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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 01.10.2016 um 04.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#11515


Ja, waren das noch Zeiten, als Margot Honecker die Schulaufsicht hatte! Da hatten alle Reformen noch Bestand.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 29.09.2016 um 11.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#11513


«Berlin (dts Nachrichtenagentur [heute]) - "Ich finde die Entwicklung erstaunlich", sagte Wanka der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe) zu dem Befund, dass immer mehr Länder wieder zum G9 und damit zum Abitur nach 13 Schuljahren zurückkehren. "In Sachsen gibt es G8 seit 1948, ich selbst habe so meinen Abschluss gemacht.»
Ja, und das zeigt sich ja auch bei ihrer Einstellung zur Rechtschreibreform.
«"Wichtig ist also Kontinuität." Ein ständiges Hin und Her binnen weniger Jahre verunsichere Schüler, Eltern und Lehrer. [...] Ständige Veränderungen sorgten für Ärger, "deswegen ist es wichtig, in der Bildungspolitik besonnen zu agieren. [...] Dabei wäre es gut, einmal begonnene Reformen auch durchzuhalten", sagte Wanka.»
Aber doch nicht, wenn sich herausstellt, daß eine Reform eben nicht richtig konzipiert ist!
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David Weiers
Troisdorf

Dieser Beitrag wurde am 17.02.2008 um 02.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#2971


Wie sieht es eigentlich beamtenrechtlich mit der RSR aus?
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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 16.02.2008 um 09.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#2970


Eine Revision des Schleswiger Urteils
v. 6.2.2008
scheint mir
möglich,
aber finanziell kaum zu bewältigen.
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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 14.02.2008 um 16.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#2962


Das Urteil des VG Schleswig v. 6.2.2008 habe ich geparkt unter
rechtschreibung.com

Anregungen – Revision, ob und wie – nehme ich gerne entgegen.
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 19.10.2007 um 16.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#2410


Entscheidungen zur Rechtschreibreform 1996–2001: http://jura.freepage.de/rwg/
(Siehe auch hier.)
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Urs Bärlein
*

Dieser Beitrag wurde am 16.09.2007 um 18.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#2323


Festzuhalten bleibt die Bedeutungsverschiebung des Wortes Akzeptanz, die das Verwaltungsgericht Schleswig vornimmt. Sprache entwickelt sich eben.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 12.09.2007 um 04.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#2306


Sehr geehrter Herr Köster,
ich bin ganz Ihrer Meinung (Herr Strasser möge das entschuldigen), daß das Komma "ganz und gar unangemessen" ist – aber nicht, weil es "falsch" wäre (was es sicherlich auch ist). Vielmehr ist es "falsch", weil es eben ganz und gar unangemessen ist.
Als erwachsene Menschen sollten wir nicht darüber reden, was "richtig" oder "falsch" ist (im Sinne irgendwelcher, fremdbestimmter "Regeln"), sondern darüber, was sinnvoll und zweckmäßig ist. Und an dieser Stelle ist das Komma eben nicht sinnvoll oder zweckmäßig; es ist im Gegenteil außerordentlich störend.
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Verschoben


Dieser Beitrag wurde am 11.09.2007 um 11.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#2301


Kommentar von stefan strasser, verfaßt am 09.09.2007 um 22.55 Uhr

Beistrichsetzung

"Trotzdem kann sich die Klägerin nicht darauf berufen, dass auch sie in der Schule so schreiben möchte, wie z.B. Günter Grass, ohne dass dieses als Fehler gewertet werden dürfe, denn den [...]."

Ich meine: der Beistrich nach 'möchte' ist nicht erforderlich aber auch nicht falsch. Man hätte vielleicht besser einen Gedankenstrich gemacht, um den Hinweis auf Günter Grass abzuheben, aber als falsch würde ich diesen Beistrich nicht bezeichnen! Es ist doch jedem unbenommen, zusätzlich zu "Regelbeistrichen" weitere zu setzen, um Betonungen zu markieren bzw. Rezitationsunterstützung im gewünschten Sinn anzubringen.
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Christoph Schatte
Poznan

Dieser Beitrag wurde am 10.09.2007 um 19.46 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#2299


Die Leerzeichen nach jedem Punkt in Abkürzungen wie u.v.a.m. können durch den Zeilenumbruch recht unleserlich werden, weshalb man früher auch auf der Schreibmaschine die Leerzeichen vermied. Generalisiert man die Regel, dann lesen sich die punktierte F. A. Z. und F. D. P. ganz lustig mit spannungsgeladener Pause nach jedem Punkt. Expansionsbatchs zur Erstellung vorzulesender Texte werden übrigens so gestrickt, daß sie die eingegebenen üblichen Abbreviaturen automatisch in ihren Volltext auflösen, wie es schon in den 80er Jahren Hannes Keller vorgeführt hat.
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Philip Köster
Hamburg

Dieser Beitrag wurde am 09.09.2007 um 21.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#2291


Lieber Urs Bärlein,

Sie nehmen mir meine Gedanken aus dem Mund: vermutlich stand in der Klageschrift etwas über Grass, und das Gericht hat sich daran festgehalten. Ein wahrhaftiger Literaturkenner, auch die soll es ja unter Richtern geben, hätte allerdings die Gelegenheit genutzt, dem Kläger ein weiteres Sichtfeld zu eröffnen.

Noch etwas zu z. B.: Natürlich ist es nicht möglich, in Texteingabefeldern wie diesen den Zeilenumbruch zu verhindern. Wenn ich z. B. schreibe, geht es in einem von hundert Fällen schief. Ich mache es also zu neunundneunzig Prozent richtig, wohingegen Sie es immer falsch machen. Ihre Angst scheint mir also unbegründet.
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Urs Bärlein
*

Dieser Beitrag wurde am 09.09.2007 um 21.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#2290


Warum, bitte, lieber Herr Köster, sollte das Gericht denn nicht Grass bemühen? Vermutlich folgt es sogar nur einer Vorgabe der Klageschrift. Und auf den Ausschluß bei "z.B." per Leertaste verzichte z.B. auch ich, wenn ich nicht weiß, wie mein Text umbrochen wird. Das finde ich kultivierter, als dem Leser eine eventuell auf zwei Zeilen verteilte Abkürzung zuzumuten. Richtig bemerkt haben Sie den Kommafehler.
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Philip Köster
Hamburg

Dieser Beitrag wurde am 09.09.2007 um 19.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#2289


Und noch etwas fiel mir auf, Herr Salzburg: die unsinnige Schreibweise z.B. Expandierte man das, wie der Informatiker sagt, ergäbe sich zumBeispiel. Daran, daß er z. B. schreibt, erkennt man den geschickten und kultivierten Schreiber.
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Philip Köster
Hamburg

Dieser Beitrag wurde am 09.09.2007 um 19.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#2288


An diesem Text, Herr Salzburg, läßt sich eindrucksvoll belegen, was alles so passieren kann, wenn man Juristen auf unsere Sprache losläßt. Früher hatten wir wenigstens noch Juristen mit Sachverstand, die ein Grundgesetz formuliert haben, das in der ganzen Welt Anerkennung gefunden hat und allgemeinen Vorbildcharakter hatte, doch nun müssen wir dies lesen:

Der Klägerin ist zuzugeben, dass in der alten Literatur oder auch der aktuellen von z.B. Günter Grass weiterhin die alte Rechtschreibung verwendet wird. Dieses wird von vielen Schülern bestimmt auch als verwirrend empfunden. Trotzdem kann sich die Klägerin nicht darauf berufen, dass auch sie in der Schule so schreiben möchte, wie z.B. Günter Grass, ohne dass dieses als Fehler gewertet werden dürfe, denn den Schülern wird heute im Unterricht auch gelehrt, dass sich die Rechtschreibung im Laufe der Zeit wandelt, und dass zu früheren Zeiten anders geschrieben worden ist.

Warum wird Günter Grass bemüht? Weil er Mitglied der Waffen-SS war? Könnte man nicht auch einmal andere heranziehen, wie zum Beispiel Christian Morgenstern oder Robert Gernhardt?

Eingeweihten wird auffallen, daß da hinter schreiben möchte ein ganz und gar unangemessenes, weil falsches Komma steht, das für mich schön zeigt, daß der Pisa-Wirrwarr längst auch bei den Robenträgern angekommen ist.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 09.09.2007 um 14.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#2287


"[...] denn den Schülern wird heute im Unterricht auch gelehrt, dass sich die Rechtschreibung im Laufe der Zeit wandelt, und dass zu früheren Zeiten anders geschrieben worden ist." — Sehr lesenswert, auch weil hier etwas deutlich zur Demokratie in deutschen Landen steht. Jeremias Peachum ganz richtig: "Da könn' Se was lern'n."
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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 09.09.2007 um 13.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=140#2285


Das Verwaltungsgericht Schleswig hat in einem Vorbescheid zu Prozeßkosten seine Denkrichtung angedeutet:

http://www.nachrichtenbrett.de/Forum/showthread.php?postid=31764#post31764
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