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»Rechtschreibung und -reform«


Beiträge zum Thema

»Verfälschung von Zitaten in herkömmlicher Rechtschreibung«

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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 25.06.2009 um 14.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=234#5110


Wegen der besonderen Wissenschaftlichkeit hat Herr Mösgen bestimmt auch einen aktiven Verweis auf "Hinweise zum Textsatz in wisschenschaftlichen Arbeit" gesetzt. Weitere Erklärungen über diese "wisschenschaftlichen Tipps" sind daher überflüssig.

Und wer braucht denn so alberne "Tipps" wie die von Mösgen? Nur Leute, die sowieso nicht schreiben können. Lernen die es dann durch diese wissenschaftlich wertvollen Handreichungen? Nein, natürlich nicht. Alles, was sie lernen, ist nur leider eine weitere abstruse Rechtfertigung zur Durchsetzung der Rechtschreibreform. Diesmal im Namen der Einheitlichkeit. Na wie gut, daß wir nicht alle so sind wie Herr Mösgen!

Bitte ändern Sie daher nichts an Ihren Klammern, Herr Ludwig. Weder an den runden, noch an den eckigen. Ich würde sonst bestimmt etwas Wesentliches vermissen.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 25.06.2009 um 03.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=234#5108


Na, so "wissenschaftlich" ist Herrn Mösgens Zitierweise nun auch wieder nicht; — aber er nennt ja auch, was er da anbringt, "Praxistipps [...] rund um das wissenschaftliche Publizieren". Seine die Rechtschreibung betreffende Begründung für seines Erachtens mögliche Veränderungen in direkten Zitaten ("Aus Gründen der Einheitlichkeit kann ein Original, das den Regeln der alten Rechtschreibung folgt, in neue Rechtschreibung übertragen werden") ist nicht nur äußerst schwach, sie ist einfach falsch. Auch wenn er sagt: "Fußnoten sind ganze Sätze und enden mit einem Punkt", dann ist die Begründung nur hergeholt. Manche Titel sind auch ganze Sätze und enden eben nicht mit einem Punkt (*Ich heiße Aram*); denn nicht nur Fragen und Ausrufe sind ganze Sätze! Naja, er ist ist halt nicht mit allen Arten Texten vertraut. So schreibt er auch bedenkenlos dahin: "Lediglich Wichtiges, das den Lesefluss im Textapparat stören würde (beispielsweise alles in Klammern gesetzte [*sic*]), gehört in den Fußnotenapparat." Der hat noch keine Texte von mir gelesen! Sonst würde er wissen, daß den leichten Lesefluß zu stören durchaus ein Mittel sein kann, den Leser zu zwingen, doch einmal genau zu lesen, — auch wenn der dazu mehrmals ansetzen muß. Wichtig ist nämlich eigentlich nicht, daß alles einheitlich ist, sondern daß das Gemeinte richtig gelesen wird. Und dem dient auch richtiges Belegen.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 25.06.2009 um 00.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=234#5107


Hier und hier haben wir’s mal schriftlich. Peter Mösgen erklärt, wie »wissenschaftliches Zitieren« geht: »Aus Gründen der Einheitlichkeit kann ein Original, das den Regeln der alten Rechtschreibung folgt, in neue Rechtschreibung übertragen werden.«
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