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»Rechtschreibung und -reform«


Beiträge zum Thema

»Der Glaube, die reformierte s-Schreibung sei logisch
und stelle einen Fortschritt dar«

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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 03.09.2015 um 08.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=206#11150


»Bis vor kurzem kamen Syrien-Flüchtlinge auch mit Velos, die sie in Russland organisiert hatten, nach Kirkenes. Diesen Trick haben die Polizisten inzwischen durchschaut. Laut Medienberichten will nun die Polizei Transporteure von Flüchtlingen ins Visier nehmen. «Solche Autofahrer können jetzt bestraft werden», sagte Hans Mollebakken, Polizeichef von Kirkenes, der Lokalzeitung «Sor-Varanger Avis». Erste Festnahmen seien bereits erfolgt. Wer Personen ohne Reisedokumente über die Grenze fahre, müsse jetzt mit Bussen oder Haftstrafen rechnen. Dabei seien auch Strafverfahren wegen Menschenschmuggels denkbar.«

tagesanzeiger.ch, 31.08.2015

Fahrräder, Autos, Busse – hier bekommt man einen Vorgeschmack von dem, was uns erwatet, wenn auch in Deutschland das Eszett erst ganz abgeschafft ist.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 10.05.2013 um 11.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=206#10225


"freizeit tipps", MM-Beilage, 10.5.13, S. 6, Überschrift:

Spannende Flusssafari

Was für ein häßliches Wort, wie lesefreundlich dagegen Flußsafari.
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 19.08.2011 um 00.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=206#8068


Jawohl, Herr Achenbach. Das sieht nach voraus- und zurückeilendem Gehorsam aus. Warum sonst hätte er die "7 Essays" von 1994 (auch die armen Schüler wurden damit erst 1995 überfallen) nachträglich reformiert. Aber Ihre Beispiele "Strassen" und "Bernauerstrasse" zeigen doch sehr schön, daß Schneider Heyse nicht wirklich beherrscht. Vermutlich wird ihm daher der Schnitzer "Verläßlichkeit" schlicht und einfach entgangen sein.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 19.08.2011 um 00.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=206#8067


Lieber Herr Höher,

das glaube ich wiederum nicht. Vielmehr scheint mir, daß Peter Schneider sich sehr genau an die reformierte ss/ß-Schreibung hält. In dem eindeutig von ihm selbst verfaßten Essay "Die Jahre der Mauer" heißt es dass, hässlich, Stressfall, musste, Misstrauen, fassten, geschasste, Schluss, Pass.
Die einzigen Ausrutscher sind Strassen, Bernauerstrasse.

In der Bibliographie werden aufgeführt:

"Vom Ende der Gewissheit", 7 Essays, Berlin 1994
"Das Fest der Missverständnisse", Erzählungen, Rowohlt Berlin, Berlin 2003


Auch ansonsten paßt sich Schneider überflüssigerweise der reformierten Schreibe an:
"Der mithilfe der Volksarmee der DDR und bewaffneter Betriebskampfgruppen begonnene Bau der Mauer ..." – ein besonders schwer lesbarer Satzanfang.
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 18.08.2011 um 21.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=206#8065


Das glaube ich nicht, Herr Achenbach. Der Band ist 2008 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. Dieser Verlag hat sich schon lange gleichgeschaltet. Womöglich darf man Schneider wörtlicher nehmen als ich es tat. Wenn für ihn nur das Doppel-s in "dass" "absolut nachvollziehbar" ist, mag er selbst tatsächlich "Verläßlichkeit" geschrieben haben. Das zeigt wieder einmal, wie gut Herr Riemer diesen Hinweis in diesem Strang plaziert hat.

Inzwischen ist auch Schneiders "Lenz" (so ein angebliches Kultbuch) von 1973 bei Kiepenheuer wiederaufgelegt worden (Erstdruck im Rotbuch-Verlag in Berlin). Leider bietet der Verlag auf seiner Internetseite keine Leseprobe. Aber da Remarque dort inzwischen orthographisch verfälscht wird, sollte man mit allem rechnen.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 18.08.2011 um 21.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=206#8064


An gleicher Stelle steht aber auch "Verläßlichkeit". Es handelt sich offenbar um den Klappentext des Verlages. Nun könnte Peter Schneider diesen natürlich selbst verfaßt haben; dem widersprächen aber seine Äußerungen zur Rechtschreibung.
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 18.08.2011 um 19.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=206#8063


Es mag ja sein, daß Peter Schneider die Heysesche s-Regel einigermaßen beherrscht, aber seinen "Schönheitssinn" verstehe ich nicht. Die f-Häufung in der reformierten "Schifffahrt" stört das Auge des Ästheten also, nicht jedoch der depperte Bindestrich bei den "Jährigen". Aber Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 17.08.2011 um 23.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=206#8062


Mannheimer Morgen, 2.8.2011, Seite 25:

Kulturpolitik: Autor wehrt sich gegen Duden-Rechtschreibung

Wider die Einheitsregel

Schriftsteller Peter Schneider (71, "Lenz") ignoriert die Duden-Rechtschreibung und beharrt auf seinem "Recht auf Unbelehrbarkeit". Das sagte der Autor gestern im Deutschlandradio Kultur anlässlich des 100. Todestages von Konrad Duden (wir berichteten). Schneider erklärte, er selbst nutze das Regelwerk nie. Jeder habe seine eigene "Lieblings-Rechtschreibung".

In der deutschen Geschichte gab es laut Schneider nur für kurze Zeit eine wirklich verbindliche Rechtschreibung. Die damit verbundene "Ordnungsfunktion" sei weder dringlich noch wünschenswert. Große Autoren wie Schiller und Goethe hätten manchmal zwei unterschiedliche Schreibweisen für das gleiche Wort in einem Satz benutzt. Beide seien jedoch weder geistesverwirrt gewesen noch hätten sie zu wenig auf Ordnung geachtet. "Sie wussten ganz genau, was sie da schreiben, das wird verstanden."

Nach der Rechtschreibreform hat sich aus Sicht Schneiders Vieles bewährt, "anderes überhaupt nicht". Er finde das Doppel-S in "dass" absolut nachvollziehbar. Die drei F in Schifffahrt widersprächen aber seinem Schönheitssinn. dpa
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 26.03.2009 um 09.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=206#4784


Heute in buchreport.express (Nr. 13, 26. März 2009, S. 21):

Grossbritannien

Independant Alliance weiter auf Wachstumskurs

Vgl. hier
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Dieser Beitrag wurde am 14.03.2009 um 22.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=206#4735


Kommentar von Robert Roth (02.02.2009, 21:04 Uhr)

In einem Freudeskreis sprach ich einen mir bekannten älteren, aber noch aktiven Regierungsschulrat auf die RSR an. Er verteidigte sie vehement. Anhand einiger Beispiele war schnell festzustellen, daß der gute Herr salopp gesagt von Tuten und Blasen keine Ahnung hatte. Er war überhaupt nicht eingestiegen.
Diese Erfahrung hat sich an anderer Stelle wiederholt. Regelmäßig wurde als Erfolg die ss-/ß-Schreibung gepriesen. Darüberhinaus: Fehlanzeige.
Eigentlicht gehörte dieser Beitrag zu Traurig aber wahr.
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Dieser Beitrag wurde am 02.10.2008 um 17.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=206#3980


Kommentar von Oliver Höher, verfaßt am 27.09.2008 um 17.27 Uhr

Lieber Herr Köster,

ich lese erst jetzt Ihre Entgegnung und bedaure unser Mißverständnis. Ich glaubte Sie dahingehend verstanden zu haben, daß Reich-Ranicki sich durch sein orthographisches Einknicken lächerlich gemacht hat, nachdem er doch zuvor lange Jahre gegen die Einführung des Reformschriebs gewettert hatte. Darauf bezog sich auch meine Polemik. Zu ihm als Literaturkritiker habe ich wohl eine Meinung, die aber nicht hierhergehört und auch so gar nichts mehr mit dem VDS zu tun hat.

Daß Sie die Rechtschreibung von Herrn Ickler gegen mich verteidigen, ehrt Sie zweifellos. Nur habe ich doch weder die Rechtschreibung Theodor Icklers noch seine Verdienste um dieselbe hier angegriffen oder gar in Zweifel gezogen. Er hat nun auch gewiß diese Klarstellung gar nicht nötig. Aber wie ich eingangs schon schrieb, scheint hier irgendwo ein Mißverständnis zwischen uns vorzuliegen.


Kommentar von Kelkin, verfaßt am 26.09.2008 um 10.01 Uhr

Meines Wissens gab es anfangs der kommunistischen Herrschaft in China Versuche, die Rechtschreibung zu vereinfachen, sprich: die Zahl gleichlautender Schriftsymbole zu reduzieren. Das Problem war, dass diese von sich aus sehr vieldeutige Sprache eine Angleichung ihrer Schrift an die Phonetik nicht mitmacht. Die Leute verstanden einfach nicht mehr, was geschrieben stand.


Kommentar von Heiko Burger, verfaßt am 26.09.2008 um 09.28 Uhr

So mußte es kommen!
Dann bin ich der nächste Gesetzesbrecher.
Denke, daß uns noch jemand im Gefängnis besucht.


Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 26.09.2008 um 09.25 Uhr

Die ss-Schreibung hat nicht nur Wolf Schneider eingeleuchtet, sondern auch vielen Germanisten. Unser verstorbener Mitstreiter Zemb hat schon lange vor der Reform für Heyse plädiert, was man aus seiner Sicht ja auch verstehen kann. Das einzige Argument bezog sich auf die Situation des ausländischen Deutschlerners oder vielmehr -lesers: Wer als solcher ein deutsches Wort liest, das er noch nicht gehört hat, kann durch Heyse eher auf die richtige Aussprache schließen. Allerdings haben die Reformer niemals an Deutsch als Fremdsprache gedacht, der Zemb-Effekt ist nur eine Begleiterscheinung. Ich habe immer dagegengehalten, daß dies doch eine ziemlich marginale Sache sein dürfte, weit weniger relevant, als zum Beispiel die fehlenden Akzentzeichen in russischen Texten es für Nichtrussen sind.


Kommentar von Tityrus, verfaßt am 26.09.2008 um 09.18 Uhr

Zum Thema Wolf Schneider (siehe unten):
Der genannte Link des NDR wird nicht gefunden, aber auf dieser Seite
http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4823658_REF2444,00.html
wird mal wieder behauptet "Seit dem 1. August 2007 ist die dritte Reform per Gesetz verbindlich". Demnach bin ich also ein notorischer Gesetzesbrecher. Ich warte jetzt nur noch auf die Anklageschrift der Staatsanwalt, weiß aber nicht, welche Strafe das Gesetz für meine Verfehlung vorsieht.


Kommentar von Philip Köster, verfaßt am 26.09.2008 um 03.28 Uhr

Äh, nunja, also, bevor ích hier die chinesische Kultur als eine "gute" feilbiete, als Deutscher soll man da ja nicht im Schlachthaus mit Schweinen werfen, möchte aber doch einmal anerkennen, daß es der chineschischen Kultur sehr viel länger als uns gelungen ist, ohne eine Rechtschreibreform auszukommen. Mao, für mich der größere Massenmörder als Stalin und Hitler, war vor fünfzig Jahren. Die chinesische Kultur ist schon sehr viel älter, sie ist die älteste Zivilisation der Menschheit, älter noch als die Ägypter.


Kommentar von Ph. K., verfaßt am 26.09.2008 um 02.19 Uhr

Lieber Herr Höher,

bevor mich hier irgendjemand falsch versteht: Ich vertrete sehr die Rechtschreibung Herrn Icklers, ich könnte mir allenfalls die eine oder andere Modernisierung vorstellen – nicht weil das Deutsche sich verändert hätte, sondern weil Konrad Duden eigentlich immer schon ein bißchen falsch geschrieben hat. Ich bin ein Gegner MRRs, weil er seit gefühlten drei Jahrfünfzigsten, die er nun schon an der Macht ist, regelmäßig nur die ätzendsten Schriftsteller(innen) über den grünen Klee lobt, aber echten Nachwuchstalenten keine Chance läßt. Deshalb muß er endlich weg. Die Aufgabe der Jugend war es schon immer, die Welt in Brand zu stecken, wenigstens literarisch, weil man ja sonst keine brennenden Scheunen sehen möchte. Ich auch nicht. Aber die Bücher möchte ich schon, im literarischen, nicht im physikalischen Sinne, brennen sehen. Gäbe es diesen Erneuerungswunsch der nachwachsenden Generationen nicht, würden wir noch immer auf den Bäumen hocken und "Aah-aah!" keifen. Was unsere Rechtschreibung angeht, so bin ich eher konservativ: sie braucht höchstens alle vierhundert Jahre oder so eine Erneuerung. Gute Kulturen kommen auch zweitausend Jahre lang ohne eine Rechtschreibreform aus. Ich beneide etwa die Chinesen, die noch immer ihren Konfuzius im Orginalschrieb lesen können, sollte denn das kein Gerücht sein. Ich find's nur einfach eine Sauerei, wenn mir schon der Goethe so entfremdet werden soll, daß ich ihn kaum noch verstehen soll. Dreihundert Jahre sind doch echt nicht soviel, oder?


Kommentar von Oliver Höher, verfaßt am 26.09.2008 um 00.12 Uhr

Lieber Herr Köster,

wenn ich mich recht erinnere, war der Herr des literarischen Quartetts sogar noch alarmistischer, denn er zitierte – so glaube ich zumindest – den Titel eines bekannten Buches von Oswald Spengler.

Das Problem scheint mir – wie auch bei der ministeriellen Durchpeitschung der Reform – eine Sache der Machterhaltung zu sein. Beide Herren haben ja inzwischen ihre Bildschirmpräsenz eingebüßt, die sie zu so etwas wie kulturellen Instanzen gemacht hatte. Irgendwann verwechselt man dann offensichtlich die beiden Begriffe Instanz und Institution (ist ja auch fatal, da beide mit einem i beginnen). Um wenigstens noch Reste der alten Macht zu erhalten (in Wirklichkeit eher kümmerlich deren Brosamen zusammenzukratzen) gehen nun beide halbgare Kompromisse ein und merken dabei offensichtlich nicht, daß sie in ihrer Rolle als Rigoletto am Ende mitverantwortlich für die Leiche im Sack sind. Schneider darf nun gelegentlich noch mal im Fernsehen auftauchen und gegen Anglizismen und ähnliche Dinge wettern und der ehemalige Literaturpapst erhielt von Schirrmacher gar eine eigene Kolumne (natürlich in Reformschrieb) in dem Blatt, hinter dem früher mal ein kluger Kopf steckte.

Ich extemporiere nun freilich gewaltig, denn die tragische Dimension des Hofnarrs in Verdis Oper geht beiden völlig ab. Bleibt also am Ende nur der Narr als lächerliche Figur. Allerdings ist es doch auch wieder tragisch zu sehen, wie es zwei durchaus verdienten Männer nicht gelingt (oder gelingen will), mit Würde abzutreten. Wie gesagt, alles eine Frage der Machterhaltung.


Kommentar von Philip Köster, verfaßt am 25.09.2008 um 23.06 Uhr

Zu Herrn Wolf Schneider muß ich auch sagen, daß ich von ihm zutiefst schwer enttäuscht bin, wie vielleicht sonst nur noch nur von MRR.

War es nicht MRR, der die Rechtschreibreform eine "Katastrophe" nannte? Gut, das war vielleicht zu alarmistisch. War es nicht Herr Schneider, der angeblich gegen seinen Willen im Rowohlt-Verlag im Neuschrieb verlegt wurde, der erklärte, man werde schon irgendwie einen Weg finden, ihn zu "versaubeuteln"? Es war keineswegs so beim Rowohlt-Verlag: Wolf Schneider wurde keinesfalls die Pistole auf die Brust gesetzt – er selbst war letztlich nicht standhaft genug. Der Rowohlt-Verlag hätte es sich gar nicht leisten können, einen der führenden Publizisten Deutschlands ob seiner Rechtschreibung auf die Straße zu setzen. Ich glaube nicht an diese Lüge.

Ich kann mir auch erklären, woher diese Verunsicherung rührt: es war nämlich nicht alles Glanz und Gold beim alten Duden. Manches war eben wirklich einem Normalmenschen nicht mehr zu erklären. Was aber genau das war und was nicht, darüber ist eine seriöse Diskussion ausgeblieben.


Kommentar von jueboe, verfaßt am 25.09.2008 um 22.49 Uhr

Zum Thema Wolf Schneider

Vor einigen Wochen trat Wolf Schneider in der NDR Talk Show auf und hat sich als vehementer Gegner der Rechtschreibreform geoutet (siehe http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4823658,00.html).

In dieser Sendung bekannte er außerdem, daß die Doppel-SS-Schreibung irgendwie logisch sei und einen Fortschritt darstelle (sinngemäß wiedergegeben). Das paßt zu der in Beitrag #13119 getroffenen Feststellung, daß sein letztes Buch in Reformschrieb erscheint.

Ein bißchen Grummeln und die geballte Faust in der Tasche sind erlaubt, die Linientreue an sich darf nicht in Frage gestellt werden, andernfalls gibt es keine Kohle vom Verlag. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß.


Kommentar von SL, verfaßt am 25.09.2008 um 18.31 Uhr

Warum ist eigentlich Wolf Schneiders neues Buch in Reformschrieb erschienen?
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