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Beiträge zum Thema

»Wikipedia
Hat tatsächlich Bestand, was von der Gemeinschaft akzeptiert wird?«

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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 28.02.2014 um 19.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#10605


Wikipedias firnis, firniser, am firnissten: "Ursprünglich firnissten die Künstler (später eher Angestellte der ausstellenden Galerie) die auszustellenden Bilder" (http://de.wikipedia.org/wiki/Vernissage).
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 22.06.2010 um 15.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#6533


welt.de-deutsches anfechten, er fechtet/fechtete an, er hat angefechtet: "Gail Posner hat ihrer 'Conchita' ein Vermögen vererbt. Die Hündin soll mehr erhalten als der eigene Sohn, der das Testament nun anfechtet." (22.6.)
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rr bth
Bayreuth

Dieser Beitrag wurde am 12.06.2009 um 16.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#5076


Grade bei Wiki gesehen:

Durch die Rauung, absorbiert Molton Schall sowie Licht. Der Effekt hängte wesentlich vom Flächengewicht des Moltons ab.

Abgesehen von den anderen Klöpsen finde ich Rauung bemerkenswert.
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 18.05.2009 um 11.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#4974


Diese schon etwas ältere Montage des Satiremagazins "Titanic" paßt sehr gut zu diesem Thema: hier klicken.
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Dieser Beitrag wurde am 14.04.2009 um 21.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#4863


Kommentar von MG, verfaßt am 09.04.2009 um 14.33 Uhr

| Es gab hier bereits zwei Tagebucheinträge, die
| sich mit Wikipedia beschäftigten.

| Einen vom 1.4.2005

Prof. Ickler hat in der WP einen Diskussionsbeitrag zum Lemma "Partikelliste" geschrieben – keine weiteren Kommentare dazu hier.

| und einen ... vom 15.9.2007 („Wikivandalen“ ... der direkt zur
| dort geübten Rechtschreibpraxis Stellung nimmt.

In diesem Strang geht es um die sattsam bekannte Neuschreibhörigkeit des gemeinen Wikipedianers.

| Die Diskussion dort könnten Sie womöglich noch einmal zu
| entfachen versuchen.

Warum sollte ich das dort tun? Ich habe doch ein völlig anderes Thema angerissen.
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Dieser Beitrag wurde am 14.04.2009 um 21.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#4862


Kommentar von Lillifee, verfaßt am 09.04.2009 um 14.16 Uhr

Es wäre besser, dafür einen neuen Thread aufzumachen, denn die Überschrift „Wikivandalen“ bezieht sich auf das Verhalten von Menschen, und in diesem Strang sollte es doch um die Rechtschreibpraxis in Wikipedia geben. Auch wenn das eine nicht vollständig vom anderen zu trennen ist, enhält obige Überschrift eine Wertung, die in vielen Fällen nicht gerechtfertigt zu sein braucht. Nicht alle in der Wikipedia sind Vandalen.
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Dieser Beitrag wurde am 14.04.2009 um 21.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#4861


Kommentar von Oliver Höher, verfaßt am 09.04.2009 um 09.43 Uhr

Liebe(r) MG,

da ich in diesem Strang zweimal auf Wikipedia hinwies, allerdings im Zusammenhang mit dem Thema des Tagebucheintrags, erlaube ich mir auch eine Erwiderung.

Es gab hier bereits zwei Tagebucheinträge, die sich mit Wikipedia beschäftigten.
Einen vom 1.4.2005 („wikipedia“, http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=52), bei dem eine Reanimation wohl nicht unbedingt sinnvoll ist und einen – besser geeigneten – vom 15.9.2007 („Wikivandalen“, http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=893), der direkt zur dort geübten Rechtschreibpraxis Stellung nimmt.
Die Diskussion dort könnten Sie womöglich noch einmal zu entfachen versuchen. In jedem Fall ist Wikipedia als orthographisches Vorbild oder abschreckendes Beispiel dort besser aufgehoben.

Bei „Leo Weisgerber“ geht es um Informationsdefizite, bzw. schlicht und einfach eine verzerrende Darstellung und weniger um die orthographische Präsentation der Informationen oder die Art der Lemmatisierung.
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Dieser Beitrag wurde am 14.04.2009 um 21.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#4860


Kommentar von MG, verfaßt am 09.04.2009 um 09.18 Uhr

| Bitte an dieser Stelle keine allgemeine Wikipedia-Diskussion.

Warum nicht? Wikipedia ist ohne Frage eine vielgenutzte Internetseite, und dazuhin ist sie rechtschreibprägend. Ich halte Schreibweisen in der Wikipedia daher durchaus für ein Thema, das man hier behandeln sollte. Das kann gern in einem eigenen Strang passieren – allerdings kann ich einen solchen nicht initiieren.

Ein Wikipedia-Lemma muß zwingend mit einem Großbuchstaben anfangen. Gibt man ein kleingeschriebenes Suchwort ein, so wandelt die Software den ersten Buchstaben automatisch in einen Großbuchstaben um. In vielen Fällen ist das auch sachgerecht, die meisten Einträge in einem Lexikon sind ja Nomina. Es gibt allerdings auch mehrteilige Einträge, deren erster Bestandteil ein Adjektiv ist – auch die schreibt Wikipedia als Lemma groß. Mir fällt auf, daß solche Schreibungen auch im Fließtext in großer Zahl vorkommen. Ich vermute diesbezüglich eine Kontamination durch die technisch bedingte Lemmaschreibweise.

Die Rechtschreibreformer wollten das nicht, die wollten bekanntlich aus systematischen Gründen, daß alle Adjektiva kleingeschrieben werden, auch bei der "Ersten Hilfe" beispielsweise. Nach Protesten ist man zurückgerudert, und zwar über den Ausgangspunkt hinaus. Ich finde heute allgemein wesentlich mehr großgeschriebene Adjektiva als früher – und längst nicht alle sind Namen oder Amtsbezeichnungen, denen ich den Großbuchstaben zubilligen würde ("Großer Bruder"). Der Duden hat erst nach der Reform den "Roten Beten" erstmals ein großes R spendiert. Den "Stellvertretenden Vorsitzenden" hat früher niemand mit großem S geschrieben – die Wikipedia aber tut es.
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Dieser Beitrag wurde am 14.04.2009 um 21.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#4859


Kommentar von Oliver Höher, verfaßt am 07.04.2009 um 22.55 Uhr

So ähnlich – freilich mit etwas mehr Lorbeeren für Wales – auch im Tagesspiegel von heute. Immerhin weiß ich nun, daß Wales seit zwei Jahren Deutsch lernt und sich deshalb von der Qualität der deutschsprachigen Wikipedia selbst überzeugen kann.

http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Wikipedia-Jimmy-Wales-Wikia-Search;art15532,2768219

Solange jedoch Autoren wie Herr Lamm mitschreiben dürfen, wird das mit der Brockhaus-Qualität nichts werden.
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Dieser Beitrag wurde am 14.04.2009 um 21.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#4858


Kommentar von Oliver Höher, verfaßt am 07.04.2009 um 22.34 Uhr

Wikipedia-Gründer Wales wird zwar vom Artikel über Leo Weisgerber nichts wissen, aber dennoch kennt er das Problem der mangelhaften Korrektheit seiner Enzyklopädie:

Wikipedia-Gründer: Deutsche Autoren sind exakter

Berlin (dpa) - Der Gründer der Online-Enzyklopädie Wikipedia, Jimbo Wales, hält die deutschen Autoren für exakter als die englischsprachigen. „Ich finde, dass das deutschsprachige Wikipedia eine höhere Qualität hat als das englischsprachige.“

Das sagte Wales (43) auf der Internet-Konferenz re:publica (1. bis 3. April) in Berlin. Er räumte ein, dass das Online-Lexikon ein Problem mit der Richtigkeit der im Netz veröffentlichen Informationen habe. „Ich versuche, mehr Akademiker zum Schreiben zu animieren, um die Qualität zu verbessern“, sagte Wales im Friedrichstadtpalast.

Jimmy Wales, in der Szene auch Jimbo genannt, hat 2001 gemeinsam mit Larry Sanger in den USA die von freiwilligen Autoren verfasste Online-Lexikon Wikipedia gegründet. Nach Angaben von Wales hat die Plattform elf Millionen Artikel in über 250 Sprachen. Die deutschsprachige Fassung ist mit gut einer Million Artikel nach der englischen mit 2,8 Millionen Texten die zweitgrößte Ausgabe.

[...]

(magazine.web.de)

Wenn Wales mit der angeblichen Exaktheit der deutschen Autoren Rechthaberei meint, dann muß man ihm wohl zustimmen.
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Dieser Beitrag wurde am 28.11.2007 um 15.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#2607


Kommentar von Glasreiniger, verfaßt am 28.11.2007 um 13.38 Uhr

Unter den herrschenden Verhältnissen der de.wikipedia gilt nicht, was war, sondern was sein darf. S. z.B. unter Volksentscheid und Schleswig-Holstein.
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Dieser Beitrag wurde am 28.11.2007 um 15.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#2606


Kommentar von Balduin Bählamm, verfaßt am 28.11.2007 um 10.58 Uhr

Da die klassische deutsche Rechtschreibung genau wie die Wikipedia und Linux ein Open-Source-Projekt ist, wäre es augenscheinlich wesenskonformer, wenn die "offene, demokratische" Wikipedia sich der "offenen, demokratischen" Rechtschreibung bediente.
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Dieser Beitrag wurde am 28.11.2007 um 15.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#2605


Kommentar von nzz-online, verfaßt am 27.11.2007 um 15.45 Uhr

Interessanter Beitrag im Zusammenhang mit Wikipedia

«Kakofonie von Inhalten»
von Christian Meier

Die qualitätsorientierte Medienkultur gerät in Gefahr durch die interaktiven Techniken: In einem Buch polemisiert Andrew Keen gegen die Blogger und die Amateur-Beiträge auf Internet-Sites.

In der Welt, die von Internet-Experten Blogosphäre genannt wird, gibt es beliebtere Menschen als Andrew Keen. Der in Kalifornien lebende Brite hat ein Buch geschrieben, in dem er behauptet, das Internet zerstöre unsere Kultur («The Cult of the Amateur», Doubleday). Keens Zorn richtet sich dabei nicht gegen die Technologie als solche, sondern gegen die Gründer und Förderer des sogenannten Web 2.0. Damit sind Websites wie You Tube, My Space oder Wikipedia gemeint – Websites, deren Inhalte ausschliesslich von Nutzern selbst erstellt werden. Und die, so sagt Keen, die Wächterfunktion der Medien abgeschafft hätten. Und die damit Tür und Tor für eine «Kakofonie von Inhalten» öffneten, die nun ungefiltert und ungeprüft über die restlichen Nutzer des Internets hereinbrächen.

Herrschaft der Unwissenden

Der anonyme Amateur ist das Feindbild des Journalisten. Millionen von Freizeit-Schreiberlingen produzierten einen endlosen Strom der Mittelmässigkeit, giftet Keen – «von unwissenden politischen Kommentaren zu ungehörigen Heim-Videos, zu peinlich-amateurhafter Musik, zu unlesbaren Gedichten, Rezensionen, Essays und Büchern». Das Argument, das Internet ermögliche eine Demokratisierung der Kultur, indem es vielen kreativen Menschen überhaupt erst ermögliche, ihre Bilder, Lieder, Artikel bis hin zu ihrer Geschäftsidee zu veröffentlichen und zu verwirklichen, lässt Keen nicht gelten. Diese Form der Demokratisierung untergrabe die Wahrheit und schmälere wahren Sachverstand, Erfahrung und Talent. So gilt ihm die vielbeschworene «Weisheit der Masse» nicht viel. Das Online-Lexikon Wikipedia, an dem jeder Internet-Nutzer mitschreiben kann, setze einzig einen Kreislauf der Fehlinformation und Unkenntnis in Gang.

Keen, der sich vor Jahren selbst als Web-Unternehmer mit der Site Audiocafe.com versuchte, geht es um mehr als ein geschmäcklerisches Urteil. Er glaubt, dass kulturelle Errungenschaften wie die Zeitung, das Musikalbum, das Buch und der Film ebenso bedroht sind wie die Jobs der Menschen, die in der Kulturindustrie tätig sind – beispielsweise Journalisten, Lektoren, Musiker, Künstleragenten, Buch- und Musikverkäufer. In einer Internet-Ökonomie, in der alles umsonst zu haben sei, ob auf legalem oder illegalem Wege, und zudem der Kult des «Sich-Selbst-Sendens» regiere, gebe es für die alten Medien und ihre Verfechter keine Zukunft.

«The Cult of the Amateur» erinnert an den Medienkritiker Neil Postman, der in seinem Buch «Wir amüsieren uns zu Tode» die Infantilisierung der Gesellschaft durch das Fernsehen geisselte. Keen selbst sieht sich in der Tradition schreibender Provokateure wie Christopher Hitchens oder Richard Dawkins («Der Gotteswahn»).

Bewusst undifferenziert

Er habe eine Polemik schreiben wollen, die bewusst nicht ausgewogen oder fair sei, sagt er im Gespräch. Das ist ihm gelungen, denn differenziert ist Keens Buch wahrlich nicht. Tatsächlich hat Keen im Stile eines Agitators alle nur denkbaren Vorurteile und negativen Seiten des Internets in Buchform gebracht, die man sich denken kann. Auch wenn der Journalist betont, dass er das Internet an sich gutheisse – dessen Innovationskraft, Lebendigkeit und Respektlosigkeit –, bleibt am Ende der Eindruck: Das Internet ist wie unser kleiner böser Bruder, der Unwahrheiten verbreitet, Süssigkeiten klaut und Mädchen unter die Röcke schaut. In den USA, wo man zuweilen gerne in Extremen denkt, finden solche unterhaltsamen Polemiken viele Zuhörer. Mittlerweile ist Keen ein beliebter Gesprächspartner auf Kongressen, in satirischen Talkshows wie dem «Colbert Report» und auf CNN.

Auch in Deutschland regt sich Widerstand gegen die Auswüchse des Internets. Frank Schirrmacher, einer der Herausgeber der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», konstatierte unlängst in einer Rede: «Fest steht, dass der ikonographische Extremismus, dem die Jungen und Jüngsten im Internet ausgesetzt sind, wie eine Körperverletzung wirkt.» Die Sprache der Internet-Generation sei «beängstigend roh»; die Debatte über pornografische und kriminelle Inhalte im Internet müsse bald beginnen. Das ist ganz im Sinne von Keen, der neben den wirtschaftlichen Konsequenzen auch die moralischen Flurschäden anprangert, die das Internet anrichte – vom systematischen Klau von Musik und Filmen über die Verführung zum Glücksspiel bis zur ungehemmten Verbreitung von Pornografie.

Indes ist die Popularität sozialer Netzwerke ungebrochen. Das belegen steigende Nutzerzahlen, aber auch die ins Astronomische wachsenden Preise, die für solche Websites auf den Tisch geblättert werden. So zahlte Microsoft unlängst 240 Millionen Dollar für den minimalen Anteil von 1,6 Prozent an Facebook. Das gesamte, von amerikanischen Studenten gegründete Unternehmen, wäre demnach 15 Milliarden Dollar wert. Microsoft sichert sich weniger einen Anteil an einem Unternehmen als eine Zielgruppe: Auf Sites wie diesen tummeln sich täglich Millionen von jungen Leuten, um ihre persönlichen Profile anzulegen, Bilder ins Netz zu stellen oder sich mit Freunden zu verlinken.

Zurück zum Sachverstand

Der kulturelle Niedergang könne vermieden werden, wenn man zurück zum Sachverstand finde, glaubt Andrew Keen. In einem Web 3.0 müsse die Technologie in verantwortungsvoller Weise genutzt werden, und das bedeute: zurück zu von Profis gepflegten Inhalten, für die Nutzer oder Werbekunden zahlen. Konsumenten müssten sich als Investoren verstehen, die bereit seien, Literaten, Journalisten und Musiker zu unterstützen: «Wir können nicht nur nehmen, sondern müssen auch geben.» Seinen Anteil, so viel ist sicher, hat Andrew Keen beigesteuert.

23. November 2007, Neue Zürcher Zeitung
www.nzz.ch/nachrichten/medien/kakofonie_von_inhalten_1.588327.html
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Dieser Beitrag wurde am 28.11.2007 um 15.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#2604


Kommentar von B. Eversberg, verfaßt am 27.11.2007 um 15.20 Uhr

Habe folgende Mail an die Wikipedia-Redaktion geschickt:

Sorry, aber angesichts der Verlotterung der Orthographie in der deutschen Wikipedia ist mir jeder Cent dafür zuviel.
Wie kann man sich für so ein Unternehmen einem amtlich verordneten, vorteilsfreien Unfug unterordnen, der ja 2006 nochmals gravierend revidiert werden mußte, wodurch jetzt schon zwei Sorten von Altlasten existieren - das ist eine Schande und Blamage, und seriöse Schriftsteller und Sprachwissenschaftler lehnen den Quatsch rundweg ab. Auf der sicheren Seite ist man nur, wenn man bei der herkömmlichen Orthographie bleibt, die sich in 100 Jahren demokratisch herausgebildet und bewährt hat. Nur so kann ein homogener Textkorpus entstehen, wie es für ein Lexikon sein muß. Wie es ausschaut, wird ja mit geradezu kultischem Eifer die neue (in Wahrheit längst veraltete) ss-Schreibung umgesetzt, aber ansonsten geht es kreuz und quer, weil keiner wirklich durchblicken kann. Ausgerechnet SS als einzig erkennbares Leitmotiv einer deutschen Reform... Machen Sie, was Sie wollen, aber mir persönlich ist das gegenüber Ausländern nichts als peinlich. Und eine wunderbare Gelegenheit zur Zivilcourage gegenüber anmaßenden Politikern wurde und wird verpaßt.
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Dieser Beitrag wurde am 28.11.2007 um 15.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#2603


Kommentar von Germanist, verfaßt am 27.11.2007 um 11.55 Uhr

Wikipedia braucht Spenden. Man könnte Spenden versprechen unter der Bedingung, daß Einträge in guter deutscher Rechtschreibung nicht mehr in schlechte Reformschreibung geändert werden dürfen. Weil es sehr wahrscheinlich nicht zugesagt wird, kann man ruhig beliebige Spenden versprechen und Wikipedia ärgern.
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(Red.)


Dieser Beitrag wurde am 28.11.2007 um 15.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=155#2602


Der Untertitel dieses neuen Stranges bezieht sich auf die Wikipedia-Selbstdarstellung unter de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia.
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