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»Rechtschreibung und -reform«


Beiträge zum Thema

»GZS in der Praxis
Was Zeitungen, Zeitschriften etc. getrennt oder zusammen schreiben«

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Horst Ludwig
St. Peter, MN 56082 USA

Dieser Beitrag wurde am 29.06.2017 um 17.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11613


Berlin (dpa [heute]): "Doch der Streit ueber die sogenannte Ehe fuer alle waere damit nicht vom Tisch: Unions-Abgeordnete pruefen schon eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht. (29.06.2017 16:47)" - Das bewaehrte "sogenannt" kann also ohne Gewissensbisse abgekuerzt "sog." geschrieben werden. (Umlaute abgeaendert.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN 56082 USA

Dieser Beitrag wurde am 10.05.2017 um 19.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11603


welt.de, 10.5.: "In seinem Vertrag mit Real Madrid steht zurecht eine festgeschriebene Abloese, und die ist astronomisch." ("Abloese" hier statt mit Umlaut. Sonst ginge es ja nicht. [Kann das nicht korrigiert werden?] Im Original natuerlich Umlaut.)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 13.10.2016 um 22.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11523


Monokulturen sind das reinste Schlemmerland für Insekten. Sie können, wenn sie das richtige Feld gefunden haben, Tag ein, Tag aus ihre Lieblingsnahrung fressen, ...

(Süddeutsche Zeitung, 13.10.2016, S. 18)

Das hat zwar keine der Reformen so bestimmt, aber wer weiß schon, was danach jeweils richtig oder falsch war. Andere adverbiale Fügungen sollen ja nach der Reform auch substantiviert werden (im Wesentlichen usw.).
Es geht im gleichen Artikel so weiter:

Dass gemischte Felder nicht so anfällig für Plagen, dafür aber weniger profitabel sind, ist gemeinhin bekannt.

Diese Formulierung irritiert. Das übliche Muster mit dafür verwendet Gegensätze:
weniger hiervon, dafür mehr davon oder
ein größeres A, dafür ein kleineres B usw.

Man könnte o. g. Satz besser so schreiben:
Dass gemischte Felder nicht so anfällig für Plagen, aber auch weniger profitabel sind, ist gemeinhin bekannt.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 07.09.2016 um 22.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11490


Ein mit nichts sagendem Klang gesprochenes "guter Hund" erzeugt keine Reaktion im Belohnungszentrum der Tiere.
(FAZ, 7.9.16, S. N2)

Etwas später im selben Artikel kommt aber ein Satz mit gleich dreimal nichtssagend, also ist die eine Getrenntschreibung diesmal nicht reformbedingt, sondern nur ein Druckfehler.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 28.07.2016 um 03.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11457


faz.net-Hausschreibung(?), gestern: "Beim Ausflug einer Wiener Grundschule werden mehr als 80 Kinder durch geschlossene Bahnschranken gelotst. Drei Lehrerinnen verlieren deswegen ihren Job. Zurecht? Die Diskussion ist immens." Vgl. auch #11374.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 10.07.2016 um 22.40 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11431


welt.de (10.7.): "Die Philister haben einen sehr schlechten Ruf", sagt Stager. "Sie galten als die unzivilisierten, Bier trinkenden Leute." - Ja, wenn man Bier schon mal hat, - was können Leute denn damit nicht noch alles tun?
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 19.06.2016 um 15.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11392


Gut gemacht, Junge!

"Lewis Hamilton hat schon einige Positionen gut gemacht." (FAZ, 19. Juni)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 30.05.2016 um 22.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11378


In einem stehen gelassenen Taxi in Mexiko sind sechs Tote gefunden worden.

(Süddeutsche Z., 28.5.2016, Seite 12)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 27.05.2016 um 17.49 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11374


Im faz.net Zurechtgemachtes: «„Ich hätte Druck machen müssen, ich hätte dran bleiben müssen“, sagte sie zurecht.» (faz.net, heute)
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 07.02.2016 um 09.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11290


So wie die FAZ hier schreibt, ist es fast schon Standard, vor allem in Forenbeiträgen, aber auch in Online-Portalen diverser Zeitungen. So auch bei welt.de. Gestern (06.02.2016) zum Beispiel: "Festerling scheint sich wohl zu fühlen."
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Calva
Bochum

Dieser Beitrag wurde am 05.02.2016 um 16.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11289


Bislang waren Versuche, das Schiff ab zu schleppen, erfolglos. (FAZ 05.02.16)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 30.12.2015 um 17.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11266


Fällt dieses "mal" jetzt nur noch unter GZS: "Die Patientin soll zwei mal Konserven von einer Patientin mit gleichem oder ähnlichem Namen bekommen haben." (Göttingen [dpa], heute)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 21.12.2015 um 14.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11261


Vernünftige Zusammenschreibung bei welt.de: "Man muss nur eines erreichen: dass die Menschen sich kennenlernen." Aber dann wieder "schwer" als unbegründet losgelöstes Adverb (so spricht man es eben nicht): "Hier will die 45-Jährige Heiligabend mit ihrem schwer kranken Mann Mtanious, 65, und Sohn Majd, 13, feiern." Aber dann wiederum: "Ich mag es nicht herumzusitzen." Aber eben doch durcheinander und nicht zuverlässig als Vorbild für Schulkinder.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 14.11.2015 um 14.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11218


welt.de: "Auf Facebook hat der Politiker knapp 720.000 Fans, fast zehn mal so viele wie die frisch abgewählte liberal-konservative Bürgerplattform (PO)." Na, immerhin besser als "Mal" (GKS in der Praxis, #10982).
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 29.10.2015 um 10.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11196


«"Das kleine Einmal-Eins der ausgewogenen Ernährung" gehöre in die Klassenräume - "am besten als eigenes Schulfach", sagte Schmidt.» (DTS-Meldung, heute). Die Deutsche Textservice Nachrichtenagentur bemüht sich krampfhaft, der Rechtschreibreform Folge zu leisten. Hier hätten wir mal deren "Mal", und da wird's auch für diesen Nachrichtendienst schwierig. Nach diesem "Einmal-Eins" müßte "tausend Mal" doch sicher falsch sein.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 09.09.2015 um 12.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11159


«Budapest (dpa). [...] Ein weiterer Ausschnitt zeigt, wie dieselbe Kamerafrau ein laufendes Flüchtlingskind tritt. [/] 09.09.2015 12:07» Hatte "dieselbe" nicht mal reformgeregelt auseinander geschrieben werden müssen? Geht da was bei dpa vor?
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 01.09.2015 um 00.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11143


Denn so Furcht einflößend der gefräßige Räuber [Gestreifter Anglerfisch] auch wirken mag - meistens hat er selbst Angst, verspeist zu werden.

(Der Spiegel, 36/29.8.2015, S. 107)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 09.08.2015 um 15.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11120


Der Vorbeiflug der Sonde soll den Winzling [Pluto], der mit einem Durchmesser von etwa 2300 Kilometern kleiner als der Erdenmond (3500 Kilometer) ist, erstmals kartographieren und viele Jahrzehnte alte Rätsel lösen.
(MM, 15.7.2015, S. 14)

Meint die Zeitung wirklich Rätsel, die viele Jahrzehnte alt sind, wie die Schreibweise nahelegt, oder vielleicht doch viele Rätsel, die jahrzehntealt sind? Letzteres wird nach herkömmlicher und verdorbener Rechtschreibung zusammen geschrieben. Die Zeitungen schreiben solche Wörter jetzt so oft falsch, daß man nie sicher sein kann.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 26.06.2015 um 00.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11087


Was dpa sich so zurechtmacht: "Washington (dpa [gestern]) - [...] In der Klage ging es um die Frage, ob mehr als sieben Millionen Bürger zurecht einen öffentlichen Zuschuss zu ihrer Versicherung erhalten."
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 09.05.2015 um 20.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11055


Berlin will das jetzt ein für alle mal klären: ...
(SZ, 9.5.15, S. 12)

Also alle mal herhören, Berlin will das jetzt mal klären.
Aber wer oder was ist "ein für alle"?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 09.04.2015 um 16.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11041


"DTS-Meldung vom 09.04.2015, 13:09 Uhr [/] Neuer: Spiel gegen Leverkusen ging zurecht über 120 Minuten [/ ...] Es war zurecht auch so, dass es über 120 Minuten gegangen ist und ins Elfmeterschießen." - Geht schon zurecht heutzutage, nicht wahr?
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Roger Herter
Basel

Dieser Beitrag wurde am 15.03.2015 um 20.46 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11016


Wikipedia im Artikel "Mythologie der Inka":

"Einem indigenen Märchen zufolge" werden zwei Kinder "in das Paar eines Qara-
Qara verwandelt, eines etwa Sperber großen ..., Aas fressenden Raubvogels."

(Gemeint ist der Karakara. Dieses Guarani-Wort erscheint hier, vermutlich um es glaubhaft einzupassen, in Quechua-Umschrift. Qaranchu heißt der Vogel richtig.)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 14.03.2015 um 17.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#11013


Dann fuhren zwei Rocker vor, einer war richtig Furcht einflößend.

(Der Spiegel, Nr. 12/14.3.2015, Seite 49)
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 08.02.2015 um 16.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10985


Vor einiger Zeit stolperte ich in der FAZ (es ging um die Besteuerung von französischen Pendlern) über die reformierte Schreibung wie viel in folgendem Satz:

„Ungelöst ist vor allem die Frage, wie viel Geld auf welchen Wegen am Ende in saarländische Töpfe wandert.“

Es ist wohl klar, was gemeint ist; dennoch ist dieser Satz zweideutig. Es ist unklar ob wie oder wieviel das Fragewort ist, ob also gefragt wird, auf welche Weise (wie) eine große Menge Geld oder welche Menge (wieviel) Geld in saarländische Töpfe wandert.

In herkömmlicher Schreibung wäre der Satz eindeutig: „... die Frage, wieviel Geld ...“.

Überzeugend erscheint mir die Behandlung im alten Duden allerdings auch nicht. Dort gibt es keinerlei Hinweis auf mögliche Zweideutigkeiten. Wieviel wird dort immer zusammengeschrieben, außer wenn beide Wortteile betont sind. Wieder einmal die weltfremde Behauptung des Duden: zusammen - eine Betonung, getrennt - zwei Betonungen.

Dagegen wird wie viele laut Duden immer getrennt geschrieben und angeblich auch zweimal betont. Der Duden „Richtiges und gutes Deutsch“ bringt dazu noch eine abenteuerliche Deutung, wonach sich wieviel auf eine geringe, wie viele aber auf eine größere Zahl beziehe. Immerhin wird eingeräumt, daß diese Unterscheidung in der Alltagssprache „oft nicht vorgenommen“ werde.

Eine Suche im DWDS ergibt allerdings, daß die Zusammenschreibung wieviele gar nicht so selten ist. Außerdem kann diese Schreibung zu leichterer Lesbarkeit führen, wie folgende Sätze zeigen: „Wie viele Menschen wissen, ist A gleich B.“ und „Wieviele Menschen wissen, daß A gleich B ist?“ Im zweiten Satz wäre es vielleicht besser „wieviel“ zu schreiben. Allerdings ist die Neigung, auch hier zu flektieren, offenbar recht groß.
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Marco Mahlmann
Osnabrück

Dieser Beitrag wurde am 30.01.2015 um 19.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10979


Aus einem Schüleraufsatz: "Sehr zum leid Wesen der alten Dame…"
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 29.10.2014 um 22.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10893


"Die Grünen begrüßen die Initiative von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Bundesrepublik auf eine neue programmatische Grundlage zustellen." (DTS[Deutsche Textservice Nachrichtenagentur]-Meldung heute)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2014 um 22.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10892


Aus Detroit dpa heute, halt mit Fremdwörtern und reformiert: "Gemeinsam schmiedeten die beiden einen Mordkomplott, um anschließend davon zu laufen." – So wie's da steht, liest man's erstmal falsch. Aber es handelt sich um eine 15jährige und ihren 23jährigen Freund, und vielleicht hatten die kein Auto...
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 15.09.2014 um 15.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10862


Sich einfach etwas zurechtfragen, hilft auch nicht: "Wenn die Unionsspitze davon spricht, wegen der AfD nicht vom Kurs der Partei abweichen zu wollen, dann fragen sich einige, gerade in Zeiten der Großen Koalition zurecht, was denn dieser Kurs überhaupt ist und wo er hinführt". (DTS-Meldung vom 15.09.2014, 14:01 Uhr)
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 08.09.2014 um 19.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10860


Häufiger sieht man es umgekehrt (zurecht statt zu Recht). Wird ja auch nicht unterkringelt.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 08.09.2014 um 18.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10859


FAZ vom 3.9.:

"..., wie sie mit den Veränderungen zu Recht kommen."
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 05.09.2014 um 18.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10854


FAZ, 5.9.14, S. 32, Fettmarkierung von mir:

Beim 2:4 gegen Argentinien ist die DFB-Elf kaum wieder zu erkennen.
...
Aber vor allem die Abwehr war ... nicht wiederzuerkennen.

"Es geht einfach nicht, dass ein Spieler der deutschen Nationalmannschaft ausgepfiffen wird, nur weil er die eine andere [sic] Chance liegen gelassen hat. ..." ..., sagte der Bundestrainer daher ...

gleiche Seite im Artikel daneben:
Joachim Löw reagierte ... Es könne grundsätzlich nicht sein, sagte er, dass ein Spieler der deutschen Nationalmannschaft vom eigenen Publikum ausgepfiffen werde, nur weil er ein paar Chancen liegengelassen habe.
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Calva
Bochum

Dieser Beitrag wurde am 20.08.2014 um 22.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10827


"Dort habe sich die Verwaltungsspitze nicht auf einen Sitzungsmarathon einlassen wollen und die Gemeindeordnung kurzer Hand neu interpretiert, um geheime Wahlen zu verhindern."

FAZ, 19.08.14. "In Duisburg spricht sich AfD mit Rechtsaußen ab"
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 14.08.2014 um 09.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10822


Na, zusammen geht's doch ganz gut, heute auch mal bei der dpa: "Die sogenannte «Ice Bucket Challenge» macht in den USA seit einiger Zeit die Runde in sozialen Netzwerken."
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 28.07.2014 um 14.33 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10791


Steinmeier ist vermutlich der derzeit meist belogene Diplomat Europas.
Peter Carstens in faz.net

Demnach wird Steinmeier zwischendurch auch mal nicht belogen.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 18.07.2014 um 09.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10776


Getrennt, zusammen, groß, klein: "Darauf habe Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zurecht hingewiesen." (DTS-Meldung, 13.7.)
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 27.06.2014 um 14.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10746


Aus Tagesspiegel in einem Beitrag zur WM 2014
...zu nächst...
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 18.06.2014 um 00.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10739


Tut mir leid, richtiges Schreiben hilft mir eben zum richtigen Lesen. Dies hier kann ich zunächst gar nicht glauben: "Barajas gehöre zu den meist gesuchten Drogenhändlern in den USA." (dpa,17.06.2014 20:45). Ich lese hier eben "meist" weniger betont als "gesuchten". Na, Gott sei Dank wurde der "in den USA gesuchte Jose Diaz Barajas" wenigstens in Rio de Janeiro doch sofort festgenommen, als er "mit seiner Frau und zwei Söhnen zu dem Spiel nach Fortaleza fliegen" wollte; er "hatte WM-Tickets für die heutige Partie dabei."
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 11.06.2014 um 22.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10730


»Sitze wurden zu einem Sofa umfunktioniert und das Cockpit zum gemütlichen Lesezimmer, wo Campbell sämtliche Kontrolleuchten in Takt hält.« (Paulina Czienskowski, welt.de).
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 23.05.2014 um 09.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10695


Grimme nominiert
Erstmals ist ein Angebot von bild.de für den Grimme-Online-Award nominiert.

(Süddeutsche, 22.5.14, Seite 27)

Das ist auch nicht besser als "Hunger geplagt" oder "Maulwurf geplagt". Man läßt zwar in einer Überschrift manches weg, aber für oder Bindestrich bzw. Zusammenschreibung kann man hier nicht weglassen bzw. ignorieren.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 19.05.2014 um 10.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10691


Es ist nicht ungewöhnlich, dass im Hunger geplagten und ärmlichen Nordkorea Gebäude zusammenbrechen, ...
(MM, 19.5.14, Seite 2)

Im "Hunger geplagten" Nordkorea, solche Art von Verblödung ist für unsere Schulkinder nicht weiter schlimm, Hauptsache, die gefährlichen daß sind alle "ausgemistet" (http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=639#9934).
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 17.05.2014 um 09.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10690


Mit Fledderung hier "Gefährdung deutscher Fans bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien" gering: "Deutschland werde «eine gute Hand voll» Polizisten entsenden, kündigte der Minister an." (dts Nachrichtenagentur, 17.5.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 12.05.2014 um 22.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10680


«"Alles deutet daraufhin, dass es sich um einen persönlichen Racheakt gehandelt habe, der nicht mit ihrem öffentlichen Amt in Zusammenhang steht", sagte eine Sprecherin des Innenministeriums.» (DTS-Meldung [www.derNewsticker.de] vom 12.05.2014)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 11.04.2014 um 22.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10647


"Nyon (dts Nachrichtenagentur [heute]) - Der FC Bayern München hat zu erst ein Auswärtsspiel gegen Real Madrid."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 05.04.2014 um 13.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10640


"Wie kommt diese Leistung der breiten Versorgung zu gute?" (DTS-Meldung vom 05.04.14)
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 28.03.2014 um 19.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10636


Lieber Herr Riemer,

Herr Markner weist ja zu Recht darauf hin, daß die Regel des alten Duden „erneut vs. alter Zustand“ unzulänglich ist. Nun war selbst der alte Duden nicht völlig blöd, und die Regel trifft doch auf viele Fälle zu. Die umgekehrte Regel wäre jedenfalls noch unzulänglicher. Eine bessere Regel haben m.W. auch weder Herr Markner noch Prof. Ickler noch sonst jemand angegeben. Persönlich handle ich nach Gefühl und Wellenschlag. Manchmal versuche ich es mit der Wortstellung, was aber letztlich auch unzulänglich ist.

Noch zu Ihren Beispielen:

Bei wieder wegnehmen kann ich Ihre Zweifel etwas nachempfinden. Vielleicht liegt es daran, daß das wieder eigentlich redundant ist, denn wenn die Frau dem Dieb das Handy abgenommen hat, dann hat sie es ja wieder.

Bei wiederaufbauen möchte ich ein anderes Beispiel wählen: Die Frauenkirche wurde wiederaufgebaut. Hier schreibe ich gewissermaßen aus idiomatischen Gründen zusammen. Hindernisse werden aufgebaut, Kirchen dagegen gebaut oder errichtet. Baut man ein Land auf?
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 27.03.2014 um 23.46 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10633


Ja, ich wollte eigentlich auch nicht unbedingt der gängigen (Duden-)Beschreibung folgen, sondern habe versucht, eigene vernünftige Regeln oder Gründe zu finden. Ich bin nun zwar immer noch sicher, daß ich in den Beispielsätzen hier wiedererkannt und wieder abnehmen schreiben würde, nur meine Begründung war anscheinend doch nicht so gut. Jedenfalls fällt mir zu Herrn Achenbachs Beispielen wiedergeholt und wiederhergestellt kein Gegenargument ein.

Wiedergeholt hat nur einen Verbzusatz und wird auf wieder betont, von daher ist Zusammenschreibung wohl sowieso unstrittig.
Wiederhergestellt hat aber zwei Zusätze und wird auf her betont, trotzdem würde ich das intuitiv auch zusammen schreiben. Meine Begründung der Getrenntschreibung mit der Betonung bzw. Rückführung in den früheren Zustand klappt also i. a. nicht.

Wie machen Sie es denn, lieber Herr Achenbach, wüßten Sie bessere Regeln, oder gehen Sie auch eher intuitiv vor? Oder im Zweifel nach Duden?

Eigentlich haben Sie meine Frage ja gerade erklärt, aber nehmen wir das Beispiel:
Ich habe die Regel wieder vergessen.
Ich denke, die Zusammenschreibung wiedervergessen wegen Rückkehr in den früheren Zustand würden auch Sie hier als absurd ansehen? Es wird also getrennt geschrieben, obwohl es sich nicht um eine Wiederholung des Vergessens handelt.
Wie könnte dann eine vernünftige, allgemeingültige Begründung lauten?
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 27.03.2014 um 21.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10632


Im Kritischen Kommentar eines gewissen Theodor Ickler ist die gängige Beschreibung der von der Reform noch nicht betroffenen Verhältnisse in diesem Bereich mit gutem Grund als »zweifellos unzulänglich« bezeichnet worden.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 27.03.2014 um 18.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10631


Lieber Herr Riemer,

ich muß gestehen, daß ich Ihren Argumenten nicht folgen kann.

Ihr Argument mit der Betonung meine ich schon widerlegt zu haben. Daran ändert nichts, daß man vielleicht auch mal anders betonen kann.

Ihr Argument mit der Wiederherstellung des früheren Zustands stellt die Dinge geradezu auf den Kopf. Üblicherweise wird die Rückführung in den ursprünglichen Zustand ja gerade als die Bedeutung des Verbzusatzes wieder definiert, während das getrenntgeschriebene Adverb wieder eben erneut, zum wiederholten Male bedeutet.

Wenn der Balljunge den Ball wiedergeholt hat, dann hat er den früheren Zustand wiederhergestellt. Man könnte hier ja auch zurückgeholt sagen.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 26.03.2014 um 22.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10630


Richtig, sie hat es dem Dieb nicht ein zweites Mal abgenommen, deshalb habe ich das getrennte wieder anders erklärt und geschrieben, daß der Dieb wieder ohne Handy ist, wie vorher. Ich finde, das bestätigt auch die Getrenntschreibung. Es geht um die ursprüngliche Bedeutung der beiden Bestandteile. Die Zusammenschreibung wiederabnehmen brächte nichts Neues, wieder ist auch kein resultativer Zusatz.

Was die Betonung betrifft, so ist die Frage, ob man denn die zweite Partikel wirklich als Verbzusatz auffaßt und mit dem Verb zusammen schreibt. Da bin ich etwas im Zweifel. Ich würde getrennt schreiben:
Wir wollen unser Land schnell wieder aufbauen.
(Nicht in erster Linie deswegen, weil wir es noch einmal aufbauen, sondern vor allem, weil es dann "wieder auf" ist, wieder so, wie es früher war.)

Aber es ist schon, wie Sie schreiben, vielleicht auch eine Geschmacksfrage. Zusammenschreibung könnte ich mir evtl. auch vorstellen.

Ist die Betonung bei zwei Verbzusätzen wirklich so starr auf dem zweiten? Ich dachte, bei Zusammenschreibung würde ggf. auch so betont: wiederaufbauen, besonders bei Substantivierung: der Wiederaufbau.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 26.03.2014 um 18.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10629


Lieber Herr Riemer,

über das zweite wieder kann man sich vielleicht streiten. Nach meinem Geschmack müßte aber auch hier zusammengeschrieben werden, denn sie hat dem Dieb ja nicht ein zweites Mal das Handy abgenommen.

Die Betonung liegt bei doppelten Verbzusätzen immer auf dem zweiten Zusatz (wiederaufbauen).
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 25.03.2014 um 23.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10627


Der Dieb hatte sein Opfer nicht wieder erkannt. Die Frau hingegen konnte dem Mann ihr Handy wieder abnehmen. (SZ, 25.3.14, S. 9)

Zwei verschiedene wieder. Das erste muß mit dem Verb zusammen geschrieben werden, denn jmdn. wiedererkennen (sich an ihn erinnern) ist etwas anderes als jmdn. wieder (noch einmal) erkennen. Das zweite ist richtig, denn nun ist der Mann das Handy wieder los, er ist wieder wie vorher gestellt. Die Betonung ist auch deutlich unterschiedlich: im ersten Fall auf wieder, im zweiten auf dem Verb.
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Gunther Chmela
Raubling

Dieser Beitrag wurde am 27.02.2014 um 19.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10603


Ähnlich seltsame Getrenntschreibungen fallen mir auch oft auf, Herr Achenbach. Aber zu Ihrem Beispiel: Ich vermute, daß heute vielen Menschen, vor allem jüngeren, die Bedeutung von allein = nur nicht mehr geläufig ist, daß also dieser Satz nicht mehr in diesem Sinne wahrgenommen wird. Vielleicht irre ich mich.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 27.02.2014 um 18.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10602


Allein lebende 60-jährige Männer sind am reichsten.
Bonner Generalanzeiger, 27.02.2014.

Da wird es dringend Zeit, etwas gegen diese eklatante Diskriminierung der Toten zu tun.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 24.02.2014 um 18.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10595


unter zu Hilfenahme hier

Ein Bagger räumt die Überreste ... bei Seite. (Bonner Generalanzeiger, 22.02.2014)

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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 31.01.2014 um 14.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10576


dpa erstaunt, aber auch erstaunlich: "Selbst ernannter «Prinz von Hohenlohe» muss elf Jahre in Haft [...] Mosbach (dpa) [...] 31.01.2014". Ja, wer denn noch? Das dürfte bei gewissenhafter Information doch nicht fehlen.
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Matthias Künzer
Herzogenrath

Dieser Beitrag wurde am 23.01.2014 um 16.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10567


Sehr viel lang:

«Das eine hat eine rote Ohrmuschel zur Folge, das andere eine sehr viel lang anhaltendere Beeinträchtigung.»

Spiegel online
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 22.01.2014 um 17.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10566


Steinmeier hat lt. DTS-Meldung vom 22.01.2014 gesagt, "Krieg sei immer Menschen gemacht, nun sei es an den Menschen, ihn zu stoppen." Das mag so geklungen haben, aber gemeint hat er wohl was anderes. Bei "Aber die Bedingungen für wirksame Hilfe [von außen, auch von Deutschland] kann nur von den Beteiligten selbst geschaffen werden", so Steinmeier. 'Es liegt in Ihren Händen, eine bessere Zukunft für Syrien zu schaffen.'" könnte die Großschreibung "Ihren" gerechtfertigt sein. Es hängt aber doch sehr davon ab, wen er dabei scharf angesehen hat.
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Marco Mahlmann
Osnabrück

Dieser Beitrag wurde am 31.12.2013 um 20.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10547


In einem Kloster im Münsterland an einer Tür: Brand-Melde Zentrale.
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 27.11.2013 um 19.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10526


Auch von mir ein Danke schön für den Link!

Aus einem Forum.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 26.11.2013 um 15.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10520


Die Weihnachtsbäume, die nun wieder überall in den Supermärkten herumstehen, sind in der Draufsicht, jeder für sich, doch mehr oder weniger rund, also könnte man wohl schreiben, daß sie da rund herumstehen.

Ob aber die Weihnachtsmarktbesucher ebenso rund herumstehen, hängt vielleicht vom Bratwurstumsatz ab.
Ansonsten würde ich schreiben, daß sie umherstehen, ringsherum- oder rundherumstehen, vielleicht auch ringsherum oder rundherum stehen.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 25.11.2013 um 18.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10518


Kürzlich las ich in der FAZ die Schreibung rund herumstehen. Ich denke, daß diese Schreibung falsch ist. Woraus aber läßt sich das ableiten?

Nach alter wie neuer Schreibung gibt es das Verb herumstehen. Ein Korrekturprogramm würde also wohl nichts bemängeln. Vom Sinn her ist aber rund nicht eine Ergänzung zu herumstehen sondern zu herum. Nach alter wie neuerer Schreibung wird rundherum deshalb sogar zusammengeschrieben.

Also: rundherumstehen oder rundherum stehen? Die Wörterbücher geben keine Antwort.

Persönlich ziehe ich rund herum stehen vor.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2013 um 21.46 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10468


Halt Versuche: «"Wiesbaden/Berlin (dts Nachrichtenagentur [heute]) - Pofalla habe die Enthüllungen des Ex-US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden "nicht ernst genug genommen und versucht, das Problem auszusitzen und klein zu reden", sagte Hahn "Handelsblatt-Online".»
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2013 um 14.33 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10466


Die »Schwindel erregenden Kosten« (Jörg Bremer, faz.net, 23. 10. 2013) von Limburg sind, soweit bekannt, Teil eines großen Schwindels; da kommt die Getrenntschreibung natürlich gerade recht. Und außerdem hat der neue Papst ja neue Rechtschreibung angeordnet, da will der Hofberichterstatter gerne Folge leisten.
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 29.09.2013 um 09.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10453


Was ich heute fand, ist auch sehr merkwürdig. Was hat sich da der Schreiber wohl gedacht?
"Rücksichtsvoll wie sie Zeit Lebens war, wollte sie wohl auch mit ihrem Tod keinen Anlass für eine Reisestornierung geben." (Schwäbisches Tagblatt, 27.09.2013) (kursiv durch mich)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 15.09.2013 um 12.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10441


Ich könnte Monate lang durch die Pyrenäen wandern und wäre glücklich.

(Zwischenüberschrift, heutige FAS, S. 54)
Im Text, einem Interview mit der Schauspielerin Juliane Köhler, steht der gleiche Satz ohne lang.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 15.09.2013 um 12.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10440


Sie meinen sicher auch Belege für adverbialen Gebrauch. (Im Grimmschen Wörterbuch kommen allerdings allgemeinst-, best-, höchst-, kleinst-, letztmöglich nur als dekliniertes Adjektiv, also nichtadverbial, vor.)
Ja, ich merke inzwischen, daß mein "schnellstmöglich geht gar nichts" voreilig war.

Aber richtig verstehe ich den adverbialen Gebrauch nicht. Denn schnellstmöglich ist eben nicht möglichst schnell, sondern eigentlich schnellstens möglich.

*Wir werden Ihnen schnellstens möglich antworten.
Wir werden Ihnen schnellstens antworten.

Das heißt, schnellstmöglich wird oft eher als Synonym für schnellstens verstanden. Sprache ist nicht immer logisch, aber was üblich ist, muß man akzeptieren.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 15.09.2013 um 00.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10439


Für schnellstmöglich lassen sich Belege aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts finden, bestmöglich ist, wie es scheint, hundert Jahre älter und wurde auch schon von den Grimms gebucht.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 14.09.2013 um 22.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10438


Noch mal zu meiner hier in #10423 geäußerten Ansicht, schnellstmöglich könne nicht adverbial verwendet werden. Ich bekam gerade wieder zwei automatische Online-Bestätigungen:

FAZ: Wir werden Ihnen schnellstmöglich antworten.
Vodafone: Wir werden uns schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung setzen.

Für mich klingt schnellstmöglich immer noch so ähnlich wie das Grundwort, das Adjektiv möglich, welches nur attributiv und prädikativ verwendbar ist. Die Erweiterung schnellstmöglich geht auch nicht prädikativ, aber dafür scheint sie doch oft adverbial gebraucht zu werden. Für weitere Meinungen wäre ich dankbar.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 14.09.2013 um 19.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10437


»Mit den Vermittlungsbemühungen sollte so früh wie möglich begonnen werden, da die berufliche Eingliederung dann Erfolg versprechender verläuft.«

(Bundesministerium für Soziales und Arbeit)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 06.09.2013 um 09.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10424


Mein letzter Eintrag hat mich auf die Idee gebracht, im Netz nach schnellstmöglicherweise zu suchen, ein Wort, das man m. E. hier durchaus auch gebrauchen könnte, es ist regulär gebildet.

Google fragt "Meinten Sie: schnellste möglicherweise" und zeigt danach 25 wirklich erheiternde Beispiele an.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 05.09.2013 um 16.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10423


Sehr geehrte/r Kundin/Kunde.

Vielen Dank für Ihre E-Mail. Wir werden Ihre Anfrage schnellst möglich bearbeiten.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr DFDS Seaways Service


Selbst zusammen geschrieben, schnellstmöglich geht gar nichts, sondern nur
- auf schnellstmögliche Weise
- so schnell wie möglich
- möglichst schnell
- baldmöglichst
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 23.08.2013 um 17.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10403


DTS-Meldung: "Die Todesursache konnte bisher nicht eindeutig fest gestellt werden, durch eine Obduktion wurden jedoch keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gefunden." (derNewsticker.de, heute)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 22.08.2013 um 15.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10401


Aber irgendwo müssen Journalisten doch schreiben gelernt haben, oder? «"Ich will nicht präziser sein", so Fabius weiter, der eine Frage nach einem möglichen Luftangriff unbeantwortet ließ, den Einsatz von Bodentruppen in Syrien allerdings aus schloss.» (derNewsticker.de, heute) — Da auch: "Westerwelle forderte, dass die Chemiewaffen-Inspektoren der Vereinten Nationen "umgehend Zugang erhalten" müssten, "um die Vorwürfe zu prüfen".» Daß sie es "müßten", braucht man nicht zu fordern.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 15.08.2013 um 16.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10385


Jetzt ist's halt nicht mehr leicht zu wissen, wie man zu richtig zuschlägt: "Dagegen würden die USA "keine Sekunde zögern", bei einem Spähangriff seitens der Deutschen zurück zuschlagen." (derNewsticker.de, heute)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 03.08.2013 um 10.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10370


"Gysi fügte hinzu: "Als Regierungspartner könnten wir sehr wohl Verantwortung wahr nehmen zum Wohle der Bevölkerung.""
Ich lese jedenfalls "wahr nehmen" erst mal ganz anders als "wahrnehmen".
Auch "iranisch stämmige" lese ich mit anderer Betonung und damit anderer Bedeutung als "iranisch-stämmige" in "Der iranisch stämmige Politiker betonte, ein echter wirtschaftlicher Aufschwung für die Menschen des Landes sei durch eine Lockerung der Sanktionen zu erreichen." (Beides von derNewsticker.de, heute.)
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 24.07.2013 um 09.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10343


"Die Erde ist also in gewisserweise nur zufällig mit aufs Bild geraten. "
welt.de in "Hallo, hier Erde".
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Erich Lehnhausen
Staufenberg

Dieser Beitrag wurde am 19.07.2013 um 03.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10335


Kürzlich "durfte" ich in dem Buch "Wilhelm II." von Christopher Clark u.a. "Haar sträubend" lesen. Ist das nicht haarsträubend?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 13.07.2013 um 17.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10327


"Beirut (dpa [13.6.]) - Dschihadisten aus dem Ausland werden für Syriens Rebellen zunehmend zum Problem. Selbst ernannte Gotteskrieger aus dem Irak töteten einen der führenden Kommandeure der Freien Syrischen Armee."
Wo so einiges von der sinnlosen Auseinanderschreibung oft doch schon wieder zusammen erscheint, sollte sich auch dpa die Einsicht zunutze machen, daß man bei "wohl" und "selbst" besonders aufpassen und bei der Nachrichtenübermittlung um des schnelleren Lesens willen sich sinnvoller Unterscheidungsschreibung bedienen müßte.
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 12.07.2013 um 18.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10326


Je interaktiver das bei der "Süddeutschen" wird, desto schlechter klappt es mit der Rechtschreibung.

"Wie viel Immobilie kann ich mir leisten?" fragt die Netzausgabe der Zeitung am 12.7.2013.

"Wie viel Eigenkapital Sie mitbringen sollten, was unter Fachbegriffen wie Annuitätendarlehen, Vorfälligkeitsentschädigung und Effektivzins zu verstehen ist, welche Unterlagen die Bank von Ihnen verlangt und was Sie beachten müssen, damit auch die Anschlussfinanzierung nicht aus dem Ruder läuft - ein Ratgeber."

Wenn die Zeitung den Unterschied zwischen "wieviel" und "wie viel(e)" nicht kennt, kann man auch auf den Ratgeber verzichten.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 29.06.2013 um 18.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10307


Vormache bei welt.de: "Zeitungsverlage in den USA haben es vor gemacht, [...]." (29.6.)
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 26.06.2013 um 18.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10298


Sie lernen es nie. Heute bei ntv.de:
"Ob Konstantin Wecker die Trennung schwer gefallen ist?"
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 21.06.2013 um 16.33 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10286


Weiter geht's mit unangebrachter Getrenntschreibung bei faz.de: "Jeden Abend debattieren die Unterstützer des Protests nun darüber, wie es weiter gehen kann." (21.6.) Wofür "es" stehen soll, wird aber nicht angegeben. Welche Berichterstattung!
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 15.06.2013 um 17.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10282


Die Geschichte des Hauses, sagt stolz der Wirt, reiche bis zurück ins Jahr 1866. Da war Friedrich Hölderlin schon ein Viertel Jahrhundert lang tot.

faz.net, 11. 6. 13
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 03.06.2013 um 17.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10251


GZS bei welt.de (3.6.): "Das Schöne für uns ist, dass das Leben weiter geht. Und es hat unsere Familie auf jeden Fall enger zusammenrücken lassen." — Ja, es ist schon schön, wenn's weiter geht, und natürlich besonders, wenn's weitergeht, und auch, wenn man noch zusammenrücken kann und vielleicht sogar noch was zusammen rücken kann.
Aber auch faz.net schreibt heute: "Bei der Obduktion wurden vier eher leichte Kopfverletzungen fest gestellt, die alle durch Schläge, Tritte wie auch den Sturz auf das Pflaster verursacht worden sein könnten."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 31.05.2013 um 16.46 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10248


"Bamberg (dpa [heute]) - Hochwasser hat in Oberfranken zahlreiche Keller voll laufen lassen." Das hat ihnen also Beine gemacht, und sie sind einer Katastrophe entkommen. Wie klar, derartige Berichterstattung!
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 30.05.2013 um 12.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10246


Rechthaberei: "EU-Parlamentarier Weber: Oettinger hat den Finger zurecht in die Wunde gelegt" (derNewsticker.de, 30.05.2013)
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 16.05.2013 um 12.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10228


Jetzt geht der Prozess weiter. Das Ergebnis des Technikers liefert Richter Götzl sofort: Alle Mikros seien gleich geschaltet.

SZ-Newsblog heute.
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 06.05.2013 um 21.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10220


Aus der "Mitteldeutschen Zeitung":

"Im Oktober 1993 wurde dann in der frisch gebackenen Landeshauptstadt durch Zusammenlegung dreier Hochschulen die Otto-von-Guericke-Universität gegründet." (18.04.2013; Link)

"Trotzdem hat er gestern im Landtag die Chance verpasst, etwas vom Ansehen, das er verloren hat, zurück zu gewinnen." (25.04.2013; Link)
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Roger Herter
Basel

Dieser Beitrag wurde am 02.05.2013 um 17.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10215


Die Überschrift eines Tagesschau-Beitrags: "Motto des Evangelischen Kirchentags:
So viel Du brauchst". Darunter im Bild die Fahnen, auf denen "Soviel du brauchst" zu lesen ist... (1. Mai 2013) – Es wird nie funktionieren.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 20.04.2013 um 17.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10203


"Rom (dpa [heute]) - [...] Vor allem die Linkspartei von Pier Luigi Bersani hatte Napolitano darum gebeten, nach dem zwei Kandidaten der Partei gescheitert waren." Oder sollte der Nebensatz wirklich als Relativsatz gelesen werden?
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Gunther Chmela
Raubling

Dieser Beitrag wurde am 15.04.2013 um 22.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10195


Schweizer Deutsch? Nicht Schweizerdeutsch, denn das meint etwas anderes.
Ich las die deutsche Übersetzung einer Erzählung von Leo Tolstoi, „Vater Sergij“ in einer Ausgabe der feinen Manesse-Bibliothek (Züricher Verlag). Dort fand ich den Halbsatz „...die Demut vor den niedriger Stehenden fiel ihm nicht nur leicht, sondern bereitete ihm Freude.“ Ich hätte wohl geschrieben „vor den Niedrigerstehenden“.
Nun handelt es sich bei dem erwähnten Büchlein um eine Ausgabe von 1950. Keine Rede war da noch von einer wie auch immer gearteten Rechtschreibreform. Solche Getrenntschreibungen sind aber gerade eine Spezialität der neuen Reform. Kommt diese Neuerung etwa aus besagtem Alpenland?
Bei der zitierten Schreibweise entsteht in meinem Kopf ein Betonungsproblem. Wie gesagt, bei einer Ausgabe neueren Datums hätte ich mich kaum gewundert.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 23.03.2013 um 19.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10163


Wer sagt's denn, daß die Reformiererei ganze Wörter aus dem Wortschatz streicht! Hier haben wir mal ein neues Verb mit trennbarem Präfix: "Washington (dpa) - [...] Der mit einer Air-France-Uniform verkleidete Mann habe kurz vor dem US-Airways-Flug von Philadelphia nach West Palm Beach wie selbstverständlich hinter den beiden Piloten platzgenommen, sagte ein Polizeisprecher." (23.3.)
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 23.03.2013 um 12.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10162


Ich kenne einen gehörlosen Lehrer.
Ich kenne einen Gehörlosenlehrer.
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 07.03.2013 um 17.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10105


Angela Merkel flötet Hilfsbereitschaft gegenüber von Armut bedrohten Roma, tagsdarauf fordert ihr Innenminister Hans-Peter Friedrich, die Leistungen für Asylbewerber zu senken.
(www.derwesten.de, 25. Oktober 2012; Hervorhebung hinzugefügt)
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 24.02.2013 um 19.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10046


Zipfelmützige Träger langer Mäntel und langer Bärte gibt es um die Mitte des 19. Jahrhunderts zu Hauf.

Manfred Becker-Huberti, Der Weihnachtsmann lebt, Herder Verlag 2004, S. 69
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 20.02.2013 um 23.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#10033


Manches sieht aber auch selten dämlich aus, wie hier aus der Süddeutschen vom 16./17.2.2013, Seite 32:

Köche sind unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nach Deutschland gelockt worden, leben zusammen gepfercht, müssen mehr als 70 Stunden arbeiten ...

Es ist immer wieder bitter zu sehen, was die Rechtschreib-"Reform" aus ehemals angesehenen Zeitungen gemacht hat.
Immerhin, aus dem gleichen Artikel: ... die restlichen 187 Köche sind unter der Rubrik "übriges Ausland" zusammengefasst.
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 04.02.2013 um 17.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9948


"... sämtliche Werkzeuge, die für eine gelungene Präsentation von Nöten sind"

http://www.chip.de/downloads/PowerPoint-2013_43620843.html
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 03.02.2013 um 21.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9945


Ein (un)ziemlich langes trennbares Präfix: "Unter der Überschrift „Mit den Verkaufspreisen für Kunst steigen auch Bedenken über die Marktkontrolle“ schildern Robin Pogrebin und Kevin Flynn in erstaunlicher Ausführlichkeit, wie der Kunsthandel, der letztes Jahr in New York für immerhin acht Milliarden Dollar Umsatz sorgte, in einem kaum überwachten, undurchsichtigen Raum vonstattengeht." (www.faz.net, 2.2.13)
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 30.01.2013 um 11.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9931


Ärzte und Eltern greifen vermehrt zu Ritalin, um die Kinder ruhig zu stellen.

Quelle: FAZ-Netzausgabe vom 29.1.2013

Und wo stehen die Kinder dann so ruhig, nachdem sie gestellt wurden?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 20.01.2013 um 10.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9899


"Aber ihre Gegner kämpfen mit dem Fanatismus selbst ernannter Gotteskrieger." (www.welt.de, 19.1.) Die Auseinanderschreibung "selbst ernannter" unterbricht grundlos den Lesefluß, ohne Zweifel. Da ist eben ein Unterschied zwischen Präfix und modifizierendem Adverb.
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 19.01.2013 um 17.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9897


Hoffentlich verbrennen sie sich nicht die Finger. Heute im Schwäbischen Tagblatt: "Mössinger Samentüte - auf der CMT heiß begehrt."
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 15.01.2013 um 13.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9879


Heute las ich in der Onlineausgabe der Zeitschrift Spektrum folgenden Satz:
"Im Frühling fliegen sie schon bei niedrigen Temperaturen, und im Winter reicht dem Volk eine Hand voll Bienen, um sich ausreichend warm zu halten." Wenn ich es richtig beurteile, ist das Wort "Handvoll" im Duden ganz gestrichen.

http://www.spektrum.de/alias/imkerei/die-dunklen-bienen-fliegen-wieder/1156495
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 21.12.2012 um 23.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9796


Ein Traum wird wahr

"Rechtschreibung leicht gemacht"

(Titel eines neu erschienenen Übungsbuches für Grundschüler; siehe www.ksta.de oder www.rundschau-online.de)
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 21.12.2012 um 02.49 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9789


»[. . .] alle 249 Passagiere sind wohl auf [. . .]« (dpa, 20. 12. 2012)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 28.11.2012 um 18.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9720


"Ausgebrannt?! – Du bist nicht auf Dich alleingestellt!"

So steht es auf einem großen Hochglanzplakat, das vielfach innerbetrieblich bei uns aushängt. Alleingestellt könnte jemand sein, aber nur auf sich allein gestellt.
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 17.11.2012 um 10.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9687


Am Erfolg versprechendsten ist dabei das Modell der "New York Times"

"Schreibtrainer" und "Medienberater" Markus Reiter in der Stuttgarter Zeitung, 17. November 2012, S. 35
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 09.11.2012 um 22.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9662


derNewsticker.de zusammen und auseinander: "Im Übrigen weist sie daraufhin, dass das Bundeszentralamt für Steuern 2007 Bedenken an der Gemeinnützigkeit von Fußballprofiklubs geäußert habe. [//] Unklar sei schließlich, ob dieser Aktien des Unternehmens halte. Steinbrück müsse das offen legen." (DTS-Meldung vom 09.11.2012, 18:58 Uhr)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 06.11.2012 um 09.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9644


"Wenn gleich sie auch hier ihrem Erfolgsrezept treu blieb und viel nackte Haut zeigte." (Welt.de [Bildunterschrift])
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 04.11.2012 um 11.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9639


»Da die Arbeit mit einem Computer erstmal damit beginnt, einen Computer zusammen zu bauen, [...]« (edv-lehrgang.de)

Nein, man kann einen Computer auch ganz alleine bauen.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 27.10.2012 um 12.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9608


Zur "Riesen"-Diskussion (ab hier):

Riesen Freude über neuen Märchenspielplatz
(MM, 27.10.12, S. 28)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2012 um 17.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9602


»Wie viel Wasser ist wirklich gesund?
Trinken, trinken, trinken - auf der Straße, im Zug, beim Sport: Überall sieht man Menschen, die an der Wasserflasche hängen. [...]
*Lieblingsgetränke: Was Sie schon immer über Wasser wissen wollten
*Gesundheit: Zuviel Trinken kann auch schaden« (welt.de, heute)
"zuviel" darf's also schon wieder geben. Wann dürfen auch die Schulkinder wieder ungestraft "wieviel" richtig schreiben?
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 18.10.2012 um 19.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9577


Ganz unabhängig davon, ob sich das Verb "weglächeln" nun in Wörterbüchern findet oder nicht, so geht es jedenfalls nicht:

Die ausgemachten Kehrtwenden der Kanzlerin wurden so unfreiwillig mit Volten des Kandidaten beantwortet, zuweilen in seinen gefürchteten sprachlichen Bildern: Als Steinbrück Frau Merkel in Anspielung auf ihre doppelte Energiewende fragte, wo in ihrer Politik gegenüber Athen „ihr zweites Fukushima“ gewesen sei, ging ein Raunen durch die Regierungsfraktionen. Die Angesprochene indes saß stoisch auf der Regierungsbank, meist mit grimmiger Miene, hörte zu, schüttelte schon mal den Kopf, und versuchte mitunter die Worte des Kandidaten ironisch weg zu lächeln: Du machst Wahlkampf, ich fahre gleich nach Brüssel und löse die Probleme Europas, hieß die Botschaft.

Quelle: Netzausgabe der FAZ vom 18.10.2012 (Fettdruck als Hervorhebung von mir).

Nebenbei bemerkt ist es fast ein bißchen schade, daß Steinbrück nicht Kanzler werden wird. In seinen sprachlichen Bildern greift er genauso oft daneben wie seine Parteikollegin Nahles. Wenngleich deren Bilder auch durch noch mehr Dummheit auffallen. (Man denke nur an die Axt im Wald!)
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Marco Mahlmann
Osnabrück

Dieser Beitrag wurde am 27.09.2012 um 21.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9485


Es gibt parallel dazu eine Tendenz, den ersten Teil abzutrennen, das "zu" aber mit dem folgenden Wort zu verbinden: "ab zuschließen", "fest zustellen". Die Reichtschreibprogramme winken das natürlich so durch.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 27.09.2012 um 10.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9483


Über diese "Deutschakademie" bin ich auch schon mal gestolpert. Was soll man von einer Deutschlehrerin halten, die unter den Verwendungsweisen von es sowas anbietet:
Als Akkusativobjekt: Dieses Kleid! Ist es nicht wunderschön?
Aber auch sonst geht in diesem Abschnitt vieles durcheinander.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 26.09.2012 um 20.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9482


Diese Schreibungen sind in der Tat, wie an anderer Stelle schon angemerkt, der neueste Schrei. Sie entsprechen der niederländischen Norm: aftrekken, aber af te trekken.
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 26.09.2012 um 20.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9480


Wo immer man auf Geschriebenes trifft, findet man mittlerweile die Getrenntschreibung, die mir jeden Tag vielfach begegnet und die mich außerordentlich nervt, weil sie den Lesefluß stört. Kaum eine verschriftete Meinung in einem der unzähligen Internet-Foren ist frei von solchen Getrenntschreibungen. Der Duden macht es nicht nur vor, er empfiehlt ja auch vielfach die Getrenntschreibung, während er gleichzeitig die Zusammenschreibung erlaubt, und ignoriert dabei die für das Lesen sinnvollere Unterscheidungsschreibung.
In einem Forum mit ansonsten eher gehobenem Niveau schreibt ein Teilnehmer: "in den Bereich vor zu stoßen" und "erheblich größer ab zu bilden". Was würde der Schreiber wohl antworten, wenn man ihn fragen würde, ob er Vorstoß und Abbildung ebenfalls getrennt schreiben würde? Ich habe den Eindruck, daß das "zu" zur Getrennschreibung verleitet. Ist dieser Eindruck richtig?
Sogar auf der Seite www.deutschakademie.de fand ich im Grammatik-Forum die Empfehlung der Online-Lehrerin Anna: ""Um sich in der neuen Heimat besser zurecht zu finden".
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 19.09.2012 um 17.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9459


derNewsticker.de, heute: "Gallop erklärte, dass die Sexualerziehung junger Männer hauptsächlich mit Hilfe von Hardcore-Pornos im Internet statt finde." — Na, wenn schon, dann "statt" auch groß. Das wäre nur konsequent, finde ich.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 13.09.2012 um 00.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9424


FAZ.NET von heute:

"Um dann selbst noch einmal Hand an zu legen."
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 04.09.2012 um 21.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9406


Stimmt diese [die Bewegung der Erde] mit der Bewegung der Sonne in der Galaxie (und damit durch die vermuteten Wolken Dunkler Materie) überein, träfen mehr Wimps auf die Detektoren, als wenn sich die Erde in entgegen gesetzter Richtung bewegt.
(FAZ, 15.8.12, S. N1)

Abgesehen vom GZS-Fehler sind hier m. E. auch die Modi unzulässig vermischt.
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 27.08.2012 um 13.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9378


David Behre ist beidseitig Unterschenkel amputiert

faz.net, 27. August 2012
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 08.08.2012 um 23.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9267


Aus dem gleichen Artikel der FAZ wie in 31#9261:

... schließlich hätte der Volvo-Eigner fast vierzehn Mal von Frankfurt bis zum Nordpol und wieder zurückfahren können.

(Hätte auch zum Thema GKS gepaßt.)
Zurückfahren hätte er zwar können, aber wie wäre er dann hingekommen, von Frankfurt bis zum Nordpol?
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 05.08.2012 um 22.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9252


Aus einem Leserbrief in der FAZ vom 4. August:

"..., dass ein offener Blick auf kulturgeschichtliche Zusammenhänge weiterführt als die Isolation der reinen Meisterforschung."

Die Einträge zu weiterführen im reformierten Duden und auf Duden.de enthalten keinen Hinweis auf die korrekte Schreibung weiter führen als. Der Duden 1991 verwies dagegen zumindest auf die einschlägige Ausführung im Eintrag weiter.

Der Duden Korrektor erkennt den Fehler natürlich nicht.
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 03.08.2012 um 15.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9241


Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
– Nationale Akademie der Wissenschaften –

Bioenergie: Möglichkeiten und Grenzen

2. Empfehlungen zur Umwandlung von Biomasse in Brennstoffe und in Vorstufen für chemische Synthesen

"Die Produktion von Bioethanol aus Stärke oder Zucker, die primär als Lebensmittel dienen, ist für Deutschland aufgrund der damit verbundenen Klima relevanten und ökologischen Folgen nicht zu empfehlen (siehe Kapitel 1)."

(201207_Empfehlungen_Bioenergie_02.pdf)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 01.08.2012 um 23.40 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9237


Irren ist menschlich. Umherirren ist was anderes.
"In Russland ist ein Harvard-Mitarbeiter gerettet wurden, nachdem er fünf Tage in einem Wald umher irrte. [...] Als schließlich Bewohner eines Dorfes aufgrund einer umher schleichenden verdächtigen Person die Polizei alarmierte [sic], konnte der wissenschaftliche Mitarbeiter gerettet werden."
(derNewsticker.de-Meldung, heute)
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 30.07.2012 um 19.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9230


Bleiben wir doch beim Springer-Verlag (gerade online gelesen):
Dass die Reederei nun innerhalb eines Tages ihre Aussagen revidierte, ist offenbar auf die öffentliche Empörung zurück zu führen.
Hamburger Abendblatt.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 30.07.2012 um 15.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9229


»"Wir haben keine Ahnung, wer sie ist und warum es ihr erlaubt wurde, ein zu marschieren. Eine Schande", zürnte Indiens Chef de Mission Muralidharan Raja.« (welt.de, 29.7.12)
Es ist auch eine Schande, als schreibender Journalist jeden Schreibunsinn mitzumachen und somit mit zu machen.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 28.07.2012 um 23.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9224


Lieber Herr Wrase,

warum schon wieder so echauffiert? Und warum unterstellen Sie mir, daß ich „für die Zulassung der Schreibung zuende“ sei? Dabei habe ich doch klar gesagt, daß ich "keineswegs für diese Schreibung eintrete".

Ich stelle mit Interesse fest, daß Sie den Duden, selbst den reformierten, ausnahmsweise mal verteidigen.

Im übrigen nehme ich an, daß Prof. Ickler gute Gründe hatte, in seinem Wörterbuch Schreibungen wie zustandebringen, instandsetzen und zuhause, die vom alten Duden ausdrücklich „verboten“ waren, aufzuführen. Ebenso wird er sicherlich gute Gründe gehabt haben, die seltenere Schreibung zuende nicht aufzuführen.

Vielleicht würden Sie sich manches Echauffement ersparen, wenn Sie entweder meine Beiträge nicht mehr läsen oder zumindest nichts hineinläsen, was nicht drin steht.
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Wolfgang Wrase
München

Dieser Beitrag wurde am 26.07.2012 um 06.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9219


Lieber Herr Achenbach,

ich habe im zweiten Absatz zuendebringen anstelle von zustandebringen geschrieben. Dieses Versehen spielt aber im Kontext keine Rolle, denn Sie selbst hatten ja gefragt: "Warum [soll man] nicht zustandebringen und zuendebringen [schreiben dürfen]?"

Insgesamt haben wir hier wieder eine typische Wortmeldung von Ihnen. Sie bedenken nicht, welche Konsequenzen es hätte, wenn man Ihrer Argumentation folgt bzw. wenn der Duden sich nach Ihrem Plädoyer gerichtet hätte. Dann hätten wir im Duden bei diesen Fügungen mal zwei, mal drei oder auch vier Schreibungen zur Auswahl präsentiert bekommen, zum Beispiel: zu Ende bringen, zuende bringen, zuendebringen; zustandebringen, zustande bringen, zu Stande bringen, vielleicht auch noch zu stande bringen (mit Kleinschreibung von stande, weil hier ein verblaßtes Substantiv vorliegt). Jede dieser Schreibungen ließen sich mit Ihrer Art von Räsonnement über irgendwelche Parallelfälle herleiten und wären irgendwo belegbar.

Mit Rechtschreibung hat das nichts zu tun. Rechtschreibung besteht darin, daß aus der Fülle der theoretisch begründbaren und irgendwo vorkommenden Schreibungen die besten und häufigsten Varianten ausgewählt, verzeichnet und weiterhin bevorzugt werden. Dabei ergeben sich zwangsläufig kleine Differenzen bei Parallelfällen oder scheinbaren Parallelfällen. Es ist keine Kunst, diese Differenzen aufzuspießen, wie Sie es tun. Die Kunst besteht darin, eine sinnvolle Auswahl der besten Schreibungen zu treffen, auch wenn sie gegen Ihre leichtfertige Kritik nicht geschützt werden kann.

Zunächst einmal ist zu Ende besser als zuende, wie schon gezeigt, und es ist auch deutlich häufiger. Also hat der Duden diese Hauptvariante verzeichnet. Im Sinn der Rechtschreibung hat zu Ende außerdem den Vorteil, daß sich bei zu Ende bringen keine weiteren Varianten ergeben. Alles bestens.

Vielleicht ersparen Sie uns eine weitere Wortmeldung, aus der hervorgeht, daß Sie für die Zulassung der Schreibung zuende sind. Wir wissen bereits, daß das Ihre Meinung ist.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 26.07.2012 um 00.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9218


Lieber Herr Wrase,

Sie haben natürlich recht. Zustandebringen ist nach wie vor nicht erlaubt. Ich hatte bei allzu flüchtiger Durchsicht übersehen, daß nur die Substantivierung Zustandebringen zusammengeschrieben wird.

Allerdings läßt der Duden 2006 einige ähnliche, m.E. nicht unplausible Zusammenschreibungen zu, schreibt sie sogar vor: zugutehalten, zuhandenkommen, zunichtemachen, zustattenkommen.

Dagegen läßt auch die Reform von 2006 die Zusammenschreibung von Verbzusätzen mit dem Verb jedenfalls dann nicht zu, wenn der Verbzusatz reformiert auch getrennt geschrieben werden kann, wie etwa zustande//zu Stande oder zuschanden/zu Schanden.

So wie jeder Vergleich, so hinken auch alle Analogien. Da mag jeder seine eigene Meinung, sein eigenes Empfinden haben. Daß die Schreibung zuende zwar selten, aber doch vorkommt, zeigt jedenfalls, daß manche hier eine Analogie empfinden. Ich trete auch keineswegs für diese Schreibung ein, andererseits erscheint sie mir nicht unplausibler als etwa zumute. Man findet auch nicht gar so selten die Schreibung zu Mute.

Die sonstigen Nachteile dieser Schreibung, die Sie erwähnen, kommen mir nicht schwerwiegend vor. Deutsche kommen damit durchaus zurecht, wie auch mit zuerst, zuerteilen, Zuerwerb, zuinnerst.

Übrigens habe ich nicht behauptet, der alte Duden habe die Schreibung zuendebringen „konsequent verboten“. Dazu hatte er gar keinen Anlaß, da er ja die Schreibung zuende nicht kannte. Was ich gesagt habe, ist daß er „das Zusammenschreiben von zustande (und ähnlichen Bildungen) mit dem Verb bekanntlich konsequent verboten“ habe. Das hat er bei zustande und zuwege ganz ausdrücklich getan. Der Problemfälle-Duden von 1985 hat z.B. Eintragungen zu zustande und zuwege, deren einzige Funktion ist, die Zusammenschreibung mit dem Verb zu „verbieten“. Entsprechend hat der alte Duden bei anderen Zusammensetzung mit zu die Zusammenschreibung nicht zugelassen (Ausnahme: zuwiderhandeln).

Im Gegensatz zum alten Duden hat Prof. Ickler in seinem Wörterbuch die Zusammenschreibungen zugrundelegen und zustandebringen ausdrücklich zugelassen.
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Wolfgang Wrase
München

Dieser Beitrag wurde am 25.07.2012 um 07.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9216


Hier gibt es einiges richtigzustellen.

Neben zustande bringen ist reformiert nicht die Zusammenschreibung zustandebringen erlaubt, sondern die weitergehende Getrenntschreibung zu Stande bringen. Nicht seit 2006, sondern seit 1996 bzw. seit der Einführung der Reform.

Der Duden hat vor der Reform zuendebringen nicht "konsequent verboten", sondern mangels Vorkommen nicht verzeichnet.

Zwischen zu Ende und zustande gibt es zwar eine "Analogie", aber auch Unterschiede. Erstens ist zu Ende selbständiger. Man kann sagen es ist zu Ende, während es zustande nur als Verbzusatz gibt, der in Kombination mit einem weiteren Verb (bringen oder kommen) auftritt – was natürlich eine Tendenz ergibt, den vorderen Bestandteil zustande in sich zusammenzuschreiben. Zweitens geht es bei zu Ende wirklich um ein Ende, während es bei zustande nicht oder nur entfernt um einen "Stand" geht, abgesehen von dem bei dieser Interpretation altertümlich wirkenden Schluß-e. Drittens kann man zustande problemlos lesen, während zuende ein wenig wie zünde aussieht. (Man denke auch an Schreiber im Ausland, denen die deutschen Umlautbuchstaben nicht ohne weiteres zur Verfügung stehen).

Die Schreibung zu Ende ist auch phonetisch besser, weil sie die Stimme anleitet, nach zu abzubrechen und bei Ende mit einem Knacklaut neu anzusetzen, während zuende einen verwaschenen Diphthong /ue/ suggeriert. Kurz, die Schreibung zu Ende ist leserfreundlich, was man von zuende nicht sagen kann.

Man kann nicht einfach von einer einzelnen Analogie auf die Berechtigung einer Schreibung schließen. Sonst müßte man auch gleich die "analogen" Schreibungen zugrabetragen oder zugerichtsitzen fordern. In diese Falle sind die Reformer getreten. Der Duden hat es folglich richtig gemacht.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 24.07.2012 um 23.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9215


Beim Lesen einer älteren Rede von Guido Westerwelle stutzte ich gerade bei der Schreibung zuende. Auch bei Google und selbst im DWDS stößt man auf diese Schreibung.

Warum auch nicht? Die Analogie zu Schreibungen wie zustande oder (österr.) zuhause liegt auf der Hand.

Besonders naheliegend erscheint mir diese Schreibung bei Verwendung als Verbzusatz. Warum nicht zustandebringen und zuendebringen?

Der alte Duden hat das Zusammenschreiben von zustande (und ähnlichen Bildungen) mit dem Verb bekanntlich konsequent verboten. Seit 2006 ist die Zusammenschreibung amtlich erlaubt. Ausnahmsweise stimme ich hier den amtlichen Regeln zu. Im Ickler war die Zusammenschreibung ja schon vorher zugelassen (natürlich nicht bei zu Ende).
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 03.07.2012 um 11.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9187


DER SPIEGEL, Nr. 27/2.7.12, Seite 18:

Beim Rettungsversuch für die spanischen Banken verzichten die öffentlichen Helfer darauf, im Falle einer Pleite bessergestellt zu werden als private Investoren.

Die Zusammenschreibung bessergestellt ist hier aus grammatischen Gründen nicht möglich.
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Marco Mahlmann
Osnabrück

Dieser Beitrag wurde am 08.06.2012 um 19.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9142


Die Neue Osnabrücker Zeitung von heute titelt: "Eine Rektorin, drei Schulen: Schulleitermangel führt nicht nur im Emsland zu dreifach Belastung"
Der Artikel ist durchaus gelungen; vorderhand ist hier jedoch eher Schulmangel zu erkennen.

Im privaten Bereich ist mir so etwas schon zuvor begegnet: "flach Bildschirm", "gut Menschen", "Eis Schnelllauf" – aber in der Zeitung?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 28.05.2012 um 18.49 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9114


Geht dpa bei den Adverbien "früh", "mittag" usw. und der Rückkehr zu richtiger Kleinschreibung da nicht doch etwas zu weit: "Tourrettes (dpa) - Bundestrainer Joachim Löw wird morgenmittag im Trainingslager in Tourrettes bei einer Pressekonferenz die 23 deutschen EM-Spieler bekanntgeben." (28.05.2012 14:55)
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr

Dieser Beitrag wurde am 28.05.2012 um 14.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9111


App der Woche – „Pflanzen Doc“
"Hilfe für Rat suchende Hobbygärtner"
(Focus heute)

Bleibt zu hoffen, daß es auch Rat Findende sein werden.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 26.05.2012 um 11.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9109


Fallen zulassen: "Polenz, der kurzzeitig CDU-Generalsekretär war, forderte die CDU dringend auf, Röttgen nicht fallen zulassen." (www.derNewsticker.de, heute)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 24.05.2012 um 22.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9108


Auf einmal geht "wieviel" also doch wieder wie gehabt auch zusammen: "Beim gemeinsamen Fototermin wurde deutlich, wieviel beide Frauen trennt." (welt.de, heute)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 15.05.2012 um 14.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9096


Spiegel online spricht von einer »wohl kalkulierten« Attacke Seehofers. Was ist gemeint: offenbar kalkuliert oder wohlkalkuliert? Letzteres. Denn später heißt es im selben Artikel: »Natürlich wusste Seehofer, dass die Kamera weiterläuft, während er sich in Fahrt redete. Natürlich war die Provokation wohl kalkuliert.«

spiegel.de, 15.05.2012
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 13.05.2012 um 16.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9094


Bei einem mit 68 km/h nur mäßig starken Wind begann die gerade mal fünf Monate alte Brücke [Tacoma-Narrows-Brücke bei Seattle am 7. November 1940] sich aufzubäumen, um nach wenigen Minuten spektakulär zusammen zu brechen.
(FASZ, 13.5.12, S. V7)
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 07.05.2012 um 12.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9073


Das wird im Bundestagswahlkampf so weiter gehen.

Das kann eine Zeitlang gut gehen, so lange, bis der Gummi porös wird und die Luft nicht mehr hält.

Man muß schon zweimal lesen, um zu ahnen, daß Prantl in der Netzausgabe der "Süddeutschen" vom 7.5.2012 wohl weitergehen und gutgehen meint. Und auch bei so lange komme ich ins Grübeln. Und schon verpufft der satirische Reiz des Kommentars, denn Satire lebt bekanntlich von kleinen und feinen Bedeutungsunterscheidungen.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 05.05.2012 um 19.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9063


Für welt.de (heute) zu schwer: "Wir stehen zurecht auf einem Europa-League-Platz." Und man fragt sich auch bei "Schlussspurt" da aus nach wie vor gegebenem Anlaß tatsächlich etwas, was ein "Purt" ist. So viele "s", mein Gott, die bringen einen doch nur durcheinander.
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 03.05.2012 um 21.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#9053


»Ungefähr 3500 Bücher sind an diesem Tag zusammen gekommen.«

(Frankfurter Neue Presse, 23. April 2012)
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 22.04.2012 um 10.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8993


Für einmal für allemal gibt es genügend historische Belege. Der Bindestrich dürfte weggefallen sein, weil die unabgekürzte Form unüblich wurde.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 22.04.2012 um 01.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8991


Lieber Herr Achenbach,
bei ein- und mehrfach wie auch bei ein- oder zwei- oder dreimal usw. ist der Ergänzungsstrich natürlich unzweifelhaft. Bei ein(-) für allemal liegt die Sache insofern etwas anders, als daß es sich um eine nicht variierbare Redensart handelt und daß man dieses ein, wie Sie selbst schon andeuteten, nicht mit Sicherheit bestimmen kann. Man kann höchstens, wie Herr Roth, vergleichen mit ein und derselbe u.a. Deshalb meinte ich, der Ergänzungsstrich sei unnötig, was aber nicht heißt, daß ich ihn als falsch betrachten würde. Ich finde auch, daß man ihn durchaus setzen kann, wenn man unzweifelhaft ausdrücken möchte, daß ein- für einmal steht. Insofern wäre die Redensart also doch leicht variierbar.

Was Rechtschreibung und Grammatik bei erstarrten Redewendungen betrifft (ich sehe GZS und GKS meistens und besonders hier eher als grammatisches Problem), stimme ich Ihnen jetzt nach neuem Überlegen auch zu. Man schreibt ja beispielsweise ein andermal, warum also rein theoretisch nicht auch ein mal?
Meine Bemerkung über Zahlwörter, die sich nur auf Substantive beziehen können, gilt also nicht für solche festen Redewendungen.

Ich hatte für die gängige Schreibweise ein für allemal eine einleuchtende Erklärung gesucht. Aber letztlich kann man dafür wohl doch nur anführen, daß sie eben in bewährter Schreibung die übliche für diese feste Redewendung ist.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 21.04.2012 um 00.35 Uhr eingetragen.
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Lieber Herr Riemer,

auf welches Substantiv bezieht sich in ein für allemal denn das ein?

Würden sie in ein- und mehrfach auch auf den Ergänzungsstrich verzichten?

Natürlich sollte man erstarrte Redewendungen nicht auf die Goldwaage der Grammatik legen. Das sollte man dann aber auch nicht bei der Orthographie tun.

Daß die Rechtschreibreform die gängigste Schreibung ein für allemal abgeschafft hat, ist empörend - zumal die jetzt zugelassenen Varianten grammatisch auch nicht besser sind. Als befriedigend empfinde ich es allerdings auch nicht, daß der alte Duden die zweithäufigste Variante ein für alle Mal nicht zugelassen hat.

Übrigens kommt mir die Schreibung zum letztenmal sehr merkwürdig vor. Immerhin hat der alte Duden hier auch die Variante zum letzten Mal zugelassen.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 19.04.2012 um 12.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8986


M.E. kann sich alle als unbestimmtes Zahlwort wie auch ein als bestimmtes Zahlwort nur auf ein Substantiv (eine abzählbare Sache) beziehen, deshalb geht alle mal ebenso wie ein mal gar nicht.
Der Bindestrich bei ein- als Ersatz für einmal ist nicht nötig, weil gar nicht sicher ist, ob ein in dem idiomatischen Ausdruck für einmal steht.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 19.04.2012 um 01.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8985


*Einmal im Ernst, es läßt sich ja darüber diskutieren, ob ein für allemal vielleicht richtiger ein- für allemal zu schreiben wäre; Adelung hat es so. Aber die Frage, ob man vielleicht ein Mal für alle Male oder einmal für alle Male schreiben könnte, stellt sich ganz einfach nicht. Und was soll die ganze Abwägung, wenn am Ende aus dem Bauch heraus gegen Usus und Regel gleichermaßen entschieden wird? Dazu muß man ja gar nicht erst nachgedacht haben.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 19.04.2012 um 00.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8984


Lieber Herr Markner,

wie Sie natürlich wissen, hat das Wörtchen mal in alle mal herhören eine ganz andere Bedeutung. Laut Duden steht es umgangssprachlich für einmal, was die Sprachwirklichkeit allerdings auch nicht so ganz trifft.
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 18.04.2012 um 23.24 Uhr eingetragen.
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ein für allemal
ein oder mehrmals
ein und derselbe
in ein[em] oder zwei Jahren
sein ein und [sein] alles

...deswegen bleibe ich auch bei allemal.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 18.04.2012 um 23.16 Uhr eingetragen.
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Wie in alle mal herhören.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 18.04.2012 um 22.41 Uhr eingetragen.
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Der Ausdruck ein für allemal ist allerdings orthographisch und syntaktisch ein schwieriger Fall. Man müßte es syntaktisch wohl als Verkürzung von einmal für alle allemal auffassen, den sonst hinge das ein in der Luft. Dann wäre aber die korrekte Schreibung doch: ein- für allemal.

Der alte Duden kannte zwei Ausdrucksweisen: ein für allemal und ein für alle Male. Was die erste Fassung anbetrifft, so entsprach sie immerhin dem (allerdings wohl vom Duden beeinflußten) überwiegenden Gebrauch. Im DWDS-Korpus entfallen 84% der Fundstellen darauf. Dafür ist aber ein für alle Male die seltenste Variante (ca. 1%).

Die häufigste Nebenvariante im DWDS-Korpus ist ein für alle Mal (12%). Beide Nebenvarianten sind aber ebenfalls syntaktisch zweifelhaft. In ein für alle Mal verlangt eigentlich das alle die Mehrzahl Male. Das ein verlangt dagegen die Einzahl. Grammatisch korrekt wäre wohl ein Mal für alle Male. Dagegen spricht aber die ungewöhnliche Schreibung ein Mal. Die Schreibung einmal für alle Male wäre aber sehr unschön, die Symmetrie des Ausdrucks damit völlig zerstört.

Persönlich ziehe ich die Schreibung ein für alle mal (wie im FAZ-Beispiel) vor, auch wenn sie alter wie neuer Rechtschreibung widerspricht.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 17.04.2012 um 22.46 Uhr eingetragen.
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..., in der Annahme, das karnevalistische Chaos ein für alle mal hinter sich gelassen zu haben.
(FAZ, 14.4.12, S. 31)
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 12.04.2012 um 18.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8970


»Und deshalb, so Soros noch zögerlicher formulierend, die Hände dabei wie Hilfe suchend ringend, falle es der Politik so schwer, den fatalen Spar-Kurs gegenüber den überschuldeten Staaten wie Griechenland aufzugeben.«

(www.handelsblatt.com, 12. April 2012)
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 11.03.2012 um 17.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8813


Heute im Schwäbischen Tagblatt mal wieder eine mißverständliche Schreibung:
"Man kann Elektro-Autos mies machen". Gemeint ist hier wohl "miesmachen", also schlecht darüber reden oder herabsetzen, und nicht ein schlechtes Produkt herstellen.

Nach dem neuesten Duden ist die Getrennschreibung nach meiner Kenntnis nicht zulässig.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 08.03.2012 um 10.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8804


»Die Studienwahl sollte zu aller Erst an den Inhalten des Studiums ausgerichtet werden und hier ist das Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin eine gute Wahl.«

hu-berlin.de
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 08.03.2012 um 08.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8802


»Erst zog der Verlag nach Berlin, dann das Archiv nach Marbach, zu Letzt erinnerten nur noch leere Regale, abgeräumte Spanholzschreibtische und verwaiste Autorenposter an die gute Zeit.« (Felicitas von Lovenberg, faz.net)
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Peter Küsel
Norderstedt

Dieser Beitrag wurde am 02.03.2012 um 08.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8778


es war ihr Einfluss, der zu einem der weit reichendsten Urteile in der Versicherungswelt führte

- Alina Fichter, Die Unisex-Schaukel, in: Süddeutsche Zeitung vom 1. März 2012, S. 23
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 24.02.2012 um 18.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8754


Volks Wagen: »Aber auch der operativ erzielte Gewinn von etwas mehr als 11 Milliarden Euro ist noch Neid erregend.« (Johannes Ritter, faz.net)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 22.01.2012 um 21.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8609


Nicht nur in Zeitungen und Zeitschriften, auch im Schulunterricht: "Einer der populärsten Barockdichter zur damaligen Zeit war Daniel Caspar von Lohenstein (1635-1683), der heute weit gehend unbekannt ist." ("Homepage Wolfgang Pohl" [Informationen besonders "Schülerinnen und Schülern" zusammengestellt])
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 03.01.2012 um 16.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8491


Eigentlich ist es müßig, Dutzende von fehlerhaften Schreibungen zu monieren, die täglich in meiner Lokalzeitung (Schwäbisches Tagblatt) zu finden sind und die nur damit zu erklären sind, daß die Rechtschreibreformen mit ihrem Hin und Her bei der Getrenntschreibung soviel Wirrwarr erzeugt haben, daß auch Journalisten allzu oft übergeneralisieren. Nur ein Beispiel von heute, das auch nach aktuellem Duden und Wahrig so nicht geschrieben werden dürfte: "Jenen Schritt, der historisch hergeleitet einer Kriegserklärung gleich kommt, tat Christian Wulf ...." Konsequenterweise hätte der Autor doch auch "her geleitet" schreiben müssen. Ach, ich hatte ganz vergessen, daß ja die Willkür Einzug in die Schreibpraxis gehalten hat!

Allen Forumsmitgliedern dennoch ein gesundes und hoffentlich friedliches neues Jahr.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 18.12.2011 um 20.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8431


Das ist doch eigentlich das Wichtige, das Wesentliche, dass man die Dinge bewertet, beurteilt und dann dazu steht und dann auch unterscheidet, wo ist etwas real und wo ist etwas mit sehr viel Staub aufwirbeln verbunden.

So zitiert dpa/MDR laut ZDF, heute-Sendung 19.00 Uhr, 18.12.2011 den Präsidenten Christian Wulff im Interview (Fettmarkierungen von mir). Diesen Fehler hat die FASZ heute auch auf Seite 1 abgeschrieben. Dabei kennt die FASZ eigentlich das Problem, aber ob nicht bei den längeren Zusammensetzungen doch Bindestriche besser gewesen wären? Seite 25:

Es braucht schon Kraft, Substanz und Mut, wenn einer [Wulff] sich nicht bloß mit dem Händeschütteln, Ordenandiebrustheften und Roteteppichebeschreiten zufriedengeben will.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 15.12.2011 um 10.33 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8413


Er reißt die Tür auf und läuft zu den Handball großen braunen Kugeln im Gras. (S. 3)
Einer vorbei kommenden Polizeistreife fiel der mit Warnblinklicht gesicherte Wagen auf. (S. 25)

(Mannheimer Morgen, 15.12.11)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 13.12.2011 um 10.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8401


In Sachen Netz hat sich der Ex-Minister bisher nicht als Experte hervor getan, er galt vielmehr als Befürworter von Internet-Sperren und der vorsorglichen Speicherung von Daten.

(Mannheimer Morgen, 13.12.11, Seite 2)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 05.12.2011 um 16.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8363


Wie? Wo? Was? "Meiré hat vor knapp drei Jahren die provokante Gestaltung des Magazins '032c' übernommen, indem Topmodel Agyness Deyn schon nackt zu sehen war." (welt.de, vorgestern)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 20.11.2011 um 15.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8325


..., denn die Gelehrten waren sich uneins, ob man es hier mit einem Bogen schießenden Kentauren zu tun habe ...

(FASZ, 20.11.2011, S. 81)
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 10.10.2011 um 15.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8184


Heute im Online-Portal bei focus.de:
„Ist es möglich, Angst erfüllt und gelangweilt zur gleichen Zeit zu sein?“ Auch nach dem neusten Duden geht nur "angsterfüllt", aber natürlich zu unterscheiden von "von Angst erfüllt".
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 08.10.2011 um 19.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8178


Vom Schwäbischen Tagblatt, das ich, um über das lokale Geschehen informiert zu sein, täglich lese(n muß), bin ich ja einiges gewohnt, inbesondere eine auffällige Beliebigkeit bei der Rechtschreibung. Aber heute hat es mich doch fast vom Stuhl gehauen, als mir folgende Überschrift in dicken Lettern ins Auge sprang: "Den Streuobstwiesen zu Liebe.
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 04.10.2011 um 13.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8167


Was entsteht, was wird produziert?

"Es entstehen T-Zellen und Antikörper produzierende B-Zellen, die den Angreifer in die Schranken weisen."
(ZEIT online, 3. Oktober 2011)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 23.09.2011 um 02.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8155


Adverbiales stückchenweise, oder So genau ist's doch gar nicht nötig:
"Guido Westerwelle (FDP) ist der Rede von vorn herein fern geblieben." (www.dernewsticker.de, 22.9.)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 14.09.2011 um 18.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8143


Schließ Vertrag mit mir!

»Die Vertrag schließenden Parteien werden auftretende Schwierigkeiten im Sinne einer vertrauensvollen Zusammenarbeit regeln.«

(§ 11 Abs. 3 Satz 1 der Dienstvereinbarung über die gleitende Arbeitszeit zwischen dem Präsidenten der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Personalrat des Hochschulbereichs)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 03.09.2011 um 11.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8127


»Monatelang sorgte Kuh Yvonne für spektakuläre Nachrichten im trüben Sommerloch: Nach ihrem Ausbruch von der heimischen Wiese hielt sie sich erfolgreich im Unterholz versteckt und narrte professionelle und selbst ernannte Jäger.«

tagesschau.de, 02.09.2011
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 29.08.2011 um 11.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8115


»Straf mildernd« (bild.de)
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Urs Bärlein
*

Dieser Beitrag wurde am 19.08.2011 um 17.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#8075


"Box-Weltmeister Witali Klitschko sieht die Ukraine auf dem Weg zu diktatorischen Verhältnissen. Klitschko fordert Präsident Viktor Janukowitsch im F.A.Z.-Gespräch auf, die verhaftete Oppositionspolitikerin Julija Timoschenko frei zu lassen." (faz.net heute)

Aber sie ist doch verhaftet?
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 06.08.2011 um 23.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7980


FAZ.NET vom 6.8.):
"Wenn der Mainzer Entrümpler ... und sein Kollege ... ihrem Raum schaffenden Handwerk nachgehen, ..."

Worauf bezieht sich ihrem - auf Raum oder auf Handwerk?
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 17.07.2011 um 19.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7943


Aber das ist ja gerade der Punkt: Daß man kennenlernen und spazierengehen zusammen, kochen lernen und kochen gehen dagegen auseinander schreiben sollte. Man lernt das Kochen, aber nicht das Kennen. Man geht wohin, um dort zu kochen, aber man geht nicht wohin, um dort zu spazieren. (nach Reiner Kunze)

Man kann es natürlich hier als Substantivierung ("[das] Kochenlernen beim Küchenchef") auffassen, aber m.E. muß man das nicht.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 16.07.2011 um 10.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7937


Wer sind diese Kochen eigentlich? "Kochen lernen beim Küchenchef", informiert welt.de heute.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 14.07.2011 um 10.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7932


Na, dpa wohl, um's allen Mal/mal recht zu machen: "Für Brasilien trafen je zwei Mal AC-Mailand-Stürmer Alexandre Pato (27./60. Minute) sowie Santos-Star Neymar (49./71.). Für Ecuador gelang Topstürmer Felipe Caicedo zweimal der Ausgleich." (welt.de, "Newsticker", heute)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 13.07.2011 um 21.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7931


Bei bild.de mal andersrum, — auf einmal keine Angst mehr vor "langen" Wörtern und kein vorgegebenes Mitgefühl mehr für die lesefähig Ärmsten der lesefähig Armen: "Verbraucherinformationsgesetz kommt" (bild.de, gestern).
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 05.07.2011 um 21.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7919


Das Magenbakterium Helicobacter pylori schützt vor Allergie bedingtem Asthma.

Allergie bedingtes Asthma ist in der industrialisierten Welt seit Jahrzehnten auf dem Vormarsch und nimmt inzwischen geradezu epidemische Ausmaße an.

Quelle: Uni Mainz, 04.07.2011

(siehe http://news.doccheck.com)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 29.06.2011 um 22.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7896


Unter LKW-Fahrern ist wohl bekannt, dass die Polizei im Großraum Mannheim ganz genau hinschaut. Dennoch wurden die Beamten gestern ... erneut reichlich fündig.
(MM, 29.6.11, S. 20)

Vermutung oder Feststellung? Wegen des "Dennoch" glaube ich eher an eine Feststellung, aber sicher sein kann man nicht.
Gleiche Zeitung, Beilage WM-SPEZIAL:

Erst nach dem Wechsel klappte es mit dem Tore schießen.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 25.06.2011 um 08.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7877


Richtig schreiben ist zu schwer für die bei Springer, — wohl, weil sie nicht gewohnt sind, kritisch hinzuhören: "Irische Fans fordern U2 zum Steuern zahlen auf" (welt.de, 25.6.).
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 08.06.2011 um 22.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7834


Zwischen durch so dann Vieh leicht so gar nicht Grund los: "Seit dem suchen Schleichers eine neue Schule für Daniel." (bild.de)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 07.06.2011 um 22.46 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7831


Es geht auch anders, aber so geht's einem, wenn man nicht seinem besseren Wissen folgt, sondern Anweisungen folgen will: "Doch der Franzose scheint sich wieder gefangen zuhaben – zumindest äußerlich." (bild.de, 7.6.)
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 30.05.2011 um 18.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7812


»Der Umwelt zur Liebe« (Kaufhallenkette Penny)
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 17.05.2011 um 21.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7787


»Das Erdbeben hatte den Reaktor Leck geschlagen, deshalb begann sein Kühlwasserspiegel noch am selben Nachmittag zu sinken.«

(„Der unbemerkte GAU“, www.sueddeutsche.de, 17. Mai 2011)
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 01.05.2011 um 14.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7729


»Im Kinofilm „Wall Street II“ besetzte sie Regisseur Oliver Stone als Atem raubende Tänzerin.« (Malte Biss, BamS, 1. 5. 2011)

beraubend wurde unterschlängelt, also mußte die Vorsilbe fallen, um die Getrenntschreibung zu ermöglichen.
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Urs Bärlein
*

Dieser Beitrag wurde am 23.04.2011 um 21.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7719


Da hätte ich jetzt etwas anderes hervorgehoben.
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 23.04.2011 um 19.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7718


Ach, die DB (Hervorhebung hinzugefügt):

"Statt eines großen Diesel-Aggregates verfügen die Loks über vier innovative Industrie-Dieselmotoren. Dies ermöglicht ein Zu- oder Abschalten von einzelnen Motoren je nach gefordertem Leistungsbedarf. Damit wird eine Kraftstoff sparende und umweltfreundliche Fahrweise gewährleistet."
(Quelle)
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 20.03.2011 um 21.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7613


Selbstkritik der Wiener "Presse" (19. März 2011):
»Die Rechtschreibreformen haben eine Menge Verwirrung bewirkt. Schreibt man „sogenannt“ oder „so genannt“? Hier ein Beispiel, in dem sowohl vor wie nach der Rechtschreibreform nur die Getrenntschreibung richtig gewesen wäre: „Der fälschlicherweise sogenannte Volkskongress.“«
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 26.02.2011 um 12.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7525


"... und Gold durchwirkte Teppiche ..."

(Teil einer Überschrift im MM, 26.2.11, Wochenendbeilage Seite 3)
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr

Dieser Beitrag wurde am 03.02.2011 um 17.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7438


Motorwelt Heft 2 ADAC

"Schnell und nicht kaputt zu kriegen"

Überschrift in Fettdruck.

Es handelt sich um den Porsche 911 (Abbildung)

Warum bloß sollte man keinen kaputten Porsche 911 kaufen können?
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 03.02.2011 um 16.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7437


Kirche darf anders gläubige Erzieherin entlassen
(Überschrift bei Focus online)
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 18.01.2011 um 17.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7384


Heute im Online-Auftritt des Deutschlandfunks:
"Die Entscheidung könnte weit reichende Folgen haben, bis hin zu Neuwahlen."
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 04.01.2011 um 19.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7323


Was da passiert ist, kann man nie wieder gut machen.
DER WESTEN (WAZ-Gruppe) zitiert den Todesfahrer von Menden.

Das klingt – wie geschrieben – reichlich makaber.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 03.01.2011 um 21.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7318


..., aber Scheich Mohammed Bin Raschid kratzte dann doch noch genug Dirhams zusammen, so viel man weiß rund 4,5 Milliarden, was etwa einer Milliarde Euro entspricht.

(SPIEGEL Jahres-Chronik 2010, S. 18)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 01.01.2011 um 08.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7311


Wie oft und wie langsam soll ich denn sowas lesen, damit ich's auf Anhieb verstehe: "Westerwelle müsse nun aber selbst entscheiden, wie er das verloren gegangen Vertrauen wieder zurück gewinnen wolle." (welt.de, heute)
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 08.12.2010 um 14.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7207


Überschrift eines Artikels zu metallurgischem Silizium in der Zeitschrift Photon – Das Solarstrom-Magazin (Ausgabe 1/2009):
Heiß begehrter Rohstoff
(Darunter das Bild eines Arbeiters vor einem partiell geöffneten Elektroreduktionsofen. Übrigens liegt der Schmelzpunkt von Silizium bei 1410 °C.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 06.12.2010 um 22.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7201


"Der Dachdecker hatte auf einer Bundesstraße mit seinem Wagen einen Radfahrer gerammt und sterbend am Straßenrand liegenlassen." (Bild.de, Newsticker, heute) — Gab's da nicht mal sowas wie, daß, wenn das trennbare Präfix ein Verb ist, die beiden Verbformen nicht mehr zusammengengeschrieben werden sollten? Hat die dpa langsam ein Einsehen und schreibt mehr nach Gefühl? Oder weiß sie es selbst nicht mehr so genau?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 04.12.2010 um 06.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7173


"Der Server des 'Guardians' war wegen des Ansturms so überlastet, dass die Chat-Seite immer wieder zusammen brach." (welt.de, heute)
Wegen mangelnder Unterscheidungsschreibung kann's einem aber auch hochkommen.
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 20.11.2010 um 16.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7136


»Pikantes aus dem Leben einer Putzfrau
Kabarettistin Petra Förster begeistert mit ihrem Bühnenprogramm „Die Fettnäpfchen-Diät“
[...]
Als Putz- oder besser gesagt als Klofrau Gertrud Schnallenberger bedient sich Kabarettistin Petra Förster an aller Hand Klischees und erzählt aus dem Leben einer Klofrau. [...]«

(www.suedkurier.de, 20. November 2010)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 14.11.2010 um 19.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7124


Ich will eben von Anfang an wissen, wie ich einen Satz lesen muß: "Wie viel Leben in der schwedischen Marke mit dem niederländischem Eigentümer noch steckt, zeigt der neue 9-5." Die subord. Konj. "wie" in "wie viel" fragt eben nicht "wieviel", sondern was anderes. Ich hoffe deshalb, daß ich das "wie viel" hier auf welt.de, heute richtig lese. Aber "Saab lebt. Noch.", welches vor dem Satz steht, läßt mich etwas erhoffen, was der Artikel dann jedoch nicht bringt.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 06.11.2010 um 21.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7094


Lang gediente Ärzte- Apothekerfunktionäre

(FAZ.NET vom 6.11.)
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 21.10.2010 um 12.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#7024


Auch bei IKEA zeigt man, was man gelernt hat:

»LUDDE Schaffell. Handwäsche, max. 30°. Echtes Schaffell. Wolle ist Schmutz abweisend und strapazierfähig.«

(Aus dem aktuellen Werbeprospekt "Endlich Herbst", gültig vom 4.10. bis 23.10.2010; auch online einzusehen)
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 14.10.2010 um 18.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6964


Es sitzt eben immer noch in den Köpfen drin:

»Und Dr. Pohlack ergänzt, dass Verhandlungen mit dem Eigentümer eines neuen Grundstücks außerhalb des eigentlichen Stadtgebietes von Halle geführt werden, die Erfolg versprechend seien.«

(Amtsblatt der Stadt Halle [Saale] vom 16. Juni 2009, Seite 3, Artikel "Gimritzer Damm 2012 vierspurig", http://www.halle.de/Publications/amtsblatt12_160609.pdf)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 09.10.2010 um 10.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6944


17600 Euro sind für die Familie des Österreichers zusammen gekommen.
(MM, 9.10.10, S. 26)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 07.09.2010 um 03.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6828


Zu "Sollte diese Zweideutigkeit nicht ein Grund sein, wieviele genauso wie wieviel zusammen zu schreiben, wenn es um eine Anzahl geht, anstatt gemäß der "Reform" auch noch wie viel zu trennen?": Ich bin immer für Unterscheidungsschreibung. Der Dreh bei der Mehrzahl ist jedoch, daß "viele" im Genitiv und Dativ andere Form annimmt. — Hm, — da könnte man aber auch dagegen halten, daß es im Sg. ja nicht nur "Und mit wieviel Geld ist er angekommen" gibt, sondern doch auch "Und mit wievielem / wie vielem Geld ist er angekommen." Da ich zu diesem Problem keine Lösung weiß, würde ich als Lehrer dem Schüler vorschlagen, doch "Und mit wieviel Geld ist er angekommen" zu schreiben, zumal so sowieso die meisten Deutschen redeten und das andere doch fast überhaupt nicht gebräuchlich sei, ... ja wohl nicht gebräuchlich wäre, ... und was mir sonst noch dazu einfiele... Aber wenn der Schüler obstinat wäre und mich reinlegen wollte, dann würde ich fest sagen, "Und mit wie/so vielem Geld ist er angekommen" ist richtig.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 07.09.2010 um 01.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6826


Da muß Kirchner (#6823) wohl seine Modelle im afrikanischen oder südamerikanischen Dschungel bei sog. Naturvölkern gesucht haben.

DER SPIEGEL schreibt im aktuellen Heft (Nr. 36 / 6.9.10), Seite 23:
"Politiker und Meinungsmacher verurteilten Sarrazin nahezu einhellig.
Dann sickerte durch, wie viele Bürger denken."

Sollte diese Zweideutigkeit nicht ein Grund sein, wieviele genauso wie wieviel zusammen zu schreiben, wenn es um eine Anzahl geht, anstatt gemäß der "Reform" auch noch wie viel zu trennen?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 05.09.2010 um 23.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6823


Verkennung des Objekts der Präposition: "Wie die anderen Brücke-Maler auch, lud Kirchner gerne und häufig nackte junge Frauen zum Modell stehen ein." (welt.de, 5.9.)
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Jan-Martin Wagner
Kiel

Dieser Beitrag wurde am 04.09.2010 um 20.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6808


Neue Rechentechnik (?): vier mal x

"Dort findet sich auch der "Phöbus"-Druck der "Kohlhaas"-Erzählung (1808), den die Brandenburger Ausgabe noch mit großem Aplomp als eigenständigen Text gleichberechtigt neben dem vier mal so langen Druck von 1810 präsentierte - die Leseausgabe diszipliniert also die Herausgeber."

(http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1263038/, 2. 9. 2010)
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Karsten Bolz
Hofheim

Dieser Beitrag wurde am 30.08.2010 um 23.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6790


Es gibt noch Hoffnung. SPON heute in einem Aufmacher: "Doch statt qualifizierte Arbeiter ins Land zu lassen, werden die Grenzen dichtgemacht." Noch vor nicht allzulanger Zeit hätten wir dicht gemacht gelesen.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 26.08.2010 um 14.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6777


»Es versteht sich, dass in die Sekunden lang aufkommende Stille sofort neue akustische Akzente dringen, die zum Beispiel von offenen Meinungsverschiedenheiten zwischen Mutter und Kind über die Frage künden, wie viele Eiskugeln für Björn-Ole angemessen sind: "Viiiiiier. Du hast es versprocheeeen!!! Viiiier!"«

(spiegel.de, 26.08.2010)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 13.08.2010 um 19.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6730


"Die Prozentzahl gibt an, wieviele User die jeweilige Antwort geklickt haben." (sz.de, "Weltliteratur für Eilige") Weil sie eben vor Reformeiferei nicht zwischen einem Wort und zwei Wörtern unterscheiden können! Aber interessant ist die Zusammenschreibung hier. Sie unterscheidet das Attribut, den Plural von "wieviel", von der Modalkonjunktion "wie [= auf welche Art] viele".
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Kratzbaum
*

Dieser Beitrag wurde am 06.08.2010 um 08.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6699


Herr Metz hat den wirklich weiterführenden Ansatz ins Spiel gebracht: Schüler sollen herkömmliche und reformierte Rechtschreibung zu Gesicht bekommen und vergleichen können. – In den Schulen hätte die Erprobungsphase mit ungeahntem Gewinn für das Sprachbewußtsein ablaufen können. Anstatt daß die Reform mit Brachialgewalt durchgedrückt wurde, hätten beide Orthographien in vergleichender Betrachtung Unterrichtsgegenstand sein können. Schüler hätten die Rationalität der bewährten und den Dogmatismus der reformierten Rechtschreibung erkennen können. Die Chance wurde vertan, und nun sind Unsicherheit und Gleichgültigkeit wie nie zuvor das Ergebnis.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 04.08.2010 um 15.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6693


Zum Binde-"s" Anzeige bei *welt.de*: "Testsieger Berufsunfähigkeits Versicherung ab nur 9,31 Euro mtl.!" (4.8.10)
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 18.07.2010 um 14.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6616


Wohl in Anpassung an die reformierte Schreibung "der 15-Jährige" schreibt heute FOCUS-Online: "Wenn der Chef das 100-Fache verdient". Erst als ich den ganzen Beitrag gelesen hatte, habe ich diese Schreibung und ihre Angleichung an den Jährigen verstanden. Denn insgesamt kommt "das x-Fache" sechsmal vor, während "x-fach" siebenmal vorkommt (ersetze x durch eine Zahl). Nach meiner Kenntnis gibt der Duden jedoch bei Verwendung einer Zahl die Schreibweise "4fach" vor, demnach wäre die nach Duden korrekte Schreibung "das 100fache". Oder liege ich da völlig daneben?

http://tinyurl.com/359codw
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 14.07.2010 um 19.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6611


Wenn man nicht zwischen Substantiv und Adverb unterscheiden kann, ist ein Mal eben kein Mal bei Reklame in welt.de (14.7.): "Ein Mal im Leben ... [/] den Kilimanjaro besteigen." — Naja, vielleicht wär's ja sogar etwas kreativ, "Mal" als sich selbst ein persönliches Denkmal schaffen oder so. Aber dann widerspricht dem die Zeichensetzung. Schludrigkeit allerorten. Völlig richtig.
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 12.07.2010 um 19.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6592


So steht es heute auf FOCUS Online in einem Beitrag zur WM:

"Mit Stolz geschwellter Brust ließen wir die Lobeshymnen aus aller Welt auf die Nationalelf von Trainer Joachim Löw verklingen."
Das ist das System "Video überwacht" meiner Tankstelle. Und wieso "verklingen"? Die Hymnen lassen wir also ausklingen, aber dann doch nicht mit stolzgeschwellter Brust? Es müßte doch heißen "erklingen", denn der Satz spricht ja auch Ereignisse in der Vergangenheit an. Schludrigkeit allerorten oder sollte ich mich lieber dem System FOCUS anschließen und schreiben "aller Orten"?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 12.07.2010 um 17.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6590


So geschrieben heute in der *welt.de*, muß ich's wirklich zweimal lesen, um es erst mal zu verstehen: "Wer kein sauberes Wasser hat, sollte schmutziges lieber nicht weg gießen." Mit welcher Begründung schreibt eigentlich jemand, der "weg gießen" schreibt, "schmutziges" hier nicht groß? Und wenn "zurückgeführt" und "durchleuchten" im Artikel richtig sind, warum muß dann "weggießen" einem anderen anderen System folgen? (Und weiter oben im Text war die Organisation Gehlen "OG", später erscheint sie als "die DG". Auch sonst schwach geschrieben und nicht berichtigt: "Unter dem Kürzel FV 5/72 sammelten die Stasi-Leute Informationssplitter, die öffentlich eingesetzt gegen den BND werden könnten." Oder zweimal im Text "die „Berliner Zeitung“ und die Frankfurter Rundschau“", ohne Anführungsstriche vor "Frankfurter".)
In einem weiteren Welt.de-Artikel heute, von Markus Somm: "In Kirchen wurden jeden Sonntag Gesamtkunstwerke auf geführt, wie sie ein einfacher Mensch nirgendwo sonst erlebte." Dabei hörte er von "lauter Reisen ins Irreale, die trösten, erfreuen und vor allem klarstellen." Wo ist hier das System bei der Getrennt- oder Zusammenschreibung? "Markus Somm ist stellvertretender Chefredakteur der 'Weltwoche'", also wer, der doch wohl schreiben können müßte!
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 25.06.2010 um 14.40 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6536


Wer weiß, wie's geschieht?

>> Bild 1 von 4: 11. Mai, 23:33 Uhr: Schwarzes Erdöl sprudelt aus dem kaputten Rohr - vor allen Rettungsversuchen zeigte die Kamera tagelang dieses Bild. Wie viel Öl bislang ins Meer geströmt ist, weiß niemand, genauso wenig, wie viel noch in der Lagerstätte ruht. <<

www.taz.de
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 21.06.2010 um 19.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6526


>> Zu welch interessanten, lustigen und auch kritischen Spielen der Nachwuchs im Stande ist, wird beim WorldWideWorkshop ersichtlich. <<

http://www.tweakpc.de/news/18747/kolumne-spielend-lernen-moeglich-waers/
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 19.06.2010 um 06.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6515


Schon recht. Nur meint er's nicht temporal. Er meint's lokal, als Richtung.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 19.06.2010 um 00.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6513


Mit einem kleinen (unfairen) Trick ginge es auch zusammen:
Daraufhin haben wir uns gesagt: ...
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 18.06.2010 um 20.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6512


Jetzt auch noch ein neues Verhältniswort bei *aufhin etwas arbeiten: „Verglichen mit koreanischen Fahrzeugen sind unsere Produkte weltweit betrachtet etwa 30 Prozent teurer“, so Shirane. „Also haben wir uns gesagt: Nehmen wir uns das als Ziel und arbeiten daraufhin.“ (www.welt.de/wirtschaft, heute)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 17.06.2010 um 00.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6510


»Die Reformkräfte in der Linkspartei müssten endlich damit beginnen, für ihre Vorstellungen zu kämpfen, statt immer wieder klein bei zu geben.«

Welt online, 16.06.2010
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr

Dieser Beitrag wurde am 15.06.2010 um 18.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6507


Zeit-online 15.6.10
Überschrift

"Es ist voll schwer, an einen Ausbildungsplatz ran zukommen"
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 15.06.2010 um 09.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6506


"Im Großraum München haben sich in den vergangenen Monaten fast 1000 zu meist gut betuchte Menschen selber angezeigt." (SZ, 15.06.2010/tob)
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 10.06.2010 um 11.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6495


Aus einer Werbemitteilung von Karstadt:

"... der Sommer rückt immer näher und damit die perfekte Zeit zum Draußen sein, egal ob am Strand, im Schimmbad oder im eigenen Garten."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 07.06.2010 um 13.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6487


Wieviel Reform macht die Faz nicht mit: "Bald geht es los in Südafrika, und die eine große, entscheidende Frage steht noch immer unbeantwortet im Raum: Wieviel Fußball darf man seinen Kindern erlauben, ohne grob gegen seine Erziehungspflicht zu verstoßen? [...] Die Antwort der Kinder auf die Frage, wie viele Spiele ihnen zuzumuten seien, ist eindeutig: alle." — Aber dann eben auch sowas: "Die Kinder, triumphal: Doch! Ihr habt gesagt, dass gerade so was das Salz in der Weltmeisterschaftssuppe ist [...]" (faz.net, 7.6.10)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 05.06.2010 um 03.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6476


Hatten "Präposition+einander" reformiert nicht auseinander geschrieben werden müssen? Welt.de heute:
"Die Runde geht ohne Verabredung auseinander – doch Wulff reagiert schnell. Schon am Nachmittag lässt er seinen Regierungssprecher und Vertrauten Olaf Glaeseker ein lang verabredetes Interview mit einer Sonntagszeitung absagen. Da will sich einer alle Optionen offenhalten – heißt es in der Partei. Um 18.00 Uhr spricht die CDU-Spitze wieder miteinander: Angela Merkel hat eine Telefonkonferenz einberufen."
Zusammenschreibung ist offenbar auch bei "offenhalten" wieder drin. Weil Unterscheidungsschreibung doch was für sich hat? Allerdings geht's weiter mit "Allerdings ist Wulff nicht der Einzige: Norbert Lammert, der Bundestagspräsident, spricht sehr gut vorbereitet und macht so ebenfalls deutlich: Ich will!", mit neuem Adjektivsubstantiv, welches halt keins ist, und auch eigenartig mehrfachen Doppelpunkten im selben Satz.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 03.06.2010 um 13.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6467


»[. . .] er hat Jahrzehnte lang selbst Erwachsene therapiert.« (Julia Schaaf, F.A.S., 30. 5. 2010)
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 22.05.2010 um 12.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6434


»Die vier Steffordshire-Bullterrier der 44-Jährigen hatten am Freitagabend die dreijährige Nichte der Frau tot gebissen.« (dpa)
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 18.05.2010 um 21.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6413


Aus einer Anzeige auf FAZ.net:

"6 Flaschen spitzen Shiraz Jahrgangs von Robert Mondavi ..."
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 14.05.2010 um 20.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6403


>> „In der Vergangenheit gab es zahlreiche Galaxien, in denen wahre Sternausbrüche stattfanden und die Sterne zehn bis 15 Mal schneller entstanden, als heute in der Milchstraße“, heißt es nun [...] <<

(www.welt.de)
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 13.05.2010 um 13.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6399


"Die genauen Kriterien für die Ratings sind ein wohl gehütetes Geheimnis der Agenturen."
(ZEIT online, ratingagenturen-markt-einfluss; übernommen vom Handelsblatt)

"Aufgrund der schwer wiegenden Folgen von Ratingherabstufungen für die betroffenen Länder, werfen Kritiker den Ratingagenturen vor, sie beurteilten zu scharf."
(a.a.O., ratingagenturen-markt-einfluss?page=2)
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 13.05.2010 um 13.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6398


"Sicherheitslücken in Programmen, insbesondere in Browsern, können von Datenfischern ausgenutzt werden. Die meisten Hersteller steuern dagegen, in dem sie ihre Software laufend aktualisieren und bekannt gewordene Lücken schließen."
(Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, phishing_schutz.html; dies übrigens unter "> Startseite > Themen > Phishing > Schutzmaßnamen" [sic!])
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 11.05.2010 um 23.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6390


Alles mal eben so: "Balthus unterhielt unter anderem Liebesbeziehungen zur 16-jährigen Laurence Bataille, zu seiner eben so alten Nichte Fréderique Tison [...]." (welt.de, 11. Mai 2010)
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Dieser Beitrag wurde am 10.05.2010 um 08.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6381


Kommentar von Tobias Bluhme, verfaßt am 08.05.2010 um 07.54 Uhr

Heute in FAZ.NET:

"Unser Bild zeigt Prinz Harry mit seiner Freundin Chelsy Davy, nachdem er von seinem Vater Prinz Chales für die erfolgreiche Piloten Ausbildung ausgezeichnet worden ist."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 08.05.2010 um 17.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6378


"Doch Schiedsrichter Peter Sippel gab den Treffer zurecht nicht, weil Henn im Abseits stand." (Braunschweiger Zeitung [online], 8. Mai)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 06.05.2010 um 19.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6368


Nach den jüngsten Forsa-Zahlen liegen CDU und SPD in Nordrhein-Westfalen mit jeweils 37 Prozent gleich auf, das gab es seit Jahren nicht mehr.

stern.de, 06.05.2010
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 04.05.2010 um 18.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6353


»Das ging soweit, dass Microsoft einst Apple aktiv unterstützte, um ein eigenes Monopol zu verhindern - denn Microsoft hatte die Kartellwächter über Jahre im Nacken, sah sich Ende der Neunziger sogar bedroht, zerschlagen zu werden.« (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,692846,00.html; Hervorhebung hinzugefügt)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 04.05.2010 um 10.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6345


Mit der Lizenz zum Lachen machen
... Denn Kain (der Kabarettist Franz Kain) hat die Lizenz zum Lachen machen.
(Mannheimer Morgen, 4.5.2010, S. 29)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 04.05.2010 um 00.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6342


Egal ob Profi oder Amateur bei uns werden alle Aufträge sorgfältig und Termin gerecht bearbeitet.

foto-utech.de
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 03.05.2010 um 07.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6340


Wahrlich überflüssig wie ein Kropf ist diese Schreibweise, wie ich sie heute morgen auf der Titelseite der SÜDWESTPRESSE im Kommentar fand:
"Kropf überflüssig sind die Einlassungen von Kanzlerin Merkel".
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 02.05.2010 um 19.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6337


Nachdem das Forum wieder zugänglich ist.
Wann merken sie endlich, daß man seit 2006 durch die Reform der Reform nahestehen wieder zusammenschreiben "darf", nachdem ja zuvor durch die Reform die Getrenntschreibung die einzig zulässige Schreibung war? Heute bei Focus.de:
"Das hat meine Familie verletzt, die mir nahe stehenden Menschen."
http://www.focus.de/politik/schlagzeilen?day=20100502&did=1289934
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 27.04.2010 um 21.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6319


Befürchtungen, dass sie Hirnschäden davon getragen habe, hätten sich aber nicht bewahrheitet

Berliner Kurier, 27.04.2010
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 24.04.2010 um 19.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6308


Was Regierungen alles zurückweisen...

Auch im türkischen Fernsehen kommen nun Vertreter der Völkermord These zu Wort, auch wenn die Regierung dies nach wie vor vehement zurückweist.

http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/tuerken-bekunden-anteilnahme/
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 24.04.2010 um 08.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6304


Nicht nur die CDU-FDP-Koalition in NRW zittert, nach dem 9. Mai weiter machen zu dürfen.

[Laß die nur máchen. – Laß die nur weiter máchen.]

Ohne Schwarz-Gelb in Nordrhein-Westfalen könnte der Bundesregierung ein rauer Wind aus dem Bundesrat entgegen wehen.

Und selbst wenn die CDU in NRW mit einem neuen Koalitionspartner weiter regieren könnte, gäbe es keine Mehrheit.

[Wie würde es wohl klingen, wenn der Autor, Christoph Ullrich, WDR-Bildungskorrespondent in Düsseldorf, diesen Satz laut vorläse?]

Bei einem Regierungswechsel in NRW hat Schwarz-Gelb bis 2011 keine Chance, sich die Mehrheit in der Länderkammer zurück zu erkämpfen.

Quelle: WDR.de
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 18.04.2010 um 17.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6267


Der ARDtext ist regelmäßig voller Rechtschreibfehler, auch wenn man die RSR zugrunde legt. So heute wieder: "Die Genehmigung für Hamburg wurde kurzfristig zurück gezogen."
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 16.04.2010 um 23.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6265


Es wird immer schlimmer:
Heute abend im ARDtext im Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch folgendes:
"können schlimmsten Falls die Triebwerke ausfallen".
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 15.04.2010 um 20.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6259


Was bisher bekannt geworden ist, klingt eher nach einem - nicht sehr kühnen - Kompromiss, der die vielen Gegner der neuen Raumfahrtpolitik besänftigen soll: Als Obama Anfang des Jahres bekannt gab, dass er das Orion-Programm einstellen und stattdessen private Raumfahrtinitiativen fördern wolle, hagelte es Kritik.

(Süddeutsche Zeitung, 15. 4. 2010; Unterstreichung hinzugefügt)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 15.04.2010 um 00.46 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6254


Wie man einen bewaffneten Angreifer abdrängt, ohne selbst Verletzungen davon zu tragen, wird in den Seminaren allerdings nicht vermittelt.

FR-online.de, 14.04.2010
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 12.04.2010 um 10.49 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6250


Und noch eine:

„Die Vorbereitungen für das städtische Bauvorhaben laufen bereits und sind bis Mitte April soweit fortgeschritten, dass der Straßenbahnverkehr über die Klausbrücke ab 12. April unterbrochen bzw. umgeleitet werden muss.”

(Aus einem Fahrgastinformationsfaltblatt der Halleschen Verkehrs-AG zu den Linienänderungen während der Erneuerung der Klausbrücke)
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 09.04.2010 um 21.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6239


Mal eine Zusammenschreibung zuviel:

"... behaupten, dass namentlich nichtgenannte NKWD-Männer für das Massaker verantwortlich gewesen seien, ..."

(FAZ vom 8. April)
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Dieser Beitrag wurde am 08.04.2010 um 18.12 Uhr eingetragen.
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Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 07.02.2010 um 10.19 Uhr

Hübsch ist auch Googles Rückfrage auf pleitegehen: "Meinten Sie pleite gehen?"


Kommentar von Wolfgang Wrase, verfaßt am 07.02.2010 um 09.50 Uhr

Wird die Reform durch noch so viel Anordnung, Zwang und Folgsamkeit tatsächlich durchgesetzt? Ein Zweifel beschleicht mich, nachdem mir Google gerade folgendes verraten hat:

"sich nicht gemein machen": 52.700

"sich nicht gemeinmachen": 3
Google fragt zurück: Meinten Sie: "sich nicht gemein machen"

sich (nicht) gemeinmachen ist seit 2006 die amtliche neue Schreibung, das behaupten jedenfalls die Wörterbücher Duden und Wahrig nach gewissenhaftem Studium von Paragraph 34 (2.2).

Gerade habe ich die Zusammenschreibung im neuen SPIEGEL entdeckt, Thema: Darf der Staat ein Geschäft mit Datendieben machen, um Steuerflüchtlingen auf die Spur zu kommen? Der Begriff dürfte aktuell recht häufig verwendet werden. Vielleicht sind es bald etwas mehr als 3 Belege, wenn der Journalist X entdeckt, daß die Zeitung Y die Zusammenschreibung verwendet, und daraufhin nachschlägt. Vielleicht sollten wir die Abfrage in ein paar Wochen nochmals laufen lassen. An der Größenordnung wird sich aber nichts ändern. Statt Elefant gegen Mücke haben wir dann eben Elefant gegen Heuschrecke.
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Calva
Bochum

Dieser Beitrag wurde am 12.03.2010 um 20.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6131


Rechtschreibung zum Abgewöhnen

"Fußball zum Abgewöhnen wurde in Fürth geboten. In der Klasse armen Partie konnten die Franken [...] im Spiel nach vorne keine Akzente setzen."

faz.net (dpa/sid)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 08.03.2010 um 23.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6121


Interessantes Beispiel, die "Frist wahrenden Schreiben", nicht nur für GZS, denn worin sollte bei einem fristwahrenden Schreiben das Zustellrisiko liegen? Wenn man es als fristwahrend bezeichnet, ist es entweder schon pünktlich angekommen oder kommt gerade pünktlich an, oder man weiß mit absoluter Sicherheit, daß es pünktlich ankommen wird. Daß sich die Ämter immer so geschwollen ausdrücken müssen - warum nicht einfach befristetes Schreiben? Fristgebunden würde auch noch gehen.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 08.03.2010 um 18.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6120


„Das Leid können wir nicht mehr gut machen“, sagte die Direktorin des Elite-Internats, [...] (Welt.de heute)
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 08.03.2010 um 18.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6119


Zum Thema „E-Mail-Kommunikation mit Ihrem Finanzamt“ erfährt man als Bürger des Landes Sachsen-Anhalt (Unterstreichung von mir):

Sie können alle einfachen Schreiben und Anträge (z.B. Änderungsantrag zum Steuerbescheid, Anfrage nach dem Bearbeitungsstand, Fristverlängerungsantrag) oder auch Einsprüche gegen Steuerbescheide per E-Mail an uns senden. Beachten Sie jedoch, dass das Zustellrisiko, insbesondere bei Frist wahrenden Schreiben, bei Ihnen liegt.

(http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=25886)
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Wolfgang Wrase
Unterhaching

Dieser Beitrag wurde am 22.02.2010 um 04.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6075


[Es hatte] Hinweise gegeben, Avandia könne Herz- und Kreislauf schädigend sein.

Axel Bojanowski (boj), Ressort Wissenschaft von SPIEGEL Online

www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,679261,00.html
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Tanja Gerber
Olten

Dieser Beitrag wurde am 20.02.2010 um 13.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6068


Du lieber Himmel! Ich wurde tatsächlich fündig und bitte um Verzeihung.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 20.02.2010 um 12.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6066


Wie wär's mit einem Blick ins Wörterbuch?
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Tanja Gerber
Olten

Dieser Beitrag wurde am 20.02.2010 um 06.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6065


«Um Himmels willen, ich bin kein Kapitalismuskritiker»
(Tagesanzeiger.ch / Newsnetz vom 19.02.2010 / 18.56 Uhr)

Schreibt man nun „Um Himmels willen“ oder „um Himmelswillen“?
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 19.02.2010 um 21.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6064


"Käse-Skandal
Weitere Deutsche nach Verzehr von Listerien belastenden Käse erkrankt
Nach dem Verzehr von bakterienbelasteten Käse sind zwei weitere Bundesbürger erkrankt. Im vergangenen Jahr starben bereits sechs Menschen in Deutschland und Österreich durch Listerien-Bakterien im Käse."
(Focus-online)
Den Focus ist wohl der Dativ abhanden gekommen, und dann ärgert der Käse auch noch die Listerien ...
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 12.02.2010 um 21.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6050


Aus dem heutigen Mannheimer Morgen, Seite 31:

"Kinderzimmer nicht zu vollstellen"

"Um sicher zu gehen, dass die Möbel stabil sind, ..."

"... beispielsweise mit Schlafbereich, Vorlesee-
cke und Spielecke."
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 12.02.2010 um 16.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6048


Kleiner Ratgeber für Lohnsteuerzahler (2006, 2007, 2008), S. 7:

„Was ist besser: IV/IV oder III/V? Darauf gibt es keine allgemein gültige Antwort.“
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 09.02.2010 um 23.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6036


...kennen wir zur Genüge von den vielfältigen Auftritten zu Gunsten privater Vorsorge und zulasten der gesetzlichen Rente.

Aus nachdenkseiten.de zu Anne Will.
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 05.02.2010 um 11.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6022


Ruhig gestellt mit Medikamenten wurde der wegen Totschlags angeklagte ...

Einige Zeilen weiter:

... die Ärzte keine Medikamente gefunden, die ihn auf Dauer ruhigstellen.

bild.de
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 05.02.2010 um 09.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#6021


Heute im Mannheimer Morgen (S. 20):
"Dass die Kommunalaufsicht jetzt drängt, die bisher streng getrennten Kassen zusammen zu werfen, ist gar kein gutes Signal."
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 22.01.2010 um 20.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5940


Eine Parallele ist die

Griechenland Zeitung

Im Text dann: Unser Griechenland-Zitat für diese Woche...

Ich denke, der fehlende Bindestrich ist der Publikation im Ausland geschuldet. Man sollte das nicht überbewerten. An anderer Stelle hat man sich bei mir für eine "Beanstandung" bedankt.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 22.01.2010 um 19.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5939


>>>
Deutschland Nachrichten
19.01.2010
[...]
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser der Deutschlandnachrichten, [...]
[...]
Haben Sie Kommentare oder Anregungen für uns? Dann schicken Sie doch einen Brief an die Redaktion.
Leserbrief Schreiben
<<<
Letzteres kann man anklicken. Früher hatte ich denen ("Eine Publikation von Germany.info und dem German Information Center, USA") schon mal geschrieben, sie sollten ihren Publikationstitel wie früher mit Bindestrich schreiben. Aber das konnten die natürlich nicht.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 21.01.2010 um 23.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5933


»Fahrzeuge, die auf das Zeichen zur Einfahrt nicht schleusungsbereit sind, werden so lange zurück gestellt, bis sie ihre Vorbereitungen beendet haben.«

»Nach jeder Berg- oder Talschleusung von Fahrzeugen, die ihr Vorrecht geltend gemacht haben, sind jeweils einmal die zurück gestellten Fahrzeuge ohne Vorrecht in derselben Richtung zu schleusen.«

(§ 6.29 Nr. 3 bzw. 5 Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung)
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 17.01.2010 um 20.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5915


Die ehemalige SED-PDS bot dickschädligen Kommunisten ein Heim, um sich für das westdeutsche Schaufenster heraus zu putzen...
... neue Wähler hinzu zu gewinnen...
dann aber: ...
an derselben Tafel wiederzufinden.

Alexander Kissler in ef .
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 16.01.2010 um 22.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5913


"Er zeigte den Beamten den ... fast Tischtennisball großen Diamanten, ..."
(Mannheimer Morgen, 16.1.10, S. 16)
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 09.01.2010 um 20.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5860


Der elf Jahre währende Feldzug (Alexander d. Gr.) führte zu tief greifenden kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüchen.
Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim.

Wenn mein Schlüssel in ein Loch gefallen ist, muß ich auch tief greifen, um ihn wieder herauszuholen.
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Karsten Bolz
Hofheim

Dieser Beitrag wurde am 06.01.2010 um 12.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5825


FAZ Online von heute (6.01.10):

Bei mehr als 30 Millionen EC- und Kreditkarten kann es derzeit zu Problemen beim Geld abheben oder Bezahlen kommen.

Einst steckte hinter der Zeitung "immer ein kluger Kopf"...
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 03.12.2009 um 00.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5689


So stellt Bild.de deutsche Sehenswürdigkeiten vor: "Platz 4: Hamburger Hafen. Zum Schiffe gucken und Barkassen fahren kommen offensichtlich nicht nur die Hamburger selbst gern an die Landungsbrücken[.]"
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 28.11.2009 um 15.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5669


"die Guinness Buch verdächtige, frühst mögliche Kabinettsumbildung"

(Netzeitung vom 28. 11.)

Da nach "frühst" ein Zeilenumbruch kam, vermutete ich zuerst ein Bruchstück von "frühstücken".
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 24.11.2009 um 17.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5646


Fundgrube taz (wobei auch noch über das Inhaltliche zu reden wäre, aber nicht hier):

„Wenn Süßwasser und Salzwasser sich treffen, entsteht eine Energie erzeugende Reaktion.“

(www.taz.de; im selben Artikel noch beliebig viele Probleme mit der s-Schreibung, außerdem „Terrawatt“, aber auch „Potential“)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 22.11.2009 um 07.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5639


Es ist eben ein Unterschied, ob ich wissen will, wie viel Geld floß oder wieviel Geld floß. Aber darum geht's den Informationmedien offenbar nicht. Hier mal (wohl?) wie gemeint: "'Welt am Sonntag' erzählen Insider, mit welchen Methoden [im europäischen Fußball] manipuliert wurde und wie viel Geld floss." (welt.de, 25.11.)

Noch zu "beat/defeat its/one's own purpose": Vielen Dank für die Ratschläge "jemanden mit den eigenen Waffen schlagen" (Höher) / "Die Idee erweist sich als Bumerang" (Herter) / "Manchmal geht auch der Schuß nach hinten los." (Metz) Letzteres ist wohl am besten, weil das dem kriegerischen Töten noch am nächsten kommt. "sich damit ins eigene Fleisch schneiden" (Riemer) ist sehr gut, weil da die Selbstverletzung durchkommt, wenn auch keine endgültige.
Mein eigener Vorschlag wäre "sich selbst einen Bärendienst erweisen", ist aber aus zwei Gründen nicht so gut, denn a. den "Bärendienst" versteht mindestens die Hälfte der Deutschsprechenden falsch (und auch ich selbst muß jedes Mal aufs neue darüber nachdenken, sollte ich den Ausdruck hören oder benutzen wollen) und b. das mit dem "beat/defeat" der Sieger und dem einfachen "geschlagen werden" der Verlierer kommt auch da nicht so zum Tragen, genauso wenig wie bei meinem im Beitrag verwendeten "den eigenen Zweck verfehlen."
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 15.11.2009 um 18.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5613


oder: sich ins eigene Fleisch schneiden
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 15.11.2009 um 16.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5612


Manchmal geht auch der Schuß nach hinten los.
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Roger Herter
Basel

Dieser Beitrag wurde am 15.11.2009 um 15.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5611


An Herrn Ludwig:

Die Idee ... erweist sich als Bumerang. –– Im gegebenen Zusammenhang vielleicht treffender (und wie in der Vorlage ohne Metapher): Die Idee ... widerlegt sich selbst.
Und allgemeiner: Eine Sache ist (in sich) widersinnig oder läuft sich selbst zuwider.
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 15.11.2009 um 13.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5610


Es hat nichts mit dem eigentlichen Thema des Stranges zu tun, lieber Herr Ludwig, aber wie wäre es mit "jemanden mit den eigenen Waffen schlagen"? Oder auch "jemandem den Wind aus den Segeln nehmen". Wie stets wird auch hier der Kontext das letzte Wort haben.
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Sigmar Salzburg
Mohrkirch

Dieser Beitrag wurde am 15.11.2009 um 08.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5608


Werden Sie ein Diamant!

… Rinaldo Willy, Geschäftsführer der Augenstern Diamonds AG, erklärt: "Der Kohlenstoff, den wir aus einer Hand voll Haaren unserer Kunden gewinnen, wird in einem aufwendigen Verfahren zuerst in Graphit umgewandelt um wächst dann in speziellen Maschinen unter hohem Druck und hoher Temperatur langsam zu einem Diamanten heran." …
(lifepr) St.Moritz, 12.11.2009
augenstern-diamonds-ag
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 15.11.2009 um 08.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5607


Die Idee, mit der Aufgabe der Zusammenschreibung bei "zu langen" zusammengesetzten Wörtern dem Leser zu helfen (bloß weil Mark Twain dazu was Witziges gesagt hat und bei uns selbst kleine Kinder darüber Witzchen machen, die die Reformler noch im Kopf haben), verfehlt ihren eigenen Zweck, weil es bei einfacher Auseinanderschreibung zu lange dauert, bis man richtig liest. Man muß entweder mehrmals ansetzen oder sowieso die ganze Bezeichnung gleich im Auge haben. Das zeigt mir eben "Senior All-American David Martinson thrilled a partisan home crowd with four goals as Gustavus defeated St. Olaf 5-4 on Saturday night at Don Roberts Ice Rink. With the score tied 3-3 in the third period, Martinson scored twice in a 90 second span [...]." Für Leser jeder Art ist Richard-Wagner-Straße schon eine bessere Schreibung als Don Roberts Ice Rink.
Und weil ich gerade dabei bin: Welcher deutsche Ausdruck entspricht dem englischen "beat its own purpose" am besten?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 14.11.2009 um 22.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5606


Wer "einer Hand voll schwer Reichen" schreibt, der will sich gar nicht richtig ausdrücken, — der will nur gehörig und sonst unbedingt was mitmachen, und das im Vorgefühl, daß er's sonst nicht könnte.
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 14.11.2009 um 21.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5605


Nach dem mir vorliegenden Prospekt hat der Motor zwei oben liegende Nockenwellen.
Das Gegenteil wäre, das gibt´s natürlich auch, eine unten liegende Nockenwelle.
Denkbar wäre aber auch, zwei oben oder unten stehende Nockenwellen. Das gibt´s wiederum nicht, aus technischen Gründen. Oben und unten sind Definitionen im Bezug auf die Kurbelwelle.
Am Beispiel sieht man, wie durch das Auseinanderreißen von obenliegend in Fällen wie z.B. Konstruktionsbeschreibungen gehörige Mißverständnisse entstehen können.
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Calva
Bochum

Dieser Beitrag wurde am 14.11.2009 um 15.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5604


Rechtschreibung 2012:

"Wenn es [,,] ein geheimes Evakuierungsprogramm gibt, das Politikern und einer Hand voll schwer Reichen das Überleben sichern soll, dann möchte er mit im Rettungsboot sitzen..."

BR3
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 11.11.2009 um 10.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5593


"Mutterseelen allein wartet der 17-Jährige im Meer auf Hilfe."
(Mannheimer Morgen, 11.11.2009, S. 14)
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 10.11.2009 um 15.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5588


Mal sehen, ob sich herausbekommen läßt, wie es zu dem folgenden kommt (wobei ich jetzt nicht das Komma meine, welches sich hinter „Epidemien“ seht gut gemacht hätte, und auch nicht das mir überflüssig erscheinende Komma hinter „umfassen“):

„Dabei werden räumlich begrenzte Ereignisse, so genannte Epidemien und Infektionen, die praktisch die gesamte Welt umfassen, und die als Pandemien bezeichnet werden, unterschieden.“

(Neue Grippe – Wie gefährlich ist das Virus? [PDF-Datei]
Stellungnahme des Präsidiums und der Arbeitsgruppe der Sektion Mikrobiologie und Immunologie der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften; Berlin/Halle, 17. Juli 2009)
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 07.11.2009 um 22.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5572


Aus einer Bilderserie des Kölner Stadt-Anzeigers:

"Standing Ovations gab es für Alt-Oberbürgermeister Fritz Schramma, der das meist diskutierte Bauprojekt Kölns von Anfang an unterstützt hat."

http://www.ksta.de/html/fotolines/1257419194112/rahmen.shtml?15
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Charlotte *
*

Dieser Beitrag wurde am 06.11.2009 um 17.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5567


Orte zum alt werden sind noch zu selten.
Stormarner Tageblatt, 05.11.09
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 06.11.2009 um 10.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5564


"Obwohl die Straßen wie leer gefegt ... waren"
(heutiger Mannheimer Morgen, S. 3)
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 27.10.2009 um 20.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5503


Das ist doch langsam ein Kampf gegen Windmühlen, wenn sich die Menschen als Leser der Zeitungen an solchen "Vorbildern" orientieren. Heute im Schwäbischen Tagblatt ein "Übrigens" von Sabine Lohr: "Diese T-Shirt bekleideten Menschen vor Adventsschaufenstern..."
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Urs Bärlein
*

Dieser Beitrag wurde am 27.10.2009 um 12.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5500


Vielleicht sollte man vor einer Fortsetzung der Diskussion nachprüfen, ob ein Wort nichterprobt überhaupt vorkommt, insbesondere in Texten von Leuten, die allenfalls dafür Verwendung haben könnten. Denkbar ist ja, daß z.B. in mit der Zulassung von Arzneimitteln befaßten Stellen als "erprobte Substanz" diejenige gilt, die ein bestimmtes Testverfahren durchlaufen hat, im Unterschied zu anderen, die diesem Verfahren nicht unterzogen wurden, unabhängig davon, ob sie sonstwie schon erprobt sind. Diese würden von nicht erprobt nicht eindeutig erfaßt, wohl aber von nichterprobt. Jedoch scheint es (zumindest einer flüchtigen Internetrecherche zufolge) für dieses Wort keinen Bedarf zu geben.

Das ist nicht besonders überraschend, weil bereits unerprobt zur Verfügung steht, ein Wort, das sowohl "erprobt" als auch "erprobt nach Maßgabe eines bestimmten Verfahrens" negiert. Auch sonst ist ein "Impfstoff, der bisher unerprobte Substanzen enthält" zumindest sprachlich unbedenklich. Sogar Herrn Wagners Logikkalkül geht auf.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 27.10.2009 um 07.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5498


Lieber Herr Wagner,

zwar schwirrt mir inzwischen etwas der Kopf, und ich fürchte, andere Forumsteilnehmer mit unseren "Klügeleien" zu langweilen (allerdings ist das ständige Aufpicken von das/dass-Fehlern auch nicht so gewaltig spannend), dennoch werfen Sie einige Grundsatzfragen auf, auf die ich eingehen will.

1. Ich glaube nicht an die Existenz einer "impliziten stärksten Bindungswirkung an das nächstgelegene mögliche zu bestimmende Wort". Dabei ist mir nicht klar, ob Sie das als empirischen Befund ansehen oder als Regel postulieren wollen.

Nach diesem Postulat (ich nenne es mal "Postulat1") wäre doch das Beispiel von Herrn Herter eindeutig im Sinne von "Nichtgetestete Probanden ..." zu verstehen, wie es ja auch gemeint ist.. Herr Herter hat es aber doch anfangs gerade anders verstanden und empfindet den Satz deshalb als ausgesprochen irreführend. Hätte dort tatsächlich "Nichtgetestete Probanden ..." gestanden, hätte es gar kein Mißverständnis geben können. Das ist ist Beispiel dafür, wie man mit orthographischen Mitteln Klarheit schaffen kann.

Sie formulieren ein weiteres Postulat ("Postulat2"), wonach "der Verzicht auf eine besondere Kennzeichnung der inhaltlichen Zusammengehörigkeit ein kennzeichnendes Merkmal ist".
Das Postulat2 würde zwar erklären, warum Herr Herter sein Beispiel mißverstanden hat, es stünde dabei aber in eklatantem Widerspruch zum Postulat1.

2. Ihr Postulat1 berücksichtigt auch nicht, daß wir nun einmal von links nach rechts lesen.

Nehmen wir den Satz: "Der Impfstoff enthält bisher nicht getestete Substanzen." Zunächst lese ich "Der Impfstoff enthält bisher nicht ..." und beziehe zunächst unwillkürlich "bisher nicht" auf "enthält" (es könnte ja folgen: "die Substanz X"). Erst wenn ich zu "getestete" komme, wird mir klar, daß sich das auch auf "getestete" beziehen könnte.

Ferner ergäbe sich aus Ihrem Postulat1, daß sich "bereits" auf "enthält" und "nicht" auf "getestete" beziehen müßte, was aber eben nicht gemeint ist. In dem einfacheren Satz "Der Impfstoff enthält nicht getestete Substanzen" wäre auch nach Postulat1 unklar, worauf sich das "nicht" bezieht.

Daher sehe ich nicht, wie das Postulat1 uns hier weiterhelfen könnte.

3. Zu Ihrem Postulat2:

Nehmen wir ein Beispiel aus einem anderen Bereich, ein Standardbeispiel des (alten) Duden zur Kommasetzung, nämlich die Sätze:
a) "Wir rieten, ihm zu folgen."
b) "Wir rieten ihm, zu folgen."

Im ersten Satz muß ein Komma stehen, weil ein erweiterter Infinitiv folgt. Im zweiten bräuchte/dürfte der Regel zufolge eigentlich kein Komma stehen. Dennoch empfiehlt der Duden, m.E. ganz zu Recht, hier ausnahmsweise der Klarheit halber ein Komma zu setzen.

Man könnte nun ja meinen, daß das Komma in b) überflüssig ist, weil sich der Sinn dieses Satzes nach der allgemeinen Regel schon aus dem Fehlen des Kommas ergeben würde (so Prof. Ickler im Kommentar zum Duden 1991). Auch nach Ihrem Postulat2 (das Fehlen einer Kennzeichnung ist selbst ein Kennzeichnung) wäre das Komma überflüssig. Das setzt aber voraus, daß der Leser die Kommaregeln kennt. Selbst wenn er die Kommaregeln kennt, würde wir ihm einen Umkehrschluß wie folgt zumuten: Das Komma steht beim erweiterten Infinitiv; da kein Komma steht, ist der Infinitiv nicht erweitert; also gehört das "ihm" zu "reiten". Selbst dann müßte sich der Leser noch darauf verlassen können, daß der Schreiber die Kommaregeln beherrscht. Mit Komma dagegen ist der Satz b) unmittelbar verständlich.

Ebenso ist der Satz "Der Impfstoff enthält nichtgetestete Substanzen" unmittelbar verständlich. Bei Getrenntschreibung müßte der Leser aus Ihrem Postulat2 wegen der Nichtmarkierung schließen, daß sich "nicht" auf "enthält" beziehen muß. Andererseits könnte er sich aber auch sagen, daß man in dieser Bedeutung normalerweise "keine" (auch eine Art von Markierung) sagen würde, daß also das "nicht" sich nur auf "getestete" beziehen kann.

4. Warum sollten wir dem Leser unnötigerweise diese Kenntnisse und zusätzlichen Gehirnleistungen zumuten, wenn wir das Gemeinte mit einfachen Mitteln (Komma, Zusammenschreibung, Verwendung eines Nebensatzes) ganz unmißverständlich ausdrücken können?
Das ist es, was ich unter leserfreundlicher Schreibung verstehe.

Auch die Erschließung der Bedeutung aus dem Zusammenhang erfordert eine zusätzliche, wenn auch meist unmerkliche Denkleistung. Die Reformer haben ja auch gesagt, daß man auf gewisse orthographische Differenzierungen verzichten könne, weil sich das Gemeinte ja aus dem Zusammenhang ergebe. Haben wir sie hier nicht ausgiebig dafür kritisiert?
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 26.10.2009 um 16.12 Uhr eingetragen.
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Lieber Herr Achenbach,

ich denke auch, daß man mit dem Satz "Zumal mit einem Impfstoff, der bisher nicht erprobte Substanzen enthält" ohne weiteres klarkommen kann. Ein eventuelles, nur mit der "Lupe der Klügelei" (R. Herter) wahrzunehmendes Mißverständnis ist ausgeschlossen, sobald man davon ausgeht, daß bereits der Verzicht auf eine besondere Kennzeichnung der inhaltlichen Zusammengehörigkeit (etwa durch explizite Hervorhebung mittels der Möglichkeiten der GZS) ein kennzeichnendes Merkmal ist.

Hier betrifft das die sukzessive Erweiterung der Bestimmung von "Substanzen", wobei sich die hinzutretenden Bestimmungselemente nach links hin ansammeln. Ich denke an folgende Hierarchie:

Substanzen
erprobte Substanzen
nicht erprobte Substanzen
bisher nicht erprobte Substanzen

Diese Gruppierungen sind unabhängig vom jeweiligen Satzumfeld als Einheit anzusehen. Mit anderen Worten: Ich postuliere die Existenz einer "impliziten stärksten Bindungswirkung" an das "nächstgelegene mögliche zu bestimmende Wort". Sollte eine andere als die sich daraus standardmäßig ergebende Bedeutung beabsichtigt sein, müßte sie durch eine andere Formulierung, Satzstruktur o. ä. klar zum Ausdruck gebracht werden.
Auf diese Weise erreicht man eine sinnvolle Sparsamkeit im Schreiben: Der Normalfall braucht nicht besonders hervorgehoben oder gekennzeichnet zu werden (außer, wenn er zufällig doch einmal zu einem offenkundig mißverständlichen Text führt). Entspräche das Ihren Vorstellungen von der Möglichkeit, etwas "allein mit Mitteln der Orthographie eindeutig und obendrein lesefreundlich" machen zu können?

Wichtig ist dabei, daß die zahlenmäßig zunehmenden bestimmenden Elemente als eigenständige "Bestimmungsgruppe" verwendet werden können, denn rechts kann ein beliebiges Substantiv stehen, und ein Verb ist nicht erforderlich:

erprobte ...
nicht erprobte ...
bisher nicht erprobte ...

In diesem Sinne wären bei meiner "Nuance" (#5487) keine weiteren Kennzeichnungen nötig, denn das erste wäre als "enthält {noch nicht erprobte Substanzen}" zu lesen, das zweite als "enthält noch {nichterprobte Substanzen}" – denn was sollte *{noch nichterprobte} als eigenständige, ausschließlich auf ein Substantiv anzuwendende Einheit bedeuten?


Noch einmal zu "Impfstoff, der nicht erprobte Substanzen enthält": Wenn die Aussage mit dem "enthält" schließt, fällt es mir sehr schwer, darin die Gruppierung "nicht {erprobte Substanzen enthält}" wahrzunehmen, denn wäre diese Bedeutung beabsichtigt, würde ich "keine" erwarten statt "nicht" (oder die bereits von Ihnen erwähnte andere Stellung: "Impfstoff, der erprobte Substanzen nicht enthält"). Anders wäre es, wenn die Aussage fortgesetzt würde, etwa so: "Impfstoff, der nicht erprobte Substanzen enthält, sondern gänzlich unerforschte". Aber auch hier wäre eher "keine erprobten" zu erwarten (siehe auch das Beispiel von Herrn Herter, #5492).

Das hier behandelte und, wie eingangs erwähnt, nur mit der "Lupe der Klügelei" wahrzunehmende Mißverständnis besteht offensichtlich im Bezug des "nicht". Das gilt auch, wenn man "bestehen aus" statt "enthalten" verwendet. Insofern möchte ich Ihnen widersprechen und behaupten, es komme nicht auf die Stellung des "aus", sondern des "nicht" an – genau genommen, auf dessen syntaktische Funktion (wie Sie es ja auch selber betonen: "... weil hier syntaktisch keine Unklarheit besteht, worauf sich das nicht bezieht."). Es wirkt zwar zunächst haarspalterisch, wenn ich darin einen Unterschied sehe, denn wenn sich die Stellung des "nicht" relativ zum "aus" ändert, könnte man sich auch auf die Stellung des "aus" beziehen. Ich denke aber, daß es sinnvoller ist, das "aus" als "Fixpunkt" zu betrachten (und das "nicht" als variabel), und zwar aus folgendem Grund:

Auf den jeweils zugrundeliegenden Infinitiv zurückgeführt, hat man es im einen Fall letztlich mit der "positiven" Form "aus etw. bestehen" zu tun (*), im anderen mit der zugehörigen "negativen" bzw. negierten Form "nicht aus etw. bestehen" (logische Klammerung: "nicht {aus etw. bestehen}"). Im ersten Fall fällt das "nicht" unter das nicht näher spezifizierte "etw." und hat damit syntaktisch eine ganz andere Funktion als im zweiten Fall, für den es konstitutiv ist. Dagegen hat das "aus" immer dieselbe syntaktische Funktion. Dies führt zu einem Wechsel der Stellung des "nicht", welches sich innerhalb oder außerhalb der logischen {aus etw. bestehen}-Klammer befinden kann.

(*: Oder ist hierbei "bestehen aus" der Infinitiv? Aber wo bliebe dann das "etw."? Ich halte "aus etw. bestehen" für den Infinitiv, weil ich an die mit "zu" erweiterte Form "aus etw. zu bestehen" gedacht habe.)

Wie steht es mit dieser logischen Klammer bei "Impfstoff, der nicht erprobte Substanzen umfaßt" und angenommener konstitutiver Bedeutung von "umfaßt", entsprechend "besteht aus"? Die beiden Möglichkeiten sind:
– "Impfstoff, der {nicht erprobte Substanzen} umfaßt" entspricht "Impfstoff, der aus {nicht erprobten Substanzen} besteht";
– "Impfstoff, der nicht {erprobte Substanzen umfaßt}" entspricht "Impfstoff, der nicht {aus erprobten Substanzen besteht}".
Aber wo ist dabei der inhaltliche Unterschied? Ein Impfstoff, der nicht aus erprobten Substanzen besteht, ist notwendigerweise ein Impfstoff, der aus nicht erprobten Substanzen besteht, nicht wahr?

Mein Fazit wäre an dieser Stelle: Bei konstitutiver Bedeutung des Verbs ist dessen Negation immer eindeutig. (Als Nicht-Sprachwissenschaftler habe ich mich damit schon recht weit vorgewagt; ein klärendes Wort von fachlicher Seite erscheint mir hier hilfreich.)
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Roger Herter
Basel

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2009 um 23.18 Uhr eingetragen.
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"Nicht getestete Probanden hatten das höhere Risiko zu erkranken ...", liest man beispielsweise und erwartet nun: "... , sondern ungetestete." Doch der Satz geht weiter: "... als getestete." Der Leser stutzt und hält inne, berichtigt den Anfang in Gedanken – und jetzt erst wird die Sache klar.

Davon fühle ich mich genarrt, das ist irreführend und falsch – nicht die sprachlich
wie inhaltlich unzweideutige Rede von einem "Impfstoff, der bisher nicht erprobte Substanzen enthält". (Die m.E. nur mit der Lupe der Klügelei anders als gemeint
zu verstehen ist.)
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2009 um 16.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5490


dazu
WAZ, 23.10.09
Ein Leserbrief:

"Ich frage mich, ob der Impfstoff Zeit ausreichend getestet wurde..."

Ich frage mich, ob es einen Impfstoff namens ZEIT gibt.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2009 um 05.05 Uhr eingetragen.
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Lieber Herr Wagner,

mir scheint, wir unterscheiden uns hauptsächlich in der Herangehensweise. Sie ziehen den Tatsachenzusammenhang heran, um einen mehrdeutigen Satz zu interpretieren. Daran habe ich im Grundsatz nichts auszusetzen. Vielmehr bin ich der Meinung, daß der fragliche Satz in der aktuellen Situation kaum falsch zu verstehen ist.

Mich interessiert dagegen die Frage, ob ein logisch mehrdeutiger Satz – ohne Rückgriff auf den Zusammenhang – allein mit Mitteln der Orthographie eindeutig und obendrein lesefreundlicher gemacht werden kann. Darauf scheint mir auch der ursprüngliche Beitrag von Herrn Westrich auszugehen.

Was mich allerdings erstaunt, ist daß Sie "von der reinen Logik her" keinen Unterschied "zwischen einem 'Impfstoff, der nicht erprobte Substanzen enthält' und einem 'Impfstoff, der nichterprobte Substanzen enthält' sehen". Der erste Satz erscheint mir offenkundig zweideutig, weil nicht klar ist, ob sich nicht auf erprobt oder auf enthält bezieht. Im zweiten Satz ist dieser Bezug durch die Zusammenschreibung und damit der ganze Satz eindeutig. Wenn dagegen im ersten Satz sich das nicht auf enthält bezieht, sehe ich keine Möglichkeit, durch die Orthographie den Sinn klarzustellen. Da hilft nur ein Umbau des Satzes: "Impfstoff, der erprobte Substanzen nicht enthält" oder "Impfstoff, der nicht Substanzen enthält, die erprobt sind" oder eben die natürlichste Formulierung "Impfstoff, der keine erprobten Substanzen enthält".

Auch den Satz mit "bestehen aus" sehe ich etwas anders. Der Unterschied besteht m. E. nicht in der unterschiedlichen Bedeutung von enthalten und bestehen aus oder der "konstitutiven" Bedeutung von bestehen aus, sondern in der Stellung des Wörtchens aus. Die Formulierungen Impfstoffe, die aus nicht erprobten Substanzen bestehen und Impfstoffe, die nicht aus erprobten Substanzen bestehen sind eindeutig, weil hier syntaktisch keine Unklarheit besteht, worauf sich das nicht bezieht. Anders betrachtet: Angenommen, umfassen würde in genau derselben Bedeutung verwandt wie bestehen aus, dann wäre die Formulierung Impfstoffe, die nicht erprobte Substanzen umfassen genauso zweideutig wie die Formulierung mit enthalten. Umgekehrt könnte man die ursprüngliche Formulierung durch die Einfügung von nur eindeutig machen: Impfstoffe, die nur nicht erprobte Substanzen enthalten oder Impfstoffe, die nicht nur erprobte Substanzen enthalten.

Noch zu Ihrer schönen "Nuance": Einen möglichen Sinn könnte man verdeutlichen, wenn man noch-nicht-erprobte Substanzen schriebe. Ebenso könnte man im Beispiel von Herrn Westrich bisher-nicht-erprobte Substanzen schreiben. Das würde den mutmaßlich gemeinten Sinn eindeutig machen und verstieße m.W. nicht gegen irgendeine Rechtschreibregel, wäre aber etwas ungewöhnlich. Stilistisch besser wäre es wohl schon, den Satz umzuformulieren.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2009 um 20.58 Uhr eingetragen.
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Lieber Herr Metz,
nochmals vielen Dank für die Aufklärung. Die Regel im 1980er Duden habe ich schlicht übersehen.
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2009 um 12.08 Uhr eingetragen.
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Zu #5483:

Lieber Herr Achenbach,

meine Fallunterscheidung habe ich nur "zu Demonstrationszwecken" angestellt, um die möglichen Bezüge des "bisher" diskutieren zu können. Die von der Fallunterscheidung ausgehenden, weiterführenden Betrachtungen sind rein logische Schlußfolgerungen, die zunächst nur verdeutlichen, was der jeweils angenommene Bezug des "bisher" formal für eine Aussage nach sich zieht – unabhängig davon, wie "sinnvoll" diese Aussagen sind.

Die von Ihnen angestellte "Sinnprüfung" überzeugt mich nun wiederum nicht. In einer Erprobungsphase kann es durchaus einen Impfstoff geben, der (noch) nicht erprobte Substanzen enthält, insofern braucht ein bereits vorhandener (ich hatte nicht "alter" gesagt) Impfstoff nicht immer ein erprobter zu sein; das erwarte ich nur von einem "wirklich alten" Impfstoff (der aber – von wegen "alt" – hoffentlich frisch angesetzt wurde!).

(Ah! Was für eine Nuance:
enthält noch nicht erprobte Substanzen
vs.
enthält noch nichterprobte Substanzen.
Mal übertrieben pingelig-ironisch gefragt: Sollte man hier vielleicht folgende Bindestriche setzen: "noch-nicht" und "enthält-noch", um die gedanklichen Klammerungen "{enthält} {noch nicht erprobte Substanzen}" bzw. "{enthält noch} {nichterprobte Substanzen}" zu verdeutlichen? Übertreibung macht's bekanntlich anschaulich! ;-)

Daß ein vorhandener Impfstoff, dessen Zusammensetzung geändert wurde, als ein neuer gilt, hatte ich doch durch das "ursprünglich" verdeutlicht (#5473).

Von der reinen Logik einer Aussage her sehe ich keinen Unterschied zwischen einem "Impfstoff, der nicht erprobte Substanzen enthält" und einem "Impfstoff, der nichterprobte Substanzen enthält". Beide Formen schließen nicht aus, daß noch andere Substanzen enthalten sind. Das liegt an dem Wort "enthält", das im logischen Sinn ja lediglich "ist vorhanden" bedeutet. Auch bei der Aussage, daß eine Menge diese und jene Elemente enthält, ist das Vorhandensein weiterer/anderer Elemente nicht ausgeschlossen.

(Anders wäre es wohl bei der Verwendung von "besteht aus": Bei einem "Impfstoff, der aus nicht erprobten Substanzen besteht", ist m. E. implizit klar, daß er nur aus diesen besteht. Die logisch äquivalente Aussage über eine "Menge, die aus diesen und jenen Elementen besteht", ist konstitutiv, die Menge wird in dieser Aussage definiert.)


Zurück zum Thema: Steht hinter der Frage nach der Schreibmöglichkeit "nichterprobt" letztlich nicht die grundsätzliche Frage nach der Unterscheidung, ob es sich bei nicht_erprobt um die Negation einer Eigenschaft oder um eine eigenständige Kategorie handelt? (Zu letzterem siehe das Beispiel von Herrn Künzer; #5476.) Das wäre von Fall zu Fall zu entscheiden, und daraus würde sich dann entsprechend die jeweilige Schreibung ergeben (Negation: Getrenntschreibung; eingenständig: Zusammenschreibung).

Die ursprünglich von Herrn Westrich gestellte Frage nach dem Bindestrich (bzw. der GZS) in dem Satz "Zumal mit einem Impfstoff, der bisher nicht erprobte Substanzen enthält" (#5470) läßt sich aber, wenn man dieses Kriterium anwenden will, nur unter der Berücksichtigung des "bisher" beantworten. Wie ich gezeigt habe, kommt man dabei nicht darum herum, den inhaltlichen Zusammenhang zu betrachten.

Ich gehe hier davon aus, daß ein neuer Impfstoff gemeint ist (Stichwort: Schweinegrippe). In diesem Fall bildet "bisher nicht erprobte" eine gedankliche Einheit, und darin sehe ich eine Negation: Eine Erprobung fand bislang nicht statt. Für mich steht hier der "verbale Anteil" des Partizips gegenüber dem "adjektivischen Anteil" im Vordergrund. Dagegen wird jemand, dessen Sprachgefühl hier den "adjektivischen Charakter" dominieren sieht, für die Kategorie nichterprobt plädieren.

Das macht aber letztlich für die Aussage über einen neuen "Impfstoff, der bisher nicht_erprobte Substanzen enthält", keinen Unterschied, oder? Dann wäre die Frage von Herrn Westrich, ob hier ein Bindestrich gesetzt werden müßte, so zu beantworten: Man kann einen Bindestrich setzen (oder zusammenschreiben), muß aber nicht.

Letztlich aber müßte zunächst die Frage nach dem inhaltlichen Zusammenhang geklärt werden: Geht es um einen neuen Impfstoff oder nicht? Wie steht es damit, Herr Westrich?
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2009 um 10.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5486


Zu #5482:

Im Leipziger Duden von 1957 (einer von denen mit dem "großen ß") findet sich auf S. 824 unter dem Abschnitt "F. Getrennt- und Zusammenschreibung mit haben, sein oder werden" folgender Absatz (Nr. 3) bzw. folgende Regel (Nr. 159; als Marginalie gesetzt, deshalb hier vorgezogen):

»159
3. Zusammensetzungen mit sein und werden kommen nur in der Nennform und als Mittelwörter vor und dementsprechend in den zusammengesetzten Zeiten.

Beispiele: aussein: es wird aussein, es hat auszusein, ausseieind, es ist ausgewesen; aber: obgleich es aus ist, aus war
innewerden: er wird es innewerden, er hat es innezuwerden, innewerdend, innegeworden; aber: obgleich er dessen inne wird, inne wurde«
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2009 um 09.40 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5484


Zu #5482:

Lieber Herr Achenbach,

sind Sie sicher, daß Sie im Duden von 1980 (18. Auflage) nachgeschaut haben? Bei mir steht dort auf S. 62 unter R 205:

»Verbindungen mit „sein“ oder „werden“ dürfen nur im Infinitiv und Partizip zusammengeschrieben werden.

er wollte dabeisein; er ist dabeigewesen; der Brief war bekanntgeworden
aber: wenn er dabei ist, dabei war; als der Brief bekannt wurde«

Diese Regel wurde erstmals in der Jubiläumsausgabe von 1980 so formuliert und findet sich wortgleich in der 19. Auflage von 1986. In der 20. Auflage von 1991 wurde der Regeltext nur leicht abgeändert. Dort heißt es: »Verbindungen mit „sein“ oder „werden“ schreibt man nur im Infinitiv und Partizip zusammen.«
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2009 um 07.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5483


Lieber Herr Wagner,

Ihre Unterscheidung zwischen alten und neuen Impfstoffen überzeugt mich nicht so recht. Ein alter Impfstoff ist doch immer erprobt, und damit sind auch alle darin enthaltenen Substanzen erprobt. Außerdem ist ein alter Impfstoff, dessen Zusammensetzung geändert wurde, kein alter mehr, sondern ein neuer.

Sie haben aber natürlich vollkommen recht, daß ein Bindestrich in den fraglichen Fällen völlig unüblich ist. Selbst die Amtlichen Regeln setzen hier keinen. Es handelt sich ja nicht um "unübersichtliche" Zusammensetzungen.

Deshalb ist die Diskussion über den Bindestrich hier irreführend. Worum es geht, ist ob zusammen oder getrennt, also nicht erprobt oder nichterprobt geschrieben werden sollte. Die Formulierung "Impfstoff, der nicht erprobte Substanzen enthält" ist – streng genommen – mißverständlich. Allerdings würde ihn kaum jemand "mißverstehen", denn wenn er gar keine erprobten Substanzen erhielte, würde man – da haben Sie auch recht – ja wohl eher von einem "Impfstoff, der keine erprobten Substanzen enthält" sprechen. In dem offenkundig gemeinten Sinn, wäre es aber – um aber auch nur die leiseste Lesehemmung zu vermeiden – ganz eindeutig besser, "nichterprobte Substanzen" zu schreiben. Ich denke, daß es Herrn Westrich bei seinem ursprünglichen Beitrag eben darum ging.

Sie haben aber auch vollkommen recht, daß die Hinzufügung von "bisher" die Sache verkompliziert. Sowohl nach alten wie nach reformierten Regeln erzwingt diese Ergänzung die Getrenntschreibung. Der alte Duden nennt das Beispiel "der helleuchtende Stern" und "der besonders hell leuchtende Stern". Ich halte diese Regel allerdings für wenig überzeugend. Anscheinend steckt dahinter die Vorstellung, daß sich "besonders" nur auf "hell" beziehen könne. Ich sehe aber nicht ein, warum sich "besonders" nicht auch auf "helleuchtend" beziehen könnte.

Sie haben natürlich auch recht, daß insofern eine Zweideutigkeit besteht, als das "bisher" sich sowohl auf "nicht erprobt" oder "nichterprobt" als auch auf "enthält" beziehen könnte. Mir scheint, daß diese Zweideutigkeit sich mit Mitteln der Rechtschreibung nicht beheben läßt. Es bleibt also nur die Umformung als Nebensatz.

Fazit: Mit mehrteiligen Attributen sollte man vorsichtig sein. Das gilt für das Englische, besonders für den Zeitungsstil, noch mehr als für das Deutsche. Im Englischen kann die Häufung von Attributen, zusammen mit einer oft chaotischen Bindestrichsetzung, fast schon zur völligen Unverständlichkeit führen.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2009 um 05.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5482


Lieber Herr Metz,
vielen Dank für den Hinweis.
Allerdings war diese Regel im Duden 1980 noch nicht enthalten, soweit ich sehen kann.
Im Duden von 1961 war nur bei aussein ein Hinweis auf die Getrenntschreibung vorhanden, bei dabeisein und bekanntwerden dagegen nicht.
Wurde diese Regel erst 1991 formuliert, oder gab es Vorläufer?
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2009 um 01.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5481


Es handelt sich hier um die Regelung in R 205, nach der Verbindungen mit sein oder werden nur im Infinitiv und Partizip zusammengeschrieben »werden dürfen« (1980 und 1986) bzw. »werden« (1991): der Kranke ist aufgewesen – daß der Kranke auf war; ausgewesen – aus war; dagewesen – da war; dabeigewesen – dabei war; bekanntgeworden – bekannt wurde etc.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 22.10.2009 um 21.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5480


Zu aussein (#5463):

Nach dem alten Duden (zumindest der mir gerade vorliegenden Ausgabe 1980) war aussein in beiden Bedeutungen zusammenzuschreiben, also laut Dudendefinitionen in den Bedeutungen: "ugs. für: zu Ende sein" und "ugs für: versessen sein".

Allerdings unterschied der Duden noch zwischen GZS in den Wendungen "das Theater ist ausgewesen" und "...daß das Theater aus ist".

Die Getrenntschreibung im Satz "Welt Kompakt berichtete, er sei auf Konfrontation aus gewesen" wäre nach herkömmlicher Schreibung also falsch.

Per Analogie wird man dagegen wohl schließen können, daß die Getrenntschreibung in "Welt Kompakt berichtete, daß er auf Konfrontation aus war" richtig gewesen wäre.

Diese feine Unterscheidung des Duden zwischen "ist ausgewesen" und "daß ... aus ist" ist mir erst in diesem Zusammenhang aufgefallen. Weiß jemand, ob es noch weitere Fälle dieser Art gab?
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 22.10.2009 um 18.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5477


Zu #5475, "Wer bei den nicht erprobten Substanzen einen Bindestrich für völlig überflüssig [...] hält, der müßte doch eigentlich auch [...]"

Wieso dies?

Natürlich trägt der Bezug auf den Kontext nicht beliebig weit. In dem diskutierten Beispiel ging es mir aber lediglich um den rein inhaltlichen Bezug einer Fallunterscheidung zwischen einem neuen oder einem bereits vorhandenen Impfstoff. Was eine solche glasklare Unterscheidung mit Ausdrucksnuancen zu tun haben soll, die sich in Mimik oder Gestik finden, ist mir schleierhaft.

Bezüglich der Möglichkeit, auch "nicht-erprobte" zu schreiben, wenn einem das sinnvoller bzw. näher an der Aussprache zu sein scheint, gebe ich noch zu bedenken, daß in dem diskutierten Beispiel noch das Wort "bisher" dazutritt, so daß sich die Wortgruppe "bisher nicht erprobte" ergibt, die offenbar eine inhaltliche Einheit bildet; siehe Variante (a) in #5473.
Bezüglich der GZS (und damit auch der Bindestrichsetzung) stellt sich dann die Frage, ob sich die Erweiterung durch "bisher" auf die gesamte Gruppe/Fügung "nicht erprobte" oder nur auf deren ersten Teil bezieht. Als analoges Beispiel betrachte ich leichtverdaulichbesonders leicht verdaulich. Es bezieht sich zwar "bisher" nicht so unmittelbar auf "nicht", wie sich in dem Beispiel "besonders" auf "leicht" bezieht. Allerdings lassen sich die analogen Teilgruppen "besonders leicht" und "bisher nicht" als jeweils eingenständige Gruppen auch anderweitig verwenden. Dies spricht m.E. dafür, im Fall "bisher nicht erprobte" keinen Bindestrich zu setzen.
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Matthias Künzer
Herzogenrath

Dieser Beitrag wurde am 22.10.2009 um 14.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5476


In der Mathematik gibt es nichtausgeartete Formen. In Wendungen wie "sie kann nicht ausgeartet sein" erkennt man den Sinn dieser Zusammenschreibung. Ein Bindestrich erfüllt für ängstliche Schreiber denselben Zweck.
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Hans-Jürgen Martin
Solingen

Dieser Beitrag wurde am 22.10.2009 um 13.46 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5475


Zum "Impfstoff, der bisher nicht erprobte Substanzen enthält":

Ein Bindestrich scheint an so einer Stelle tatsächlich überwiegend nicht gebräuchlich zu sein – er erscheint mir aber dennoch sehr nützlich, also: nicht-erprobte.
Die Formulierung, "Wenn aber aus dem Kontext heraus klar ist, daß es um einen neuen Impfstoff geht, [...] ist auch die zitierte Formulierung nicht zu beanstanden", postuliert für schriftliche Texte dieselbe Kontext-Abhängigkeit wie für mündliche. Letztere profitieren üblicherweise von Ort und Zeit, von Mimik und Gestik und von Betonungen und kurzen oder längeren Sprechpausen (ich persönlich spreche nicht-erprobte Substanzen etwas anders als nicht erprobte, nämlich ohne Pause). Schriftliche Texte haben ihren eigenen Code, der sich vom Kontext weitgehend unabhängig macht bzw. machen soll, sie verwenden stattdessen Auzsrufezeichen, Fragezeichen, ... und (neben Punkten) eben Bindestriche!

Wer bei den nicht erprobten Substanzen einen Bindestrich für völlig überflüssig (weil das Verständnis nicht unterstützend) hält, der müßte doch eigentlich auch den Anti Gewalt Trainer (= Eigenbezeichnung am Ende einer mir bekannten eMail) akzeptieren: Jeder halbwegs gebildete Mensch kann doch den Beruf dieses Analphabeten leicht erraten ...
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 22.10.2009 um 12.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5473


Zu #5470, "[ein] Impfstoff, der bisher nicht erprobte Substanzen enthält":
Besteht das mögliche Mißverständnis nicht vielmehr in einem unklaren Bezug von "bisher"? Ich denke an folgende drei Lesarten:
(a) ein Impfstoff, der Substanzen enthält, die bisher nicht erprobt sind;
(b) ein Impfstoff, der bisher Substanzen enthält, die nicht erprobt sind;
(c) ein Impfstoff, der bisher nicht Substanzen enthält, die erprobt sind.

Varianten (b) und (c) implizieren, daß es den Impfstoff bereits seit einiger Zeit gibt und daß dessen Zusammensetzung geändert wird. Nach (c) besteht er ursprünglich komplett aus nicht erprobten Substanzen, nach (b) nur zum Teil. Variante (b) wirkt ein wenig seltsam, da würde ich eher "bislang" erwarten statt "bisher" (bzw. "enthielt" statt "enthält" in Kombination mit "bisher"). In Variante (c) würde ich eher "keine" statt "nicht" erwarten.
Wenn aber aus dem Kontext heraus klar ist, daß es um einen neuen Impfstoff geht, kommt nur Variante (a) in Frage, und dann ist auch die zitierte Formulierung nicht zu beanstanden.

Generell kommt es mir im Deutschen ungebräuchlich vor, an so einer Stelle einen Bindestrich zu setzen – den man aber bei englischen Texten häufig so findet.
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 22.10.2009 um 09.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5472


Bildbeschriftung, Umbruch wie im Heft:

"Abb. 3. Nach zehneinhalbtägiger Brutzeit
reißt das Junge mit einem Eizahn das Ei auf.
Danach zieht es sich mit Hilfe seiner wohl
entwickelten Vorderbeine in die mütterliche
Bruttasche."

Walter Sudhaus: Neues zur Biologie des Schnabeligels. Naturwissenschaftliche Rundschau, März 2002, S. 134ff; hier: S. 136.
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 21.10.2009 um 21.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5470


"Zumal mit einem Impfstoff, der bisher nicht erprobte Substanzen enthält". Hier müßte doch ein Bindestrich gesetzt werden (nicht-erprobte), oder nicht?

(Schwäbisches Tagblatt, 21.10.2009).
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 21.10.2009 um 11.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5466


Gibt es, analog zur Situationskomik, so etwas wie Situations-Ironie? Denn von Situationskomik möchte ich angesichts dieses Beispiels nicht sprechen, das einen an das biblische Gleichnis vom Splitter und dem Balken erinnert:

»Sollten Sie der Ansicht sein, daß sich das Wort ÜBERFART von der FAHRT ableitet, so liegen Sie richtig – ergo dessen wäre “Überfart” richtiger Weise mit stummen “h” zu schreiben. Hauptsache wir fordern von Immigranten einen Deutschkurs …«

(Der Glöckel, 28. 9. 2009: "Wie Arbeiten an Eisenbahnkreuzungen der ÖBB angekündigt werden"; www.hainburg.dergloeckel.eu)
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 20.10.2009 um 23.33 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5463


Durch den Einwand von Herrn Herter stelle ich fest, daß es neben aussein in der umgspr. Bedeutung zu Ende sein im Beispiel das Theater ist ausgewesen eine andere Bedeutung gibt wie in auf Konfrontation aus sein.
Demnach liegt wohl kein Fehler in der GZS vor.
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Roger Herter
Basel

Dieser Beitrag wurde am 20.10.2009 um 23.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5462


Worauf sollte Broder denn sonst aus sein? Das ist seine Art und vielleicht ein Fehler. Was aber die GZS angeht, so finde ich hier keinen. Lieber Herr Roth, können Sie mir auf die Sprünge helfen?
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 20.10.2009 um 22.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5461


Henryk M. Broder ging im Kopenhagener Stadtteil Christiania (Besuch im rechtsfreien Raum) durch zwei Muskelmänner k.o. Das war im August.

Welt Kompakt berichtete, er sei auf Konfrontation aus gewesen.

In der Tat zählt der Ringrichter einen k.o.-Geschlagenen aus.
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 18.10.2009 um 20.40 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5454


Im Sendeschema von MDR INFO findet sich "eine viertel Stunde Sport".

(http://www.mdr.de/mdr-info/programm/173180.html)
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Charlotte *
*

Dieser Beitrag wurde am 12.10.2009 um 17.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5446


Gerade habe ich folgende Bewertung bei Ebay erhalten:

!!! Jeder Zeit wieder !!!
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 11.10.2009 um 23.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5444


Englisch ist die meist gesprochene Sprache.

Aus einem Leserbrief.
Es kann ja auch nicht jeder singen.
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Sigmar Salzburg
Mohrkirch

Dieser Beitrag wurde am 10.10.2009 um 06.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5436


Dazu passen diese zwei Herren: Wilferts Fazit: „Das ist keine Deponie, sondern eine wilde Ablagerung.“ Immer wieder fotografierte Wilfert und notierte Kopf schüttelnd seine Beobachtungen des angeblich abgesicherten und nur gering brandgefährdeten Areals.

freie presse plauen 6.10.09
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 09.10.2009 um 22.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5435


Das ist sicherliche eine rhetorische Frage, aber ohne Antwort soll sie trotzdem nicht bleiben: Weil a) die Schreiber nicht zum Wörterbuch greifen, sondern das von sich geben, was sie für neue Rechtschreibung halten, und weil b) sowohl Kopf wie schüttelnd korrekt geschrieben sind und deshalb von der automatischen Rechtschreibkontrolle nicht erfaßt werden.
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 09.10.2009 um 21.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5434


Allmorgendlich sitze ich kopfschüttelnd vor meiner Tageszeitung und frage mich, wie man in jeder Ausgabe soviele Rechtschreibfehler machen kann, die weder nach der bewährten, noch nach den "neuen amtlichen Rechtschreibregeln" sein dürften. So auch heute wieder im Schwäbischen Tagblatt: "Nachbarn stehen plötzlich Kopf schüttelnd dicht beieinander vor dem Bauzaun..." Weder der neuste Duden, noch der Wahrig, noch der druckfrische Pons kennen diese Schreibung.
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Sigmar Salzburg
Mohrkirch

Dieser Beitrag wurde am 01.10.2009 um 09.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5419


Ausbildungen vornehmlich in der Gastronomie sowie in der Landwirtschaft könnten noch gestartet werden. Zwei Hand voll Angebote gibt es noch in der Umgebung.

Märkische Allgemeine 1.10.09

Der alte Duden gibt an: „Handvoll, die; eine, zwei, etliche, einige, ein paar - “. Der Duden 2006 unterschlägt das, obwohl doch „Handvoll“ wieder zulässig sein soll – weil es nicht ins System paßt[e]?
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Arno Pielenz
Cottbus

Dieser Beitrag wurde am 28.09.2009 um 21.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5416


"Mehr als 200 Steine werfende Autonome haben sich in der Nacht zum Freitag Straßenschlachten mit der Polizei geliefert."
Lausitzer Rundschau vom 26./27. 9.
Nebenbei: "Autonome" klingt eigentlich respektvoll. Wer möchte nicht autonom sein?
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 27.09.2009 um 13.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5412


"Und wir haben Maßnahmen getroffen, mit denen wir gestärt aus der Krise heraus kommen werden."
"Deshalb wollen wir zukünftig mit der FDP zusammen arbeiten."
(Aus einem Wahlwerbebrief des CDU-MdB Karl-Georg Wellmann)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 25.09.2009 um 19.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5405


Weiteres zu den Jährigen: "Dabei wurde ein 64 jähriger Mann leicht verletzt, der gerade aus seinem Auto ausstieg. [...] Die 53-jährige Unfallverursacherin wurde [...]" (Bild.de, News-Ticker, 25.9.)
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rr bth
Bayreuth

Dieser Beitrag wurde am 25.09.2009 um 11.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5401


ey, voll krass, alder, ich schwör
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Karsten Bolz
Hofheim

Dieser Beitrag wurde am 24.09.2009 um 17.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5396


Aus SPIEGEL ONLINE:

Seit September 2009 gibt es in Dubai auch eine S-Bahn. Die ist voll klimatisiert, verfügt über eigene Waggons nur für Frauen mit Kindern sowie VIPs und funktioniert voll automatisch ohne einen Fahrer.

Und leer brauch sie dann doch einen Chauffeur?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 24.09.2009 um 09.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5395


Irgendwie unglaublich: "Zwei 16 und 17 Jahre alte Jugendliche sollen in Hamburg einen Mann tot getreten haben – wegen 20 Cent." (welt.de)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 21.09.2009 um 23.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5390


Das kann der heutige Mannheimer Morgen schon einen Tick besser:
"Statt nach der 1000-Euro-Frage bei der 2000-Euro-Gewinnstufe weiter zumachen, ging Jauch gleich zur 4000-Euro-Frage über."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 21.09.2009 um 22.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5389


Kleingärtner und anderes Landvolk, fragt an, ob's auch umsonst ist: "Laut Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier wird sich die SPD bis zum 27. September jetzt darauf konzentrieren, bei den Wählern noch möglichst viel Boden gut zu machen." (newsticker.welt.de, 21.9.)
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 19.09.2009 um 11.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5382


Übergeneralisierung bei der Getrenntschreibung zeigt sich mittlerweile auch in der wissenschaftlichen Literatur. Mich würde es wundern, wenn dem nicht so wäre, denn auch hier feiert die unreflektierte Anpassung fröhliche Urständ. Es gibt allerdings auch naturwissenschaftliche Zeitschriften, die nach wie vor die klassische Rechtschreibung verwenden wie "Entomologia Generalis".
Heute lese ich in einem 2007 erschienenen Werk über die Tagfalter von Sachsen: "Die immer wieder kehrenden Autoren werden nicht jedesmal aufgeführt." Welchen Besen die Autoren zum Kehren benutzen, wird allerdings nicht mitgeteilt.
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 17.09.2009 um 21.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5377


Lieber Herr Metz,

die Trennung "mit machen" stand genau so auf dem Zettel. Beim Apostroph bin ich mir nicht mehr sicher, ob es ein Apostroph ("für' s") oder Akzent war ("für` s "). In jedem Fall war reichlich Platz zwischen dem "für" und dem "s". Da ich stolzer Nicht-Besitzer einer Digitalkamera bin (um bei diesem Unsinn mal auf Lewis Carroll anzuspielen), konnte ich natürlich auch ein Nicht-Photo davon machen und kann es somit nun nicht mehr beweisen. Mir bleibt meine Erinnerung und der Trost, daß der Kopf eigentlich noch recht gut funktioniert.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 17.09.2009 um 00.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5373


»Vielen Dank für' s mit machen!«

Stand das wirklich genau so auf dem Zettel? Das wäre ja fast schon eine Sensation, wenn ich bedenke, wie oft man heutzutage in solchen Fällen – und zwar nicht nur in schlichten Computerausdrucken, sondern auch auf teuren Ladenschildern und sogar in aufwendig gestalteten Briefköpfen – statt des Apostrophs einen penetranten Akut oder Gravis vorfindet.
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 16.09.2009 um 23.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5372


Naja, immerhin schreiben sie noch "offensteht" und nicht offen steht, was leider alles schon zu finden ist. Am Samstag habe ich – während ich mich in der Kassenschlange langweilte – bei dm einen am Computer ausgedruckten Aushang lesen können, worin eigentlich nur allen Kindern dafür gedankt werden sollte, daß sie bei einem Malwettbewerb mitgemacht haben: "Vielen Dank für' s mit machen!"

Dümmer ging es wirklich nicht mehr. Dabei war die Dame, die den Zettel aufhängte und wohl auch verbrochen hatte, sichtbar stolz auf die Verwendung aller Schrifttypen und Farben, die das Computerprogramm zu bieten hatte. Merke: Farbe und eine verwirrende Typographie können von nicht vorhandenen Rechtschreibkenntnissen ablenken. Bei dm zählt eben der Mensch und nicht das, was er kann, oder auch nicht kann!
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 16.09.2009 um 22.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5371


Warum lassen sie es nicht sein, wenn sie es nicht können? Heute im Schwäbischen Tagblatt: "Man hatte paradoxer Weise viel stärker als heute das Gefühl, dass einem die Welt offensteht."
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Michael Schuchardt
Oberursel

Dieser Beitrag wurde am 16.09.2009 um 13.46 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5370


"zu Recht weisen" habe ich kürzlich gelesen. Gemeint war aber "zurechtweisen". Es war auf keinen Fall in der Bedeutung "Zu Recht weisen sie darauf hin, daß ..." gedacht.

Einfach unglaublich!
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 07.09.2009 um 01.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5336


Heute las ich "Gut Gelaunte sehen besser" und fragte mich, was ist denn ein Gelaunter, muß das nicht "Gutgelaunte sehen besser" heißen?
Aber nach der gleichen Logik könnte man sich auch wundern, was gelaunt für ein Zustand ist, denn laut früherem Duden schreibt man zwar "der gutgelaunte Vater", aber "der Vater ist gut gelaunt".
Welche Variante sollte man bei Substantivierung nehmen?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 05.09.2009 um 23.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5333


Soll Rüttgers doch den Groschek wegen übler Nachrede vor den Kadi ziehen! Und Groschek müßte sich dann mit dem Hinweis auf die normale Schreibung zum Ausdruck seiner Gedanken verteidigen. (Es sei denn, es gäbe eine Tonaufzeichnung von seinen Angriffen auf Rüttgers.) Allerdings könnten auch "die in Rumänien" auch Rüttgers von den Kadi holen. Wo die dann allerdings auch beweisen müßten, daß "sie [nicht] kommen und gehen, wann sie wollen, und wissen [...], was sie tun." Wär doch interessant, dieser Weg zur Gewißheit!
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 05.09.2009 um 19.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5332


Vermutung oder Gewißheit?

»Die Äußerungen über die Arbeitsmoral der Rumänen seien kein Versehen, sondern "wohl kalkulierter Bestandteil seiner Wahlkampfreden", sagte der Generalsekretär der NRW-SPD, Michael Groschek.«

heute.de, 05.09.2009
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 21.08.2009 um 21.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5268


Danke, Herr Achenbach und Herr Ludwig!
Mir war zwar bekannt, daß als Subjekt auch ein Teilsatz stehen kann, der dann mit Komma abgetrennt wird, aber daß ein einfacher Infinitiv auch Subjekt sein kann, ist bisher an mir vorbeigegangen, bzw. ich habe angenommen, daß ein einfaches Verb dann immer substantiviert wäre. Also in Arbeiten ist gesund sei nicht das Verb arbeiten, sondern das Substantiv das Arbeiten enthalten. Es ist ja auch gar nicht leicht zu erkennen, weil am Satzanfang sowieso beides groß geschrieben wird.
Wie man aber bei Schwer arbeiten macht krank sieht, kann das Subjekt durchaus auch ein normales Verb im Infinitiv sein.

Obwohl ich immer Bangemachen gilt nicht schreiben würde, sehe ich nun, daß es auseinander tatsächlich auch geht. Wieder was gelernt!
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 21.08.2009 um 17.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5267


Zu zwei Gedanken im Beitrag #5265: a. Bei Auseinanderschreibung könnte man hier "Bange" auch als Adverb zu "machen" interpretieren. b. Das mit dem umgangssprachlichen "Weglassen" von "zu": Ich frage mich immer, welches System dahinter liegt; denn so sehr unterscheiden sich die Struktur von "Schriftdeutsch" und "umgangssprachlichem Deutsch" gar nicht; der Unterschied ist ein stilistischer! (Deshalb sollten wir bei der Rechtschreibung nie von der Veränderung des Schriftdeutsch ["Sprache verändert sich!"], sondern von der Verschriftung[sweise] des Deutschen sprechen! Es geht also darum, ob ich bei dem urdeutschen Wort für Exkrement den stimmlosen Spiranten am Silbengelenk schriftlich mit einem, mit zwei, mit drei "s" oder eben einem "ß" wiedergebe, und nicht darum, ob ich das Wort überhaupt über meine Lippen bringe oder in einem Artikel zur deutschen Kulturpolitik schriftlich verwende.)
Und hier bei "brauchen" haben wir vom Sinn her einen Übergang zu den Modalverben, und da — wie bei englisch "need" (he need not come, he doesn't need to come) – haben wir dann eben in der Sprache beides, — außer bei Leuten, die wegen der Formen des Verbs und sprichwörtlichen Drohungen aus der Jugendzeit nie vergessen können, daß "brauchen" nicht zu den sechs deutschen Modalverben gehört. Das hat aber nichts mit "schnell machen" und "schnell zu machen" zu tun, wo bei ersterem das "zu" einfach "weggelassen" wäre. Im Deutschen haben wir eben die Infinitivform, also den Infinitiv ohne "zu", und den Infinitiv mit "zu". Die stehen nebeneinander zur Verfügung; und wir beobachten dann, wo Muttersprachler ganz natürlich den einen oder den anderen verwenden.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 21.08.2009 um 01.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5265


Lieber Herr Riemer,

den Ausdruck "Bange machen gilt nicht" kann man auf zwei Arten in Duden-Schriftdeutsch umformen:

Als Substantiv: "Bangemachen gilt nicht."
Als Verbalkonstruktion: "Bange zu machen, gilt nicht."

Umgangssprachlich wird das "zu" aber häufig weggelassen, wo man es schriftsprachlich erwarten würde: "Das brauchst du nicht tun."

Deshalb stört mich die Schreibung des umgangssprachlichen "Bange machen gilt nicht" eigentlich nicht so sehr.

Sehr viel mehr stören mich MM-Schreibungen wie "Bombenleger schon zwei Mal verurteilt" und noch schlimmer "Also erst mal:" in dem fraglichen Artikel .
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 20.08.2009 um 15.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5258


Weniger Tätlichkeiten im Fernsehen, aber kein Ende:
"Günther Jauch will im TV kürzer treten"
(heute bei t-online gefunden)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 20.08.2009 um 10.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5257


Heute steht im Mannheimer Morgen zweimal der Satz "Bange machen gilt nicht", einmal als Überschrift und einmal im Text.
Was ist das Subjekt in dem Satz? Was gilt nicht?
Das Bange machen oder das bange machen?
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 15.08.2009 um 01.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5236


Aus einem Test:

»Wer die Kamera nur gelegentlich nutzt, kommt – dank Vollautomatik und zahlreichen Motivprogrammen – auf Anhieb mit der Kamera zu Recht.«

digitalkamera.de
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Michael Schuchardt
Oberursel

Dieser Beitrag wurde am 14.08.2009 um 14.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5233


"Ein Viertel Jahrhundert bei der Straßenmeisterei"

gelesen auf www.oberhessische-zeitung.de.
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 05.08.2009 um 15.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5211


Ein schwieriger Fall: "zurecht" vs. "zu Recht", hier falsch bei www.welt.de (6. 7. 2004):

"Die fetten Jahre sind vorbei" schließlich, Hans Weingartners ("Das weiße Rauschen") furios inszenierter deutscher Cannes-Vertreter und in München zurecht Sieger des mit 40 000 Euro dotierten "Förderpreises Deutscher Film" für die beste Regie, ...
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 31.07.2009 um 15.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5203


Jeder führt sich selber vor, so gut er kann:

Innovatives Sprachen lernen mit PONS
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 31.07.2009 um 09.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5199


FAZ und Ulla Schmidt auf besonderen Wegen etwas abgekommen: "Von Amtswegen hat sie sich im Lauf der Jahre nicht nur den Unmut vieler Krankenversicherten in Deutschland zugezogen". (Ich würde übrigens auch "vieler Krankenversicherter" sagen.) Gleich daneben noch eine selbständige Variante — auch von Amtswegen (?) — in einer Anzeige: "Sind Sie Selbstständig?" (FAZ.de, 27. 7.)
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Charlotte *
*

Dieser Beitrag wurde am 26.07.2009 um 09.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5179


Einer der Partyballons verfehlte nur knapp das Pappdach der rund 120 Jahre alten Meierei in Sülfeld. Der zweite ging nur wenige Meter von der Reet gedeckten Pastoratsremise nieder.

www.shz.de
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 25.07.2009 um 21.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5178


Auch bei der *Braunschweiger Zeitung* (newsclick.de): "Der 18 Jahre alte Tobias Goebel ist bei den Braunschweig Lions für Nerven aufreibende Extrapunkte zuständig." Offenbar gibt es die Zusammensetzung nicht, wenn die Teile als einzelne Wörter existieren. (Derartiges wird aber oft als Faustregel zitiert, wenn man sich über Zusammenschreibung im Amerikanischen auf die schnelle nicht ganz klar ist.)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 23.07.2009 um 23.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5174


Nachdem ich bei Expedia.de ein Hotel gebucht hatte und die Urlaubsreise jetzt kurz bevorsteht, schreibt mir die Firma, ich solle "Viel Spaß beim Koffer packen!"

Wie aber packt man Spaß beim Koffer?
Vielleicht so, wie man einen Dieb beim Kragen packt?
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Calva
Bochum

Dieser Beitrag wurde am 23.07.2009 um 12.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5173


"Es sei jährlich die Kräfte zehrendste Zeit für einen haremsführenden Seelöwenbullen."

FAZ.net
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 21.07.2009 um 22.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5171


Ich finde derartige Schreibfehler oft anders herum: Der Hinweis auf der Hauptseite ist falsch geschrieben; im Artikel selbst ist der Fehler dann beseitigt oder nie gemacht worden. Besonders häufig finde ich ein Durcheinander in dieser Hinsicht bei Adjektivsubstantiven (vgl. hier).
Ich weiß, mein Beitrag hier gehört eher zur Kritik an journalistischer Arbeitweise und weniger zur GZS. Aber er zeigt auf etwas, was auch Herr Markner bemerkt hat (#5169).
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 19.07.2009 um 21.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5169


Der Titel lautet »Der Machtkampf wird weggelächelt«, aber im Text des Artikels heißt es dann: »Wiedeking wirkt bemüht, die Demütigung weg zu lächeln.« (Henning Peitsmeier, faz.net)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 16.07.2009 um 17.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5164


"Bei Silikon beschichteten Geweben können die Nähte nicht mit Tape abgeklebt werden, wir verwenden daher ..."
(aus den "Hinweisen zum Zelten" mit dem Zelt "Kestrel 3")
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 15.07.2009 um 18.40 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5161


»RSS (Really Simple Syndication) ist ein Plattform unabhängiges, auf XML basierendes Format, das entwickelt wurde, um Nachrichten und andere Web-Inhalte unkompliziert austauschen zu können.«

Quelle: Auswärtiges Amt
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 09.07.2009 um 08.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5149


Mal so mal so, ohne Hirn und Verstand. Im Schwäbischen Tagblatt im Zusammenhang mit einem Vortrag zur Bedeutung der Grammatik:
"Zusammengesetzte Zeit" ist ein Highlight eines unsinniges Grammatikbegriffs. Man versuche mal, Zeit zusammen zu setzen!
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr

Dieser Beitrag wurde am 08.07.2009 um 22.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5148


"Schulreform Nr. 24. Gleich behandelt, aber ungerecht"
Von Regina Mönch
FAZ-net 8.7.09

Und das in Fettüberschrift. Es schmerzt in den Augen.
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Charlotte *
*

Dieser Beitrag wurde am 03.07.2009 um 09.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5132


"Die 12-Jährige sagte, sie habe eine Art Stromschlag gespürt und sich dann im Wasser wieder gefunden".
Stormarner Tageblatt (SHZ) vom 3. Juli 09
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 24.06.2009 um 18.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5106


Heute war im Schwäbischen Tagblatt (Tübingen) in einem "CD-Tipp" (!) zu lesen: "Neun Titel hat sie für die neue Platte geschrieben, vor allem Herz zerreißende Liebesballaden."
Das geht nicht mal nach Wahrig, Duden (21. Auflage) und www.duden.de "Wie schreibt man?".
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 22.06.2009 um 10.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5093


Wie schon am 3.9.2004 anläßlich des Mannheimer Autosalons, so schrieb der Mannheimer Morgen auch in der gestrigen Sonntagsausgabe über "Chrom blitzende Raritäten" beim Oldtimertag:
"Chrom blitzende Schönheiten standen gestern in Oggersheim."

Das erinnert mich an das Märchen vom Tischchendeckdich, an den Gold sch... Esel, ach nein, die Gebrüder Grimm schreiben eigentlich, er "speit" Gold, vorn und hinten. Werden Märchen wahr? Gold zu speien haben wir noch nicht ganz hingekriegt, aber ein bißchen Chrom wird in Mannheim und Umgebung schon mal geblitzt.

Wer Eisen verarbeitend, Glück bringend usw. ausgeheckt hat, dem möchte man am liebsten wie in diesem grimmschen Märchen antworten: "Knüppel aus dem Sack!"
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Charlotte *
*

Dieser Beitrag wurde am 20.06.2009 um 12.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5091


"Habe mir das Nächte lang überlegt" (Zitat von Bohlens Ex-Freundin "Naddel" zu ihrer neuen Tätigkeit als Werbe-Ikone von Orion), gefunden im Stormarner Tageblatt (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag).
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 17.06.2009 um 09.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5085


Genauso wie leid tun und weh tun schreibt man sich wohl fühlen in bewährter Weise auseinander.
Die Reformer stellen es nun frei, der letzte Duden empfiehlt aber sich wohlfühlen.

Man muß natürlich überhaupt nicht wissen, wie das geschrieben wird, um zumindest zu wissen, daß es so wie im heutigen Mannheimer Morgen (S. 33) jedenfalls nicht geht, weder nach alten noch nach neuen Regeln:

Die Stadt wolle "schon im Vorfeld etwas tun, damit das Käfertaler Straßenfest eine gelungene Veranstaltung wird und die Menschen sich dort sicher und wohlfühlen," erklärt der für Sicherheit und Ordnung zuständige Erste Bürgermeister Christian Specht.

(Das Komma nach der wörtlichen Rede wäre wieder ein anderes Thema. Im gleichen Artikel findet man auch die richtige Version mit ", .)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 12.06.2009 um 18.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5077


Zum Unsinn mit dem formalistischen "erweiterbar oder steigerbar": "Doch der britische Thronfolger hatte sich in die Planung eingeschaltet und den Immobilienbesitzern aus Katar nahe gelegt, die geplante Stahl- und Glas-Konstruktion zu überdenken und möglicherweise durch eine klassischere zu ersetzen." (newsticker.welt.de)
Na, einfach: Dann müßte der Verlierer in diesem Streit den Immobilienbesitzern aus Katar seine Meinung eben näher legen.
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K. Bochem
Köln

Dieser Beitrag wurde am 02.06.2009 um 16.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5048


Überraschung

"[...] setzte sich [...] in ein Taxi und ließ sich davon fahren."
(KStA, 2.6.09, S.31 "Köln")
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Karsten Bolz
Hofheim

Dieser Beitrag wurde am 01.06.2009 um 17.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5047


"Die Autoproduktion bei GM soll während des ganzen Insolvenzverfahrens weiter laufen. Die Angestellten würden weiterbezahlt, ebenso die Zulieferer, unter Vorbehalt des Gerichts."
(SPIEGEL ONLINE, 2.5.09)

Warum nur einmal so und dann so?
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rr bth
Bayreuth

Dieser Beitrag wurde am 24.05.2009 um 20.49 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#5033


Aus der Pressemitteilung des bayerischen Kultusministeriums Nr. 104 vom 21. Mai 2009

Die Stadt München hatte es als Sachaufwandsträger in den vergangenen Jahren versäumt, die nötigen Räumlichkeiten an Gymnasien bereit zu stellen.
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Michael Schuchardt
Oberursel

Dieser Beitrag wurde am 21.05.2009 um 11.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4997


"Durch die Hilfe des Korfioten Petros Lanzas konnte Parga den Angriffen Stand halten."

Quelle: http://www.kalimera-griechenland.de/festland/epirus/parga-griechenland.htm
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 12.05.2009 um 13.49 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4951


»50 Millionen Euro könnte es nach Vereins-Schätzung kosten, den Kanal von der Saale bis zum Lindenauer Hafen fertig zu stellen.«

(Mitteldeutsche Zeitung, 11. Mai 2009 [online])
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 04.05.2009 um 17.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4929


"Viele Menschen finden Bücher lesen wichtig, greifen aber nicht zu."
(Mannheimer Morgen, 24.4.09, S. 24)
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K. Bochem
Köln

Dieser Beitrag wurde am 23.04.2009 um 01.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4896


Uwe Schäfer vom KStA (31.3.09, S.38 "Quer durch Köln") scheint in die neue Altschreibung verliebt zu sein, er hält sie in seinem Artikel jedenfalls konsequent durch:

>> In der neuen Liga werden ein Mal monatliche Spiele ausgetragen. <<

Und dann schiebt er diesen Unfug einem städtischen Kitaleiter unter:

>> Kirschner plant, ein Mal im Monat Spiele auszutragen. <<
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 21.04.2009 um 17.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4891


Heute zur Abwechslung mal wieder die Südwestpresse Ulm in einem Beitrag über Ausgrabungen in Ägypten:
"Kurz zuvor hatten die Archäologen in dem Tempelbezirk zehn Gold belegte Mumien von Edelleuten gefunden.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 18.04.2009 um 00.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4883


2xGZS in "Fit uns gesund ins Frühjahr starten" (Mannheimer Morgen, 17.4.09, S. 29)

"Das Gelenk schonende Herzkreislauftraining bietet Anfängern wie Fortgeschrittenen die Möglichkeit, sich an der frischen Luft zu bewegen, etwas für die Ausdauer zu tun und ein paar Kilos los zu werden."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 14.04.2009 um 16.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4854


Zur "Aussaat des Mais'": Ich meine gar nicht, daß das (mit dem Apostroph) "unglücklich" aussähe, wenn hier etwas Gesprochenes schriftlich festgehalten werden soll. Es ist dessen richtige Verschriftung. Natürlich ist "'die Maisaussaat' oder präziser 'die Aussaat von Mon 810'" die elegante Lösung, wenn man sich nicht an einen gesprochenen Text halten muß. Aber dann diskutieren wir Stil und nicht die richtige Verschriftung eines gesprochenen Textes.
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 14.04.2009 um 14.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4853


Zu Lande und nicht zu Wasser! Wenn man nur will, geht es doch

Die umstrittene Sorte Mon 810 des US-Konzerns Monsanto darf hierzulande nicht mehr ausgesät werden, wie Aigner in Berlin verkündete. Sie sehe berechtigte Gründe zur Annahme, dass vom Anbau von Mon 810 eine Gefahr für die Umwelt ausgehe.

[…]

In mehreren EU-Ländern wie Österreich und Ungarn ist der Anbau bereits untersagt. Die EU-Umweltminister hatten diese Verbote vor anderthalb Monaten für rechtens erklärt und somit auch für die Bundesregierung neuen Spielraum geschaffen, die Aussaat des Mais hierzulande zu untersagen.

magazine.web.de

Anders geschrieben müßte man auch sofort nach der genetischen Manipulation fragen. Schließlich kann Mais nicht so einfach zu einer aquatischen Pflanze werden.

Weniger glücklich sieht hingegen "die Aussaat des Mais" aus. Ein Apostroph könnte helfen, sähe aber ebenfalls unglücklich aus. Warum also nicht "die Maisaussaat" oder präziser "die Aussaat von Mon 810"?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 29.03.2009 um 20.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4809


Ja, ich weiß. Aber hier haben wir einen schönen Fall, wo Unterscheidungsschreibung durchaus angebracht ist, auch wegen der unterscheidenden Betonung. Auch früher war der Duden nur ein Ratgeber und kein Richter, der alles wirklich zuende gedacht hatte. Deshalb war da Platz für eigene Unterscheidung. Und wenn ich auch für "angewesen" der Intonation wegen einige Sympathie hätte, — für *ansein (da darf kein Licht mehr ansein) hätte ich keine. Aber es gibt beide Wörter "an" (ab und an) und "lassen" als einzelne Wörter; und die Negation von "an/hier lassen" ist "nicht an/hier lassen", nicht "ablassen/*dalassen" oder sowas. Doch diskutieren wir das mal weiter. Die Interpretation von "an" hier als reines Adverb (also nicht zusammen) und nicht als trennbares Präfix (Zusammenschreibung der infiniten Formen) ergibt guten Sinn.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 29.03.2009 um 01.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4808


Die Wörterbücher sehen in beiden Fällen allerdings nur die Zusammenschreibung vor. Nach den früheren Duden (1967 bis 1991) mußte man sogar »Das Licht ist angewesen« schreiben.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 29.03.2009 um 01.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4807


Nein, natürlich auseinander hier. Einen Motor anlassen ist etwas anderes als einen Motor an lassen. Das "an" beim zweiten ist ein Adverb wie "hier". Seien Sie froh, daß Ihre Maschine nicht vorschreibt: Abschalten und wieder anlassen. (Allerdings gehen Präpositionen und trennbare Präfixe auf Advrbien zurück [höchstwahrscheinlich]). Das "an" in "ich lasse den Motor an/laufen" läßt sich auch hervorheben, während in "ich lasse den Motor an" (= ich starte den Motor) das "an" nicht gleichermaßen hervorgehoben werden kann. Das "an" hier steht nicht zu was anderem in einem Gegensatz, den man betonen könnte. Das ist bei anschalten/abschalten anders.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 28.03.2009 um 22.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4806


Jedesmal stutze ich, wenn mich mein nicht fest installiertes Navi beim Herausziehen des Zündschlüssels fragt: "Abschalten oder an lassen?"

Eigenartig sieht es aus, mal zusammen, mal auseinander. Nicht der evtl. Fehler stört mich, denn das ist man ja bei solchen Produkten gewöhnt, sondern ich bin irritiert, weil ich mich hier selbst nicht für das eine oder andere entscheiden kann.

Für an lassen spricht, daß es sich nicht um einen resultativen Verbzusatz oder eine einfache Präposition handelt, sondern um eine umgangssprachliche Abkürzung: an von angeschaltet lassen.
Für an lassen spricht auch, daß man es damit von den Motor anlassen (=starten) unterscheiden, also eine andere Bedeutung kennzeichnen kann.

Andererseits konnte man aber nach undeformierter Rechtschreibung die Tür auflassen/offenlassen, etwas übriglassen, was ebenfalls weder eine neue oder übertragene Bedeutung anzeigt noch (zumindest die ersten zwei) resultativ ist.
Und ich finde, "Abschalten oder anlassen" sähe einfach natürlicher aus.
Also doch zusammen?

Um dem Problem zu entgehen, schalte ich jetzt immer erst das Navi ab, bevor ich den Zündschlüssel ziehe.
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 28.03.2009 um 18.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4805


Das funktioniert aber nur bei einer Standuhr.
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Urs Bärlein
*

Dieser Beitrag wurde am 28.03.2009 um 16.23 Uhr eingetragen.
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Vielleicht wollte der Urheber der Überschrift ja eine wörtliche Bedeutung von einer übertragenen unterscheiden.
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 28.03.2009 um 13.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4801


Mannheimer Morgen titelt heute groß auf Seite 1:
"Uhren werden eine Stunde vor gestellt."

Aber dann im Text: "Zur Umstellung ... wird ... die Uhr um eine Stunde ... vorgestellt."
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K. Bochem
Köln

Dieser Beitrag wurde am 26.03.2009 um 23.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4787


Phoenix soeben (26.3.09/23 Uhr) in den Nachrichtenschlagzeilen auf dem unteren Bildschirmrand: ... (die) beinahe Pleite der Hypo Real Estate ...
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 16.03.2009 um 11.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4742


»Sie [Felicia Zeller] lässt die Berliner als frotzelnde und permanent Achseln zuckende Miesepeter erscheinen.« (Hannah Petersohn, Spiegel Online, 16. 3. 2009)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 16.03.2009 um 00.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4741


Die Bundeskanzlerin wird im »heute journal« des ZDF wie folgt zitiert: »Hier werden die Experten sicherlich auch noch mal überlegen: Kann man vielleicht durch unangemeldete Kontrollen oder Ähnliches noch stärker hinterher schauen, dass das so passiert.«

Nein, eben nicht hinterher, sondern vorher!
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 14.03.2009 um 14.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4733


heutiger Mannheimer Morgen:

S. 16: "... und man schöne Erinnerungen behalten und wieder entdecken kann."
S. 24: "Altes Gemüse (und Rechtschreibung) wiederentdeckt"
(Anmerkung in Klammern von mir)
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 09.03.2009 um 18.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4716


Eine erstaunliche Feststellung.
Mannheim/Ludwigshafen - Das meist gehörte Radioprogramm in Baden-Württemberg ist weiterhin SWR4.
WELT KOMPAKT 9.3.2006
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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 09.03.2009 um 17.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4715


Ein Gigolo bedauert zutiefst
© ZEIT ONLINE 9.3.2009 - 17:09 Uhr ...
Dass der Prozess dann so schnell über die Bühne ging, brachte die Journalisten allerdings um ein besonders Schlagzeilen trächtiges Ereignis: den persönlichen Auftritt von Susanne Klatten.
http://www.zeit.de/online/2009/11/klatten-prozess-urteil
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 26.02.2009 um 19.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4642


Umgekehrte boden- und charakterlose Orthographie bei der *Welt*: "Wir fahren sicher nicht nach Köln, um am Ende des Karnevals den Clown zugeben." (www.welt.de/debatte/article3132157/Jetzt-rede-ich.html)
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Michael Krutzke
Bremen

Dieser Beitrag wurde am 16.02.2009 um 18.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4611


stern online, 16.2.09:

Eine Liebesehe ist es nicht: Um den wirtschaftlichen Sturz ins Bodenlose zu verhindern, will Daimler-Chef Dieter Zetsche mit BMW zusammen arbeiten. Doch wie weit können Stern und Doppelniere aufeinander zu gehen, ohne ihren Charakter zu verlieren?

Boden- und charakterlos erscheint hier vor allem die Orthographie ...
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 12.02.2009 um 10.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4593


»Wenn ich als Kind von meinen Eltern Geld verlangt habe, um mir ein technisches Produkt kaufen zu können, hatte ich immer vergessen, mir eine Begründung zu Recht zu legen.« (Marco Dettweiler, F.A.Z., 11. 2. 2009)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 08.02.2009 um 11.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4572


»Wie wichtig gute Ernährung und genügend Bewegung ist, hat sich unter den Senioren herum gesprochen.«

heute.de, 07.02.2009
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 04.02.2009 um 17.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4523


Singular? Plural? Perfektpartizip? Beschäftigen die da überhaupt noch Leute mit Deutsch als Muttersprache? In "Mutter der Bombenattentäterinnen": "Über die Festgenommen wurden noch weitere Einzelheiten bekannt. So soll sie enge Kontakte zur Terrororganisation „Ansar al Sunna“ unterhalten, einer al Qaida angegliederten Gruppe, [...]" Mann, was die sich da zusammenschreiben! (*welt.de*, 4. 2. 08. — Eigentlich zu "Fundstücke", ich weiß, aber es paßt hier zu Herrn Westrichs Kritik an der Tagespresse [#4522].)
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 04.02.2009 um 13.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4522


Haben die Schreiberlinge der Tagespresse denn das Denken verlernt? Heute in der SÜDWESTPRESSE: "in der meist befahrenen Wasserstraße der Welt". Ja was passiert auf dem Ärmelkanal denn außerdem sonst noch alles?
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 02.02.2009 um 20.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4516


Selbstverständlich stimme ich Ihnen zu, lieber Herr Herter. So wie der Satz dasteht, ist er verkorkst, und das n an Jahrzehnten war natürlich der Auslöser meiner Kritik.
Ich gehe mit Ihnen einig, daß man ohne das n eher hätte darüber hinwegsehen können.
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Roger Herter
Basel

Dieser Beitrag wurde am 01.02.2009 um 04.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4510


Woran man sich hier stößt, lieber Herr Roth, scheint mir nichts mit der GZS zu tun
zu haben. Der Stolperstein verschwindet denn auch nicht durch "Zusammenrücken", sondern indem Sie ein anderes Wort wählen ("jahrzehntelang").
Lautete die Stelle: "Nach Jahrzehnte währender erbitterter Feindschaft...", überläse man's wohl. Es ist zwar Schwelldeutsch ("Nach Jahrzehnten erbitterter Feindschaft" genügte), aber falsch ist es nicht.
Kurzum – was da holpert, sind die "Jahrzehnten"; dann erst folgt richtigerweise der Dativ "... währender erbitterter Feindschaft".
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 30.01.2009 um 22.38 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4505


"Nach Jahrzehnten währender erbitterter Feindschaft zwischen Israel und der PLO..."
schreibt die Süddeutsche.
Das klingt holprig. Man spreche das mal vor sich hin !
Was wäre jahrzehntelanger (durch Zusammenrücken) so einfach .
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 30.01.2009 um 01.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4503


"größten Teils"

FAZ vom 27.01.2009
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 30.01.2009 um 00.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4501


"... haben wir darauf hin einige Produkte neu entwickelt ..."

(Wochenblatt Mannheim, 29.1.09, S. 2)
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 29.01.2009 um 21.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4500


In der Schweiz das gleiche Chaos:
Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde an die Redaktion weiter geleitet. (Tages-Anzeiger Zürich)
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 29.01.2009 um 19.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4499


Nr.19/2009 von Springers WELT KOMPAKT.

... nicht wiederhergestellt werden könnten.
... gelte es nahezubringen ...
... unsere entgegen gestreckte Hand sehen.
... den Export sicherzustellen.
... den harten Klopp kennen gelernt.
... Fahrrinne frei zu machen.

3:3 unentschieden.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 28.01.2009 um 19.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4493


*Bild* — jetzt auch mythologisch: "Polizistin hörte Todes Schüsse am Telefon" (Bild.de, Newsticker, 28.1.09)
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 25.01.2009 um 00.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4481


Ähnliches auch in der SZ, 12.1.09, Seite 10:

über Kunstdiebstähle, Fototext:
"Die Fasanengalerie in Berlin Charlottenburg, die Diebe in der Silvesternacht komplett leer räumten."

Da kann ja nicht viel verlorengegangen sein.
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 24.01.2009 um 14.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4478


George (ein kleiner Hund) hatte vor zwei Jahren fünf Kinder gegen eine Horde Pitbulls verteidigt und war dabei tot gebissen worden.

Nun, wenn er tot gebissen wurde, hat er wenigstens nichts mehr verspürt.
Aber zugleich ein Lob zu dem lateinisch korrekten Gebrauch von postum.

Springers WELT KOMPAKT 23.1.2009
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 20.01.2009 um 20.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4465


Heute in der SÜDWESTPRESSE in einem Beitrag über den Aufenthalt des Ministerpräsidenten Althaus in einer Reha-Klinik am Bodensee:
"So sei es ihm zum Beispiel noch nicht erlaubt, fern zu sehen."
Aha, er darf also nicht aus dem Fenster schauen, um in der Ferne die schneebedeckten Alpen zu sehen." Aus neurologischer Sicht ging es doch hier zweifelsfrei um den vorläufigen Verzicht auf das Fernsehen; es hätte also heißen müssen: fernzusehen.
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Dieser Beitrag wurde am 19.01.2009 um 22.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4459


Kommentar von Kelkin, verfaßt am 16.01.2009 um 10.41 Uhr

Gerade lese ich auf SZ online: "Die Beobachtung britischer Forscher, dass Müsli essende Frauen seltener Jungen zur Welt bringen, wird bezweifelt." Welche schwangere Frau kriegt denn im Kreißsaal Müsli vorgesetzt?
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 11.01.2009 um 22.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4424


»"Da wird massiv schön gerechnet", sagte Willert am Dienstag.«

(Der Tagesspiegel, 6. 1. 2009, "Berliner Forscher zweifeln an Rentenprognosen")
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 05.01.2009 um 17.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4404


Soeben (allerdings im Schrieb eines Ministeriums, nicht in einer Zeitung) gelesen:

»die gleich berechtigte Zusammenarbeit zwischen [...] und [...]«
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 01.01.2009 um 00.58 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4395


Bei der SZ immer erst Recht: “Im Hauptstadtjahr will sich die 190.000-Einwohner-Stadt erst Recht vom leidigen Image der Spießigkeit distanzieren.” Begleittext zu Bild 4 der Bilderserie Kulturhauptstadt [1] “Linz zelebriert die Moderne”.

Zu "wie viele": Was sagte dazu der Duden in vorreformierten Zeiten? Ich habe silvesterfeiernd (aber, wie man sieht, trotzdem nüchtern besorgt ums Deutsche) gerade keinen bei mir, aber ich erinnere mich an keinen Eintrag, wonach "wie" plus "viel+*Endung*" als ein Wort erschien. Schieben wir nicht der Reform in die Schuhe, was sie nicht verschuldet hat. Darum ging's mir bei #4390.
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Matthias Künzer
Herzogenrath

Dieser Beitrag wurde am 31.12.2008 um 19.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4393


Horst Ludwig: "Das jetzt verbotene Wort ist "wieviel"; die Pluralfrom "wie viele" wurde schon immer auseinander geschrieben. Oder?"

Google findet "wieviele" auch heute noch 4480000mal.

"Hier haben wir eine Situation, wo "wie viele" eben mal zwei verschiedene Bedeutungen geschrieben nicht unterschiedlich wiedergeben kann."

Und das ist eben schlecht.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 31.12.2008 um 17.55 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4390


Das jetzt verbotene Wort ist "wieviel"; die Pluralfrom "wie viele" wurde schon immer auseinander geschrieben. Oder? Hier haben wir eine Situation, wo "wie viele" eben mal zwei verschiedene Bedeutungen geschrieben nicht unterschiedlich wiedergeben kann. Bei "soviel" / "so viel" (Konj./Adverbial) geht, was hier nicht geht.
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Matthias Künzer
Herzogenrath

Dieser Beitrag wurde am 31.12.2008 um 17.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4388


"Das Stickstoff-Rätsel zeigt, wie viele offene Fragen noch zu klären sind." (Spiegel 01/09, S. 116)

Nicht gemeint ist hiermit, daß dieses Rätsel einen Hinweis gibt, wie man viele offene Fragen noch klären kann. Gemeint ist vielmehr das verbotene Wort: wieviele.
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 23.12.2008 um 19.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4375


Nochmals zu unserem Fahrgast in der Luxuskarosse.
"Man sieht ihm nicht an, wie er sich wohl fühlt ".
"Man sieht ihm an, wie er sich wohlfühlt ".
Da haben wir den Bedeutungsunterschied.
Im ersten Satz mag er sich sogar schlecht fühlen.
Im zweiten ist die Aussage eindeutig.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 23.12.2008 um 15.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4373


"Übrigens glaube ich, daß viele Zusammenschreibungen aus ähnlichen Gründen erfolgen - nämlich um Irrtümer wegen Doppeldeutigkeiten zu vermeiden. Analogien helfen da nicht weiter ..." — Völlig richtig! Und weil diese Doppeldeutigkeiten ja auch schon früher aufgefallen sind, ist es durchaus vernünftig, die allen schon vertraute historische und sachgerechte Lösung dieser Probleme zu übernehmen und nicht daran herumzufummeln. ("sachgerecht": Schon früh in der Reformiererei hat ein Kenner richtig eingeworfen, das *höre* man doch, wo was ein Wort geworden ist! Genau! Wo wir auf ein Problem stoßen, sagt uns, wie's gesprochen wird, schon eine ganze Menge.)
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Karin Pfeiffer-Stolz
Düren

Dieser Beitrag wurde am 23.12.2008 um 05.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4372


Die Schreibweise "gut fühlen" kann keine Analogie zu "wohl fühlen" darstellen. Es geht nicht um Reihenbildung, sondern darum, Verwechslungen auszuschließen, "wohl" wird nämlich, salopp gedacht, auch im Sinne von "aber" benutzt, als sinnverstärkende Floskel (ich kenne mich mit den Fachbegriffen nicht so aus):

Du fühlst dich wohl als der Anführer hier?
Kannst du wohl auch singen?
Wenn du nicht gehorsam bist, wirst du wohl fühlen müssen!

Im Sauerland spricht man dieses "wohl" als "woll".

Und hier liegt meines Erachtens die Quelle für die unbedingte Zusammenschreibung. Mir drängt sich bei auseinandergerissenen Konstruktionen mit "wohl" immer das sauerländische "woll" auf – ich habe fünf Jahre in Kirchhundem gelebt.
Übrigens glaube ich, daß viele Zusammenschreibungen aus ähnlichen Gründen erfolgen – nämlich um Irrtümer wegen Doppeldeutigkeiten zu vermeiden. Analogien helfen da nicht weiter ...
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David Konietzko
Bad Homburg vor der Höhe

Dieser Beitrag wurde am 22.12.2008 um 23.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4371


Im alten Duden stand nur sich wohl fühlen. Im Ickler ist zu Recht auch Zusammenschreibung aufgeführt.
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 22.12.2008 um 22.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4369


Die Kreativität der taz ist ungebrochen:

"Ich finde es nicht ziel führend, im Nachgang alle Möglichkeiten noch mal durchzuspielen."

(Aus dem Interview mit A.Ypsilanti, Artikel vom 12. 12. 2008)
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 22.12.2008 um 22.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4368


Bei "sich von Anfang an wohl fühlen" wäre "wohlfühlen" vielleicht etwas gefälliger, es ist aber nicht zu beanstanden; vgl. "sich gut fühlen". Siehe dazu auch die entsprechende Stelle bei Prof. Brekles Beitrag zur Jahresversammlung der FDS (hier), Abschnitt "Adverb + Verb":
"Gleichwohl mag es auch echte Variantenschreibungen ohne Bedeutungsunterschied geben: sich wohl fühlen – sich wohlfühlen. Der Schreibgebrauch könnte sich zugunsten des letzteren entscheiden."
Wenn ich mich recht entsinne, findet man in den einschlägigen Wörterbüchern beide Möglichkeiten, zumindest in den vorreformatorischen.
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Robert Roth
Gau-Algesheim

Dieser Beitrag wurde am 20.12.2008 um 22.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4365


Ein Salzburger Verleiher von Nobelkarossen mit Chauffeur offeriert seine Dienste: Sie werden sich von Anfang an wohl fühlen.
Im nächsten Satz das Firmenbestreben: das Wohlfühlen der geschätzten Kundschaft.
Zumindest beim Lesen habe ich mich nicht wohl (oder Wohl?) gefühlt.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 20.12.2008 um 18.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4364


Beim so genannten Mal der *Welt* (20.12.): "Das war eine Entscheidung, die ich schon etwas früher getroffen hatte, nämlich nachdem wir zweimal bei einer Geiselnahme nachgeben haben, das eine mal zu Zeiten der Regierung Brandt-Scheel, da ging es um die islamistischen Verbrecher, die anlässlich der Olympiade in München 1972 andere Menschen zum Tode gebracht hatten und die dann später ausgetauscht wurden. Das zweite Mal zu meiner Regierungszeit im Falle des entführten Berliner Politikers Lorenz. [...]" und "Die übertriebene Rolle der Parteizentralen hängt damit zusammen, dass die Parteien zu einem erheblichen Teil über das Institut der so genannten Wahlkampfkostenerstattung aus der Staatskasse finanziert werden, [...]" sowie "Als ich die sogenannte Macht abzugeben hatte im Herbst des Jahres 1982, war ich erleichtert."
(www.welt.de)
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Karsten Bolz
Hofheim

Dieser Beitrag wurde am 18.12.2008 um 16.02 Uhr eingetragen.
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Die Frankfurter Rundschau enthielt am 13.12.08 ein Bild, welches Nadelbäme mit schneebedeckten Zweigen zeigte. Die Bildunterschrift lautete Schnee geschmückt. Ich habe es mir verkniffen, die Redaktion anzurufen und zu fragen, welches Bild zur Unterschrift Schnee ungeschmückt gepaßt hätte.

Der Mühlheimer Stadtanzeiger, ein kostenloses Werbeblättchen aus Mühlheim am Main zeigt, was aus dem -Jährigen so alles werden kann. Der Text lautete der 35-Jahre alte Mann ....
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Roger Herter
Basel

Dieser Beitrag wurde am 18.12.2008 um 06.40 Uhr eingetragen.
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"Komm nach Mali" fällt mir beim Überfliegen des TV-Programms ins Auge. Schade, immer bringen sie die anspruchsvolleren Sendungen über fremde Länder und Kulturen nach Mitternacht. Beim nähern Hinsehen aber steht da "Komm noch Mal!"...

(Am 4.10.08 erstmals bei 'Teleclub Cinema' – und seitdem noch Mal und noch Mal.)
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Dieser Beitrag wurde am 16.12.2008 um 19.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4354


Kommentar von stst, verfaßt am 23.06.2007 um 13.59 Uhr

Immer wieder zum Schmunzeln:

"Mehr Hitzetote auch hier zu Lande"

http://www.orf.at/070622-13664/index.html
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 11.12.2008 um 18.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4345


Na, hinter welchem Blatte verbirgt sich denn nun ein klügerer Kopf?
www.bild.de [11.12.08]: "Große Ehre für die Münchner Constantin Film: „Der Baader Meinhof Komplex“ wurde für einen Golden Globe nominiert."
www.faz.net: "11. Dezember 2008 Das deutsche RAF-Drama „Der Baader-Meinhof-Komplex“ hat Aussicht auf einen Golden Globe."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 24.11.2008 um 23.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4221


Zur Hand voll jetzt ein Dutzendmal: "Gleich ein Dutzendmal räkelt sich Diana, von Nymphen umgeben, wohlig im Wasser ihrer Grotte [...]" (http://www.sueddeutsche.de/kultur/194/448926/bilder/)
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 22.11.2008 um 20.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4209


Die "Freude am gefahren werden" findet immer größere Verbreitung: bei Autos, bei der Bahn und natürlich auch beim Shuttle-Service.

Gefährlich: BMW versucht dagegen, an der Freude am "Gefahren werden" (!) Gefallen zu finden (siehe auch hier).
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 18.11.2008 um 11.41 Uhr eingetragen.
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Noch 'ne Variante oder: Im Frühtau am Dienstag

»In einer Spandauer Kleingartenlaube sind am Montag zwei Tote gefunden worden. […] Für Dienstagfrüh sei eine Obduktion vorgesehen.«

Berliner Zeitung online, 18.11.2008
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Manfred Riemer
Mannheim

Dieser Beitrag wurde am 16.11.2008 um 23.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4194


Die FA Sonntagszeitung bringt heute auf S. 7 eine Karikatur mit dem Satz: "Geht der denn nie Bierholen?"
Aber vielleicht geht das eher aufs Konto des Karikaturisten.

Gibt es eigentlich auch hohe Lieder oder nur das Hohelied oder, wie der Duden neuerdings erlaubt, das Hohe Lied?
Auf Seite 61 der heutigen FASZ geht es um "Das hohe Lied vom Fleiß".
Vielleicht ist es ja in besonders hohen Noten gesetzt.
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 12.11.2008 um 18.36 Uhr eingetragen.
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"... oder die permanente Möglichkeit der Untersuchung per Computertomografie – gerade dieses Bild gebende Verfahren ist ausschlaggebend für Diagnostik und Therapie."
(Süddeutsche Zeitung vom 6. Nov. 2008)
Warum eigentlich nicht auch "Ausschlag gebend"?
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Urs Bärlein
*

Dieser Beitrag wurde am 07.11.2008 um 17.06 Uhr eingetragen.
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». . . auch bei Phoenix war man besser aufgehoben, wenngleich dort die Kollegen vom HR alle Nase lang auftauchten.« (Michael Hanfeld, faz.net, 4. 11. 2008)

In der Papierausgabe vom 5. 11. korrigiert.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 07.11.2008 um 15.08 Uhr eingetragen.
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Was der Spell-Check einfach nicht findet: "Im September hatte Beck nachgerade einmal gut zwei Jahren das Amt des SPD-Bundesvorsitzenden niedergelegt." (Bild.de, News-Ticker, Freitag, 07. November 2008, 14:47 Uhr). Interessant ist aber, was er da zusammengeschrieben durchgehen läßt.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 04.11.2008 um 18.30 Uhr eingetragen.
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». . . auch bei Phoenix war man besser aufgehoben, wenngleich dort die Kollegen vom HR alle Nase lang auftauchten.« (Michael Hanfeld, faz.net, 4. 11. 2008)
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 04.11.2008 um 11.31 Uhr eingetragen.
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Zitat aus Spiegel-online:
Um Vorurteile abzubauen, hat die Bundeszentrale für politische Bildung Pädagogen eingeladen - zum "Counter-Strike" zocken.

Was Counter-Strike ist, weiß ich nicht (Bildungslücke?), nur daß hier was hakt, merke ich.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 20.10.2008 um 18.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4091


Na, was ist denn das schon wieder bei dem ja auch recht schreiberisch gleich geschalteten Springer Blatt? "50-mal Mode unter 50 Euro"? (Bild.de, 20.10.) Immer Mal was Neues und vor Bildliches?
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Dieser Beitrag wurde am 15.10.2008 um 22.53 Uhr eingetragen.
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Kommentar von Tobias Bluhme, verfaßt am 11.10.2008 um 14.08 Uhr

tagesschau.de am 11.10.2008 im Bericht "Kurzes Passwort genügte" (über Datenmißbrauch bei der Telekom):

Eine Überprüfung etwa anhand der IP-Nummer, ob die Internet-Abfrage tatsächlich von einem Telekom-Rechner kam, habe nicht statt gefunden.


Kommentar von Germanist, verfaßt am 11.10.2008 um 10.47 Uhr

"Haus Röstung" ist sicher etwas entsprechendes zum "Haus Siemens".
Es erwischt auch englische Wörter: "swimming pool" (früher mit Bindestrich) ist ja wohl ein schwimmender Pool.


Kommentar von MG, verfaßt am 11.10.2008 um 09.34 Uhr

Tchibo bietet momentan auf einem Plakat "1 Tasse Haus Röstung" "Aus Fairem Handel in Tchibo Qualität" an.

Der Sinn für Komposita ist sichtlich "verloren gegangen", besser gesagt natürlich "kaputt gemacht" worden, woran allerdings nicht allein die "Rechtschreib Reformer" "Schuld" sind, sondern auch die Firmen, die ihre Marken in Gefahr sehen, wenn diese mit anderen Wörtern verbunden oder gar gebeugt werden.

Und mit der Groß-Kleinschreibung hapert es auch. "Aus" geht als Satzanfang durch, aber "Fairer Handel" ist für mich kein so fester Begriff, daß Großschreibung gerechtfertigt wäre.

Vermutlich aber mache ich mir einfach unnötige Gedanken; der Verfasser des Plakats hat sie sich wohl auch nicht gemacht, sondern Großbuchstaben und Leerzeichen einfach wahlfrei verteilt.


Kommentar von Tobias Bluhme, verfaßt am 10.10.2008 um 20.27 Uhr

FAZ.NET am 10.10.2008:

Der Gründer und Chef der Drogeriekette DM ist aus der Wahl zum „Entrepreneur des Jahres“ von Ernst & Young als großer Sieger hervor gegangen.
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Matthias Künzer
Herzogenrath

Dieser Beitrag wurde am 12.10.2008 um 20.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#4048


Spiegel online, http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-36059.html :

"Superreiche in der Krise: Wer wieviel verlor"

Ganz recht. Denn "Wer wie viel verlor" wäre doch auch nicht das, was man ausdrücken möchte. Dennoch schreibt der Spiegel in der Regel "wie viel".
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 04.10.2008 um 12.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3985


Jeden Morgen vermiest mir das "Schwäbische Tagblatt" ein entspanntes Lesen der Tageszeitung. Heute unter vielen anderen merkwürdigen Schreibungen in einem Beitrag auf der Titelseite über die Entlassung einer finnischen Chefredakteurin: "Das Einstellungsgespräch war zufrieden stellend verlaufen." Wie habe ich mir das vorzustellen, wenn ein Gespräch stellend verläuft?
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 02.10.2008 um 13.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3977


Aus den Aufgaben der ersten Runde der Internationalen Juior Science Olympiade 2008 (http://www.ipn.uni-kiel.de/projekte/ijso/docs/IJSO2008-AufgabeRunde1.pdf):

»Die Sonne als Energielieferant unseres Planeten

Das folgende Experiment, das an einem sonnigen Tag durchgeführt werden soll, vermittelt dir ein Gefühl dafür, wie viel Energie von der Sonne geliefert wird.«

(Nun ja, an einem sonnigen Tag fühlt man natürlich unmittelbar, wie die Energie der Sonne zu uns gelangt.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 30.09.2008 um 15.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3971


Na, es geht doch offenbar auch mit langen Wörtern: "Auf die Beschwerde mehrerer Kneipenbesitzer erklärte der Verfassungsgerichtshof in Koblenz das geltende Rauchverbot für unvereinbar mit der in der Landesverfassung garantierten Berufsfreiheit und Freiheit zur selbstständigenwirtschaftlichen Betätigung." (www.bild.de [2008/09/30])
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 12.09.2008 um 17.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3895


»Derzeit werden die blauen Stahlteile angeliefert, die dann auf den kleinen Gerüsten zusammen geschweißt werden.« (Schwäbisches Tagblatt, 12.09.2008). Da habe ich mich doch gefragt: Waren es nun zwei oder fünf Schweißer, die die Teile zusammen geschweißt haben?
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 08.09.2008 um 16.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3883


»Mittlerweile treten die Schauspieler immer wieder bei offiziellen Anlässen auf, um der Öffentlichkeit weis zu machen, Kim Jong Il sei noch am Leben.« (Bild, 8. 9. 2008)
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 04.09.2008 um 19.04 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3866


»In einer Aufsehen und kontrovers erregenden Studie [. . .]« (ND, 27. 1. 2001)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 02.09.2008 um 15.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3863


Wo Bindestriche fürs Vorlesen sicher eher stören als helfen: "Ölpreis fällt auf Fünf-Monats-Tief" (FAZ.NET 2.9.08), insbesondere wohl auch, weil das "s" eben kein Genitiv- oder Plural-"s" ist.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 30.08.2008 um 14.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3856


„Bei Zietlow und Bach ist es genau anders herum.“ (Peer Schader, faz.net, 30. 8. 2008)
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Michael Krutzke
Bremen

Dieser Beitrag wurde am 28.08.2008 um 18.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3852


Die WELT (28.8.2008) zitiert einen spanischen Spieler zum Untergang von „Schalke 0:4“ in Madrid:

„Aber für uns war das gut. So konnten wir uns viele Möglichkeiten heraus spielen
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Karsten Bolz
Hofheim

Dieser Beitrag wurde am 26.08.2008 um 10.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3841


Heute gefunden in einem Artikel des Internet-Brokers EMFIS. Der Autor konnte sich offensichtlich von hier zu Lande noch nicht wieder ganz zu hierzulande hinwenden. So steht nun folgender Satz da:

Diese sind hier Zulande unter der Bezeichnung BS6 bekannt geworden.
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Walter Lachenmann
Waakirchen

Dieser Beitrag wurde am 22.08.2008 um 12.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3812


In der Wikipedia liest man im Eintrag über Lutz Rathenow:

Daneben arbeitet er als [...], auch zu Literatur fernen Themen.
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Christoph Schatte
Poznan

Dieser Beitrag wurde am 20.08.2008 um 23.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3804


Lieber Herr Westrich,

vielleicht ist es in Ihrer Gegend ja anders, denn Sie schreiben von einer "durchgeschlafenen Nacht" (wie gut für diese). Anderswo im deutschen Sprachraum würde man wohl eher von einer "durchschlafenen Nacht" sprechen.

Es handelt sich bei durchschlafen um ein vom Verbalparadigma unabhängiges Adjektivpartizip, das (in diesem Falle zwar) in der Bedeutung auf das entsprechende Verb abhebt, dessen Partizipialform indessen um "ge-" reduziert.
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Christoph Schatte
Poznan

Dieser Beitrag wurde am 20.08.2008 um 23.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3803


Lieber Herr Ludwig,

die offenbar auch im Englischen vorhandene Scheidung zwischen (ver)hangen und (ver)hängen, die Sie anhand ihres Erlebnisses mit einem pfennigfuchsigen texanischen Zöllner darstellen, erinnert mich an den Deutschen Reichstag (das Gebäude in Berlin) bzw. an einen berühmten Bulgaren.

Christo, so der Name dieses Balkanen, hatte das Bauwerk sorgfältig eingepackt, ohne es dann samt Inventar wohin auch immer zu verschicken (wofür ihm einige immer noch gram sind).

Die Frage ist nun, war der Reichstag (das Gebäude!) nach der architektonischen oder happeningschen Großtat nun verhangen oder verhängt – letzteres ist er uns allerdings ohnehin für immer.
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 18.08.2008 um 09.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3774


Lieber Herr Ludwig, danke für die hilfreiche und gleichzeitig amüsante Erläuterung. Dennoch verstehe ich immer noch nicht, wieso "Wolken verhangen" eine korrekte Schreibung für den Umstand, daß der Himmel bedeckt ist, sein soll. Ich kenne "verhangen" nur als ein anderes Wort für "bedeckt". Oder bin ich nach einer durchgeschlafenen Nacht immer noch schwer von Begriff?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 17.08.2008 um 22.49 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3773


Sie sind nicht zu müde, lieber Herr Westrich, vor allem nicht nach einer guten Wanderung durch die frische Luft an einen vielleicht wolkenvorhangenen Tag. Wenn jedoch der Titel Ihrer Tagebucheintragung dazu "Wolkenverhangen" ist, dann schreiben Sie diesen Titel aussprachegerecht besser nicht "Wolken verhangen". Sowieso unterscheiden nicht alle Sprecher deutlich zwischen transitivem und intransitivem Gebrauch von hangen/hängen; und das muß auch keiner, wenn's er von der Mutter anders hat als vom Schullehrer.

Dazu ein Beispiel aus dem Englischen: Ich kam einst mit einer Flasche Wein aus Mexiko über die US-Grenze im hochehrenwerten Staate Texas, wo der US-Zöllner mich wegen dieser Flasche, obwohl ich doch als fremder Staatsbürger bis zu einer Gallone in die USA zollfrei einführen konnte, zu einem zweiten Zöllner schickte, der nach meiner Beschreibung der Tatsachen ein kleines Zolletikett auf meine Flasche klebte und sagte: "Das macht 8 Cents." Woraufhin ich ihm erklärte, daß ich doch Deutscher sei und bis zu vier Flaschen zollfrei einführen dürfte. Woraufhin er mir erklärte: Ja, in die USA ja, natürlich, aber er sei der Texas-Zollbeamte, und der Zoll für Texas sei 8 Cents. Woraufhin ich ihn in einer heitren Regung fragte, ob das eine Verbrauchssteuer sei, und er mir erfreut, weil ich seine Situation offenbar etwas verstand, sagte: "Ja, richtig." Woraufhin ich ihm erklärte: "Ja, aber ich werde den Wein in Minnesota trinken, an der kanadischen Grenze, und nicht in Texas. Wieso muß ich dann eine Texas-Verbrauchssteuer zahlen?" Worauf er nicht etwa das kleine Zolletikett wieder von der Flasche abmachte, sondern mich tief ansah und mir ernst erklärte: "Because that's the law of the land, man; and if you don't believe in it, you will be hung by sundown." Woraufhin ich ihn nicht auf den Unterschied zwischen dem transitiven und intransitiven "hang" hinwies, sondern ihm einen gemeinamerikanischen Groschen hinlegte und er mir zwei gemeinamerikanische Pfennige herausgab und er mir gute Weiterfahrt wünschte. —

Mörike hat natürlich den blauen Himmel als "unverstellt" (und nicht "unverstanden" [haha]) beschrieben. Parallel dazu hätte jedoch auch jener Reaktor im Fotografie-Forum in Chemnitz/Sa. besser "unverhängt" schreiben sollen. Oder?
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 17.08.2008 um 19.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3772


Lieber Herr Ludwig,
bei "Nußschalen gleich" und "nußschalengleich" bin ich völlig Ihrer Meinung. Aber bei "Wolken verhangen" und "wolkenverhangen", da verstehe ich nicht, wo es da einen Bedeutungsunterschied zwischen den beiden Schreibungen gibt. Oder bin ich heute abend schon zu müde vom Wandern. Helfen Sie mir bitte auf die Sprünge.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 17.08.2008 um 18.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3771


"Wolken verhangen" und "wolkenverhangen", "Nußschalen gleich" und "nußschalengleich", "dazwischen gehen" und "dazwischengehen" werden eben verschieden gesprochen und haben auch verschiedene Bedeutung. Daß die finiten Formen der trennbare Verben diesen Unterschied in der Schreibung nicht ausdrücken, ist kein Grund, die Unterscheidungsschreibung abzulehnen, wo sie zur Wiedergabe des Gemeinten sehr Gutes tut.
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David Konietzko
Bad Homburg vor der Höhe

Dieser Beitrag wurde am 17.08.2008 um 17.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3770


Da rr bth seinen Beitrag in der Rubrik GZS in der Praxis veröffentlicht hat, richtet sich seine Kritik wohl gegen die Getrenntschreibungen Nussschalen gleich und fallen Gelassen. Aber ich finde daran nichts auszusetzen.

Man kann zwar das zusammengesetzte Adjektiv nußschalengleich bilden, aber eben auch die Adjektivgruppe Nußschalen gleich, denn das Adjektiv gleich regiert fakultativ ein Nominal im Dativ (und zwar meines Erachtens vor allem in gehobener, z.B. dichterischer Sprache); vgl.:
Sein Licht hat er in Düfte gehüllt, / Wie erhellt des Winters werdender Tag / Sanft den See! Glänzenden Reif, Sternen gleich, / Streute die Nacht über ihn aus! (Friedrich Gottlieb Klopstock [1764]: Der Eislauf. In: Klopstocks Oden. Erster Band. Leipzig: bey Georg Joachim Göschen, 1798. [Klopstocks Werke. Erster Band.] S. 208; Hervorhebung von mir)
Allerdings besteht meiner Meinung nach ein Bedeutungsunterschied zwischen Nußschalen gleich und nußschalengleich. -en ist im ersten Fall eine Pluralendung, im zweiten Fall wohl ein Fugenelement (das sprachgeschichtlich aus einer Flexionsendung entstanden ist); man kann etwas nußschalengleich nennen, auch wenn es nur einer einzigen Nußschale gleicht.

Die Getrenntschreibung Nußschalen fallen lassen ist laut dem Rechtschreibduden von 1991 sogar das einzig Richtige. fallen + lassen war in den Bedeutungen ›aufgeben‹ (einen Plan fallenlassen) und ›äußern‹ (eine Bemerkung fallenlassen) zusammen, in wörtlicher Bedeutung aber getrennt zu schreiben. In Herrn Icklers Rechtschreibwörterbuch ist die Getrennt- oder Zusammenschreibung von fallen + lassen (wohl zu Recht) in allen Bedeutungen freigegeben.
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rr bth
Bayreuth

Dieser Beitrag wurde am 17.08.2008 um 15.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3769


Der Hafen liegt verlassen da
Boote, notdürftig vertäut, neigen ihr Deck In stummer Verbeugung Gen Grund,
senken entblößt die Masten Nussschalen gleich, achtlos fallen Gelassen.


So beginnt ein Schülergedicht (11. Klasse), das dem Deutschlandfunk eine lobende Erwähnung wert ist.

Aber auch die anderen Gedichte zeigen, wie an Schulen von der Reformgeneration geschrieben wird. Man muß annehmen, daß das die eher (sprachlich) besseren Schüler sind.
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 17.08.2008 um 09.34 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3767


Da in der vergangenen Nacht eine partielle Mondfinsternis zu erleben war, fand ich heute morgen die ersten Reaktionen in einem Fotografie-Forum: "Auch hier in Chemnitz/Sa. ist nichts von einem Mond zu sehen. Hier ist alles total Wolken verhangen."
Ich könnte noch viele solcher Getrenntschreibungen liefern.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 13.08.2008 um 10.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3760


auseinander setzen, dazwischen gehen, entgegen stellen, herunter fallen, zusammen kommen – eine inoffizielle Reformregel, die alle Revisionsanstrengungen überlebt hat, lautet: In zusammengesetzten Verben darf der erste Bestandteil äußerstenfalls zwei Silben haben.
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Christoph Schatte
Poznan

Dieser Beitrag wurde am 05.08.2008 um 00.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3718


Ja, Herr Ludwig,

"meist gesucht" (www.welt.de) und nie gefunden, zumindest nicht von "Die Welt" oder wie auch immer das Blättle heißen mag.
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 04.08.2008 um 21.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3713


Die vermehrte Verwendung von Bindestrichen, teilweise hervorgerufen durch die Reform selbst zur Vermeidung schwer lesbarer Wörter wie Ausschuss-Sitzung statt Ausschußsitzung, findet sich z.B. auch in Internetausgaben von Rundfunksendern. Gerade las ich einen Beitrag bei dradio.de. Dort steht:
"Christoph Lehmann ... aktiver Katholik und CDU-Lokal-Politiker". Ja, da frage ich mich doch: Betreibt Herr Lehmann seine Politik nur in Lokalen?

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/825557/
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 04.08.2008 um 20.46 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3712


Das Schwäbische Tagblatt (Tübingen) hätte hier sicher geschrieben: "Uran-belastet". Diese Zeitung vergällt mir zunehmend das Frühstück. Was mir in der letzten Zeit besonders auffiel: Das Auseinanderreißen von aus Substantiven zusammengesetzten Wörtern, die dann wieder durch einen Bindestrich als zusammengehörig gekennzeichnet werden, z.B. Müll-Container. Man findet leicht in einem 50zeiligen Beitrag (das Tagblatt würde sicher "50-Zeilig" schreiben, auch wenn ich heute zweimal 23-jährig und einmal 15-Jährig fand) fünf oder mehr solcher Bindestrich-Kreationen. Ich hatte mir schon überlegt, die Zeitung doch zu bitten, wenigstens zwei der vielen Bindestriche zu nehmen und die zweimalige Aufschrift auf der neuen Tübinger Sporthalle zu korrigieren. Dort steht nämlich in riesigen Lettern: "Paul Horn-Arena". Ob wohl Herr Paul Horn, der Sponsor der Halle, seine Spende mit der Forderung dieser Schreibweise verknüpft hat? Hat er vielleicht geglaubt, sein Name werde durch einen Bindestrich zwischen Vor- und Zuname verunstaltet? Alles Spekulation. Bislang hat die Stadt Tübingen aber die vielen Straßenschilder mit Vor- und Zunamen nicht dahin geändert, daß überall der erste Bindestrich entfernt wurde. Da hätte der Oberbürger- und bürgerinnenmeister Palmer ja viel zu tun. Schließlich hat er ja schon vorher eigenhändig Schilder in der Stadt montiert, z.B. ein Verbotsschild für Mopedfahrer vor einem Fußgängertunnel (Fußgänger-Tunnel?).
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 04.08.2008 um 18.05 Uhr eingetragen.
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Solche Schreibungen gibt es erst seit der "erfolgreichen" und "problemlos praktizierten" Rechtschreibreform. Zuerst hielt ich sie kaum für möglich, inzwischen begegnen sie einem so oft, daß man jeden Tag fünf derartige Beispiele zitieren könnte:
Focus online am 4. Aug. 2008:
"In Deutschland ist das Trinkwasser in einigen Regionen stark Uran belastet."
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 23.07.2008 um 18.08 Uhr eingetragen.
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"meist gesucht"
(www.welt.de)
"Dacic hatte als Chef der Sozialisten (SPS) eine Verhaftung von Karadzic abgelehnt und lediglich einer eventuellen freiwilligen Aufgabe des meist gesuchten Serben zugestimmt."
Ach, deshalb hat das so lange gedauert! Ein rechtschreibblinder Journalist findet auch mal 'nen Kern.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 14.07.2008 um 17.56 Uhr eingetragen.
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Was Journalisten reform- und rechnergläubig getrennt oder zusammen und durcheinander schreiben:
"Hat Dayana Mendoza aus Venezuela zurecht gewonnen?"
"[...,] doch sie spricht aus eigener, leidlicher Erfahrung."
(www.welt.de/vermischtes)
Da gab's doch mal Unterschiede zwischen "zu Recht" und "zurecht" und zwischen "leidlich" und wirklichem Leiden auch, — auch für Journalisten, oder?
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 13.07.2008 um 01.16 Uhr eingetragen.
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Und immer wieder die "Mitteldeutsche" ("Wie Deutschland wirklich aussieht", 4. 7. 2008):

"Dem möchten die Pädagogen etwas entgegen setzen."
"Ein besonderes Plus sehen die Lehrer, die in ihrer Heimat Deutsch unterrichten und sich hier etwa mit der Rechtschreibreform, mit Phonetik oder der Jugendsprache auseinander setzen, in der Unterbringung bei Gastfamilien."

(Link)
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Dieser Beitrag wurde am 10.07.2008 um 00.38 Uhr eingetragen.
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Kommentar von Yutaka Nakayama, verfaßt am 09.07.2008 um 22.00 Uhr

Einbürgerungstest in "falscher" Rechtschreibung!

Heute habe ich den Einbürgerungstest in der SZ gemacht. Den habe ich zwar bestanden, aber der Prüfer tut mir leid. Er wird mit der Frage "Wieviele Mitgliedsstaaten hat die EU heute?" am Rechtschreibtest in deutschen Schulen scheitern.
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 01.07.2008 um 14.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3550


Die Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg macht in ihren "Einsatzhinweisen zu Photo-Voltaik-Anlagen" (!) vom 20.09.2004 auf folgendes aufmerksam:

"Bei Gleichspannung muss ebenfalls das „Stehen bleiben“ des Lichtbogens beachtet werden. Da bei Gleichstrom die Sinuseigenschaften (Nulldurchgang) fehlt, kann ein entstandener Lichtbogen länger stehen bleiben."

"Unter dem Solarzellen-Modul befindet sich aber die Dachhaut (Dachziegel) und keine Aussparung, durch die man hindurch fallen könnte."

"Längere Standzeit des Lichtbogens bei Gleichstrom, im Falle sich die Spannung führenden Leiter zwischen Solarzellengesamtmodul und ENS fast berühren. (z.b. durch Abschmelzen der Isolierung bei Brandeinwirkung)"

http://www.lfs-bw.de/servlet/PB/menu/1121237/index.html
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David Konietzko
Bad Homburg vor der Höhe

Dieser Beitrag wurde am 29.06.2008 um 18.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3544


Sogar die Altphilologen!

Auf der Seite der Fachschaftsvertretung für klassische Philologie an der Universität Frankfurt steht:

»Bei Anregungen und Fragen, aber auch Problemen haben wir ein offenes Ohr für Euch und versuchen, Eure Interessen best möglich zu vertreten.«

(Na ja, wenigstens sind sie höflich und schreiben Euch und Eure groß.)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 26.06.2008 um 15.42 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3532


Zur praktischen Massenorgie (#3511): Hier zeigt sich, daß unter den Reformleitern gerade mal Englisch als beispielgebendes Vorbild bekannt war. Aber hier hätten wirklich Mitdenkende auch gleich gesehen, um wieviel geschmeidiger für den Ausdruck des wirklich Gemeinten unsere normale Rechtschreibung im Vergleich mit anderen eben ist. Gutes kaputtmachen kann jeder, sinnvoll reformieren konnten die Reformierer jedenfalls nicht.
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Charlotte *
*

Dieser Beitrag wurde am 26.06.2008 um 13.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3530


Gerade gelesen im Stormarner Tageblatt (Regionalzeitung in Schleswig-Holstein / Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag):

Kampf den Kleidungs-Terroristen
Aber der Kleidungs-Terrorist gibt sich mit so einem Kleinkram nicht zufrieden. Er trägt gern von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nichts als eine dieser ultraknappen Badehosen, die mehr Preis geben, als ich jemals sehen wollte.

uups...
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Martin Valeske
Kohlberg

Dieser Beitrag wurde am 25.06.2008 um 17.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3523


Es ist täglich aufs neue ein Genuß, Online-Nachrichten zur derzeitigen Fußball-EM zu lesen, so z.B. die Einleitung zu einem Interview mit dem DOSB-Chef Thomas Bach:

»Im Interview mit WELT ONLINE spricht der Fußball begeisterte Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes über die Erfolge der Nationalmannschaft bei der EM und seine Zuversicht für das Halbfinale gegen die Türkei am Mittwoch.«
(DOSB-Chef Bach prophezeit "heißen Tanz")

Ich kann mich nicht entsinnen, vor der um der armen Schüler willen vollzogenen Einführung der neuen Rechtschreibung im Blätterwald derartigen und häufig anzutreffenden Kuriositäten nach dem Muster "Fußball begeistert" begegnet zu sein; sie sind unzweifelhaft provoziert durch den fehlgeschlagenen Versuch, den doch angeblich so einfachen und logischen reformierten Regeln zu folgen.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 24.06.2008 um 11.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3511


Praktische Massenorgie

»Bei der Nahost-Konferenz in Berlin soll es heute um ganz praktische Dinge gehen: Vertreter aus 40 Ländern sind zusammen gekommen, um über den Aufbau der Polizei im Westjordanland zu reden.«

tagesschau.de, 24.06.2008 (Text wurde inzwischen geändert)
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Dieser Beitrag wurde am 16.06.2008 um 00.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3486


Kommentar von Christoph Schatte, verfaßt am 14.06.2008 um 22.32 Uhr

Sage mir, von wie vielen und welchen Sponsoren dein Überleben abhängt, und ich sage, dir, wie "souverän", "unabhängig", "überparteilich" etc. du bist.

Was der Dudenverlag fördert, wird nach seiner Pfeife tanzen. Was der Dudenverlag fördert, ist nicht die deutsche Sprache, sondern allein seinen Gewinn.


Kommentar von kleinezeitung, verfaßt am 14.06.2008 um 20.16 Uhr

"Was bedeutet der Ärztestreik am Montag für die Kärntner Bevölkerung?
ANTWORT: Die Ärztevertreter versichern, dass die Versorgung der Bevölkerung sicher gestellt ist."

Die lassen sich was einfallen: eine gestellte Versorgung während des Streiks!

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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 15.06.2008 um 07.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3484


Völlig richtig, lieber Herr Achenbach. Nur richten sich in den USA nur noch die wirklichen Könner nach dem bewährten Fowler. Zu Recht sprechen Sie vom guten Englisch und guten Deutsch. Der "Treffer in letzter Minute" ist natürlich die eleganteste Lösung (und er war's auch für die Spanier). Mir ging's um die richtige Verschriftung des vom Reporter auf die schnelle und durchaus vom Englischen beeinflußten Gelauteten.
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Klaus Achenbach
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 15.06.2008 um 04.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3483


Lieber Herr Ludwig,
Fehler wie der von Ihnen aufgespießte "Last Minute-Treffer" treten auch im Englischen sehr häufig auf. Nicht umsonst widmet Fowlers "Modern English Usage" dem Bindestrich mehrere Seiten. In gutem Englisch heißt es ohne jede Zweideutigkeit "last-minute goal".
In gutem Deutsch heißt es ohne all Bindestriche "Treffer in letzter Minute".
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 14.06.2008 um 21.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3482


"Vorhin hat Spanien dank eines Last Minute-Treffers von David Villa mit 2:1 gegen Schweden gewonnen." (liveticker.welt.de)
Auch hier ist fürs Lesen die Durchkoppelung mit Bindestrichen besser. Es war eben kein "letzter Minutentreffer", sondern eben ein "Letzte-Minute[n]-Treffer". Im Englischen geht's ohne Bindestriche, aber dafür muß man hin und wieder beim Lesen eben noch mal neu ansetzen. Da hat die richtige Schreibung des Deutschen schon mehr für sich.
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 14.06.2008 um 12.32 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3481


"Irland könnte eine Zeit lang aussteigen"

(FAZ, 14. Juni 2008)
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 10.06.2008 um 15.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3467


"Künftig sollen Vorbereitungszeiten pauschal sozialversichert werden. Für einen Drehtag werden dann bei gleich bleibender Gage von Seiten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils für weitere drei Tage Beiträge eingezahlt."

(WELT, 9. 6. 2008; Hervorhebung hinzugefügt)
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 30.05.2008 um 19.59 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3407


Immer wieder das Schwäbische Tagblatt. Gestern: "Noch sind Energie-autarke Regionen Zukunftsmusik."
Und am 26.05.2008: "Not-wendige Hilfe für Schulkinder. Solche Schreibungen fallen mir gerade bei dieser Tageszeitung regelmäßig auf. Welche Regel soll denn dies ermöglichen?
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Martin Valeske
Kohlberg

Dieser Beitrag wurde am 30.05.2008 um 14.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3405


Mario Gomez, der wegen einer Wadenblessur ein individuelles Aufbauprogramm absolviert hatte, und der Grippe erkrankte Tim Borowski konnten dagegen wieder "voll belastet" werden.

DER NEUE TAG, Oberpfälzischer Kurier, 29.05.2008, S.9
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David Konietzko
Bad Homburg vor der Höhe

Dieser Beitrag wurde am 25.05.2008 um 22.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3383


Am 10.7.2000 schrieb ein gewisser Wilhelm Grail im Gästebuch der Website http://www.rechtschreibung.com:

»Zur Ankündigung von Theodor Icklers ›Das Rechtschreibwörterbuch‹:

In wenigen Tagen ist es so weit: Das Wörterbuch wird ausgeliefert!

Ich kann ja verstehen, daß so mancher ungeduldig auf ein vernünftiges Wörterbuch zur bewährten Rechtschreibung wartet. Da können einem wenige Tage schon weit weg vorkommen. Gemeint ist hier wohl ›soweit‹.«

Am selben Tag antwortete Herr Ickler:

»Die Schreibweise ›es ist so weit‹ ist selbstverständlich richtig. Der Duden forderte bisher in diesem Fall ›soweit‹, was ebenfalls richtig ist, weil es eben mehr oder weniger üblich ist. Aber auch die Getrenntschreibung kommt sehr oft vor und entspricht den Regeln der Grammatik. Aus dem Artikel ›soweit‹ im Duden und dem entsprechenden längeren Beitrag in Bd. 9 (›Richtiges und gutes Deutsch‹) wird niemand klug (›Es ist soweit, daß wir heizen müssen‹, aber: ›Es ist so spät, daß wir heizen müssen‹ - wer kann das verstehen?). Es war ein typischer Dudenfehler, hier Einzelwortschreibungen dogmatisch festlegen zu wollen. Das geben die Dudenredakteure übrigens bereitwillig zu. Der Dudenchef sagt einmal zu mir, daß man manches gern geändert hätte, aber man habe sich in einem ›goldenen Käfig‹ befunden - golden zwar, aber eben doch ein Käfig. Übrigens findet man zu ›soweit‹ alles Nähere dann in meinem Wörterbuch.«
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 25.05.2008 um 22.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3380


„Solange es keine Unterstützung von der Politik gibt, rechnet sich der Think in Deutschland kaum“, gibt Willums zu. Dennoch könne man den deutschen Markt nur schwer umgehen, weshalb man auch darüber nachdenke, den Kaufpreis einfach anzuheben. Bis es aber so weit sei, wolle man zunächst andere Möglichkeiten prüfen.

(Süddeutsche Zeitung, 13. Mai 2008, Seite 19; Hervorhebung hinzugefügt)
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Dieser Beitrag wurde am 23.05.2008 um 23.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3373


Kommentar von Germanist, verfaßt am 23.05.2008 um 23.37 Uhr

Rechtschreibung aus dem Baumarkt: "Potenzial zum Energie sparen".
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Karin Pfeiffer-Stolz
Düren

Dieser Beitrag wurde am 22.05.2008 um 21.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3367


In einem durchaus ernstzunehmenden Medium gelesen:

... nach in Krafttreten des Vertrags ...

Das "Krafttreten": Im Wörterbuch wird es der ratlose Fremde vergeblich suchen. Dämliches Deutsch! Wer will sich schon dauernd mit so etwas herumschlagen?
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 21.05.2008 um 14.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3349


2. Nachtrag:

»Bürgermeister Jörg Reichl hatte in einer ersten Reaktion erklärt: „Hier herrscht keine Ausländerfeindlichkeit.“ Anders lautende Behauptungen seien „übertrieben“. Das hat Reichl Kritik eingetragen. Deshalb muss er gerade rücken. Er hat Neuschäfers zu einem Gespräch eingeladen […]«
(Mitteldeutsche Zeitung, 7. April 2008, Seite 6)

Nachbemerkung: Alle Fundstellen stammen aus redaktionellen Texten, nicht aus Agenturmaterial.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 19.05.2008 um 20.17 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3336


Na, was denn noch? "Einbrecher haben in Essen selbst mitgebrachtes Hundefutter verzehrt, um Polizisten zu täuschen. Das Trio im Alter von 29 bis 33 Jahren war einer zufällig vorbeifahrenden Polizeistreife aufgefallen. Sie waren dabei, auf das von Hunden bewachte Gelände eines Autohändlers zu gelangen. Zuvor hatten sie bereits versucht, die Wachhunde mit Futter ruhig zu stellen." (*Bild*, Newsticker, 19.5.) Nicht zu versuchen, sie zu stellen, wäre vielleicht einfacher gegangen. — Nun, was da eben ernst dahinter ist: Die ganz natürliche Unterscheidungsschreibung wird aufgegeben wegen einer einfach formulierten Regel, — nach der sich die armen Schulkinder dann einfach zu richten haben.
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 19.05.2008 um 17.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3331


Beim Aufräumen (und Entsorgen) wiedergefunden:

»Deutsche Äcker allein reichen nicht aus, um die Tanks zu füllen. Beim Zukauf im Ausland lässt sich jedoch nur schwer die Nachhaltigkeit sicher stellen.«
(Mitteldeutsche Zeitung, 3. April 2008, Seite 4)

»Kaum zu glauben ist auch, dass sie den schweren Literaturbrocken „Die Glocke“ jungen Straftätern nahe bringen kann.«
(Mitteldeutsche Zeitung, 4. April 2008, Seite 8)

Nachtrag:

»„Die Öffnung stärkt die Hoffnung auf eine dauerhafte Lösung der Zypernfrage“, sagte seine Nachfolgerin, die amtierende Bürgemeisterin Eleni Mavrou. Ihr türkisch-zyprischer Amtskollege Cemal Bulutoglulari bedankte sich bei allen ihren Vorgängern, die die Kontakte zur anderen Seite trotz der Teilung aufrecht erhielten.«
(Mitteldeutsche Zeitung, 4. April 2008, Seite 5)
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 17.05.2008 um 10.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3320


Genauso grammatikkonform wird in Erlangen eine Schule überwacht.
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 16.05.2008 um 19.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3319


An einer Großtankstelle steht auf jeder Tanksäule folgender Text:
"Diese Tankstelle wird Video überwacht."
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Jan-Martin Wagner
Halle (Saale)

Dieser Beitrag wurde am 16.05.2008 um 13.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3316


"Halle (WS). Mit einer großange-
legten Kampagne unter dem Titel
'Halles Bester' informiert die
EVH seit gestern über die Um-
welt und Ressourcen schonende
Energieerzeugung in Halle."

(Original im Spaltensatz, Wochenspiegel Halle, 7. Mai 2008, Seite 8)
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 05.05.2008 um 20.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3272


Naja, wenn der Spellcheck nicht hilft, hilft auch kein eigener Geist.
"..., sagte der für seine pro russischen Aussagen bekannte Politiker."

Link
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Dieser Beitrag wurde am 18.04.2008 um 13.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3200


Kommentar von Kelkin, verfaßt am 18.04.2008 um 11.54 Uhr

Gerade beugt sich eine Kollegin zu mir mit der Frage, ob "beim wieder Anlaufen der Maschine" richtig geschrieben sei.


Kommentar von Germanist, verfaßt am 17.04.2008 um 13.46 Uhr

Instrumental ohne Präposition gebrauchte Substantive wie "Hormon gesteuerte ...", die auch nach neuer Rechtschreibung mit dem Verb zusammengeschrieben werden müssen, wenn sie dadurch die Präposition einsparen, liest man immer öfter. Fast scheint es, daß manche Zeitungsschreiber auf englisch denken und das dann in schlampiges Deutsch übersetzen. Vielleicht muß vor zuviel englischer Lektüre gewarnt werden.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 15.04.2008 um 00.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3170


Die Jährigen mal anders (www.sueddeutsche.de): "Man kann dort ihre Reiseroute anschauen und stellt fest, dass die 33jährige derzeit eigentlich in Tel Aviv hatte sein wollen."
Wohl nur ein "Flüchtigkeitsfehler" bei denen.
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr

Dieser Beitrag wurde am 14.04.2008 um 11.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3165


und immer wieder:

WELT-online 14.04.08

"Der Zehnkämpfer André Niklaus kam am Ende der Sendung zu Wort und schaffte es, das Thema ein Stück weit auf eine ganz pragmatische Ebene zu bringen"

ein Stück weit, eine Hand voll, einen Fuß breit?
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 09.04.2008 um 17.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3156


Werbung in der Fußzeile einer E-Mail:
"Klicken Sie auf AOL.de um heraus zu finden, was es sonst noch kostenlos bei AOL gibt."
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 08.04.2008 um 18.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3154


Mal wieder in der Südwest-Presse in einem Artikel über islamischen
Religionsunterricht: "Muslime müssten gleich behandelt werden."
Ja, was fehlten ihnen denn, daß sie gleich behandelt werden müssen?
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 06.04.2008 um 19.19 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3136


Genitive prüft Reformbegeisterten der Spellcheck offenbar nicht:
"[...] zum musikalischen Taktgeber des Wirtschaftswunder, [...]
Hans Scharouns Berliner Philharmonie [...] hat zwar die Postadresse Herbert von Karajan-Str. 1, doch die Büste ihres einstigen Herren ist weit ab [...] platziert."
Über "Herren" im Singular konnte sich schon Heine lustig machen: "und präsentieret gütig / die Tasse dem Herren Baron."

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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 06.04.2008 um 16.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3135


… Herbert von Karajan war ein Berserker, ein Machtmensch, ein begnadeter Musiker und Organisator. … Aber die Zeit ist über ihn hinweg gegangen. … Nach dem Krieg wurde Karajan ausgebremst und mit Berufsverbot belegt. Dann verwandelte er sich erst Recht flächendeckend und mit Atem raubender Geschwindigkeit zum musikalischen Taktgeber des Wirtschaftswunder, zum Meister der schönen, glamourösen Musikwelt, …

WELT.de 4.4.2008
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 06.04.2008 um 14.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3134


»Heston hatte als Muskel strotzender Galeeren-Häftling und Wagenrennensieger Ben Hur (1959) einen Oscar gewonnen.« (faz.net, Agenturmaterial)
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 27.03.2008 um 12.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3080


Lange Ausnahmeregeln:

"Womit man sich damals herumgeschlagen hat, ist heutzutage kaum zu glauben. Für die Rechtschreibprüfung haben wir jahrelang Wörter gesammelt und ebenso lange Ausnahmeregeln für die Silbentrennung programmiert."

(FAZ.net)
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Paul Westrich
Kusterdingen

Dieser Beitrag wurde am 26.03.2008 um 19.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3071


Heute in der Südwest-Presse (Ulm):
Zu David Paterson: "Nach dem Eingeständnis mehrerer außer ehelicher Affären"...
und zu den Linken: "Die Umverteilung ist nicht Gott gegeben".

Solcher Art Getrenntschreibung finde ich täglich teils mehrfach in dieser meiner Tageszeitung. Vor der Rechtschreibreform hielten sich die Fehler sehr in Grenzen, waren meist "echte" Tippfehler.
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David Konietzko
Bad Homburg vor der Höhe

Dieser Beitrag wurde am 22.03.2008 um 15.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3047


Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, schreibt heute in der Taunuszeitung:

»Wichtiger noch als das Wirken lassen der kalten Progression ist freilich die rabiate Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze für die Sozialversicherung (...).« (S. 4)
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Dieser Beitrag wurde am 19.03.2008 um 11.21 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3038


Kommentar von www.wissen.spiegel.de, verfaßt am 19.03.2008 um 11.04 Uhr

... allenfalls besonders riskant agierende Banken, wie einige deutsche Landesbanken, hatten zum Teil Existenz bedrohende Probleme.
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Dieser Beitrag wurde am 18.03.2008 um 16.29 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3037


Kommentar von www.faz.net, verfaßt am 18.03.2008 um 16.26 Uhr

Nach Augenzeugenberichten aus Lhasa war die Lage in der tibetischen Hauptstadt an diesem Dienstag ruhig, über all waren noch die Spuren der Ausschreitungen vom Freitag zu sehen.
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Charlotte *
*

Dieser Beitrag wurde am 09.03.2008 um 16.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#3016


Aus einem Leserbrief im Stormarner Tageblatt vom 6. März 08:

"... Ist ihr (Frau von Welck) nicht bekannt, dass jede errichtete Mosche gleichbedeutend ist mit in Besitznahme der Stadt durch die Muslime?"
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 06.02.2008 um 15.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2924


"Hierzulande stößt die Idee bei Ökonomen auf scharfe Ablehnung." ("Ökonomen warnen vor Konjunkturprogramm", *FAZ.Net*, 5. 2. 08). Gleich davor finden wir aber eben auch "Rot-Kreuz-Mitarbeiter, die die Situation in der Hauptstadt N'Djamena erkundeten" ("Hunderte zivile Opfer bei Kämpfen in Tschad"). Und sowas will für Schulkinder vorbildlich sein!
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 02.02.2008 um 14.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2910


»Bislang hat sich Roland Koch (CDU) mit Selbstkritik zurück gehalten [...]«

(SPIEGEL ONLINE, 02.02.2008)
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Dieser Beitrag wurde am 01.02.2008 um 15.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2900


Beitrag von Kratzbaum vom 31.01.2008, 15.35 Uhr

Meist verhunztes Deutsch

"Jörg Uwe Hahn, Deutschlands meist umworbener Politiker"

(WELT-online v. 30.01.)
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 29.01.2008 um 10.56 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2884


Beim Versuch, eine ältere Telefonrechnung herunterzuladen, "sagt" mir die Telekom, die Daten könnten noch nicht herunter geladen werden, da das Dokument noch nicht fertig gestellt sei. Ohne nun im einzelnen nachzuschauen, was die RSR "erlaubt" und was vielleicht zurückgenommen wurde, stelle ich nur fest, daß das Sprachgefühl einfach herunter gekommen ist.
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Michael Krutzke
Bremen

Dieser Beitrag wurde am 23.01.2008 um 19.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2875


Die FAZ badet Schweiß und weckt ihn auf ...,
und zwar in „Schönen Dank auch, Uri Geller!“ (23. Jan. 08):

„3.51 Uhr Schweiß gebadet aufgewacht, ...“

Ach ja, über allem steht: „Protokoll einer Zerrüttung“ – wie wahr!
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 23.01.2008 um 18.52 Uhr eingetragen.
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Also auch in Deutschland, nicht nur in Guantanamo: "Immerhin elf Prüfvorgänge und 19 Ermittlungsverfahren gegen mindestens acht geheim gehaltene Beschuldigte sind mittlerweile anhängig."
(www.welt.de/politik/article1586470/
Bordell-Enthuellung_schockiert_Sachsen.html)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 20.01.2008 um 18.21 Uhr eingetragen.
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»Wir wissen, dass Clement in den innerparteilichen Auseinandersetzungen Wunden davon getragen hat.«

(heute.de, 20.01.2008)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 20.01.2008 um 11.28 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2863


Um Mißverständnissen vorzubeugen: Inzwischen hat irgend jemand sich erbarmt und das Leerzeichen beseitigt.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 20.01.2008 um 09.50 Uhr eingetragen.
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»Clinton siegt beim Chaos-Caucus in Nevada - Obama will weiter machen«

(Spiegel Online, 20.01.2008)

Also hier bin ich nun ausnahmsweise mal ganz sicher, daß so was vor der Reform nicht passiert wäre.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 03.01.2008 um 00.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2730


»[Regierungssprecher] Wilhelm sagte, unbestreitbar gebe es ein Problem mit hoch aggressiven Serientätern.«

(Jugendstrafen: Merkel bremst Koch, Berliner Zeitung online, 02.01.2008)
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 02.01.2008 um 23.51 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2729


Keeper Koch

»Koch selbst versuchte, mit Forderungen wie einem Burka-Verbot an Schulen dagegen zu halten - und wurde als Verzweiflungstäter verspottet.«

(Kochs Wahlkampf kommt auf Touren, SPIEGEL ONLINE, 02.01.2008)
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David Konietzko
Bad Homburg vor der Höhe

Dieser Beitrag wurde am 02.01.2008 um 10.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2722


Zum davon Laufen

Auf der Internetseite des Lehrstuhls für Germanistische Sprachwissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg heißt es zum Thema „Dialoglinguistik“ (Rubrik „Forschung“):

„Allen“ [Richtungen der Dialoganalyse] „geht es um Dialogtypen, um Sprecherwechsel, um Gesprächsphasen, um die Rolle verbaler, paraverbaler und nonverbaler Faktoren beim miteinander Reden.“

Andererseits sind Teile der Seite in der bewährten Rechtschreibung verfaßt (z.B. der Text zum Thema „Orthographie und Orthographiereform“, ebenfalls in der Rubrik „Forschung“).
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Michael Schuchardt
Oberursel

Dieser Beitrag wurde am 17.12.2007 um 17.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2688


"... wie von Geister Hand ..." findet sich zigmal im Internet.
Mal sind die Geister klein, mal sind sie groß geschrieben. Das gleiche gilt für die Hand. Im Grunde sorgt die RSR dafür, daß die schöne Eigenschaft der deutschen Sprache, daß man aus zwei Substantiven ein neues bilden kann, leidet.
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Oliver Höher
Braunschweig

Dieser Beitrag wurde am 05.12.2007 um 17.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2640


In der Frankfurter Rundschau vom 5. Dezember 2007 ist folgendes zu lesen:

Mit dem überhöhten Mindestlohn wurde bewusst in Kauf genommen, dass Investments in Milliardenhöhe am Standort Deutschland zunichtegemacht werden und zigtausende von Arbeitsplätzen bei den privaten Briefdienstleistern verloren gehen[.]

Warum zuerst zunichtegemacht, aber dann verloren gehen? Wer hat was verloren und geht dann wohin?

Wahrscheinlich hat die Redaktion hier diese halbherzige Form einfach nur gewählt, weil den Satz sonst kein Mensch mehr kapieren würde:

Mit dem überhöhten Mindestlohn wurde bewusst in Kauf genommen, dass Investments in Milliardenhöhe am Standort Deutschland zu Nichte gemacht werden und zigtausende von Arbeitsplätzen bei den privaten Briefzustellern verloren gehen.

Leider kann man nichts "zuneffemachen". Sehr schade.
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Urs Bärlein
*

Dieser Beitrag wurde am 02.12.2007 um 02.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2623


Mindestens so grotesk wie die Orthographie der Aufgabenstellung ist die darin dokumentierte Kompetenzanmaßung der Linguistik.
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David Konietzko
Bad Homburg vor der Höhe

Dieser Beitrag wurde am 01.12.2007 um 18.46 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2621


Aus einer Linguistik-Zwischenprüfungsklausur der Universität Köln:

„Stellen Sie das Konzept des ‚Begriffe besetzens‘ in seinen historischen und systematischen Bezügen dar, erörtern Sie Chancen und Grenzen der damit bezeichneten politischen Strategie und stellen Sie mit der entsprechenden linguistischen Terminologie Beispiele der politischen Auseinandersetzung dar, die dem Konzept zugeordnet werden können!“
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 24.11.2007 um 01.03 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2587


»Eine denkbar komplexe, daher ungemein schwierige Jamaika-Koalition wäre mithin gar nicht mehr von Nöten.«

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K. Bochem
Köln

Dieser Beitrag wurde am 21.11.2007 um 01.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2583


KStA, 17./18.11.2007, Rubrik "Köln", S.38:
Zwei Spalten der Redakteurin Beatrix Lampe zum Thema Gesundheitsladen in Köln (Vermittlungsarbeit zwischen Patienten, Ärzten und Krankenhäusern) flüssig zu lesen, ohne grammatische Schnitzer, ohne übertriebenen Reformeifer und – auffallend – ohne den (meist unnötig markierenden und damit lesehemmenden) Bindestrichtick. Wörter wie Beschwerdemanagement, Podiumsrunde, Gesundheitsladen, Patienteninitiative, Aufwandsentschädigung, Krankenhausbetrieb, Gesundheitsdezernentin und ein Dutzend weitere traut sie sich zu lassen, wie sie in die Feder fließen. –
Ganz anders die Seite "Verkehr" (S.K1):
Da hat ein Herr Köhler wohl Sorge, man könne ihn ohne Bindestrichschreibung nicht richtig verstehen. Es fängt an mit "Mini-Van" und "Mini-Ding", und dann weiter Riesen-Räume, Urlaubs-Kleinkram, Sitz-Umlege-Manöver, Zug-Folge, Mittel-Säule, Bord-Entertainment, Stadt-Verbrauch, Diesel-Chancen usw. usw.
Und schließlich noch das Rätsel des Tages: Die umgelegten "hinteren Sitze (liegen) Topf eben im Fahrzeugboden".
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Philip Köster
Hamburg

Dieser Beitrag wurde am 16.11.2007 um 20.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2572


Genauso bekloppt, wie wenn da eine Hand voll Sand flöge. Da frage ich mich auch immer, ob da etwa eine Hand fliegt. Hoffentlich nicht.
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 16.11.2007 um 19.40 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2571


Igitt!

"Das Boot tauchte auf den Grund des Hafenbeckens und blieb dort für ganze eineinhalb Stunden. Sichtlich stolz präsentierte Kroehl dem staunenden Publikum eine Hand voll Schlamm vom Grunde des Hafens."

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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 16.11.2007 um 18.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2567


Krisen-erprobt,
Katastrophen-geschüttelt
Scharia-frei, Atomwaffen-frei,
Lärm-arm

– auch solche Schreibungen scheinen zuzunehmen.
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K. Bochem
Köln

Dieser Beitrag wurde am 15.11.2007 um 00.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2546


Müntefering ist zurück ! (KStA, 14.11.2007, "Seite Zwei") – Kaum aufgeschlagen, schon wieder eine ärgerliche Nachlässigkeit dieser Zeitung:

>> Ramsauer hatte etwa eine Viertelstunde geredet, als die Nachricht in den Raum platzt: "Müntefering ist zurück getreten." << (Von Markus Decker)

Was denn nun: Ist er zurück – als Getretener? Vielleicht fehlt ja ein Komma, wer kann das heutzutage so genau wissen.
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 14.11.2007 um 12.06 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2540


„Historiker und Menschenrechtler beklagen eine noch nie da gewesene Geschichtsklitterung und werfen Kremlchef Wladimir Putin vor, das zu ignorieren.“

(Mitteldeutsche Zeitung, 10. November 2007, Seite V 18; Text von dpa)
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 13.11.2007 um 21.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2538


„Zweck gebundene steuerfreie Bezüge zur unmittelbaren Förderung der Ausbildung sind von den Aufwendungen abzuziehen.“

(Anleitung zur Einkommensteuererklärung, [...] 2006, Seite 6, linke Spalte [zu Zeilen 78 und 79])
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 12.11.2007 um 12.35 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2525


„In Folge des tödlichen Zwischenfalls war es am Sonntag zu gewalttätigen Fan-Ausschreitungen in mehreren Städten gekommen.“

(http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,516806,00.html)
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 08.11.2007 um 13.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2509


"Energien frei setzen."

(Werbespruch von http://origin.capgemini.com/together-de/)
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Wolfgang Scheuermann
Dilsberg

Dieser Beitrag wurde am 05.11.2007 um 14.47 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2497


Stink

Laut der heutigen WELT sieht der gegenwärtige hessische Ministerpräsident die LINKE als stink normale Kommunisten. (Sogar in einer Beitragsüberschrift.)
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K. Bochem
Köln

Dieser Beitrag wurde am 29.10.2007 um 23.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2450


Im "Kölner Stadt-Anzeiger" (18.10.2007, Rubrik "Köln", S.31)
kämpft ein Redakteur mit der Rechtschreibung:

>> Ledersitze und Klimaanlage, dazu ein "Bitte nicht rauchen"-Schild. Der
Gast wird bei "Mini-Cab" nicht in den Taxi-üblichen elfenbeinfarbenen
Limousinen befördert, sondern im Privatwagen des jeweiligen
Chauffeurs. <<

Und Seite 44 ("Quer durch Köln"):
>> recherchieren, um heraus zu finden, welcher Chor [...] zu sehen ist. <<

– wobei "recherchieren, um herauszufinden" schon bemerkenswert wäre.
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 28.10.2007 um 10.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2435


Bei Welt-online ist die Re-Reform von 2006 offenbar noch nicht angekommen: "Beck wiederum versuchte seine Bemerkung über Meisner im nachhinein richtig zu stellen"
Immerhin nicht im Nachhinein ...
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 26.10.2007 um 23.54 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2432


SPIEGEL ONLINE, 25.10.2007, Schmidt-Pocher-Premiere – Sausenclown und Feinschliffwitzler (Hervorhebung von mir):

Zusammen addieren sich ihre Images jedoch womöglich bald schon zum gültigen Testbild für eine innovative, Zielgruppen übergreifende Talk-Unterhaltung auf. Schmidt braucht seine Bildung nicht mehr als Alleinstellungsmerkmal; umfassend sanktioniert geht er in die Zweitverwertung zunehmend Schicht unspezifischer Humorproduktion.
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2007 um 16.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2421


Offenburger Stadtgeflüster vom 19.10.2007 (Hervorhebung hinzugefügt):

Bei der Rechtschreibung gilt dagegen eher das Motto »Fehler sollte man vermeiden«. Leichter gesagt, als getan, hat doch die Reform der Rechtschreibung bzw. die reformierte Reform der Rechtschreibung für verzweifelte Verwirrung gesorgt. Manche Merksätze, die uns in der Kindheit eingehämmert wurden (Trenne nie »st«, denn es tut ihm weh), sind plötzlich wertlos. Das Eszett (ß) ist seltener geworden, aber (Vorsicht!) doch nicht ganz verschwunden. Brennnessel schreibt man nun mit drei »n« – Fakt ist: Schüler und vor allem Lehrer können einem wirklich leid tun. Übrigens: Sie mussten im Laufe der Reform von »leid tun« auf »Leid tun« umdenken und sich letztlich an »leidtun« gewöhnen. Lange Rede, kurzer Sinn: Für Mitte November haben wir eine Sonderseite geplant, auf der Sie alles rund um das Thema »ss« oder »ß« und »kennen lernen« oder »kennenlernen« lesen können.
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2007 um 14.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2419


www.sueddeutsche.de (Hervorhebung hinzugefügt):

"Der Markenfetischismus, der in den 1980er-Jahren in der Subkultur der Popper erblühte, ist heute ein Massenphänomen: Wir sind im Zeitalter des iKapitalismus angekommen. Dieser ist eine gegenaufklärerische Bewegung, denn die Wahnvorstellung, Apple-Produkte seien etwas Besonderes, hat sich in den Köpfen fest gesetzt [...]"
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K. Bochem
Köln

Dieser Beitrag wurde am 13.10.2007 um 22.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2402


Aus dem Kölner Stadt-Anzeiger, 12.10.07 (Online-Archiv: 11.10.07), S. 30, Rubrik "Kultur", Kommentar "Chefsache für Merkel":

"Sollte Merkel zu entgegen gesetzten Schlüssen kommen, so hat sie zahlreiche Wähler gegen sich [...]"
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 08.10.2007 um 23.44 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2390


Von Fall zu Fall halt verschieden
"Der Verein des 21-Jährigen Dejagah akzeptiert [...]"
"Der 21-jährige Dejagah ist in Teheran geboren [...]"
(www.sueddeutsche.de/,tt9m4/sport/weltfussball/artikel/58/136785/)
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Wolfgang Scheuermann
Dilsberg

Dieser Beitrag wurde am 08.10.2007 um 09.22 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2388


WELT KOMPAKT

8. Oktober 2007, Seite 8:

"Damit haben die Konservativen innerhalb von nur zwei Wochen einen Rückstand von bis zu elf Prozentpunkten wett gemacht."
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Roger Herter
Basel

Dieser Beitrag wurde am 25.09.2007 um 22.26 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2345


Was spräche denn (außer der Gewohnheit) gegen eine Präposition zulasten (wie zugunsten)?

"eine Reform zulasten des Volkes", aber: "zu unseren Lasten" (wie "keine Reform zugunsten des Volkes", aber: "nicht zu unseren Gunsten")

Für mich ist das analog, die Schreibung zulasten also problemlos.
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr

Dieser Beitrag wurde am 25.09.2007 um 20.01 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2342


Rheinischer Merkur unter Wirtschaft:

Medikamente: Zulasten der Versicherten

Nun, wenn "anlasten", dann auch "zulasten"
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Christoph Schatte
Poznan

Dieser Beitrag wurde am 21.09.2007 um 19.52 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2331


Das ist die im Hause "Die Welt" nun offenbar normierte Hausschreibung in Vollzug und Ergebnis des von den (allein graphemsich souveränen) Presse-Redaktionen mutig Angesagten. Weiteres Großes (z.B. Recht) steht zu erwarten.
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 21.09.2007 um 19.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2330


"Zu Recht finden" gibt es bei der Welt noch weitere Male (jedoch nicht in Zeit von August 2004 bis August 2006):

"Besonders Kindern und Jugendlichen müssen wir wieder Werte als Orientierungspunkte an die Hand geben, damit sie sich zu Recht finden und eine Vision für ihre Zukunft entwickeln können."
(Interview mit Michael Otto, Vorstandsvorsitzender der Otto Group, 17. 8. 2007; Link)

"Für die nötige Anspannung hatten die Wissenschaftler zuvor Labyrinthe angelegt, in denen sich die Tiere zu Recht finden mussten."
("Was Menschen und Ratten gemeinsam haben", 25. 7. 2007; Link)

"Die Menschen müssen flexibler werden, sich immer weiter bilden, um sich auf den globalen Märkten zu Recht zu finden."
(Interview mit Dennis Snower, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft [IfW], 6. 6. 2007; Link)

"Angesichts der Größe und Komplexität von Siemens dürfte ein externer Nachfolger rund ein Jahr brauchen, um sich im Unternehmen zu Recht zu finden, befürchtet der Analyst."
("Klaus Kleinfelds tragischer Abgang", 26. 4. 2007; Link)

"Die Idee: Jugendliche sollen für die Erfordernisse der Berufsausbildung sensibilisiert werden und sich damit bei der Stellensuche leichter zu Recht finden."
("Starke Vorstellung", 29. 3. 2007; Link)

"Und das obwohl die 17-Jährigen sich zunächst einmal an einer großen Universität mit 33 000 Studenten zu Recht finden müssen."
("Schüler testen den Uni-Ernstfall", 24. 3. 2007; Link)

"Nur ein Einheimischer kann sich in dieser verstreuten Topographie zu recht finden."
(" Der Serienmörder und die gelähmte Stadt", 18. 12. 2006; Link)

"Sein Sachbuch „Indien – Zwischen Mythos und Moderne“ ist die Standardlektüre für Geschäftsleute, Diplomaten, Journalisten, alle, die sich in dem Subkontinent zu Recht finden müssen."
("Besser leben mit dem Indien-Gefühl", 28. 9. 2006; Link)

"Die meisten fanden sich damit ab, sahen sich ihr neues Zuhause an und versuchten sich in der Bergwelt Südtirols zu Recht zu finden, um ein bisschen prominenter zu werden."
("Jenseits von Heidi", 13. 7. 2004; Link)

"Mit der Zeit wird sich zeigen, wie sich die Führungsgremien mit ihrer neuen Lage zu Recht finden."
("Die Hamas organisiert sich neu", 20. 4. 2004; Link. Darin auch: "Wie Recht der Mann hat, beweisen [...]" – aber das betrifft die GKS und gehört also woanders hin.)

"Die Kandidaten - sie kamen angeblich erst nach mehreren Tagen dahinter, dass sie sich in Berlin befanden - müssten sich eben selbst im fremden Land zu Recht finden."
("Die Hauptstadt der Unbarmherzigen", 20. 11. 2003; Link)

"Maigret aber beweist, dass ein Bär sich im Puppenhaus durchaus zu Recht finden kann und sich auch mit großen Calvados-Karaffen nicht an der Nase herumführen lässt."
("Wie ein großer Bär in einem Puppenhaus", 23. 8. 2003; Link)
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Dieser Beitrag wurde am 21.09.2007 um 18.16 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2329


Kommentar von Welt online, verfaßt am 20.09.2007 um 15.13 Uhr

Akin: Eben. Dieser Film war mir eine echte Hilfe, zu erkennen, wie es nicht geht. Es entstand auch ein Raum-/Zeitproblem: Der Zuschauer wusste nicht, wo und wann er gerade war. Es hat eine Stunde gedauert, bis er sich zu Recht finden konnte.

(Link)
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 14.09.2007 um 14.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2318


In der Mitarbeiterzeitung der Deutschen Bahn AG, DB Welt (11 Ausgaben pro Jahr, Auflage lt. Wikipedia 140.000, lt. der für die Werbung zuständigen DERG 150.000 Exemplare), scheint die Reform in den Anfängen steckengeblieben zu sein. In der Septemberausgabe 2007 finden sich folgende Beispiele:
"Erster Schritt auf diesem Weg könnte eine Ausschreibung in Silkeborg sein, für die Pan Bus ein Erfolg versprechendes Angebot abgegeben hat." (S. 7)
"Die 19 Kilometer lange Brücke über den so genannten Fehmarnbelt samt Anbindungen an Land kostet Schätzungen zufolge 5,6 Milliarden Euro." (S. 11)
"Die vakuumverschweißten Speisen werden in der Mikrowelle oder so genannten Steamern (Dampfgarern) zubereitet, Getränke an der Zapfanlage oder Kaffeemaschine." (S. 15)
(Außerdem: Trennung imp- lantiert, S. 15)
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K. Bochem
Köln

Dieser Beitrag wurde am 13.09.2007 um 01.14 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2315


Teile des Satelliten frei zugegeben

"Seit das amerikanische Militär begonnen hat, immer mehr Teile des Satelliten gestützten GPS für zivile Nutzung frei zugegeben (!), stieg die Präzision der Autonavigation spürbar."
(KStA, 8./9.September 2007, Rubrik "Verkehr", S. K1)
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 12.09.2007 um 18.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2313


Dazu noch eins drauf: Im Wörterbuchportal findet man folgende Erläuterung zu elexiko (Hinweis: www.ids-mannheim.de/elexiko/ scheint nicht richtig zu funktionieren):

»elexiko ist ein lexikalisch-lexikologisches korpusbasiertes Informationssystem zum deutschen Gegenwartswortschatz. Es dient dem nur langfristig und modular-kooperativ umzusetzenden Ziel, den Wortschatz der Standardsprache linguistisch fundiert zu dokumentieren und zu beschreiben. Im Unterschied zu den meisten der heute bekannten CD-ROM-Wörterbücher oder auch zu den Online-Versionen eingeführter Wörterbücher (z. B. des Oxford English Dictionary) macht elexiko sich die Hypertextualität des Internets zunutze und verändert damit bewusst etliche Merkmale des tradierten Textsortenmusters ‚Wörterbuch’.«
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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 12.09.2007 um 18.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2312


Gefunden im "elexiko-Wörterbuch" des IDS Mannheim

Normgerechte Schreibung: Leid tun
Worttrennung: Dieses Wort ist nicht trennbar.
Variante in alter Rechtschreibung: leidtun

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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 22.08.2007 um 18.10 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2232


Es ist zwar kein journalistisch herausgehobenes Blatt, findet aber doch seine Leser, auf die das folgende abfärben kann:

»Dagegen sieht dann mein Spoiler freier Panda noch totschick aus.« (Hans-Ulrich Köhler, Mitteldeutsche Zeitung, 11. 8. 2007, S. V 1)
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 21.08.2007 um 00.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2227


»Bilder eines Berufsboxers, der seinem Gegenüber schnell nicht mehr als seine Tapferkeit entgegen zu setzen hatte.« (Hans-Joachim Leyenberg, F.A.Z., 19. 8. 2007)
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 11.08.2007 um 16.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2188


A propos Bahn:

„Für diese Verbindung ist die Bestellfrist für eine online Buchung unterschritten.“

(Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn unter www.bahn.de)
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 11.08.2007 um 16.36 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2187


R. M. (siehe hier): Eine bessere Presseorthographie wird es nicht geben, solange die Faustregel „Im Zweifel getrennt (und groß)“ herrscht und die Autoren beim Schreiben viele Zweifel hegen.

Daran mußte ich denken, als ich in einer in der Regionalbahn liegengelassenen TLZ (Thüringische Landeszeitung) in einer Bildunterschrift las: „Das Gebäude des ehemaligen Stadtbaubetriebes ist trotz zahlreicher Brände noch nicht ganz in sich zusammen gefallen.“
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 05.08.2007 um 11.41 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2154


Wer dachte, die gute alte Zahnbürste wäre allmählich zuende entwickelt ... (faz.net, 5. Aug.)
Ist das "zuendende" Reformschreibung, oder entspringt das der Phantasie/Fantasie der Zeitungen?
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Christoph Schatte
Poznan

Dieser Beitrag wurde am 30.07.2007 um 14.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2121


Noch einmal Glück gehabt
»[...]Gebühren, die vor allem von den besser Verdienenden bezahlt werden (. . .).« (Siegfried Thielbeer, F.A.Z., 30. 7. 2007)
Solange die Gebühren nicht von besser Laufenden, Strickenden oder Schreibenden zu (be?)zahlen sind, ist die Welt noch in Ordnung; nur die Schrift ist kaputt und die Rede lädiert.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 30.07.2007 um 13.15 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2120


»Besonders Frauen und Rentner votierten allerdings für die Gebühren, die vor allem von den besser Verdienenden bezahlt werden (. . .).« (Siegfried Thielbeer, F.A.Z., 30. 7. 2007)
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Christoph Schatte
Poznan

Dieser Beitrag wurde am 27.07.2007 um 19.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2116


Nach der in ministeriellem Dünkel staatsverordneten Getrenntschreibung von allem und jedem ist so etwas wie "das Taxifahren" natürlich ausgeschlossen, weil de re und de dicto stinkbürgerlich. Das anspruchslos gemachte Staatsvolk geht zu Fuß oder fliegt notfalls -- mit geringstem Treibstoffverbrauch versteht sich -- tief, auch in seiner(?) staatsgegängelten Schrift. Für Höherflieger und andere Widerständler findet sich immer ein Paragraph und -- wie gehabt -- ein Staatsanwalt zu Diensten.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 27.07.2007 um 02.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2115


»So teuer ist Taxi fahren« (Überschrift, Bild, 27. 7. 2007)
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 23.07.2007 um 09.07 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2107


»Ich bin noch kein Mal bei diesen Festspielen gewesen.« (Eberhard Rathgeb, F.A.S., 22. 7. 2007)
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Christoph Schatte
Poznan

Dieser Beitrag wurde am 20.07.2007 um 18.24 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2096


An der RSR spalten sich auch die Texter allgemeinster Computerprogramme. Die einen schreiben "Installation fertiggestellt", den andern scheint "Installation fertig gestellt" opportuner. Das Englische ist unschuldig.

Und die deutschen Muttersprachler als "Übersetzer" in der Branche! In vollendetem Vollzug voller Interferenz liest man auf dem Bildschirm Blüt(h)en der Rohheit wie "Wenn Sie den Film nicht (an)gezeigt bekommen, klicken Sie bitte ..." Aber wenn selbst Min. a.D. Zehetmair sich solchen Deutsches zu bedienen pflegt oder (pl. mj.) pflegen, geht es offenbar immer (schlimmer).
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Ruth Salber-Buchmüller
Mülheim-Ruhr

Dieser Beitrag wurde am 19.07.2007 um 19.25 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2087


FAZ-net heute:

"Streikdrohung: Lokführer wollen Bahn in Hauptreisezeit lahm legen"

Muß das sein?
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 14.07.2007 um 18.05 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2073


Die "Fernsehwoche" (21. - 27. Juli) gibt mir "Die 6 besten Stromspar-Tipps": ..." Vor allem bei der täglichen Hausarbeit können energiebewusste Bürger sparen. Beispiel Bügelwäsche: Niemals trocken schleudern! Das reduziert Kilowattstunden bei der Waschmaschine." ...
Muß ich mir wirklich abgewöhnen, die trockene Wäsche vor dem Bügeln nochmals in der Waschmaschine zu schleudern.
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 13.07.2007 um 08.57 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2058


»Schräg gegenüberliegen die TV-Halle und die Blitz-Halle.« (F.A.S., 8. 7. 2007)
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 12.07.2007 um 15.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2056


»Eine von ihnen, Sophia, schwenkt ein selbst gemaltes Schild [. . .]« (Andreas Platthaus, F.A.Z., 12. 7. 2007)
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 07.07.2007 um 00.33 Uhr eingetragen.
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»Als vorbildliche Europäer sollten sich die Deutschen nicht nur diesen Vorschlag zueigen machen [. . .]« (F.A.Z., 21. 6. 2007, Leserbrief)
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 02.07.2007 um 10.48 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#2014


Ein weiteres Beispiel aus der Reihe der inzwischen so gängigen und ärgerlich-ermüdenden Übergeneralisierungen: "... ob ein Täter-Opfer-Ausgleich etwas gut machen kann" (Spiegel online)
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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 28.06.2007 um 13.42 Uhr eingetragen.
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Bachmann-Wettbewerb
Lesen Autoren jetzt unter der Burka?
Der Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt ist der Oscar für junge deutsche Autoren. WELT ONLINE berichtet in regelmäßigen Depeschen vom Nerven zerfetzenden Wettlesen.


DIE WELT online v. 28.6.07

Diese Wortbildung ist nicht im 24. Duden zu finden, jedoch wird das analoge „nervenzerreißend“ nur in Zusammenschreibung serviert..
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Charlotte *
*

Dieser Beitrag wurde am 22.06.2007 um 19.23 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1970


An Philip Köster:
Ja, das stimmt leider – und ich zucke immer noch jedesmal zusammen und denke: hört das denn NIE auf?

Es gibt übrigens eine Internetseite zu diesem Thema:
http://www.deppenleerzeichen.de ....
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David Konietzko
Bad Homburg vor der Höhe

Dieser Beitrag wurde am 22.06.2007 um 17.45 Uhr eingetragen.
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Ein Kasus wird geboren

Was haben Sie denn alle gegen die Wortgruppe Video überwacht? Wir sollten uns doch über die Wiederauferstehung des indogermanischen Instrumentalis freuen ...
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Philip Köster
Hamburg

Dieser Beitrag wurde am 22.06.2007 um 16.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1967


Man sieht es ja kaum noch anders, Charlotte. Ich kenne eigentlich nur »Video überwachte« Plätze und Geschäfte. Nur sehr wenige Schildtexter scheinen zu wissen, wie es richtig zu schreiben wäre. Wer Verpackungsaufschriften aufmerksam studiert, muß ohnedies alle Hoffnung fahrenlassen: »Spargel Creme Suppe«, »Styling Gel«, »Apfel Saft«, womöglich »Zucker frei [Haus]«. Man könnte auch sagen: Die Lücken Deppen haben längst das Ruder über nommen. Da ist jeder Wi(e)der Stand zweck Los.
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Charlotte *
*

Dieser Beitrag wurde am 22.06.2007 um 09.15 Uhr eingetragen.
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Stormarner Tageblatt (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag) vom 22. Juni 07:

Ein Reet gedecktes Einfamilienhaus ist am frühen Mittwochabend ...... in Flammen aufgegangen.
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 15.06.2007 um 16.02 Uhr eingetragen.
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Heute bei www.n24.de:
"Seehofer bekennt sich zu neu geborener Tochter".
(Offenbar ein Fall von Wiedergeburt.)
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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 13.06.2007 um 13.19 Uhr eingetragen.
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… laßt Ihr sie bestimmt am Leben?
Das Mitglied des Landesseniorenbeirats, 76 Jahre alt, engagiert sich schon lange dafür, dass ältere Menschen bis an ihr Lebensende selbst bestimmt leben.
(Kieler Nachrichten v. 13.6.07)
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Charlotte *
*

Dieser Beitrag wurde am 13.06.2007 um 10.04 Uhr eingetragen.
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Sechs Zeitzeugen des Dritten Reiches waren gestern zu Gast in Reinfeld...
"Alle Zeitungen gleich geschaltet, kein Fernsehen ..."
http://www.ln-online.de/lokales/2166656
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Karsten Bolz
Hofheim

Dieser Beitrag wurde am 11.06.2007 um 12.47 Uhr eingetragen.
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Der 3er BMW kommt im aktuellen Prospekt mit Energie sparenden Motoren daher und wird auf Wunsch mit einem Platz sparenden Reserverad ausgeliefert.
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Urs Bärlein
*

Dieser Beitrag wurde am 09.06.2007 um 19.43 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1915


"Bombay setzt im Kampf gegen Menschen jagende Leoparden auf Schweine" - Das ist die bislang unübertroffene (und deshalb immer wieder zitierenswerte) Überschrift einer "vermischten" dpa-Meldung vom 28. Juni 2004. Dem Text ließ sich dann entnehmen, daß die indische Provinzregierung die menschenjagenden Leoparden mit Schweinen zu ködern versucht.
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Charlotte *
*

Dieser Beitrag wurde am 09.06.2007 um 19.09 Uhr eingetragen.
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Interessante Grammatik

In einigen reformtreuen Medien, wie z.B. Lübecker Nachrichten, bin ich in letzter Zeit des öfteren gestolpert über „Menschen verachtende Verhaltensweisen. Ich wurde neugierig, ob die in meinen Augen falsche Getrenntschreibung denn nach der neuesten Rechtschreibrevision noch als „richtig“ eingestuft wird oder ob es sich möglicherweise wieder mal um eine Fehlinterpretation der Schlechtschreibreform handelt.

Google-News findet 88 mal „menschenverachtend“ und kein einziges „Menschen verachtend“…. Und die Suchmaschine Google meldet bei Eingabe von „Menschen verachtend“: - Meinten Sie „menschenverachtend“?

Ich war immer der Meinung, daß das Wort „menschenverachtend“ ein Adjektiv sei und von daher klein geschrieben werden muß. Wahrscheinlich viel zu simpel und naiv gedacht, denn die Wahrig-Sprachberatung klärte mich per Mail folgendermaßen auf:

"menschenverachtend" ist kein Adjektiv, sondern eine Verbindung von
Substantiv ("Mensch") und adjektivisch gebrauchtem Partizip ("verachtend").

Laut § 36 (2.1) des amtlichen Regelwerks ist für diese Verbindungen
sowohl Zusammen- als auch Getrenntschreibung möglich.

menschenverachtende Verhaltensweise
Menschen verachtende Verhaltensweise

Wir geben Ihnen insofern recht, als die Zusammenschreibung
"menschenverachtende Verhaltensweise" übersichtlicher und somit auch
leserfreundlicher und daher empfehlenswert ist.

Diese Informationen können Sie unter anderem nachlesen in »WAHRIG. Die
deutsche Rechtschreibung«.
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 21.05.2007 um 17.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1860


»Bei Hochtonhörnern (Lautsprechern) wird der Schall erzeugende Teil ebenfalls als Teiber bezeichnet.« (Conrad Technik-Lexikon)
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Christoph Schatte
Poznan

Dieser Beitrag wurde am 16.05.2007 um 23.30 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1843


Die Zeitung "Die Welt" scheint mit Widervereinigung ganz zufällig oder gar -- was wenig wahrscheinlich -- unter Verstandesnutzung tiefer zu schürfen, als man es von dem Blatt gewohnt. Zumindest kann man sich diese über -- einen evtl. nützlichen -- graphemischen Unfall zustandegekommene Bildung einmal genüßlich auf der Zunge zergehen lassen, vielleicht sogar in der Redaktion des Blattes. Legt die Redaktion noch Widdervereinigung drauf, hat sie einen echten Dreihupf gegen Langeweile und so.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 16.05.2007 um 09.45 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1837


"Die 70 Millionen Dollar Marke wurde überschritten für ein Bild des russisch-amerikanischen Malers Mark Rothko." (www.welt.de) Wer hier beim zusammengesetzten Substantiv keine Bindestriche setzt, beherrscht eben nicht das System, mit dem man dem Leser hilft, vor allem beim lauten Lesen, und ihn nicht zwingt, zweimal hinzuschauen.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 15.05.2007 um 23.46 Uhr eingetragen.
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Erst soll "zuviel" auseinander geschrieben werden, und jetzt schreibt *Die Welt* "zu wenig" zusammen: "[ein] Bericht [...], wonach die G-8-Staaten zuwenig in die Entwicklungshilfe investieren." Und auch zur Wiedervereinigung bietet Dirk Nolde da rechtschreiberisch was Eigenes: "Die Widervereinigung und ihre Kosten."
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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 12.05.2007 um 08.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1822


... viel Gewalt ...

GEWALT ALS PROTESTMITTEL
…
Zwischen Ich-bin-dagegen-Gehabe und brennenden Barrikaden - der Proteststurm gegen den G-8-Gipfel in Heiligendamm folgt einem immer wiederkehrenden Ritual und stellt die Linke vor die Frage, ob und wie viel Gewalt eine legitime Form des Widerstands ist. Von Reinhard Mohr …


Spiegel online v. 11. Mai 2007

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,482290,00.html

Das Verbot des konventionellen „wieviel“ wird von reformierten Medien so oft mißachtet, daß es nicht mehr aufrechtzuerhalten ist. Die Spaltung schadet außerdem dem Lesefluß und der Eindeutigkeit.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 19.04.2007 um 22.27 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1760


Alle diese Schreibungen sind eben heute in unserem öffentlichen Kulturleben drin, und das zeigt halt den Stand unseres Kulturgutes Verschriftung. Daß jedoch die Schule und andere offizielle Kulturvermittler unsinnige Schreibung als richtig vorstellen und sie den Nachwachsenden in dieser Art vermitteln müssen, das ist die Kulturschande! Daß persönliche Verschriftung ganz und gäbe ist, heißt noch lange nicht, daß die normale Schreibkultur nicht Unterrichtsmaterial sein soll. Dazu muß man natürlich auch wissen, welchen Gesetzmäßigkeiten die normale Schreibung folgt. Und sie folgt nicht dem, was jetzt gesetzlich, zwar mit Regierungsmacht, aber eben ohne jede Einsicht für die Schulen vorgeschrieben ist.
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Wolfram Metz
Den Haag, Niederlande

Dieser Beitrag wurde am 19.04.2007 um 21.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1758


Eben, die „Techniker Krankenkasse“ schreibt sich so. Die Frage ist nur, ob auch andere sie deshalb so schreiben müssen. Hat zum Beispiel jemand inzwischen herausgefunden, wo Hannov liegt? Nur weil sich irgendein Logodesigner in einem kreativen Moment überlegt hat, daß „HANNOVER“ und „MESSE“ untereinander doch irgendwie schöner aussehen als nebeneinander, schreibt alle Welt seit Jahren wie ferngesteuert „Hannover Messe“, allen voran die Nachrichtenagenturen und ihre Abnehmer, die in einer seltsamen Mischung aus Gedankenlosigkeit und dumpfer Angst vor unprofessioneller Subjektivität allzu unkritisch übernehmen, was ihnen von den PR-Abteilungen dieser Welt vorgesetzt wird, und sei es die unverfrorene Bezeichnung „Serviceoffensive“, mit der die Deutsche Bahn vor Jahren ihren Plan zur Abschaffung der Speisewagen verbrämte. Natürlich kann jeder sich und alles schreiben, wie er will, hat jeder das Recht, sich über orthographische Gesetzmäßigkeiten und Konventionen hinwegzusetzen und mit ästhetisch ausgeklügelten, modernen oder pseudomodernen, originellen oder einfach nur idiotischen und sinnwidrigen Schriftbildern vor die Welt zu treten. Aber wo steht geschrieben, daß man als Ottonormalschreiber das Spielchen mitspielen muß, wenn man dazu keine Lust hat? Ich schreibe jedenfalls weder „InterCity“ noch „FernUniversität Hagen“ noch „Deutscher Taschenbuch Verlag“ noch eben „Hannover Messe“. Viele schreiben „heute-Sendung“, aber wohl niemand „tagesschau-Sprecher“, und das, obwohl das Logo der Tagesschau seit über fünfzig Jahren ein kleines t aufweist! Einer echten Institution sieht man solchen Firlefanz offenbar nach. Es gereicht ihr zur Ehre, wenn er allgemein ignoriert wird. Es sollte den Verantwortlichen in Hannov zu denken geben, daß man ihrer Vorgabe so bereitwillig Folge leistet.
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 19.04.2007 um 17.08 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1756


Lieber Herr Ludwig, es liegt nicht an der SZ (siehe #1674): Die „Techniker Krankenkasse“ schreibt sich nun mal (leider?) ohne Bindestrich.
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Sigmar Salzburg
Dänischenhagen

Dieser Beitrag wurde am 04.04.2007 um 10.00 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1733


Neue Dummschreibung in BILD:
Wer kriegt in Deutschland wie viel Rente?
(Heute große Schlagzeile auf der ersten Seite)

Obwohl die traditionelle Rechtschreibung mit gutem Grund „wieviel“ verwendet, werden die meisten verstehen, was sie verstehen sollen.
Dennoch bedeutet „wie viel“ als Zwangsüberbleibsel der gescheiterten Spaltschreibung eigentlich:
„Wer kriegt auf welche Weise viel Rente?“
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Christoph Schatte
Poznan

Dieser Beitrag wurde am 28.03.2007 um 23.37 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1716


Von Arno Pielenz wurde der "Mißtand" in der Berliner Morgenpost entdeckt. Damit ist es dieser Gazette gelungen, neben allem Tand von Menschenhand auch noch mißlungenen solchen zu finden, vielleicht sogar im eigenen Hause.
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Urs Bärlein
*

Dieser Beitrag wurde am 27.03.2007 um 22.09 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1707


Warum denn gleich rabiat werden? - Treten ist das Geschäft des Hahns.
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Rominte van Thiel
Röttenbach

Dieser Beitrag wurde am 27.03.2007 um 19.53 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1705


Bei faz.net ist über den Gesetzentwurf von Zypries zu lesen, ein Mann "müsste innerhalb von zwei Jahren der Vaterschaft entgegen treten".
Ich hatte keine Ahnung, daß er so rabiat werden soll.
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Arno Pielenz
Cottbus

Dieser Beitrag wurde am 25.03.2007 um 09.11 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1684


Aus der BERLINER MORGENPOST vom 10. März kann man erfahren, daß Zecken mit einem strengen Winter "einfach nicht zu Recht kommen", wohingegen Mücken damit "ganz gut zurechtkommen".
In der gleichen Ausgabe: "Misstand". So ist es.
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Horst Ludwig
St. Peter, MN, USA

Dieser Beitrag wurde am 21.03.2007 um 18.39 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1674


"Die Techniker Krankenkasse rät, die ersten Tage nach der Zeitumstellung eine Stunde länger als sonst zu schlafen, sofern man es sich leisten könne." (http://www.sueddeutsche.de/,ra13m5/wissen/artikel/631/106525/)
Und ich rate der *SZ*, ihre Komposita nicht getrennt zu schreiben, also wenigstens mit Bindestrich, weil das das richtige Lesen ohne jede Verzögerung und mit richtiger Betonung mit sich bringt. Gibt's einen Ort namens Technik? Natürlich nicht; aber unsinnige Schreibung zwingt einen hier, die Frage erstmal doch zu stellen, zumal eben wenig später einen wieder vernünftige Schreibung erwartet: "Die Anpassungszeit an den neuen Tag-Nacht-Rhythmus ist individuell sehr unterschiedlich ..." Wo ist eigentlich das System zur Getrenntschreibung von Substantiven, die durch ein anderes vorausgehendes Substantiv näher bestimmt werden? Bloß, daß andere Sprachen da auch Getrenntschreibung hätten?
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 09.03.2007 um 11.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1609


Was man bei UNICEF für richtige Rechtschreibung hält

Alle Beispiele aus den UNICEF-Nachrichten Nr. 1/2007.

davon gejagt:
»Manche wurden gesteinigt, andere nackt davon gejagt.« (S. 7)

selbst bestimmt:
»Das Mädchen berichtet von seinem schwierigen Kampf um Bildung, vom Traum eines selbst bestimmten Lebens.« (S. 12)
»Vor allem für Mädchen ist ein Platz im Zentrum die einzige Chance, ein selbst bestimmtes Leben zu führen.« (S. 19)

hinein zu wachsen:
»Unsere Ehrenamtlichen haben uns gehofen, in die Aufgabe hinein zu wachsen.« (S. 20)

In dem folgenden Zusammenhang zeigt sich die Tücke von kennen lernen:
»Bis zu ihrem elften Lebensjahr hatte Congress nur wenig mehr als ihre Familie kennen gelernt. Nun lernte sie lesen, schreiben und rechnen.« (S. 13)
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Reinhard Markner
Berlin

Dieser Beitrag wurde am 06.03.2007 um 22.50 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1597


Rainald Goetz, ein bekanntermaßen unablässig pubertierender Schriftsteller, schreibt ein Blog für die Website der überflüssigen deutschen Ausgabe von Vanity Fair. Die Rechtschreibung entspricht der unverstandenen Norm, der Inhalt ist entsprechend: Frau von der Leyen zeigt eine kleinmädchenhaft helle, fröhlich vorgebeugte Überaufmerksamkeit und Wachheit. Da würde man gerne in großem Schwall hinein kotzen, in dieses Gesicht.
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Dieser Beitrag wurde am 06.03.2007 um 19.31 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1594


Kommentar von Germanist, verfaßt am 06.03.2007 um 19.20 Uhr

Das Wörterzertrümmerungsprogramm scheint so programmiert: Adverbien und Adjektive abtrennen, Präpositionen (oder was eine sein könnte) beim Verb belassen, es könnte ja ein Verb mit "zu-" sein; daß ein mit "zu" erweiterter Infinitiv vorliegt, kann nicht erkannt werden.
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Dieser Beitrag wurde am 06.03.2007 um 19.13 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1593


Kommentar von Karin Pfeiffer-Stolz, verfaßt am 06.03.2007 um 17.52 Uhr

Nur Schlamperei? Oder doch ein der Reform innewohnender "Zwang"?
Habe eben E-Post bekommen, darin der Satz:

... vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Ich bin gerne bereit, Ihnen bei den Preisen entgegen zukommen. ...
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Dieser Beitrag wurde am 06.03.2007 um 19.12 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1592


Kommentar von N. N., verfaßt am 06.03.2007 um 16.54 Uhr

Die Süddeutsche glänzt abermals mit interessanten Wortentzweiungen:

Eine Person werde einfach herabgesetzt, weil das einfacher sei, als sich argumentativ auseinander zusetzen, sagte Seehofer.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/,tt2m5/deutschland/artikel/600/104496/
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Jan-Martin Wagner
Jena

Dieser Beitrag wurde am 06.03.2007 um 19.02 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1591


Das von mir soeben erwähnte Eichinger-Interview „Sprache fließt“ ist eine wahre Fundgrube (auch bezüglich der GKS):

»Sehen Sie, wenn ein Erwachsener wie ich dieses Wort in seiner Slang-Bedeutung kennt, dann ist der Identität stiftende Effekt für Jugendliche verpufft und eine Abgrenzung nach außen nicht mehr möglich.«

»Dem Deutschen mangelt es ein wenig an jener plastischen Kürze, die dem Englischen zu Eigen ist. Für "Notebook" gibt es im Deutschen keine gleich berechtigte Übersetzung.«
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Dieser Beitrag wurde am 05.03.2007 um 13.20 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1588


Beitrag geschrieben von Wolfgang Scheuermann am 31.01.2007 um 13.30 Uhr:

Sprachcomposing

Die FAZ hat endlich wieder einen bedeutenden Fortschritt der Rechtschreibreform mitvollzogen, der beispielgebend für eine ausstehende Neolinguafrancagenerierung werden könnte: mutiges Zusammenwerfen von Wörtern aus verschiedenen Sprachen. In "Natur und Wissenschaft" wird man heute aufgerufen, sich zu Sciencefictiongeschichten Gedanken zu machen. Das ist keineswegs ein Verstoß gegen die Ankündigung am 2. Dezember, bei Varianten der bewährten Rechtschreibung zu folgen.
Man muß das niedriger hängen: Sciencefiction ist doch ein rein deutsches Wort!
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Dieser Beitrag wurde am 05.03.2007 um 13.18 Uhr eingetragen.
Adresse: http://www.sprachforschung.org/forum/show_comments.php?topic_id=115#1587


Beitrag geschrieben von K. Bochem am 28.12.2006 um 01.55 Uhr:

Heute im "Kölner Wochenspiegel" (einer kostenlos an alle Haushalte der Millionenstadt verteilten Werbezeitung mit interessanten Lokalnachrichten, garantiert von allen Kölnern gelesen, was man von den sonstigen Zeitungen nicht sagen kann) unter dem Titel "Tunnels sollen sauber und sicherer werden":
"Köln - Die 18 meist befahrenen Autotunnels Kölns sind seit ihrer Einrichtung 'noch nie sauber gemacht worden', weiß Oberbürgermeister Fritz Schramma. [...] "
Warum sucht ein Journalist sich ausgerechnet die "Varianten" raus, die genau nicht passen und die Realität regelrecht verfälschen? Weil er aus Bequemlichkeit der gelben Erleuchtung des Duden folgt?
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Dieser Beitrag wurde am 05.03.2007 um 13.17 Uhr eingetragen.
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Beitrag geschrieben von K. Bochem am 12.12.2006 um 02.15 Uhr:

"Dr.Oetker" bietet das Rezeptbuch "Glückskuchen" an, das wohl vor allem Kinder ansprechen soll. Beim Durchblättern heute in der Buchhandlung sprangen mir sofort die Getrenntschreibungen ins Auge, die dort gehäuft den (vermuteten) Sinn entstellen: etwas fein hacken, den Teig geschmeidig rühren usw.
Solange man eine Vorstellung vom Kuchenbacken hat und ein sicherer Leser ist, kann man nicht so leicht irregeleitet werden. Aber man tappt jedesmal unwillkürlich in eine Falle, die einem die Lesefreude nimmt. Und ein Lese- und Backanfänger wird sich fragen, wie geschmeidig er sich wohl beim Teigrühren anstellen muß.
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Beitrag geschrieben von Jan-Martin Wagner am 10.12.2006 um 20.26 Uhr:

Diese Auseinandersetzung ist wohl weiterhin nötig – siehe hier.
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Beitrag geschrieben von Jan-Martin Wagner am 29.11.2006 um 14.46 Uhr:

Auf jeden Fall ist es modisch, da hat Herr Achenbach schon recht – siehe hier.
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Beitrag geschrieben von Horst Ludwig am 27.11.2006 um 07.59 Uhr:

Naja, sich mit der Schreibung von "auseinandersetzen" auseinanderzusetzen, mag zwar affig sein, aber bei der Orthographie geht's nicht um Stil, sondern darum, wie man die Wörter schreibt, die man benutzt, also darum, ob man z. B. das Wort für ein bestimmtes menschliches Exkrement, das man zwar nie in den Mund nimmt, an der Silbengrenze mit Eszett oder mit einem, zwei oder drei "s" schreiben soll, muß, darf, kann, meinetwegen auch will oder möchte. Nicht der Duden entscheidet, was ein Wort ist, sondern die Stimme des Volkes. Daran wollen wir festhalten.
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Beitrag geschrieben von Klaus Achenbach am 26.11.2006 um 21.18 Uhr:

Vorschlag zur Güte: man verzichte lieber darauf, sich ständig mit irgendetwas "auseinanderzusetzen". Besser denke man darüber nach, beschäftige sich damit, sinniere darüber oder was auch immer. Aber bitte nicht immer dieses ewige, modische, affige Sichauseinandersetzen!
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Beitrag geschrieben von Jan-Martin Wagner am 26.11.2006 um 17.21 Uhr:

Selbst mit dem von Zehetmair ständig bemühten auseinandersetzen kommt dpa immer noch nicht klar: «Ich habe mich sehr intensiv mit dem Tod auseinander gesetzt und mich gefragt, was mir die Formel 1 und der Rennsport noch bedeuten können.» (Michael Schumacher; siehe z. B. hier)
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Beitrag geschrieben von Walter Lachenmann am 10.10.2006 um 21.29 Uhr:

Warum auch nicht?

Die Süddeutsche Zeitung, die sich bei der Umsetzung der neuen Schreibweisen bekanntlich eines besonderen Einfallsreichtums rühmen darf, mag wohl das wirklich seltsame »zu Eigen« nicht mehr schreiben, »zu eigen« darf sie aber nicht. Also schreibt sie: »zueigen«. Genial gelöst! (SZ vom 7./.8.10.2006, Feuilleton S. 13, »Murmeln im Weltall«)
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Beitrag geschrieben von Hartmut Heumann am 14.09.2006 um 12.38 Uhr:

In einem Schreiben (11. September 2006) der Landesschulbehörde Osnabrück weist der zuständige Dezernent die Fachkonferenzen Deutsch (!) darauf hin, die Fachkonferenzbeschlüsse noch einmal zu überprüfen. Sie sollten die erforderlichen Festlegungen enthalten, da andernfalls "Das Bestehen in Auseinandersetzungen vor dem Verwaltungsgericht ist dann von vorne herein zum Scheitern verurteilt."
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Beitrag geschrieben von Horst Ludwig am 27.08.2006 um 21.45 Uhr:

Ich würde die Unterscheidung zwischen der Präposition "mithilfe" (mit Genitiv) und der Einleitung eines adverbialen Ausdrucks mit "mit Hilfe" (+ Genitivattribut) der Aussprache überlassen. Die sorgt schon für die richtige Schreibung, wenn auch vielleicht nicht bei denen, die bei jedem Problemchen nur mit Hilfe eines zuverlässigen Rechtschreibwörterbuches richtig schreiben können. Wer jedoch sein eigenes journalistisch Zusammengeschriebenes nur mithilfe eines Spellchecks auf Rechtschreibfehler untersuchen läßt, hat selbst schuld, wenn der Leser ihm zu Recht vieles vorhält. — Um dem Leser zu helfen, die Präposition "mithilfe" vom Substantiv "Mithilfe" leichtestens zu unterscheiden (cf. Sigmar Salzburgs Beispiel aus der Welt), wäre am Satzanfang die Schreibung "mit Hilfe" auf jeden Fall vorzuziehen. Aber solche Feinheiten gelten eben nur für Schreiber, die schreiben, so daß der Leser schnellstens und aufs klarste informiert wird, nicht für die, die bloß, weil's ihnen eben so diktiert wird, so schreiben, wie sie schreiben. (Wieweit bestimmte präpositionale Ausdrücke schon Adverbien und Präpositionen geworden sind, überlasse ich meinem Schreibgefühl und jedenfalls nicht Vorschreibern, die auch nicht mehr wissen, nicht mal in Haufen.)
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Beitrag geschrieben von Sigmar Salzburg am 27.08.2006 um 12.06 Uhr:

Mithilfe
Da die Axel Springer AG eine „Technologie-Partnerschaft“ mit dem Dudenverlag eingegangen ist, wird künftig nicht das Sprachempfinden der Autoren vorherrschen, sondern es wird sich der opportunistische Geschmack von Wermke & Co. mit den empfohlenen Reformschreibweisen vordrängen.

Duden 2006 empfiehlt statt „mit Hilfe“, das keineswegs allgemein als Adverb verstanden wird, die reformgeförderte Konstruktion „mithilfe“.

Im ersten Jahresdrittel, vom 1.1. – 30.4.2006, findet die Suche im WELT-Archiv 43mal das Substantiv „Mithilfe“ und nur einmal „mithilfe“

Vom 1.8 – 26. 8. 2006 sind von 52 vorkommenden „Mithilfe/mithilfe“ sind nur 8 echte „Mithilfe“. Der Anteil der Konstruktion „mithilfe“ wird damit auf das fast Dreihundertfache gesteigert.

Besonders apart sind Fälle, in denen „mithilfe“ am Satzanfang steht:
Mithilfe prominenter Co-Moderatoren wie dem Kieler Olympiateilnehmer Marcus Baur oder dem olympischen Bronzemedaillen-Gewinner Roland Gäbler, die ihre Eindrücke aus Helikoptern schildern, kommt Transparenz in einen Sport, der vielen unzugänglich schien. (WELT 1.8.06)
Ob „Mithilfe“ gemeint ist oder „mit Hilfe“, dämmert dem Leser erst nach frühestens 20 Wörtern oder 179 Zeichen.

Die Schreibung „mit Hilfe“ überwiegt allerdings bislang auch noch nach dem 1. August 2006.
Manche Autoren scheinen sich noch nicht mit der „neuen“ Rechtschreibung bei Springers angefreundet zu haben. In WELT-online jedenfalls erschien am 26.8.06 der Artikel von Gerhard Charles Rump, „Galerist 007“ mit traditionellen ß.
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Beitrag geschrieben von (Red.) am 30.06.2006 um 00.26 Uhr:

Ja, eine Nachbearbeitung ihrer Beiträge ist nur registrierten Nutzern des Diskussionsforums möglich. – Sie hätten doch auch jeweils einen neuen Beitrag schreiben und darin auf den ursprünglichen verweisen können, schließlich kann man im Diskussionsforum selber Verknüpfungen („Links“) herstellen. – Wenn Sie häufiger nachträgliche geniale Einfälle haben, sollten Sie mehr im Forum schreiben!
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Beitrag geschrieben von Klaus Achenbach am 29.06.2006 um 22.41 Uhr:

In der Tat fällt mir erst jetzt auf, daß ich alle meine Beiträge bearbeiten kann. Leider gilt das wohl nur für das Diskussionsforum?
Zu schade, daß mir alle meine nachträglichen genialen Einfälle wieder entfallen sind!
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Beitrag geschrieben von (Red.) am 29.06.2006 um 18.35 Uhr:

Die Möglichkeit, eigene Beiträge zu bearbeiten, ist nicht zeitlich befristet. Nur die Redaktion kann Beiträge löschen.
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Beitrag geschrieben von Christoph Kukulies am 29.06.2006 um 17.35 Uhr:

Lieber Herr Achenbach,
mir wurde angeboten, den Beitrag zu ändern (editieren oder so ähnlich). Ich fand allerdings nicht die Möglichkeit, ihn gänzlich zu löschen. Ich hätte vielleicht den Inhalt durch die leere Menge ersetzen können. Es kann sein - ich kenne die Technik hier nicht -, daß die Editier-Option nur kurze Zeit nach dem Abschicken des Beitrag zur Verfügung steht.

Sehe gerade: "Ihren Beitrag bearbeiten" steht bei eigenen Beiträgen in der Überschriftzeile.
Wie gesagt, es kann sein, daß diese Möglichkeit zeitlich befristet ist.
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Beitrag geschrieben von Klaus Achenbach am 29.06.2006 um 17.17 Uhr:

Lieber Herr Kukulies,
wie konnten Sie denn Ihren Beitrag ergänzen, wenn Sie ihn nicht mehr löschen konnten?
Das würde mich sehr interessieren, denn häufig fällt mir zu meinen gelegentlichen Beiträgen auch nachträglich noch etwas besonders Kluges ein, was ich gerne nachtragen würde.
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Beitrag geschrieben von Christoph Kukulies am 29.06.2006 um 09.39 Uhr:

Ich möchte fast wetten, daß hier der Verfasser sich zu einem und verleiten ließ, weil es ja sonst 200 Jahre alte Schatten gewesen wären, die die Buche spendete. Man sieht, wie die "Rechtschreibreform" auch den Stil schlecht beeinflußt.

Wenn es die Zeit zulässt, stellt Ulrike Schröder ihren Liegestuhl unter die 200 Jahre alte und Schatten spendende Blutbuche inmitten des wunderschön gelegenen Parks …

Hoppla, ich übersah, Herr Salzburg, Sie hatten meinen Gedanken bereits gedacht.
Nun kann ich meinen Beitrag nicht mehr löschen. Aber schön, daß wir dasselbe gedacht haben.
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Beitrag geschrieben von Wolfgang Scheuermann am 27.06.2006 um 15.34 Uhr:

Auch toter Bruno führt noch in Wirrungen

Der Schütze sitzt offenbar sicher ein, und der Wald wird im Umhergehen interpretiert:

"Schütze wird geheim gehalten" (heutige Rhein-Neckar-Zeitung)
"... der Wald ist, anders als die Beute des Bären, staatlich, was gern dahin gehend interpretiert wird, er gehöre niemandem." (Leitartikel der heutigen FAZ)
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Beitrag geschrieben von Horst Ludwig am 16.06.2006 um 18.57 Uhr:

"... schlicht 'die 200 Jahre alte schattenspendende Blutbuche'“: Eben, genau wie man's spricht.
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Beitrag geschrieben von Sigmar Salzburg am 16.06.2006 um 16.10 Uhr:

Der Wortspaltungen der „Schlechtschreibreform“ verleiten mitunter zu noch schlechterem Deutsch (Kieler Nachrichten v. 14.6.06, S.16):

Wenn es die Zeit zulässt, stellt Ulrike Schröder ihren Liegestuhl unter die 200 Jahre alte und Schatten spendende Blutbuche inmitten des wunderschön gelegenen Parks …

Das ungeschickte „und“ wurde anscheinend nur eingefügt, um die Leser nicht auf den Gedanken an eine „200 Jahre alte Schatten“ spendende Blutbuche zu bringen. Wieviel einfacher und sprachrichtiger wäre es gewesen, schlicht „die 200 Jahre alte schattenspendende Blutbuche“ zu schreiben!
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Beitrag geschrieben von Reinhard Markner am 09.06.2006 um 01.18 Uhr:

Ekel erregend: »Denn Fußball ist ein Ventil für viele, weil sie aus einer Tristesse heraus brechen wollen und versuchen, mit dem Fußball wieder wer zu sein.« Christoph Daum laut Die Welt vom 9. 6. 2006
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Beitrag geschrieben von Karsten Bolz am 01.11.2005 um 18.50 Uhr:

Habe ich gerade bei Dudens im Internet gefunden, als ich nach Handvoll suchte (Das Lemma Handvoll existiert tatsächlich nicht!):

Drach|me die; -, -n <aus gr. drachme (griech. Gewichts- u. Münzbezeichnung), eigtl. "eine Handvoll" (Münzen)>

Die benutzen ein Wort, das es angeblich gar nicht mehr gibt!
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Beitrag geschrieben von Sigmar Salzburg am 13.10.2005 um 08:46 Uhr:

Das handgreiflichste Beispiel für die Aufspaltung von „Handvoll“ darf hier nicht fehlen:

„Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem – Für eine Handvoll Scheiße“

1993 sahen sich 1.2 Millionen Zuschauer die auf dem Plakat mit
dem Spruch „Für eine Handvoll Scheiße“ angepriesene Westernparodie im Kino an. Inzwischen kämpft Regisseur und Hauptdarsteller HELGE SCHNEIDER in 20 Prozent der Internet-Einträge schon für eine „Hand voll Scheiße“.


Beitrag geschrieben von kratzbaum am 13.10.2005 um 07:11 Uhr:

Die Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer wünscht sich lt. eigener Homepage ein Haus am Meer und eine Hand voll Menschen. Das erste dürfte leichter zu verwirklichen sein als das zweite.
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Beitrag geschrieben von Wolfgang Scheuermann am 02.09.2005 um 08.29 Uhr:

Das kann doch kaum wahr sein!

Auf der Homepage einer der großen deutschen Parteien kann man heute lesen:
"Jeden Tag gehen in Deutschland rund 1000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren. Nur Kanzler Schröder will das offenbar noch immer nicht wahr haben ..."
Das hat doch selbst Professor Augst nie gewollt! (Es ist ja leicht zu erraten, welche Partei mit solch verheerendem Deutsch wirbt – leider steht sie damit überhaupt nicht allein!)
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Beitrag geschrieben von rr bth am 21.08.2005 um 22.31 Uhr:

Wie kam es denn zu der Auseinanderschreibung? Ein Versehen war das doch bestimmt nicht. Wären da zwei Bindestriche (optisch) einer zuviel auf dem Buchtitel gewesen?

Hier geht's ja auch:
„Berichtszeugnisse für die Grundschule“
Allerdings ist auf diesem Titelblatt auch nur ein Bindestrich nötig.
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Beitrag geschrieben von Karin Pfeiffer-Stolz am 21.08.2005 um 20.28 Uhr:

Sie haben völlig recht, geschätzter rr bth. Auch bei mir gab es, das habe ich nie verschwiegen, ein Leben "vor dem Reformprotest". Und daß ich niemals irrte – niemals irre, würde ich mich hüten zu behaupten. Mir ist nicht ganz klar, worauf Sie hinauswollen.
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Beitrag geschrieben von rr bth am 21.08.2005 um 19.57 Uhr:

„Allgemeiner Unterrichts Check-up für Lehrproben“ ist aber auch nicht besonders gelungen, oder?
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Beitrag geschrieben von Karin Pfeiffer-Stolz am 21.08.2005 um 17.39 Uhr:

Aufgegabelt in einem Katalog des fortschrittlichen Verlags "Verlag an der Ruhr"*.
Ein Buchtitel, dessen Sinngehalt ausgerechnet einem Ausländer beim Lesen Probleme bereiten dürfte:

Wenn Multikulti schief läuft?
Trainingshandbuch Mediation in der interkulturellen Arbeit

Für Interessierte: Bestell-Nr. 2996, 14,80 €

*gehört zur Cornelsen-Gruppe
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