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»Darf man so sagen – oder schreiben?«


Beiträge zum Thema

»Doppelt gemoppelt«

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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 21.07.2016 um 17.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#11450


Indirekte Rede (DTS-Meldung, heute): "Das Justizministerium kündigte an, später weitere Details bekannt geben zu wollen." - Naja, jetzt im Moment ist es dazu halt nicht so aufgelegt.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 25.06.2016 um 22.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#11404


Statt Firmen zur Kooperation zu verpflichten, soll Zitis [neue Behörde "Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich"] den Staat selbst in die Lage versetzen, abhören und mitlesen zu können.
(Süddeutsche Z., 24.6.2016, Seite 1)

Weshalb muß man in der Lage sein, etwas tun zu können?
Reicht es nicht, wenn man es tun kann oder wenn man in der Lage ist, es zu tun?
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 07.03.2016 um 21.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#11319


14000 erdnahe Asteroiden und Kometen zählt die europäische Raumfahrtbehörde Esa derzeit, 521 gelten als potenziell riskant.
(SZ, 7.3.2016, S. 18)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 28.11.2015 um 11.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#11231


welt.de heute: "14 Kunststoffbolzen schlagen mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h pro Stunde aus".
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 07.11.2015 um 01.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#11205


Lichterlohe Flammen

... Nun scheint es in der Leichtathletik lichterloh zu brennen.


(FAZ, 6.11.15, S. 27, zu Korruption und Doping)

Lichterloh brennen, also mit heller Flamme brennen, das geht in Ordnung, aber lichterlohe Flammen sind wohl des Guten ein bißchen zuviel.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 30.10.2015 um 23.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#11197


In Deutschland arbeiten so viele Beschäftigte wie noch nie
(FAZ, 30.10.15, S. 17)

Dennoch gibt es offenbar immer noch ein paar Beschäftigte, die nicht arbeiten.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 17.06.2015 um 17.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#11083


Man kann wirklich auf unendlich viele Arten doppelt moppeln. Aus einer Benachrichtigungsmail von DHL:

Bitte entnehmen Sie die Öffnungszeiten der Filialen aus unserem Postfinder

Ich würde ja sagen, entweder nehmen aus + Dativ oder entnehmen + Dativ.

Außerdem das immer wieder dämliche Werbewort "Finder". Würden Kameras und Fernrohre jetzt erst erfunden, bekämen sie wahrscheinlich auch Finder anstatt Sucher eingebaut.
Erstaunlicherweise zeigt Google immer noch fast 1000mal so viele Fundstellen von Suchmaschine wie von Findemaschine.
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 04.04.2015 um 13.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#11039


Aber neben dem Massaker von Katyn gibt es kaum ein anderes Ereignis, an dem sich diese wechselvolle Geschichte so in einem Punkt fokussiert wie in der Ermordung der Elite des Landes im Wald von Katyn.

Aus WirtschaftsBlatt.at
Hervorhebung von mir.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 03.04.2015 um 20.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#11037


..., wo Jesus der Überlieferung nach gekreuzigt worden sein soll.
(Tagesschau, ARD, heute 20.00 Uhr)

Jesus soll gekreuzigt worden sein.
Der Überlieferung nach ist Jesus gekreuzigt worden.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 02.04.2015 um 14.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#11036


Ja gut, so finde ich Ihre Erklärung auch einleuchtend. Es gibt da wohl einen feinen Unterschied im attributiven bzw. prädikativen und im adverbialen Gebrauch:

Der Journalist (in Ihrem letzten Beispiel) sollte dann meiner Meinung nach auch nicht davon sprechen, daß eine mögliche Gefahr besteht oder daß die Gefahr möglich ist, sondern daß möglicherweise eine Gefahr besteht. Letzteres klingt für mich völlig anders und im Gegensatz zu den beiden ersten Fällen vernünftig.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 02.04.2015 um 12.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#11035


Eine Suizidgefährdung ist etwas anderes als die Möglichkeit einer Suizidgefährdung. Man begibt sich nicht wegen einer möglichen Suizidgefährdung, sondern wegen Suizidgefährdung in Behandlung. Deshalb halte ja auch ich die Formulierung in der SZ für verunglückt. Ich finde aber, daß es Situationen geben kann, in denen es nicht unsinnig ist, von einer möglichen Gefährdung, nämlich im Sinne einer möglicherweise vorliegenden Gefährdung, zu sprechen. Ein Laie könnte zum Beispiel sagen: »Ich bin kein Fachmann, aber ich halte es nicht für ausgeschlossen, daß Herr X suizidgefährdet ist.« Oder: »Herr X ist möglicherweise suizidgefährdet.« Der Satz »Herr X ist suizidgefährdet« wäre in diesem Fall nicht etwa logischer, sondern unpassend, denn der Laie will gerade nicht das Vorliegen einer Gefährdung behaupten, sondern von der Möglichkeit einer Gefährdung sprechen. Warum sollte man ihn dafür kritisieren?

Natürlich gibt es in diesem Bereich keine absolute Sicherheit, aber darum ging es mir nicht. Ich rede nicht von unterschiedlichen Einschätzungen oder Wahrscheinlichkeitsgraden, sondern von Fällen, in denen der Sprecher nicht über genug Wissen oder Informationen verfügt, um überhaupt beurteilen zu können, ob eine Gefährdung vorliegt. Eine Brücke ist zum Beispiel einsturzgefährdet oder nicht. Wenn man sich entschließt, sie zu sperren, dann nicht wegen möglicher Einsturzgefahr, sondern wegen Einsturzgefahr. Wenn aber nur Gerüchte kursieren, die Brücke sei einsturzgefährdet, wäre es unwahrhaftig zu behaupten, daß Einsturzgefahr besteht. Ein Journalist, der darüber einen Artikel schreibt und sich darin auf diese Gerüchte und auf sonst nichts bezieht, würde dann über die mögliche(rweise gegebene) Einsturzgefahr berichten.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 02.04.2015 um 10.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#11034


Dem kann ich nicht folgen. Was wäre denn, wenn eine Suizidgefährdung sicher ist?

Steht dann ein Suizid mit Sicherheit bevor? Dann wäre derjenige aber nicht von Suizid gefährdet, sondern davon betroffen, es wäre nur eine Frage der Zeit.

Oder steht dann ein Suizid nicht mit Sicherheit bevor? Hat er nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit, kann man dem Patienten noch helfen? Dann ist derjenige eben nur suizidgefährdet.

Mit möglicher oder sicherer Gefährdung kann ich nichts anfangen. Entweder ist eine Gefährdung gegeben oder nicht, entweder besteht Sicherheit oder nicht.
Ich würde Ihren Satz, lieber Herr Metz, evtl. so sagen: Es ist denkbar, daß ein Suizid für möglich, aber noch nicht für sicher gehalten wird. Aber Sicherheit kann es in diesem Bereich wohl sowieso nicht geben.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 02.04.2015 um 09.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#11033


Es ist denkbar, daß eine Suizidgefährdung für möglich, aber noch nicht für sicher gehalten wird. Vielleicht vermerkt der Hausarzt in der Überweisung an den Spezialisten: »Verdacht auf Suizidgefährung« oder eben »möglicherweise suizidgefährt«. Der Spezialist aber sollte eine klare Diagnose stellen, bevor er mit der Behandlung beginnt (jedenfalls wäre das dem Patienten zu wünschen), und die lautet tatsächlich nicht »mögliche Suizidgefährdung«, sondern »Suizidgefährdung«.

Übrigens scheint mir auch die Formulierung »therapeutische Behandlung« zum Thema dieses Strangs zu passen. Sie ergibt hier nur dann einen Sinn, wenn man sich unter dem Therapeuten einen Psychotherapeuten vorstellt.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 01.04.2015 um 23.46 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#11032


..., der Copilot des in der vergangenen Woche abgestürzten Airbus, war vor Jahren wegen möglicher Suizidgefährdung in therapeutischer Behandlung.
(SZ, 31.3.15, S. 1)

Suizidgefährdung war möglich. Wie geht das? Suizidgefährdung heißt doch schon, ein Suizid liegt im Bereich des Möglichen.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 09.02.2015 um 16.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#10986


Ich finde es immer lustig, wie die Medien aus Furcht vor Verleumdungsklagen alle möglichen unnötigen Verrenkungen machen. So hieß es gestern abend in den "Tagesthemen" (Das Erste):

Diese Hinweise sind für Steuerfander eindeutige Indizien für eine mögliche Hinterziehung.

Inwiefern sind Indizien eindeutig? Läge wirklich Eindeutigkeit vor, wären es ja Beweise. Aber Beweise braucht man für die Möglichkeit einer Steuerhinterziehung gar nicht, dafür reichen Indizien allemal, und ein Indiz steht schon für eine Möglichkeit, das muß man dann auch nicht doppelt sagen. Ein paar Vorschläge:

- Diese Hinweise sind für Steuerfander (starke) Indizien für eine Hinterziehung.
- Diese Hinweise sind für Steuerfander Beweise für eine Hinterziehung.
- Diese Hinweise bedeuten für Steuerfander eine mögliche Hinterziehung.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 18.06.2014 um 08.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#10740


Ein schon von der Schule her noch alter Bekannter: «"Deutschland sollte den Fehler, den es 2003 gemacht hat, nicht noch einmal wiederholen", sagte Finanz-Staatssekretär Steffen Kampeter (CDU) der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe).» (DTS-Meldung, 18.06.2014) - Ja, hat es ihn denn schon einmal wiederholt?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 12.06.2014 um 16.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#10733


Angeblich vielleicht dpa-Anzeigeart, daß vorsichtshalber nicht eigene Einstellung wiedergegeben werden solle: "Darmstadt (dpa) - Vor dem Arbeitsgericht in Darmstadt hat eine Frau geklagt, weil sie angeblich nach einem Bewerbungsgespräch abgelehnt worden sein soll mit der Begründung, sie sei zu dick." (Laut "Köln [dpa] - Die deutschen Fußballer werden nach Meinung von Wissenschaftlern bei der Weltmeisterschaft in Brasilien das Halbfinale erreichen" genügt aber einigen da doch dementsprechendes Adverbial.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 01.06.2014 um 11.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#10706


Beim allzu heißen Fußball zum indirekten Zitat zuviel der Vorsicht: "London (dpa [heute]) - [...] Der britischen Zeitung «Sunday Times» liegen nach eigenen Angaben geheime Dokumente vor, die belegen sollen, dass der ehemalige katarische Spitzenfunktionär Mohammed bin Hammam fünf Millionen Dollar an Offizielle gezahlt haben soll." Diese Dokumente sollen doch nicht belegen, daß der Mann das Geld gezahlt *haben soll*, sondern daß er es wirklich gezahlt *hat*.

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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 11.03.2014 um 23.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#10617


DER SPIEGEL (Nr. 11/10.3.14, S. 16) macht's auch möglich:

Edathy erklärte sich bereit, vor einem möglichen parlamentarischen Untersuchungsausschuss auszusagen.

Wenn der SPIEGEL möglichen weggelassen hätte, hätte er damit etwa fälschlich behauptet, der Untersuchungsausschuß existiere schon oder sei fest beschlossen? Natürlich nicht. Auch ohne möglichen handelte es sich lediglich um eine Bereitschaftserklärung, vor einem (nicht dem) Ausschuß auszusagen.

Kann man überhaupt vor einem möglichen Ausschuß aussagen? Vor der Möglichkeit eines Ausschusses, vor einem abstrakten Sachverhalt? Ich meine, nein, aussagen kann man nur vor einem ganz realen Ausschuß.

Das Wort möglich ist also in dem Satz nicht nur überflüssig, sondern sogar unsinnig. Es ist eines dieser modernen Beschwichtigungswörter, die ganz automatisch benutzt werden, sozusagen für alle Fälle. Man hält sich damit immer ein Hintertürchen offen und kann sachlich nie falsch liegen.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 09.03.2014 um 13.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#10616


Mögliche Risiken intimchirurgischer Eingriffe sind ...
(FAS, 9.3.14, S. 58, siehe auch #9486)

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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 26.09.2013 um 18.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#10452


So bringt derNewsticker.de (heute) eine Nachricht über die "US-Schauspielerin Melissa Joan Hart": "Schlussendlich haben mir die Drogen keinen Spaß gemacht. Ich mag es nicht, wenn ich die Kontrolle verliere."
Wir haben schon "schließlich" und "endlich" und brauchen kein neumodisches Gerede dazu; es tut letzten Endes nichts zur Sache.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 12.09.2013 um 16.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#10433


derNewsticker.de (heute):«Der Champions-League-Sieger von 2001 würde homosexuellen Spielern zu einem "Coming-out nicht raten", so Kahn weiter.»
"Der Champions-League-Sieger" hier ist Kahn selber. (Oder sollte er sich mit der Bezeichnung "der Champions-League-Sieger von 2001" vielleicht selber angeführt haben? Dann hätte es aber doch auch in Anführungsstrichen stehen sollen, nicht wahr?)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 31.08.2013 um 16.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#10415


Gesteigerter Komparativ: «Berlin (dts Nachrichtenagentur [heute]) - "Das Duell wird von so rigide festgelegten Regeln beherrscht, dass es sehr schwer sein wird, davon längerfristiger zu profitieren.»
Aber verständlich ist schon, daß dieser Ausdruck aufgekommen ist; wir wissen alle, daß eine gute Nachricht eine bessere Nachricht ist als eine bessere Nachricht, und da wird der vorsichtige akademische Sprecher sich nicht so festlegen wollen.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 10.07.2013 um 22.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#10322


Der bisher nicht vorbestrafte 44-Jährige hatte zu Beginn des Prozesses ein umfassendes Geständnis abgelegt. (MM, 6.7.13, S. 1)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 03.03.2013 um 11.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#10082


Solange der Klub keine Identität findet, so lange ist Dietmar Hopp nur ein badischer Scheich, der ein Kunstprodukt finanziert. (FAS, 3.3.13, S. 13)

Soweit, was GZS betrifft, schön geschrieben, man hätte aber das zweite, "so lange", auch weglassen können. Oder nach Umstellung "wie" statt "solange".
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 27.09.2012 um 22.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#9486


Mark Benecke [Kriminalbiologe] hat mehr Tattoos, als er zählen kann. Trotzdem warnt er Jugendliche auch vor den möglichen Risiken.
(FAZ, 27.9.12, S. 9)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 16.09.2012 um 12.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#9443


Die FAS schreibt heute auf S. V1 über die verschiedenen Mittelpunkte Deutschlands, je nach Berechnungsmethode:

Das Land hat drei Mittelpunkte - Niederdorla, Krebeck und Flinsberg. 1997 kamen noch zwei weitere hinzu - Silberhausen und Landstreit.

Ja, zwei von denselben können wohl schlecht hinzugekommen sein, es müssen also tatsächlich zwei weitere gewesen sein.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 15.09.2012 um 00.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#9435


Ich halte diesen überflüssigen Gebrauch von Hilfsverben für eine allgemeine Unsitte, so wie hier wieder in der gestrigen Süddeutschen Zeitung, Seite 1:

Amerikanische Geheimdienste vermuten, dass Islamisten die Proteste genutzt haben könnten, um einen lange geplanten Terroranschlag auf das US-Konsulat auszuführen.

Entweder vermuten sie, daß Islamisten die Proteste genutzt haben,
oder sie meinen, daß Islamisten die Proteste genutzt haben könnten.

Daß sie aber vermuten, daß etwas sein könnte,
klingt für mich so, als ob sie es für möglich halten, daß etwas möglich ist.
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 08.09.2012 um 20.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#9413


Doppelte Ruhe
Grabsteininschrift in Bad Nauheim:

Hier ruht in Frieden
Oberpostschaffner i.R.
N.N.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 08.09.2012 um 12.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#9412


Noch einmal würde er nicht mehr pendeln
(FAZ, 5.9.12, S. N6)

Entweder noch einmal nicht oder nicht mehr, beides bedeutet das gleiche.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 14.08.2012 um 10.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#9294


Heute ist im Zusammenhang mit den Vorgängen im Vatikan überall von einem vorläufigen Zwischenergebnis die Rede, z. B. auf tagesschau.de:
Pater Lombardi betonte übrigens, dass es sich nur um ein vorläufiges Zwischenergebnis handle.

Na dann warten wir mal das endgültige Zwischenergebnis ab.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 22.12.2011 um 23.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#8460


über "Essstörungen": "Ess-Sucht" und "Ess-Brechsucht"

"Als Auslöser beider Erkrankungen werden unterdrückte emotionale Gefühle gesehen." (MM, 22.12.11, S. 30)

Genaugenommen mag es wohl auch emotionslose Gefühle geben, aber zumindest bei unterdrückten Gefühlen und in diesem Zusammenhang empfinde ich das Wort emotional wie eine Verdopplung.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 23.11.2011 um 22.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#8334


"ABS, Airbag - das alles gibt Autofahrern ein vermeintlich sicheres Gefühl."

("heute journal", ZDF, 23.11.2011, ca. 22.10 Uhr)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 28.07.2011 um 10.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#7962


Dieses Versagen sollte sich nicht noch einmal wiederholen.
(DLF heute gegen 9.10 Uhr)

Es hatte sich ja noch nicht ein einziges Mal wiederholt.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 13.06.2011 um 18.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#7858


Kinder dürfen lärmen. Kinderlärm wird akzeptiert.
Etwas dürfen heißt, daß es akzeptiert wird.
Der Mannheimer Morgen vom 11.6.11 schreibt:

Grundsätzlich ist die Rechtsprechung gegenüber Kinderlärm zwar tolerant. Es wird vor ihr akzeptiert, dass Kinder lauter sein dürfen als andere Geräuschquellen, wie zum Beispiel Gewerbe oder lärmende Erwachsene.

Man versteht schon, was gemeint ist, aber warum muß wie automatisch immer noch ein Hilfsverb hin, wo keins mehr gebraucht wird?
Es wird akzeptiert, wenn Kinder lauter sind als andere Geräuschquellen, wie z. B. ...
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 30.04.2011 um 20.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=268#7728


Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus, teilt Behördensprecher ... mit.
(Mannheimer Morgen, 30.4.11, S. 32)

Nachtrag, 30.4.:
Hier habe ich mich geirrt, denn in der Rechtsprechung gibt es auch fahrlässige Brandstiftung. Nach meinem Sprachgefühl würde ich aber einen aus Unvorsichtigkeit entstandenen Brand niemals mit "Brandstiftung" verbinden.
Aus Fahrlässigkeit, Unvorsichtigkeit geschieht etwas (ohne Absicht, fast wie passiv), dagegen ist eine Stiftung für mich zielbewußtes Handeln.
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