben der Merkel-Regierung die Gefolgschaft im Bundesrat verweigert" (Bildunterschrift, heute).
Aber hier geht's doch bei welt.de, heute: »Wenger lobt Podolski – "Er spricht gut englisch"«!
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 13.09.2012 um 23.59 Uhr eingetragen.
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Gibt's keine Lektoren mehr? Jedenfalls nicht bei welt.de am 13.9.

Wieder mal was zum Mal: "Zwei mal der Falsche in Bellevue". Gott sei Dank wird gleich darauf auch gefragt, "[w]arum Angela Merkel ein zweites Mal den Falschen nach Bellevue schickte."

Wie man sich schlechte Schreibung zuzieht: "Auch eine Pfeilspitze im Rücken sowie Schlagspuren auf dem Schädel verweisen für die Forscher auf eine Kriegsverletzung, die sich Richard in den zahlreichen Kämpfen seiner nur zweijährigen Herrschaft 1483 bis 1485 zu gezogen haben könnte."

Welcher Fall auch immer, in der Erregung ist er dem Dativ sein Tod: "Forscher zufolge soll auch Safran die Liebeskraft und die sexuellen Funktionen verbessern."
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 13.09.2012 um 02.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9425


"Reinhold Würth macht seinen Außendienstmitarbeiter Beine." Im Text später aber dann (in der grammatisch gleichen Situation) "dass wir uns von Außendienstlern, die vielleicht nicht mehr als ihre eigenen Kosten verdienen, trennen müssten". (welt.de, 12.9.) Die starke Dativ-Plural-"n"-Endung wird öfter weggelassen, wie ich sehe. Beim Sprechen auch? Als ob man beim ja langsamen Schreiben eher vergißt, wie's sprachlich richtig weitergeht, als beim (ja schnelleren) Sprechen. So drückt "Außendienstmitarbeiter" für den Schreiber zwar den gemeinten Plural aus, aber er benutzt nicht die für diesen Fall sprechsprachlich gewohnte Form.
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 29.08.2012 um 04.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9385


Jähriger gibt's zwar nicht, aber es ist ein Adjektivsubstantiv und hat deshalb Adjektivendungen: »Fast drei Jahrzehnte nach Ende seiner Kanzlerschaft ist Schmidt nach wie vor hoch populär, mancher würde gar heute noch von dem 93-Jährige regiert.« Naja, anderes wäre da noch anzuzeigen: »In Hamburg nämlich habe es die im Süden übliche "deutsche Unart" eines Separatismus nie gegebene, "und wird sind ein bisschen stolz darauf".«
Eigenartige Kommasetzung fällt auf bei »Nein, die Namen Horst Seehofer und Edmund Stoiber, fallen an diesem Abend nicht ein einziges Mal« und »Nun ja, der einstige bayerische Regierungschef, hatte Schmidt zum Ende von dessen Kanzlerschaft "eine silberne Schnupftabakdose geschickt".«
Und journalistische Fähigkeit stellt welt.de mit »und Ude stellt seine journalistische Herkunft mit klugen und recht unparteiischen Fragen unter Beweis stellt« nicht unter Beweis. Auch nicht mit »Mit dem Zeigefinder beharrt er auf der kruden Thesen: "Ich hatte dafür in der SPD eine Mehrheit."« (welt.de, 28.8.)
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 27.08.2012 um 16.27 Uhr eingetragen.
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O mein Gott! Aber, naja, man versteht ja, was gemeint ist: »New York (dts Nachrichtenagentur [heute]) - "Die Bäume, die Vögel, die Insekten das geht eine Stunde gut, dann muss ich zurück in die Stadt und in Straßen schlendern, wo Geschäfte, Restaurants, Theater, Büchereien und viele Menschen sind." sagte Allen dem Magazin "Für Sie". [...] Im Falle von Denkblockaden kennt er zwei Tricks: Entweder geht der 76-jährige spazieren oder nimmt eine dusche, bei der ihm die Ideen wieder zufließen.«
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 24.08.2012 um 23.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9364


Mehrzahl nicht so einfach: "BVB-Trainer Jürgen Klopp hatte auf Lukasz Piszczek verzichten müssen, der sich während der Woche beim Training eine Muskelverhärtungen im Oberschenkel zugezogen hatte. Die Hoffnungen, dass der Polen trotzdem spielen kann, zerstoben endgültig am Freitag." (welt.de, heute)
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 23.08.2012 um 15.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9359


Jedem Spell-Check fällt doch sowas auf: "Die Bonitätswächter halten einen solchen Schritt sogar für sinvoll." (welt.de, 23.8., 9:40) Vielleicht mit Interferenz von engl. "sinful" bei den welt-de-Volontären von überall her? Dann sollte ihnen jemand von hier doch etwas helfen, anständig deutsch zu schreiben.
Starke Genitive: "Bei Kamelen wird der Eisprung durch das Eindringen des Männchen hervorgerufen, also induziert." Während die starke "s"-Endung aus dem schwachen "Name" eine gemischte Gen.-Sg.-Form macht, wird sie hier einfach ganz weggelassen. (derNewsticker.de, heute) Auch das müßte ein Spell-Check doch finden. Oder bringt das "en" am Ende von "Männchen" die Maschine durcheinander? (Ich verstehe nichts von Rechnersystemen.)
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 22.08.2012 um 10.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9348


Der Artikel von Pierre-Laurent Aimard (bei welt.de, heute) verdient es doch, daß man ihn Korrektur liest: "Lange Zeit war Debussy – wahrscheinlich gemeinsam mit Maurice Ravel – in Frankreich der einzige Komponist, der man absolut erstklassig erachten konnte. [//] Am Ende kann die Musik nur richig atmen, wenn man ihr die richtige Freiheit lässt. [//] Bei ihm Zuhause hing eine Sammlung japanischer Zeichnungen an der Wand."
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 19.08.2012 um 09.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9325


Haplologie voll volkstümlich: "Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich heute beim Tag der offen Tür der Bundesregierung unters Volk mischen." (19.08.2012, 04:25 Uhr)
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 16.08.2012 um 18.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9309


dpa-Infinitve ohne und mit "zu" heute: "Großbritannien will Assange kein freies Geleit zum Flughafen gewähren, sondern den in Schweden wegen Sexualdelikten gesuchten Assange nach Skandinavien auszuliefern."
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 16.08.2012 um 16.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#9308


Mehrzahlprobleme: "Die Jungen soll zwar schon volljährig gewesen sein, allerdings ist in Texas ein Verhältnis zwischen Schülern und Lehrer nicht erlaubt." (DTS-Meldung, 16.08.2012, 14:23 Uhr) — Der Titel zu dieser Meldung ist übrigens "USA: Lehrerin soll fünf Schüler verführt werden".
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Horst Ludwig
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Dieser Beitrag wurde am 15.08.2012 um 21.41 Uhr eingetragen.
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faz.de, heute: "Heute lernen Erstklässler regulär, Buchstaben, Silben und schließlich ganze Worte zu entziffern. Im Mittelalter war das hingegen ein Privileg für wenige. Damals lernten man mit aufwendig gestalteten Fibeln." — Jaja, aber damals lernte man damit auch noch etwas, wenn man sich Mühe gab (wenn auch meist nur lesen und nicht unbedingt auch schreiben). Weiter im faz-Text: "Hinter ihr steht ihre Namenspatronin, die eilige Anna." Richtig geschrieben mußte es natürlich sein, sonst lernte man nichts von dem, was man damals gleichzeitig mit dem Lesen lernen sollte, nämlich beten. Heute hilft unter Umständen nur Beten, wenn die Kinder in der Schule schreiben lernen sollen, um anständig z. B. auch auf die Erlernung des Journalistenberufs vorbereitet zu sein.
Zu "Wörter/Worte": Spürt da eigentlich noch jemand so wie ich, daß "Wörter" einzelne Wörter sind (trotz "Sprichwörter") und "Worte" eben Aussagen mit Inhalt?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 14.08.2012 um 04.41 Uhr eingetragen.
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Auch bei der FAZ Geschlechtsschwierigkeiten mit dem Alkohol: "Mazzon will erst einmal das Studium beenden, streng vegetarisch leben, kein Alkohol trinken und sich noch mehr in die Vedischen Schriften vertiefen." (07.08.2012) — Phonetisch ist der Fall jedoch interessant: Wir haben hier ein "langes [n]" im Deutschen! Bei der Aussprache von "kein'n" löst sich zwischen den "n" die Zunge nicht von den Alveolen. Und die Ausspache von "kein" (Nominativ) und "kein'n" (Akkusativ) ist durchaus verschieden.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 27.07.2012 um 20.23 Uhr eingetragen.
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Wieder mal welt.de (heute, 18:46) doch den Schulkindern vorbildlich: "Beide male mit Bettina an seiner Seite." Und: "In seinem Berliner Büro versucht er sich, der Arbeit zu widmen."
Und bei "Nach dem Rücktritt ist dies alles Tabu" ist "Tabu" doch nicht wie etwa "Märchen" ein Prädikatssubstantiv, sondern ein Prädikatsadjektiv.
Während "selbst verordnet" ("Trotz der selbst verordneten Privatsphäre spielt die Wulff-Affäre auch heute immer wieder eine Rolle in den Medien") noch den Schulkindern in die Schuhe geschoben werden kann, kann man derart nachlässige Verschriftung mit nichts entschuldigen. Die welt.de-Journalisten können halt nicht schreiben.

Auch dies fällt auf, zu weiterer Kommasetzung (welt.de, 27.7., 13:17): "Zwar hat die "Lustseuche" nicht mehr den Schrecken, der tödlichen Pustelkrankheit, die Kolumbus Männer 1492 wahrscheinlich aus Amerika mitbrachten und prominente Opfer wie Casanova, Friedrich Nietzsche oder Heinrich Heine forderte."
Und: "Kolumbus Männer"? Dem Kolumbu seine? — Und eine Fortsetzung mit "aber", statt Absatzende(!), wäre mir hier (nach "zwar") auch lieber. Doch die sei geschenkt.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 26.07.2012 um 15.25 Uhr eingetragen.
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Vorbildliches Korrekturlesen für die Schulkinder?
Kommasetzung: "Ihrer Meinung nach, sei es als Promi schwierig einen Freund zu finden, Dates unter Kollegen hingegen finden sich leicht." Das System dazu (bei adverbialen Ausdrücken) ist im Englischen anders.
Denn denn und nochmal denn: »"Ich habe am Anfang des Prozesses die Athleten befragt und auch die psychologische Seite beleuchtet". Denn Mode für 47 Disziplinen und über 900 Athleten zu entwerfen sei eine anspruchsvolle Aufgabe. [/] Denn jedes Outfit habe hier seine ganz speziellen Anforderungen. Besonders intensiv habe sie sich mit den weiblichen Athleten befasst, denn, "alle sagten, dass das Aussehen einen Einfluss darauf hat wie man im Wettkampf ist".«
Fürs Mädl im Dirndl gibt's Brathändl: "Schweiz: Freihandlsabkommen EFTA-Montenegro tritt im September 2012 in Kraft [//] Das Freihandelsabkommen EFTA-Montenegro wird am ersten September dieses Jahres in Kraft treten."
Und "Großbritannien: Transgender Schülerin muss bei Prüfung Jungenuniform tragen [//] In Großbritinnen ist die transgender Schülerin Ashlyn Parram vor der Abschlussprüfung nach Hause geschickt worden, um sich die Jungsuniform der Schule anzuziehen."
(Alle Zitate aus dts Nachrichtenagentur, heute.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 21.07.2012 um 12.57 Uhr eingetragen.
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Geschlechts- und anderes Fragliche in der *bild.de*-Newstickerei: "Ein Fluglehrer wurde von einem Militärtribunal der Vergewaltigung und der sexuellen Nötigung schuldig gesprochen. Die sieben Geschworenen befanden den Ausbildnerin allen sieben Anklagepunkten schuldig. [...] Insgesamt sind 13 Ausbildner der Lackland-Luftwaffenbasis in Texas wegen sexueller Übergriffe gegen mehr als 30 Flugschülerinnen angeklagt." Wer die bei bild.de da wohl ausgebildnet hat!
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 09.06.2012 um 20.54 Uhr eingetragen.
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»Gauck [...] äußert die Erwartung, dass das "gemeinsame Erinnern an die Ereignisse vor 70 Jahren" Tschechen und Deutsche noch weiter zusammenführen" werden.« (Anführungsstriche wie im Original!) Bei allen Pluralformen hier letztlich doch "wird"! — Im ganzen schlecht Korrektur gelesen. Später: "Er hält zu dieser Zeit einen Vortrag aus einer Konferenz in Los Angeles." (welt.de, heute)
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 05.06.2012 um 22.26 Uhr eingetragen.
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Es [das Gesetz] war allein mit den Stimmen der von Union und FDP verabschiedet worden und trat im Dezember 2011 in Kraft - fünf Monate nach...

stern.de zum Bundestags-Wahlrecht.

Ich habe nur wenige Minuten gebraucht, Herrn Ludwigs Feststellungen bestätigt zu finden.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 05.06.2012 um 16.43 Uhr eingetragen.
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"UVA ist verantwortliche für die Falten." (welt.de, "Der Sonnen-Trucker mit den zwei Gesichtern".) Natürlich, lausiges oder gar kein Korrekturlesen. Aber ich habe auch die Vermutung, daß sich da bei welt.de Hilfskräfte tummeln, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.
Doch auch bei der dpa steht's mit dem Korrekturlesen nicht gerade zum besten: "Washington (dpa) - Ein US-Drohnenangriff auf ein Haus in den pakistanischen Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan soll dem hohen Al-Kaida-Führer Abu Jahja al-Libi gegolten."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 04.06.2012 um 15.10 Uhr eingetragen.
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Da muß schon wer persönlich Korrektur lesen: "Moskau (dpa) - [...] Russland gilt als enger verbündeter Syriens." (04.06.2012 13:30)
Bildunterschrift bei welt.de: "Auch bei der Amtseinführung Papst Benedikts XVI. auf dem Petersplatz zu Rom waren Chargierte deutscher Studentverbindungen anwesend."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 01.06.2012 um 18.42 Uhr eingetragen.
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Mehr als 60 der Iren ist doch wohl auch bei diesem kleinen Land noch keine große Mehrheit: "Dublin (dpa) - Die Menschen in Irland haben mit großer Mehrheit dem Beitritt des Landes zum europäischen Fiskalpakt zugestimmt. Nach dem offiziellen Endergebnis stimmten bei dem Referendum mehr als 60 der Iren für den Beitritt, der dem Land weitere Sparmaßnahmen aufbürden könnte." (dpa, 01.06.2012 18:10 Uhr)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 04.04.2012 um 20.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8945


Sorglosigkeit ist dem Genitiv sein Tod: "Das ganze Gedicht durchzieht ein Subtext, ein lyrischer Etikettenschwindel, der, wenn man ein paar Begriffe verändert, wie die Schwundform eines Textes eines hellsichtigen Widerstandskämpfer des Jahres 1934 wirkt". (faz.net, heute). Naja, eben "grammatischer Alltag".
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 17.02.2012 um 18.44 Uhr eingetragen.
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Es paßt nicht wirklich in den Strang, aber doch immerhin zu Kratzbaums Fazit.

Vor allem Frau Merkel sollte bei der nächsten Kandidatenkür kleinere Brötchen backen. "Both?... To lose one p[resident], Mr[s. Merkel], may be regarded as a misfortune; to lose both looks like carelessness." Oscar Wilde kann sich zum Glück über meine Eigenmächtigkeit nicht mehr beklagen!
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Kratzbaum
*

Dieser Beitrag wurde am 17.02.2012 um 16.26 Uhr eingetragen.
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Ja, lieber Herr Ludwig, das ist eben "grammatischer Alltag"...

Zum Abschluß: Empfindet man nun Genugtuung oder gar Schadenfreude ob des Abgangs? Bei mir entdecke ich nur Mitleid mit einem Menschen, dessen erster und einziger Fehler (wenn man so will) darin bestand, sich in ein Amt drängen zu lassen, von dem er hätte wissen können, daß er ihm nicht gewachsen sein würde. Auf der Seite seiner Förderer entsprach dem eine unglaubliche Geringschätzung ebendieses Amtes. Sie sind die wahren Schädiger.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 17.02.2012 um 16.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8722


Fälle gibt's: „Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern, den ich mich vor allem verantwortlich fühle, eine gute Zukunft.“ (welt.de, heute)
Aber zu fragen wäre zusätzlich, welchen Bürgerinnen und Bürgern der Bundespräsident sich *nicht* verantwortlich fühlt. Gibt's in dem Amt da denn nicht wen, der dem Amtsinhaber die Reden schreibt? Und in diesem Fall bestand doch nun wirklich kein Zeitdruck für ein sauber vorbereitetes Manuskript.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 12.02.2012 um 17.53 Uhr eingetragen.
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Die fraglichen Artikel sind leicht zu finden, wenn man die angegebenen Zitate bei Google eingibt.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 12.02.2012 um 16.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8700


Lieber Herr Wagner, ich habe die beiden Sachen tatsächlich wiedergefunden und sogar herunterladen können. Ich schicke Sie Ihnen per E-Post und hoffe, daß alles gut ankommt. Da bei der Umsetzung in andere Sendeprogramme so häufig Schwierigkeiten auftreten (und ich ein Computeridiot bin und dazu noch nur mit ganz alten Programmen arbeite), lassen Sie mich bitte wissen, ob bei Ihnen alles leserlich angekommen ist. Sollte noch wer an diesen Texten interessiert sein, — dürfte ich sie dann auf Sie verweisen? Oder sollte ich hier in der Diskussion vielleicht sogar lang zwei Seiten und die auf englisch bringen? Aber eben doch wohl irgendwie zu ernster Unterhaltung. — Mit schönen Grüßen (aus einem bisher ungewöhnlich warmen Winter heraus) Ihr Horst Ludwig
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 12.02.2012 um 15.23 Uhr eingetragen.
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Lieber Herr Ludwig, leider sind die von Ihnen genannten Seiten nicht frei zugänglich. Kann man das Material eventuell auch woanders zu sehen bekommen?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 30.01.2012 um 19.49 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8650


Hier etwas zur Unterhaltung: "Blessed Be the Proofreaders"
http://netscape.compuserve.com/whatsnew/package.jsp?name=fte/bibletypos/bibletypos&floc=wn-cx
Interessant auch für uns Sprachinteressierte: "New Bibles: No 'Father and Son' in Trinity" bei
http://netscape.compuserve.com/whatsnew/default.jsp?story=20120130-1307
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 26.01.2012 um 22.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8629


Richtig abschreiben ist auch schwer. "Michael Jackson von seinen Kinder in Hollywood verewigt [/] Los Angeles (dpa) - Popstar Michael Jackson ist von seinen drei Kindern vor dem Grauman's Chinese Theatre in Hollywood mit Hand- und Fußabdrücken verewigt worden." (Bild.de, heute, 21:52)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 04.01.2012 um 18.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8502


"Damals hielt er sich mit 32 Jahren für zu jung, lies deshalb Philipp Rösler den Vortritt." (welt.de, heute, wo wer dem neuen FDP-General die Leviten liest.)
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr

Dieser Beitrag wurde am 02.01.2012 um 14.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8483


WAZ 2.1.12 Politik
Überschrift: Kopftuch-Debatte gefordert

"SPD-Vize ....fordert eine neue Debatte über Kopftuch-tragende Frauen..."
"Ich habe den Eindruck, dass einer Kopftuch-tragenden Frau...."

So zieht sich der Schreiber eben mit Bindestrich aus der Affäre.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 01.01.2012 um 19.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8481


Mit homorganen Verschlußlauten bei welt.de heute: »„Diese tolle Errungenschaft wird den Westen überraschend, weil die westlichen Länder darauf gesetzt haben, dass der Iran keine atomaren Brennplatten herstellen kann“, hieß es zudem in einem Bericht der „Teheran Times“.«
Ich habe nach wie vor den Eindruck, daß da bei welt.de Leutchen losgelassen sind, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, die aber da freien Lauf haben.
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Gunther Chmela
Raubling

Dieser Beitrag wurde am 20.09.2011 um 10.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=275#8152


Ich las gerade einen Kriminalroman der durchaus anspruchsvolleren Klasse. Inhalt und Schreibstil sollen hier nicht kritisiert werden. ABER: In der Handlung kommt ein Hammer vor und dessen Stiel (!). Das letztere Wort, es erscheint im Text in dieser Bedeutung etwa zehn- bis fünfzehnmal, ist durchgängig ohne ‚ie’ geschrieben: Stil. Es kann sich also wohl kaum um einen Flüchtigkeitsfehler handeln. Ferner findet man das Pronomen ‚das’ mehrmals als ‚dass’ geschrieben.
Man fragt sich: Liegt es am Autor oder am Lektor? Die Frage ist aber überflüssig, denn letztlich bliebe die „Schuld“ immer an letzterem hängen.
Ich meine, es ist nicht nötig, hier Autor und Titel des Buches zu nennen. Der Verlag soll aber genannt sein: ‚Pendo’ (Piper Verlag GmbH).
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